Natur- und Umweltschutzprojekt in Marokko

Christina aus Deutschland hat drei Monate lang in einem Natur- und Umweltschutzprojekt in der Stadt Tanger in Marokko mitgearbeitet. Hier berichtet sie dir von ihren Erfahrungen als Freiwillige.

“Nous traitons ce monde comme si nous aurions un deuxième dans le coffre.” (Deutsch: “Wir behandeln diese Welt, als hätten wir noch eine zweite als Reserve.”).


Dieses Zitat drückt das Verhalten vieler Menschen aus, die sich des Klimawandels und der daraus resultierenden Probleme nicht bewusst sind. Ich bin der Meinung, dass wir uns alle für den Schutz unserer Umwelt und ihrer Lebewesen einsetzen müssen. Wir müssen uns bewusst werden, dass wir keinen zweiten Planeten in Reserve haben!

Aus diesem Grund habe ich mich für ein dreimonatiges Praktikum bei CEET entschieden, dem Tangier Environmental Education Center in Marokko.

Meine ehrenamtliche Arbeit umfasste vor allem, Umweltbildungsworkshops in Schulen und mit Schulklassen durchzuführen. Andererseits hatte ich die Möglichkeit, an Hochschultagen und Exkursionen zum Thema Geologie, Natur und Umweltschutz teilzunehmen.

Zunächst zu den Workshops: Ich vermittelte dabei den Schüler/innen verschiedene Umweltthemen und begann in der Regel mit einem “Eisbrecher”, um die Kinder besser kennen zu lernen. Danach diskutierten wir verschiedene Umweltthemen, darunter beispielsweise die Wasserknappheit und den Wasserkreislauf oder die Artenvielfalt in einer natürlichen Umwelt.

Gemeinsam mit einem anderen deutschen Freiwilligen und unserem Koordinator und Professor Merini haben wir versucht, den Kindern und Jugendlichen diese Themen auf ansprechende Art und Weise zu vermitteln. Verschiedene Inhalte wurden z.B. in Rätselform dargestellt. Darüber hatten die Schüler/innen unterschiedlicher Altersgruppen auch Gelegenheit, Experimente durchzuführen.

Ziel war es, das Interesse der Kinder und Jugendlichen am Umweltschutz zu wecken und ihnen aufzuzeigen, dass es Handlungsbedarf gibt!

Außerdem nahm ich an Projekten teil, die von der “AESVT Morocco” (einer Lehrervereinigung  für Umwelt- und Geowissenschaften zum Thema Umwelterziehung und nachhaltiger Entwicklung) durchgeführt wurden:

Über die AESVT hatte ich die Möglichkeit, gemeinsam mit 40 Schüler/innen von Gymnasien und Hochschulen in Tanger an der dritten Kampagne zur Beseitigung von Meeresmüll am Merkala-Strand in Tanger teilzunehmen. Anlass dazu war der “Tag des Bürgerengagements junger Menschen im Mittelmeerraum”. Das Projekt wurde auch in Tetouan, Al Hoceima und Nador sowie in acht Mittelmeerländern durchgeführt.

Darüber hinaus nahm ich an zwei Konferenzen zur Schaffung einer effizienten und optimierten Abfallwirtschaft in Marokko teil. Grund für die Konferenzen war die leider begrenzten Ergebnisse des Gesetzes 28.00, das geschaffen worden war, um die negativen Auswirkungen von Abfällen auf Menschen und die Umwelt zu verringern. Ziel der beiden Konferenzen war es, eine Interessenvertretung zum Thema Müllvermeidung und Umweltschutz zu schaffen sowie auch die öffentliche Wahrnehmung von Abfall zu ändern (weil es sich um Ressourcen handelt, nicht um “Müll”).

Am Ende meines Aufenthaltes nahm ich an einigen Hochschultagen teil. Dies ermöglichte mir nicht nur, an der Fakultät für Naturwissenschaften von Tétouan mehr über Ökotourismus zu lernen, sondern auch, noch besser in die marokkanische Kultur einzutauchen. Gemeinsam mit den Studierenden wurde eine Plattform für sozial- und umweltbezogene Workshops und Debatten geschaffen. Die Interaktion und die Zusammenarbeit mit den marokkanischen Studierenden empfand ich als sehr bereichernd.

Darüber hinaus konnte ich an einer Geo-Exkursion im Rahmen der Hochschultage teilnehmen, organisiert durch die AESVT. Das Thema war “Der Geopark Mgoun und die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Region.“

Zusammen mit 110 Teilnehmern aus 25 Städten, ​​hatte ich die Gelegenheit, eine Reihe interessanter Geo-Schauplätze wie Aït Attab, den See Bin el Ouidane oder die Masthefrane-Kathedrale in Tamga entdecken. Wir besuchten auch die Ifri Ntwaya-Höhle in Ait Mhamed und die Fußabdrücke von Dinosauriern in Ait Blal. Darüber hinaus besichtigten wird Ouzoud-Wasserfälle und weitere Spuren von Dinosauriern im Iouariden-Geosit bei Demnate. Um die wissenschaftliche Betreuung der verschiedenen Themen zu gewährleisten, wurden Experten geladen, die den Teilnehmern Informationen über die Geographie und die besuchten Orte bereit stellten und unsere Fragen beantworteten.

Während dieser vier Tage habe ich Orte gesehen, von denen ich zuvor niemals zu träumen gewagt hätte. Es war mir eine große Ehre, an den Hochschultagen bei Demnate teilzunehmen. Wie in Tetouan habe ich den Austausch mit den anderen Teilnehmern genossen und hatte eine Zeit, die ich mein ganzes Leben lang in Erinnerung behalten werde.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich sehr von der Zeit im CEET-Team sehr profitiert habe, aber natürlich auch von all den Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten in Marokko, die einen Besucht absolut wert sind!

Meine Freiwilligenarbeit im Einklang mit der Natur hat mir erneut gezeigt, wie wichtig es ist, diese Welt und ihre Schönheit zu schützen, denn wir haben keine zweite! Oder, wie die AESVT richtig feststellt: “Umweltschutz – gesagt, getan!”

 

Hier findest du alle Infos zu Christinas Freiwilligeneinsatz.

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