Freiwilligenarbeit auf einer Pferderanch in Südafrika

Unsere Teilnehmerin Anita aus Australien berichtet über ihren 5-wöchigen Freiwilligeneinsatz auf einer Pferderanch in Westkap, Südafrika. Zu ihren Aufgaben auf der Ranch gehörten das Füttern, Pflegen und Pflegen von Pferden und Ponys sowie das Begleiten von Reittouren für Touristen entlang paradiesischer weißer Sandstrände!


22. September: Die Reise nach Kapstadt, Südafrika, beginnt.

Ich mache einen Zwischenstopp in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba für meinen Anschlussflug. Es ist 4:45 Uhr morgens, 6:45 Uhr äthiopischer Zeit. Wir fliegen durch die Berge von Addis und als wir in die Nähe der Landebahn kommen, kann ich die Slums der Stadt sehen. Wir landen und ich trete meinen Anschlussflug nach Kapstadt an. In Kapstadt angekommen werde ich von Kos abgeholt, der gemeinsam mit seiner Frau Sarah die Pferderanch leitet und bei denen ich wohnen werde.

Wir starten die zweieinhalbstündige Wal-Küstenroute nach Pearly Beach.

Die Route hat majestätische Sandsteinberge auf der einen Seite und das Meer auf der anderen Seite. Ich bemerke die Vielfalt der einheimischen Fynbos-Pflanzen überall. Die Pflanzen am Kap sind botanisch vielfältiger als der reichste tropische Regenwald Südamerikas. Hier gibt es über 9000 Pflanzenarten. Während wir weiterfahren, hoffe ich, vom Fenster aus einen Wal zu sehen.

Entlang dieser Küste leben südliche Glattwale, Buckelwale, Brydewale und sogar Orcas, obwohl sie selten sind. Sie ziehen ihre Jungen im flachen Wasser auf, um großen Raubtieren auszuweichen. Sie kommen von Juni bis November während ihrer jährlichen Wanderung von ihren eisigen Nahrungsgebieten vor der Antarktis in die wärmeren Gewässer vor dem südlichen Afrika, wo sie ihre Jungen füttern und aufziehen. Sie sind in diesem Jahr später dran als erwartet, also bin ich sicher, sie während meines Aufenthalts hier zu sehen. Wir fahren durch die Stadt Gansbaai, ausgesprochen “Hansbi” und “Gänsebucht”. Es ist weltweit die Hauptstadt des Weißen Hais.

Wir kommen auf der Ranch an. Ich beziehe meine Unterkunft in einer ehemaligen Scheune, die zu einem bequemen Cottage umrenoviert wurde.

Nachdem ich kaum geschlafen habe, esse ich schnell mit Kos, Sarah, ihrem Sohn Chis und den Freunden Chantelle und Steven zu Abend. Dann krieche ich ins Bett und schlafe tief. Am nächsten Morgen geht es dann direkt los mit meinem Freiwilligeneinsatz!

Wir reiten zum Pearly Beach und die Pferde laufen die exquisiten weißen Sandstrände entlang. In der Ferne sehen wir mehrere südliche Weißwale.

Einer von ihnen bricht durch die Wasseroberfläche und es ist unglaublich, dies zum ersten Mal zu sehen. Zurück geht es dann durch die Dünen, auf und ab. Die Pferde galoppieren die Dünen hinauf. Wir müssen dabei auf Maulwurflöcher achten, denn wenn die Pferde darauf treten, brechen sie hindurch und du verlierst als Reiter dein Gleichgewicht. Also hältst du mit einer Hand die Zügel und mit der anderen den Sattel.

Meine Reitfähigkeiten verbessern sich jeden Tag enorm.

Ich bin schon bald in der Lage, andere Pferde als Handpferde mitzuführen, sogar manchmal mit einem Rucksack voller kühler Getränke und Snacks. Bei schönem Wetter schwimmen wir mit den Pferden.

Auch bei den Pferden mache ich Fortschritte: Zu Anfang reite ich auf einem Pony namens Jinx und dann auf den größeren Pferden Mardi, Kimo und Rocky. Es gab ein Pferd names Pride, auf dem ich unbedingt reiten wollte, und mir wurde immer gesagt, dass er nur für erfahrene Reiter geeignet sei. Endlich war der Tag gekommen, an dem alle anderen Reiter relative Anfänger waren und ich Pride reiten durfte. Von dem Moment an, als ich auf ihm saß, wurde mir klar, wie kraftvoll dieses Pferd war. Ich musste ihn immer wieder zurückhalten. Er ist ein richtiges Energiebündel, reines Feuer – aber mit einer sanften Seele.

Ich helfe oft dabei, die Pferde ins Meer zu führen und manchmal kann ich sie auch im Wasser reiten. Es ist ein komisches Gefühl, wenn ein Pferd unter dir schwimmt, plötzlich fühlst du dich schwerelos. Und dann spürst du, wie die Kraft des Pferdes gegen die starke Strömung ankämpft, während du dich an ihrer Mähne festhältst und zurück ans Ufer getragen wirst. Eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde.


An meinem letzten Tag habe ich meinen ersten Sturz von Pride. Ich galoppierte den Strand hinunter und hatte Mühe, das Pferd unter Kontrolle zu halten. Plötzliche drehte sich Pride scharf und ich fiel sofort runter. Zum Glück landet man auf Sand relativ sanft. Ich konnte sofort wieder aufsteigen und zur Gruppe zurückgaloppieren.

Die fünf Wochen am Pearly Beach vergingen wie im Flug und jetzt reise ich nach Kapstadt, wo ich in einem tollen Hostel namens Once in Cape Town wohne. Das Hostel bietet viele Touren in der Stadt und Umgebung an und ich habe Mitbewohner aus der ganzen Welt. Mit meiner brasilianischen Mitbewohnerin und ihrer chilenischen Freundin – Makarena und Gabriella – bin ich schon auf den Tafelberg gefahren. Die Aussicht dort oben ist unglaublich. Ich habe auch Hout Bay besucht, mit ihrem Hafen und schönen Strand, der von Bergen umgeben ist.

Viele Grüße,

Anita

Auf unserer Webseite findest du alle Informationen zu Anitas Freiwilligeneinsatz und wie du dich anmelden kannst!

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