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Praktika, Freiwilligenarbeit, interkulturelles Lernen in Tansania, Sansibar, Indien, Marokko, Israel, Nicaragua, Bolivien, China, Ghana, Japan u.a.

Volunteering im Ausland – Nur für junge Leute?

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Selbstverständlich nicht! Wir haben in unseren Projekten regelmäßig Teilnehmer aller Altersklassen! Ein ganz besonderes Beispiel dafür, dass die Neugierde auf andere Kulturen und das Interesse an interkulturellem Lernen an kein Alter gebunden sind, ist Rainer (70 Jahre), der dieses Jahr mit World Unite! einen Freiwilligeneinsatz in Sansibar gemacht hat. Ein paar Auszüge aus Rainers Erfahrungen findet ihr hier!  

“Zuerst muss ich euch gestehen, dass ich nicht zum typischen Schema an Volunteers gehöre. Ich bin 70 Jahre alt und ein ehemaliger Schulleiter einer schwäbischen Realschule.

Ich habe mich bei World Unite! als Lehrer u.a. für Mathe und Volleyball an einer gemeinnützigen Schule für Jugendliche und junge Erwachsene gemeldet, die nebenbei auch verschiedene außerschulische und berufsbildende Aktivitäten anbietet. Vor Ort stellte ich dann allerdings fest, dass das Interesse der Schule und meiner Schüler eher darauf lag, Deutsch zu lernen! Ich wäre aber ein schlechter Lehrer, wenn ich nicht mit dieser Situation umgehen könnte. Dies gehört halt auch zu den Unabwägbarkeiten eines Auslandsdienstes und ich habe dann meine Tätigkeit voller Herzblut und mit größtem Erfolg durchgeführt. Ich unterrichtete die Hälfte meiner Studenten (15 bis 47 Jahre) als Tourguides, weil die ihre Deutschkenntnisse dann direkt beruflich in Anwendung bringen können.

An der Schule wird man hervorragend aufgenommen, geschätzt und unterstützt, man kommt herzlich in eine neue „Familie“. Auch die Schüler sind unheimlich motiviert und viele Begabungen lassen sich feststellen.

Wer sich auf solch einen Einsatz einlässt, darf nicht erwarten, dass alles so läuft wie am deutschen grünen Tisch geplant. Aber das ist gut so, denn Abenteuer gehören dazu. Wir denken immer europäisch und unterliegen der Gefahr, missionieren zu wollen, d.h. mit unserem Denken alles, was uns “unterentwickelt” vorkommt, verbessern zu wollen. Den unübersehbaren Merkwürdigkeiten der sansibarischen Gesellschaft lassen sich aber genau so viele Merkwürdigkeiten unserer europäischen Zivilisation entgegen stellen!

Etwas Wundervolles und Wertvolles: Nach einem Vierteljahr auf Sansibar verschwindet jegliche Hautfarbe hinter dem Gesicht, dem Charakter und der Seele des Gegenüber! Das alles Entscheidende ist die persönliche Beziehung zu den Menschen dort vor Ort. Dies ist unschätzbar und unumkehrbar!!!“

Viele Grüße,

Rainer, Deutschland

Über sein Leben in Sansibar hat Rainer in seinem Blog berichtet, diesen findest du hier

Warum du auch als Angehörige/r einer reiferen Altersgruppe als Freiwillige/r in unseren Projekten herzlich willkommen bist, liest du hier

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