Praktikum als Hebamme in Tansania

Hebammenstudentin Tamara aus Österreich hat ihr Wahlpraktikum in der Geburtshilfe an einer Klinik in Tansania in Ostafrika absolviert. Hier erzählt sie dir über ihr Praktikum, ihren Einsatzort Moshi, ihrer Wohnsituation und ihre Freizeitgestaltung in Tansania.

Hallo, liebe zukünftige Volunteers!

Zu meiner Person:

Mein Name ist Tamara und ich bin eine Hebammenstudentin aus Österreich. Ich bin im 4. Semester und laut Ausbildungsplan ist in diesem Semester, neben einem großen Praktikum in einem Krankenhaus, auch ein Wahlpraktikum vorgesehen. Uns wurde von unserer Studiengangsleitung nahegelegt, dass wir dieses Praktikum außerhalb des üblichen Krankenhaussettings verbringen sollen.

Zu unserem Einsatzland:

Die atemberaubende Vielfältigkeit der Landschaft, die einzigartige Kultur und der Wunsch helfen zu können, führte uns – also mich und eine Studienkollegin – letzten Endes nach Tansania. Nachdem die Entscheidung getroffen wurde, war alles ganz aufregend. Jeden Tag kamen neue Fragen auf und wir wollten auf alles vorbereitet sein.

Gott sei Dank wurde es unserer Kontaktperson von World Unite! nicht zu blöd, auf unsere 10000 Mails zu antworten 🙈. Kurz vor der Abreise wurden wir dann etwas nervös. Zu zweit in ein fremdes Land zu reisen, verschafft einem schon einen gesunden Respekt.

Mich interessierte zum Beispiel, wie mit Frauen während der Geburt gearbeitet wird, die Infektionskrankheiten haben. Die Frauen werden vor Ort sehr gut gescreent. Wir haben z.B. in den ganzen 6 Wochen in Tansania nur eine, mit HIV infizierte Frau betreut und diese war nur zur Überwachung im Krankenhaus.

Einen Tipp, den ich euch geben möchte, besonders für jene die im Gesundheitssektor tätig sein werden: Stellt euch darauf ein, dass es fundamental anderes sein wird als zuhause. Verschafft euch ein realistisches Bild davon, was euch vor Ort erwarten wird!

Ein weiterer, nicht zu vernachlässigender Grund, warum Tansania unser Ziel wurde, war die Sicherheit. Tansania gilt grundsätzlich als sicheres Reiseziel, weiters bekommt man auch noch viele Hinweise von den World Unite! Mitarbeitern vor Ort. Wichtig ist es, abends nicht allein unterwegs zu sein und nachts sollte man lieber ein Taxi direkt zur Unterkunft nehmen und nicht zu Fuß unterwegs sein.

Zu unserer Unterkunft:

Wir wohnten während unserer Zeit in Moshi in einer WG für Teilnehmer von World Unite!. Auf dem Markt in der Stadt und den vielen Supermärkten, bekommt man fast alles was man benötigt, um sich selbst zu versorgen. Hat man mal nichts zu essen zu Hause, kann man in die Stadt fahren und dort in einem Restaurant zu Abend essen.
Ich habe in Tansania einige großartige Menschen kennengelernt, die aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt stammen. Manche von ihnen kamen alleine nach Moshi, haben aber in der WG schnell Anschluss gefunden. Ich denke nicht, dass ich den Mut gehabt hätte, allein nach Afrika zu reisen. Ich war wirklich froh, dass eine Freundin an meiner Seite war.

Zu unserem Einsatzort:

Wir haben uns für ein etwas kleineres Gesundheitszentrum namens Pasua Health Care Center in Moshi entschieden. Wir wollten deshalb nicht in ein zu großes Krankenhaus mit vielen Geburten, da es unter solchen Umständen schwer ist eine gute Betreuung zu ermöglichen. Wir konnten bzw. mussten oft sehr selbstständig arbeiten, was prinzipiell kein Problem war. Nach etwas mehr als einer Woche, hatten wir ein relativ gutes Verhältnis zu den Mitarbeitern aufgebaut und konnten uns so auch „erlauben“ Vorschläge zu machen, die eigentlich immer gut angenommen wurden. Ihr habt auch als Studenten schon einiges an Wissen, das weitergegeben werden kann.

Aber geht nicht mit der Einstellung in ein anderes Land, die Menschen dort belehren zu wollen. Seid offen gegenüber den Vorgehensweisen vor Ort und versucht so viel wie möglich von den Menschen zu lernen.

Zu unserer Freizeit:

Wir haben die Wochenenden und unsere freien Tage meist genutzt, um viel von Tansania kennen zu lernen. Neben den umliegenden Reisezielen wie dem Materuni Wasserfall und dem Kilimanjaro, den wir leider nicht besteigen konnten, weil uns die Zeit fehlte, haben wir auch ein langes Wochenende auf Sansibar verbracht. Das krönende Ende unseres Aufenthaltes war eine viertägige Safari durch den Tarangire Nationalpark, die Serengeti und dem Ngorongoro Krater. Die Bergbesteigung und die Safari sind nicht gerade billig, weshalb ich euch empfehle frühzeitig mit dem Sparen anzufangen. Denn die Safari ist es absolut wert!!!

Viele Grüße,

Tamara aus Österreich

Hier findest du alle Infos zu Tamaras Praktikumsstelle.

 

 

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