“Unglaubliches Indien“ – Alexandras Pflegepraktikum im Krankenhaus in Cochin

Wolltest du schon immer die Kenntnisse aus deinem Studium oder deiner Ausbildung vertiefen und praktisches Wissen gewinnen? Bei einem Praktikum oder einer Famulatur im Ausland kannst du das medizinische System eines anderen Landes kennen lernen und dabei auch noch deine interkulturelle Fähigkeiten erweitern! Alexandra aus England hat mit uns ein Pflegepraktikum in Cochin, Südindien absolviert. Hier teilt sie mit dir ihre Erfahrungen!

 

Ich habe Indien als das Ziel für mein Pflegepraktikum gewählt, da ich bereits zwei Jahre zuvor im Norden Indiens gereist war. Ich hatte mich dabei total in das Land und die Kultur verliebt. Als ich also entscheiden musst, wo hin ich für mein Pflegepraktikum gehen würde, war die Entscheidung einfach zu treffen. Online fand ich über World Unite! meine zukünftige Praktikumsstelle, ein Krankenhaus in Kerala.

Es ist sehr schwierig, einen Monat in Indien zusammenzufassen, denn selbst nach einem zweiten Besuch überrascht mich das Land immer wieder. Da ich vor Ort in einem Krankenhaus arbeiten konnte, hatte ich mehr Kontakt zu den Menschen und habe auch gelernt, die Denk- und Arbeitsweisen vor Ort besser zu verstehen.

Meine Unterkunft war in einem familiären Guest House in der schönen Stadt Fort Kochi, die mir im Laufe des Monats immer mehr ans Herz gewachsen ist. Antonio, mein World Unite!-Koordinator in Cochin, der auch der Betreiber des Guest Houses ist, hat sich sehr gut um mich gekümmert. Besonders die Einführung und Orientierung am ersten Tag waren sehr nützlich, um die Umgebung kennen zu lernen. Antonio begleitete mich an meinem ersten Tag auch ins Krankenhaus, wo ich mit dem Direktor und den Krankenschwestern bekannt gemacht wurde, die bei während ihrer Arbeit unterstützte.

Die Busfahrt zum Krankenhaus ist ein absolutes Erlebnis und ein bisschen ein Ratespiel, denn die Verkehrs- und Straßenschilder sind alle in Malayalam, der lokalen Sprache. Ich musste jedoch nur noch dem Busfahrer den Namen des Krankenhauses zurufen und er ließ mich dann an der richtigen Stelle aussteigen. Am Ende des Monats kannten mich die Fahrer bereits und ich hatte jeden Tag ein freundliches Gespräch mit ihnen im Bus.

Durch meine Zeit im Krankenhaus habe ich bessere Fähigkeiten im Zuhören, Beobachten und Kommunizieren sowie darüber hinaus eine erstaunliche Gesamterfahrung gewonnen, die ich so nicht gehabt hätte, wenn ich in England geblieben wäre.

Ich war von 9.00 bis 17.00 von Montag bis Freitag im Krankenhaus und arbeitete in der Notaufnahme, in der postoperative Abteilung, Allgemeinmedizin und gelegentlich in den Operationssälen. Es war interessant zu beobachten, wie alles gelaufen ist und wie Patienten behandelt werden, die an Krankheiten wie dem Denguefieber leiden, einer Tropenkrankheit, die man in Großbritannien nicht sieht. Die Krankenschwestern waren sehr freundlich und erklärten mir immer auf Englisch, worum es gerade ging. Sie waren auch sehr darum bemüht, dass ich die lokale Küche kennen lernte und teilten ständig ihr Essen mit mir, was sehr lecker war. Ich habe hauptsächlich beobachtet, konnte aber auch kleinere Tätigkeiten an den Patienten durchführen und bei der Medikamentenausgabe helfen. Es erstaunte mich, wie einfallsreich das Personal mit ihren sehr einfachen Mitteln war. Es dauerte sicherlich eine Woche, um mich an die Umgebung und die Hitze zu gewöhnen, aber danach fühlt man sich schnell zu Hause.

Die Dinge sind mir in Indien nicht immer leicht gefallen, zum Beispiel für mich verträgliches Essen zu finden, obwohl es auf der Straße viele Möglichkeiten gibt. Es war oft schwierig herauszufinden, ob die Hygienebedingungen stimmen, aber du musst einfach raus und dich unter die Leute mischen, nachfragen, dich mit den Einheimischen anfreunden. Ich lernte, die Menschen und das Land so sehr zu lieben und mich zu öffnen, dass es nie einen langweiligen Moment gab. Ich vermisse das indische Essen, die bunte Kleidung, den verrückten Verkehrt, die Gerüche, die Leute, die Musik, die Wochenenden und mehr als alles andere sehne ich mich nach dem indischen Tee (Chai)! Zwischen den Kühen, die auf den Straßen liegen, tuckern ständig Tuk-Tuks und Busse, Roller und Motorräder, die im verrückten Straßenverkehr in jede Richtung fahren, und dazwischen das ein oder andere Kamel oder Elefant. Ich kann ehrlich sagen, dass ich gerade nirgends lieber wäre.

Ich werde auch noch für einen weiteren Besuch nach Indien gehen, da das Land wirklich einen Platz in meinem Herzen gewonnen hat. Dank World Unite! konnte ich mein Pflegepraktikum in meinem absoluten Lieblingsland absolvieren und es es die Erfahrung meines Lebens, die ich nie vergessen werde!

Viele Grüße,

Alexandra (Großbritannien)

Du möchtest mehr Details zu diesem Praktikum wissen? Hier findest du alle Infos zu Alexandras Praktikumsstelle. 

 

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