Umwelt- und Meeresschildkrötenschutz, Recycling auf Sansibar

Ann-Kristin hat im Sommer 2018 einen Monat auf der tropischen Insel Sansibar in Tansania verbracht. In ihrem Blog berichtet sie von ihren Erfahrungen. Was hat Ann-Kristin zu ihrem Freiwilligeneinsatz motiviert? Hier kannst du einen Einblick in ihre Zeit auf Sansibar bekommen. 

Ich verbrachte im Sommer 2018 insgesamt einen Monat in Tansania, genauer gesagt, auf der Insel Sansibar. Auch wenn Tansania und Sansibar sich in den letzten Jahren stark entwickelt haben, haben viele Menschen nach wie vor damit zu kämpfen, täglich ihre Grundbedürfnisse zu stillen. Aus diesem Grund kam das Land für mich als reines Urlaubsziel eher nicht in Frage und ich entschied ich mich für einen Freiwilligeneinsatz mit World Unite!.

Während meiner Zeit in Sansibar habe ich mich an zwei Projekten beteiligt:

Das Mother Nature Forest Camp in Jozani

Das “Mother Nature Conservation Camp” auf Sansibar ist eine Kombination von 10 verschiedenen Freiwilligentätigkeiten an zwei Standorten, nämlich Regenwald und Strand, unter fachkundiger Anleitung. Es eignet sich für Tier- und Naturschutzbegeisterte jeden Alters, die sich aktiv für den Erhalt der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt der Insel einsetzen möchten.

Eine meiner Hauptaufgaben im Forest Camp bestand darin, den naheliegenden Turtle and Tortoise Park touristischer zu gestalten. Hier können Touristen mehr über die unterschiedlichen Arten der Schildkröten auf Zanzibar erfahren. Der ländlichen Bevölkerung wird so die Möglichkeit geboten, ebenfalls vom Tourismus in Sansibar zu profitieren. Unserer Kreativität waren keine Grenzen gesetzt: Wir strichen die Rezeption mit ansprechenden Farben, malten das neue Logo des Parks auf dafür vorgesehene Steine und entwarfen ein Schildrkötenskelett inklusive Beschriftung, die zur Veranschaulichung für Touristen dienen sollte.

Wir lernten viel über die verschiedenen Schildkrötenarten Sansibar und durften diese sogar füttern und eigene Touristenführungen übernehmen.

Eine weitere Aufgabe bestand darin, den lokalen Mitarbeitern im Camp Deutsch, Englisch und Spanisch beizubringen. Sie waren wirklich alle unglaublich interessiert daran, ihre Sprachkenntnisse zu vertiefen bzw. eine neue Sprache zu erlernen!

Es ist für mich wichtig zu betonen, dass wir nie alleine im Camp waren. Ein Wachmann, namens Babu, war rund um die Uhr vor Ort. Außerdem hat unser Projektleiter Mohammed, mindestens ein Mal am Tag bei uns vorbeigeschaut. Zusätzlich waren auch noch Sadam und Minimo, zwei weitere Mitarbeiter von World Unite!, jeden Tag für uns da.

In unseren letzten Tagen in Jozani haben wir intensivere Einblicke in das Schulsystem in Sansibar erhalten. Viele Familien können die Kosten für Lehrmittel, Schuluniform und Bücher nicht aufbringen und die Kinder müssen oft in der Familie mithelfen, um etwas zum Lebensunterhalt beizutragen. Bildung ist der einzige Weg für die Menschen, sich eine sichere Zukunft zu ermöglichen.

Daher war es für mich umso wichtiger einen Einblick in das Schulsystem zu erhalten. Als ich sah, dass World Unite! mit Hilfe von Spenden und Freiwilligen eine Grundschule aufbaut, hat mich das richtig zum Strahlen gebracht.

Meeresschildkrötenschutzstation in Nungwi

Dieses Projekt kümmert sich aktiv um die Rettung der vom Aussterben bedrohten Meeresschildkröten und betreibt Aufklärungsarbeit zur nachhaltigen Erhaltung der Umwelt. Zu unseren Aufgaben gehörte das Pflegen, Putzen, Füttern und Verarzten von verletzten Meeresschildkröten. Dafür haben wir vorab eine genau Einführung erhalten, damit die Medikamente auch richtig eingesetzt werden.

Viele der gefundenen und ins Aquarium gebrachten Schildkröten waren verletzt oder zu schwach, um alleine zu überleben. Für diese wurde eine extra Krankenstation errichtet, damit sie die Aufmerksamkeit und Pflege bekommen, die sie brauchen. Zwei Mal täglich müssen die Schildkröten gefüttert werden, dafür sammelten wir vorab immer frisches Seegras.

Eine Woche vor unserem Einsatz in Nungwi waren gerade Babyschildkröten geschlüpft. Wie hatten die Möglichkeit uns um diese besonders zu kümmern. Um den Entwicklungsprozess zu beobachten, haben wir die Schildkröten einmal pro Woche gewogen, gemessen und auf Krankheiten untersucht. Die Informationen haben wir anschließend genau dokumentiert.

Ich habe selten so viele nette Menschen kennengelernt, wie während meiner Zeit auf Zanzibar. Aus jeder Ecke hört man ein freundliches „Jambo“ und obwohl viele Menschen dort mit wesentlich weniger leben, als ich dies von zu Hause kannte, sind sie oft bereit, viel zu teilen und einander zu helfen.

Mein Freiwilligeneinsatz in Sansibar hat mir so viel Positives gegeben und es war eine der besten Entscheidungen die ich je getroffen habe. Ich halte es für sehr wichtig, offen zu sein für andere Kulturen und Länder und das gewonnene Wissen wertzuschätzen!

Danke an World Unite! für die tolle Erfahrung – es wird definitiv nicht bei diesem einen Freiwilligeneinsatz bleiben!

Möchtest du mehr über Ann-Kristins Erfahrungen lesen? Hier kannst du ihren Reiseblog besuchen.

Lust auf einen Freiwilligeneinsatz in Sansibar? Lass dich auf http://www.world-unite.de von unseren  Möglichkeiten inspirieren!

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