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Praktika, Freiwilligenarbeit, interkulturelles Lernen in Tansania, Sansibar, Indien, Marokko, Israel, Nicaragua, Bolivien, China, Ghana, Japan u.a.


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Meeresschildkröten- und Umweltschutz in Sansibar

Karibuni Zanzibar! Jambo! Ich heiße Olivia, bin 19 Jahre alt und und ich war für 3 Monate mit World Unite! in einem Meeresschildkrötenschutzprojekt auf Sansibar/Tansania als Freiwillige tätig.

Meine Einsatzstelle:

Die meiste Zeit meines Aufenthalts habe ich im Mnarani Aquarium in Nungwi verbracht. Hier ging es hauptsächlich um den Schutz und der Versorgung von Meeresschildkröten. Die Aufgaben im Aquarium waren vielfältig und abwechslungsreich.
Ich habe in einem der Bungalow-Zimmern gewohnt, die sich direkt neben der Schutzstation befinden. Die Zimmer waren top und meine Mitbewohnerinnen ebenfalls.

Nach meiner Ankunft im Aquarium wurde ich direkt am nächsten Tag von meiner örtlichen Koordinatorin begrüßt und sie hat mir alles gezeigt und nach dem Frühstück habe ich dann auch eine Orientation bekommen, um mich in Nungwi zurecht zu finden.

Die Arbeit im Aquarium:

Jeden Morgen um 8 Uhr stand immer unser Water Change, sowie das General Cleaning auf unserer To-Do Liste. Es wurde das Wasser von den zwei Becken, der Baby-Schildkröten 2x täglich gewechselt, sowie das Wasser vom Krankenhaus, wo die infizierten Schildkröten untergebracht wurden.

Ebenso, zu der Arbeit im Aquarium gehören das Sammeln von Seegras, das Müllaufsammeln am Strand sowie wie die Versorgung der Baby-Schildkröten mit Medikamenten. Doch all die Aufgaben wurden immer auf die Arbeitswoche (Montag-Freitag) verteilt. Somit hatte man einen entspannten Arbeitstag. Die komplette Arbeit wird in Absprache mit dem einheimischen Personal zusammen gemacht, welche ebenfalls super funktioniert hat.

Freizeit:

An mangelnder Freizeit in Nungwi scheitert es nicht. Jeden Tag konnte man baden gehen (sofern das Wasser da war wegen der Gezeiten) und sich gemütlich sonnen. Außerdem war es möglich, dass man am Wochende verschiedene Ausflüge machen konnte.
Zum Beispiel habe ich eine Schnorchel-Tour zu der nahegelegenen Privatinsel Mnemba gemacht. Wir sind mit einem Dhow bis zu dem Riff gefahren und von dort aus dann sind wir schnorcheln gegangen. Anschließend gab es dann an Land noch ein Fisch-Barbecue mit Reis, Früchten und Gemüse.

Außerdem sind wir auch gemeinsam mit dem Daladala nach Stone Town in Sansibar-Stadt gefahren und haben dort unseren freien Tag verbracht. Neben Shopping und gemütlich Essen gehen war Stone Town auch in Sachen Geschichte und Architektur sehr interessant anzuschauen.

Meine Erfahrung und was ich von Sansibar mitnehme:

Meine Zeit auf Sansibar werde ich nie vergessen. Diese Zeit hat mich für mein Leben geprägt. Ich habe gelernt, dass es auch mal gut ist, mit dem zufrieden zu sein, was man hat und dafür dankbar ist. Ich habe in dieser Zeit viele Leute kennengelernt und tolle Freundschaften geschlossen.

Doch was mich am meisten freut ist, dass ich durch meine Tätigkeit als Volunteer bedrohten Tieren helfen konnte und dass einfach die Arbeit mit ihnen einfach nur Spaß gemacht hat. Zudem wurde mir auch bewusst, dass das Thema Plastik und im allgemeinen Müll ein Riesenproblem ist: Wenn wir nicht anfangen, etwas dagegen zu tun, wird unsere Umwelt noch mehr zerstört, als sie es jetzt schon ist.

Ebenso habe ich auch durch diesen Aufenthalt gelernt, selbstständiger zu werden und es fällt mir viel leichter, Englisch zu sprechen.

Ich möchte mich nochmals beim World Unite! Team bedanken, diese Erfahrung mit den Meeresschildkröten sammeln zu dürfen. Einen Freiwilligeneinsatz kann ich jedem empfehlen.

Asante sana,

Olivia (aus Deutschland)

Hier findest du alle Infos zu Olivias Einsatzstelle, dem Meeresschildkrötenprojekt in Nungwi, Sansibar.


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Dhow-Schiffsbau auf Sansibar

Clemens aus Deutschland ist derzeit mit World Unite! in Nungwi, Sansibar und lernt dort, wie man ein “Dhow”, ein traditionelles sansibarisches Segelschiff baut. Was er bisher gelernt hat und warum es in seiner Unterkunft Babyschildkröten gibt, beschreibt er hier.

Sonne, Strand, Palmen, Meer – in Nungwi lässt es sich leben! Ich bin nun bereits ein paar Tage hier in Nungwi und habe auch eine Menge erlebt.

Heute hatte ich schon meinem dritten Arbeitstag. Haji, mein Bootsbau-Lehrer, erklärt mir sehr gut, welche Werkzeuge man für den Bau eines Dhows benötigt und wie man diese benutzt. Am zweiten Tag hat er mir sogar direkt einen unangekündigten Test dazu gegeben. 😀

Sehr wichtig ist das sogenante “Kalafati”, in Kokosnussöl getränkte Baumwolle, die mit einem Hammer und einer Art Meißel – “Chambeo” – in die Ritzen der Holzplanken gehämmert wird, damit das Boot wasserdicht ist. Das ist echt gar nicht so einfach. Heute haben wir sogar eine fertige Dhow ins Wasser gezogen!

Die Unterkunft, in der ich wohne, gehört zu einer Schildkröten-Rettungsstation und ich verbringe ich die meiste Zeit mit den anderen Volunteers, die in der Station arbeiten.

Voriges Wochenende haben wir eine Bootstour zu Sonnenuntergang und eine Schnorcheltour unternommen – im Regen… 😀 Ich werde bestimmt auch mal richtig tauchen gehen, denn gleich in der Nähe ist eine Tauchbasis.

Die kleinen Schildkröten in der Station sind enorm süß. Apropos süß: es laufen im Camp auch ein paar Babykatzen rum, die einem dann ab und an mal auf den Schoß hopsen und gestreichelt werden wollen.

 

Schwimmen steht immer an der Tagesordnung. Kein Wunder bei dem herrlich blau-grünen Meer vor der Tür, und vorallem bei der ständigen Hitze ein Muss! Manchmal regnet es allerdings aber auch. Das heißt dann aber wenn man durch die Stadt läuft muss man aufpassen, nicht in Pfützen zu treten, da dass Wasser recht schmutzig ist. Die regelmäßigen Stromausfälle stören mich mittlerweile auch nicht mehr. Was ich nicht gedacht hätte, dass es mit der lokalen SIM-Karte kein Problem ist, im Internet zu surfen. Die Verbindung ist top!

So langsam lerne ich auch ein paar Wörter Swahili, aber pole pole… Das heißt so viel wie “langsam langsam”,  also immer mit der Ruhe. Eine Aussage, die man hier hier ständig hört und die auch ganz gut die entspannte Mentalität Sansibars beschreibt.

Das Essen in der Unterkunft ist auch spitze und zum Teil sehr europäisch: Pfannkuchen, Pizza, Nudeln, Pommes, Burger oder auch mal Suppe. Morgens gibt es immer leckeres Gebäck mit tropischen Früchten.

Ich fühle mich also rundum pudelwohl!

Stay tuned!

Clemens!

Clemes schreibt über seine Erfahrungen in Sansibar in seinem Blog. Den findest du hier.


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Architektur-Praktikum in Tansania

World Unite!-Teilnehmer Patrick hat ein fünfwöchiges Praktikum in einem Architekturbüro in Arusha, Tansania, absolviert. In unserem Blog spricht er über seine Lernerfahrungen und wie das Praktikum seine Sicht auf Architektur verändert hat.

 

Im Sommer 2019 habe ich ein Praktikum in einem Architekturbüro in der Stadt Arusha in Tansania gemacht. Das Unternehmen besteht aus Architekten, Innenarchitekten und Projektmanagern und berät verschiedene private und staatliche Projekte.

Meine Rolle im Architekturbüro

Zu Beginn meines Praktikums war meine Rolle klar definiert: Mir wurden Aufgaben übertragen, die ich unter der Aufsicht anderer erfahrener Mitarbeiter erledigte. Ich habe in meiner ersten Woche hauptsächlich an Wohnungsgrundrissen gearbeitet. Mein Praktikumsbetreuer erklärte mir, wie die Pläne zu zeichnen sind und welche Software ich verwenden sollte.

Nach einer Einführungsphase durfte ich immer mehr Dinge alleine machen, mich an verschiedenen Designs üben und selbst entscheiden, wie sie letztendlich aussehen sollten.

Das Team hat mich wirklich ermutigt, meine eigenen Ideen in die Gebäude einzubringen, an denen gerade gearbeitet wurde.

Ich habe das Gefühl, dass die Möglichkeit, an meinen eigenen Designs zu arbeiten, meine Leistung erheblich verbessert hat. Ich habe mich von Anfang an wirklich als Teil des lokalen Teams gefühlt und wurde auch behandelt wie jeder andere Mitarbeiter im Unternehmen. Meine eigenen Entwürfe zu machen war eine tolle Erfahrung und ich habe alle Aspekte des Prozesses – von Anfang bis Ende – einschließlich Zeichnungen, Standort- und Kundenbesprechungen und der Erstellung von 3Ds genossen.

Zu meinen Aufgaben gehörte es, mit anderen Praktikanten Pläne für Wohnhäuser zu erarbeiten, an Kunden- und Standortbesprechungen teilzunehmen (bei denen ich mir Notizen darüber machte, was besprochen wurde, und Fotos von den Standorten anfertigte). Für die meisten Zeichnungen verwendete ich eine Software namens Archi Cad. Ich unterstützte das Team auch bei Verwaltungsaufgaben wie dem Drucken von Dokumenten und dem Versenden an Kunden oder der Unterstützung der Kunden bei der Verwendung unseres Druckers. Ich recherchierte, zeichnete einfache Pläne und ließ meine Arbeit von den anderen Architekten des Unternehmens überprüfen. Zusätzlich arbeitete ich an den Plänen für einen Gewerbebau und ein Krankenhaus. Gegen Ende meines Praktikums arbeitete ich die meiste Zeit eng mit den Architekten zusammen und arbeitete an den Zeichnungen für das Krankenhaus. Ich habe geholfen, die elektrischen Pläne zu zeichnen sowie Pläne für einen zusätzlichen Wassertank außerhalb des Gebäudes zu entwerfen. Während der Site-Meetings machte ich immer Bilder und Videos, die wir dann im Team diskutierten und notwendige Änderungen im Plan vornahmen.

Am meisten hat mir gefallen, dass sich nach einer Weile eine bestimmte Arbeitsroutine einstelle, ich aber andererseits eine Vielzahl von abwechslungsreichen Aufgaben hatte, sodass das Praktikum nie langweilig wurde.

Lernerfahrung

Durch mein Praktikum habe ich gelernt, dass Architektur definitiv eine Gruppenarbeit ist. Mir wurde bewusst, wie wichtig es ist, mit anderen Disziplinen und Teammitgliedern sowie mit Kunden zusammenzuarbeiten und zu kommunizieren. Soziale und kommunikative Fähigkeiten sind ebenso wichtig wie ein Designhintergrund.

Ich habe auch gelernt, wie viel Kreativität und Disziplin man braucht, um zu planen und zu entwerfen und um endlich ein Gebäude zu bauen.

Das Praktikum hat mir auch geholfen, meine eigene Rolle in der „realen“ Berufswelt und meine eigenen Stärken und Schwächen besser zu verstehen. Ich habe jetzt eine viel klarere Vorstellung davon, was ich gut kann und in welchen Bereichen ich mich noch verbessern muss. Ich weiß jetzt, dass ich über starke Zeitmanagementfähigkeiten verfüge, da ich eigentlich nie Schwierigkeiten hatte, meine Arbeit bis zu einem bestimmten Termin abzuschließen. Ich würde immer noch gerne mehr über die Verwendung verschiedener Software zur Verbesserung meiner Zeichnungen erfahren, und ich möchte auch noch in den Bereichen Projektmanagement und Problemlösekompetenz verbessern.

Mein Verständnis von Architektur nach dem Praktikum

Mein Aufenthalt in Tansania hat auch meine Sichtweise auf Architektur und deren Einfluss auf die Wahrnehmung eines Ortes oder Landes geprägt.

Architektur beeinflusst, wie Menschen studieren, arbeiten und leben, und ich habe jetzt ein besseres Verständnis für die soziale Verantwortung eines Architekten.

Ich habe es sehr geschätzt, dass ich die Gelegenheit bekommen habe, die in der Uni erlernten Fähigkeiten anzuwenden und in die Praxis umzusetzen. Mein Praktikum hat auch die Entscheidungen bezüglich meiner zu absolvierenden Kurse im Studium beeinflusst: Ich werde im kommenden Jahr mehr Kurse in Design, Survey und Autocad machen.

Zusammenfassend bin ich wirklich dankbar für diese Lernerfahrung. Zu wissen, wie es sich anfühlt, eine fertige Zeichnung an den Kunden zu liefern, ist einfach eine Belohnung und motiviert mich, weiterzumachen!

Vielen Dank,

Patrick (aus Japan)

Möchtest du mehr über Patricks Praktikumsstelle erfahren? Besuche uns auf unserer Webseite für mehr Infos!


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Die 4 besten Städtetrips von Berlin aus!

Berlin ist ein großartiges Reiseziel, wenn du Lust auf neue Erfahrungen hast und eine Stadt erkunden möchtest, in der immer etwas los ist! Allerdings gibt es nicht nur in Berlin viel zu sehen, sondern auch in nahe gelegenen Städten, in denen du die wunderschöne Natur Deutschlands, zauberhafte Schlösser sowie spektakuläre Parks bewundern kannst! Nutze deinen Work & Travel-Aufenthalt in Berlin für ein paar spannende City-Trips!

 


Lass’ uns hier gemeinsam auf eine kleine Reise gehen, die dich für deine Tagesausflüge inspirieren soll:

Erster Halt: Potsdam

Wusstest du, das Potsdam die Hauptstadt des deutschen Bundeslandes Brandenburg ist und nur etwa 25 km von der Berliner Innenstadt entfernt liegt? Vom Berliner Hauptbahnhof erreichst du den Hauptbahnhof in Potsdam mit der S-Bahn in nur ca. 40 Minuten. Potsdam ist eine wunderschöne historische Stadt und sehr berühmt für ihre atemberaubenden Schlösser, unter anderem Schloss Sanssouci. Eine große Anzahl der Parks und Schlösser, die du in Potsdam sehen kannst, steht auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Das Beste daran: Du kannst dir viele der Sehenswürdigkeiten an nur einem Tag ansehen, da alle Ort einfach mit dem Fahrrad oder zufuß erreichbar sind!


Zweiter Halt: Bad Muskau

Hast du jemals von diesem Ort gehört? Wenn nicht, dann wird es jetzt Zeit, denn Bad Muskau ist wirklich einen Besuch wert. Die Stadt liegt an der Grenze zu Polen und ist bekannt für ihr Schloss sowie die wunderschönen Landschaftsgärten. In etwa 2 Stunden und 40 Minuten erreichst du Bad Muskau von Berlin. Wenn du nach Bad Muskau reist, solltest du unbedingt den Muskau-Park besuchen, einer der wenigen UNESCO-Welterbestätten in zwei Ländern – Deutschland und Polen.


Dritter Halt: Bremen

Eine Fahrt nach Bremen dauert von Berlin aus je nach Verkehrsmittel ca. 3-4 Stunden. Die längere Anfahrt lohnt sich, den Bremen solltest du auf keinen Fall verpassen: Bremen ist ein wichtiges kulturelles und wirtschaftliches Zentrum Deutschlands, und du kannst Orte wie das Bremer Rathaus, das Bremer Theater, die Böttcherstraße sowie zahlreiche Museen und historische Plätze erleben. Wusstest du auch, dass Bremen aus dem Märchen der Gebrüder Grimm die „Bremer Stadtmusikanten“ bekannt ist?


Letzte Station: Dresden

Dresden ist eine Stadt im Osten Deutschlands und die zweitgrößte Stadt an der Elbe (Hamburg ist die Nummer eins). Mit dem Zug erreichst du sie von Berlin in ca. 2 Stunden. Du kannst dich auf zahlreiche Parks und Kulturdenkmäler freuen. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß erreichbar und du kannst wunderschöne Orte wie die Brühlsche Terrasse, den Zwinger, die Dresdner Frauenkirche und vieles mehr erkunden.

 

Schau dir unser Work & Travel Programm in Berlin an!


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Freiwilligenarbeit in der Physiotherapie in Tansania

Lisa aus Deutschland arbeitet als Physiotherapeutin für Kinder. Dieses Jahr hat sie sich dazu entschlossen, ihren Urlaub mit einem Freiwilligeneinsatz an einer Schule für geistige und körperlich behinderte Kinder in Tansania zu verbringen. Hier kannst du alles über ihre Erfahrungen nachlesen!

Ich bin Lisa, bin 26 Jahre alt und arbeite in Deutschland als Kinder-Physiotherapeutin.
Dieses Jahr hatte ich Lust auf einen besonderen Urlaub und wollte ein kleines Abenteuer erleben. Nach ein wenig Recherche bin ich auf World Unite! aufmerksam geworden, und so kam es, dass ich für 4 Wochen nach Moshi (Tansania) geflogen bin, um dort an einer Förderschule für geistige und körperlich behinderte Kinder zu arbeiten.

Meine Einsatzstelle:

In Moshi angekommen, wurde ich von den Koordinatoren zum BCC- Office (die Organisation, die in Moshi insgesamt 7 Förderschulen betreut) begleitet. Dort wurde entschieden, dass ich in die Schule Moshi-Pasua kommen sollte. Eine sehr gute Entscheidung, denn in der Schule wurde ich direkt von allen herzlich empfangen. 11 Kinder im Alter von 2 ½ und 11 Jahren mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen werden dort unter der Woche von 2 Lehrern betreut.

Ein typischer Tagesablauf:

Die ersten Tage verbrachte ich erstmal etwas beobachtend, um zu sehen, wie dort die Tagesstrukturen sind und wie ich mich am besten in den Alltag integrieren konnte. Die Kinder wurden meist zwischen 8-9 Uhr von ihren Eltern zur Schule gebracht. Nachdem alle Kinder im Klassenraum angekommen waren, wurde gemeinsam gebetet und gesungen. Im Anschluss sollte jedes Kind das aktuelle Datum aufsagen. Zwar gab es nur einen Jungen, der sprechen konnte, trotzdem wurde jedes Kind einzeln aufgerufen und es wurde mit ihm zusammen gesprochen. Am Ende wurde für das jeweilige Kind gesungen z.B. „Well done, well done, Jonathan! Keep it up!“. Ein tolles Ritual, was jedes Kind für einen kurzen Augenblick positiv in den Mittelpunkt stellt und es willkommen fühlen lässt. Im Anschluss wurden einigen Kindern Hefte ausgeteilt, wo sie versuchen sollten Zahlen zu schreiben.

Ich nutzte diese Zeit meist, um mit den körperlich schwer beeinträchtigen Kindern Physiotherapie zu machen. Neben dem Klassenraum gab es sogar einen kleinen Therapieraum, der mit Matten ausgestattet war. Aus Deutschland hatte ich zusätzlich einiges an Therapiematerial mitgebracht, z.B. auch einen Gymnastikball, weil ich nicht wusste, was mich dort erwarten würde. Gegen 10:30 Uhr gab es für die Kinder einen Frühstücksporridge (Uji) zu trinken. Ein paar Kinder mussten gefüttert werden und andere ermutigt werden, ihren Uji auszutrinken. Danach hatten die Kinder Zeit zum freien Spiel. In dieser Zeit konnte ich mit weiteren Kindern Physiotherapie machen oder mich einfach so mit den Kindern beschäftigen. Um 13 Uhr gab es Mittagessen, welches von der Schulköchin jeden Tag frisch zubereitet wurde. Auf den Tisch kamen typische tansanische Gerichte mit Reis oder Ugali. Da viele der Kinder aus recht einfachen Verhältnissen kommen, ist es für die Schule wichtig, dass die Kinder mindestens eine ausgewogene Mahlzeit am Tag bekommen, die sie mit ausreichend Nährstoffen versorgt, um so einer Mangelernährung entgegen zu wirken. Ähnlich wie beim Frühstück half ich einigen Kindern das Essen anzureichen, aber auch beim anschließenden Saubermachen der Gesichter und Tische.

Ein Mädchen hatte aufgrund ihrer starken Tetraparese erhebliche Schluckschwierigkeiten und somit Probleme mit der Nahrungsaufnahme. Kinder wie sie, würden in Deutschland künstlich ernährt werden. Da dies aber in Tansania nur schwer möglich ist, nehmen die Lehrer sich für jede Mahlzeit fast 1 Stunde Zeit, um ihr trotzdem Nahrung zuzuführen.

Nachdem die Kinder fertig gegessen hatten, bekamen die Angestellten Essen, während die Kinder sich eigenständig beschäftigen sollten. Das Essen war sehr lecker und am meisten freute ich mich, wenn es Reis mit Bohnen und Spinat gab. Die restliche Zeit des Tages sollten die Kinder wieder zum freien Spielen nutzen. In dieser Zeit konnte ich weitere Therapie machen, aber häufig versuchte ich mehrere Kinder gleichzeitig in Aktivitäten zu involvierten wie z.B. die Hängematte im Klassenraum zu nutzen, Spiel mit Luftballons, das Drehkarussel auf dem Schulhof bewegen und so weiter. Gegen 16 Uhr wurden die Kinder von ihren Eltern oder älteren Geschwistern abgeholt.

Die Art und Weise wie die Lehrer mit den Kindern umgingen, war sehr liebevoll, aber leider hat nur wenig individuelle Förderung stattgefunden. Dies liegt glaube ich zum Teil daran, dass es ihnen einfach an Wissen fehlt, aber auch an Personal mangelt. In der Klasse befinden sich 11 Kinder, von denen alle mehr Aufmerksamkeit bräuchten. Ein Lehrer war meistens mit Wickeln beschäftigt, da 6 von 11 Kindern inkontinent waren und 2 weitere Hilfe beim Toilettengang benötigten. Natürlich habe ich in Deutschland schon gewickelt, da aber Windeln für einige Familien zu teuer sind, wurden die Kinder in Stofftücher sowie eine Plastiktüte gepackt. Diese alte Art des Wickelns war für mich auch eine neue Erfahrung und ich musste mir erst einmal die richtige Technik zeigen lassen.

Ergotherapeutische Angebote:

Alle 1-2 Wochen kommt die Schulergotherapeutin für einige Stunden vorbei. Die Ordensschwester ist für über 100 Kinder des BCC in Moshi zuständig. Sie hat tolle Ideen für die Therapien der Kinder und entwirft für jedes Kind einen Therapieplan, der meiner Meinung nach auch gut auf die Kinder abgestimmt ist. Allerdings ist ihre Zeit so begrenzt, dass sie dies gar nicht richtig in die Tat umsetzen kann. Die Schwester hat auch ein Auge auf die Hilfsmittelversorgung der Kinder, z.B. angepasste Schuhe, Tische und auch Rollstühle.

Physiotherapeutische Aktivitäten:

Mit den Kindern, die eine körperliche Beeinträchtigung haben, arbeitete ich ganz klassisch physiotherapeutisch nach Bobath, um ihre motorischen Fähigkeiten und ihre Mobilität zu verbessern. Ich zeigte den Lehrern, wie auch sie die Kinder über die Gestaltung des Umfelds fördern können. Ob sie dies auch weiterhin umsetzen, weiß ich natürlich nicht. Mit dem Kind, was eine Tetraparese hat, arbeitete ich besonders intensiv. Dieses Mädchen ist 4 Jahre alt und sitzt im Rollstuhl. Obwohl sie nicht sprechen kann, hat sie ein gutes Sprachverständnis und arbeitete sehr ausdauernd in der Therapie mit. Mein Ziel war es, ihre Rumpfstabilität und -aufrichung soweit zu verbessern, dass sie besser schlucken kann. Leider waren 4 Wochen zu kurz um große Fortschritte zu erzielen, aber ich hoffe, dass ihre Mutter die gezeigten Übungen Zuhause fortführt.

Individuelle Förderung:

Da nicht alle Kinder eine starke körperliche Beeinträchtigung haben, aber dennoch viel Förderung benötigten, schaute ich mir an, wie ich jedes Kind individuell am besten fördern konnte. Die Kinder waren es nicht gewöhnt, dass sich jemand mit ihnen 1:1 beschäftigt. Sie buhlten richtig um meine Aufmerksamkeit und wurden teilweise eifersüchtig, wenn ich mich mal mit einem anderen Kind beschäftigte, aber auch das mussten sie lernen. Man konnte richtig merken, wie sie die Zeit genossen, in der es nur um sie ging und sie Neues lernen konnten. Einigen Kindern gelang es zum Beispiel ein einfaches Steckpuzzel zu machen, von dem sie vorher nur die Teile durch die Gegend geworfen hatten. Zur Anbahnung von Sprache gab es verschiedene Bildkarten (z.B. Elefant, Haus, Händewaschen) – die Kinder brachten die Karten immer wieder zu mir und ich wiederholte die Wörter. Obwohl es mit dem Nachsprechen nicht so richtig klappen wollte, merkte man, dass die Kinder die Antworten genau wussten. Ein schöner Nebeneffekt war, dass ich einige neue Wörter auf Swahili dazu lernen konnte.

Manche Praktiken waren selbstverständlich ungewohnt, z.B. der Umgang mit hyperaktiven, zum Weglaufen neigenden Kinder, für die häufig das Verständnis zum Umgang und Ausdauer für die Betreuung fehlen. Nachdem ich eines dieser zappeligen Kinder Zeit gewidmet und mit ihm etwas zur Körperwahrnehmung gemacht hatte, war ich über die positive Veränderung sehr erstaunt. Auf einmal war es viel ruhiger, konnte sich mit einem Spiel beschäftigen und war auch deutlich besser im Kontakt.

Mein schönstes Therapieerlebnis:

Mein schönstes Therapieerlebnis war aber ein kleines Mädchen, welches mir ständig am Rockzipfel hing und genau beobachtete was ich so tat. Die Wochen zuvor hatte ich ihr beigebracht, wie man sich richtig die Hände wäscht. Vor dem Mittagessen stehen die Kinder in einer Schlange, um sich nacheinander die Hände zu waschen (die meisten benötigten etwas Hilfe). Hinter ihr stand ein Mädchen mit einer Halbseitenlähmung. Nachdem sie sich selber die Hände gewaschen hatte, blieb sie stehen und nahm beide Hände des Mädchens hinter ihr und half ihr beide Hände zu waschen. Es sind zwar nur kleine Fortschritte, aber trotzdem verschafften mir diese große Freude.

Schule in Karanga:

An zwei Tagen bin ich auch zu einer anderen Schule in Karanga gefahren. Karanga liegt etwas außerhalb des Stadtzentrums und ohne eine BCC-Mitarbeiterin wäre ich wohl niemals dort angekommen. Diese Schule ist ganz anders als die in Pasua. Hier gibt es auch viele ältere Schüler, die einige kleinere Aufgaben übernehmen und sogar bei der Versorgung der jüngeren Schüler mithelfen. Therapie konnte ich hier mit zwei sehr schwer betroffenen Kindern machen. Zu meiner Überraschung war das Interesse der Lehrerinnen groß, sie sahen die positiven Effekte und wollte auch lernen, wie sie die Übungen mit den Kindern machen können.

Ein 8-jähriger Junge im Rollstuhl, welcher mich bei der Therapie mit anderen beobachtete, fragte ob ich nicht auch mit ihm üben könne. Er hatte so viel Freude daran, dass er von den Übungen gar nicht genug bekam und unbeirrt weitermachen wollte. Die Gehübungen haben ihn überglücklich gemacht.

BCC Special Olympics:

Ich hatte große Glück, dass während meines Aufenthaltes die „ BCC-Special-Olympics“ stattfanden. Einmal im Jahr kommen alle Kinder der 7 Förderschulen zusammen und verbringen einen gemeinsamen Tag zusammen. Jede Schule führt etwas auf, es gibt Essen, es wird getanzt, gespielt, gesungen und gelacht. Alle hatten viel Spaß.

Freitzeit:

Natürlich habe ich nicht den ganzen Tag gearbeitet, sondern auch viel Zeit mit den anderen Teilnehmern verbracht. Zu diesem Zeitpunkt waren noch ca. 10 andere Freiwillige dort. Nach und nach kamen nachmittags alle „nachhause“ und berichteten von ihren Erlebnissen des Tages. Es war ein schönes Gemeinschaftsgefühl mit so vielen Leuten gemeinsam zu kochen, zu essen und zu quatschen. Manchmal sind wir auch gemeinsam in ein Restaurant gegangen. Direkt an meinem ersten Abend haben wir eine Sunset-Tour gemacht, wo wir auf dem Dach eines umgebauten Partybusses den Sonnenuntergang genießen konnten. Auch ist ein Besuch im „Redstone“, einer Diskothek in Moshi, nur zu empfehlen. Hier zu tanzen und den anderen Tänzern zuzuschauen, macht super viel Spaß.

Ausflug zu den Hot Springs:
Ein anderer Freiwilliger hat als Überraschung für Kinder aus einem Waisenhaus, eine Tour zu den Hotsprings organisiert. Gemeinsam mit den 22 Kindern sind wir in einem vollbesetzten Daladala bei extrem lauter tansanischer Popmusik dorthin gefahren und haben einen entspannten Tag mit Schwimmen und Fußballspielen verbracht.

Safari, Kaffeetour, Wandern in den Usambara Bergen:
An den Wochenenden war Zeit für eigene Ausflüge. Wenn man schon einmal in Tansania ist, darf eine Safari auf keinen Fall fehlen. Die Tiere zu sehen war einfach unbeschreiblich schön. Neben der Safari war ich ebenso beim Gate zum Kilimanjaro, bei Wasserfällen, einer Kaffeeführung und einem tansanischen Höhlendorf. Gemeinsam mit 3 anderen Freiwilligen, habe ich ein ganzes Wochenende in den Usambara Bergen zum Wandern verbracht. Neben der schönen Landschaft und der tollen Aussicht, konnten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang sehen. Diese Tour zählt auf jeden Fall zu meinen Highlights. Es war ziemlich abenteuerlich, aber gleichzeitig hatten wir besonders viel Spaß.

Ich hatte eine wunderschöne Zeit in Moshi, ich habe viele tolle Leute kennengelernt und eine Menge erlebt.

Kind regards,

Lisa (from Germany)

Hier findest du alle Infos zu Lisas Einsatzstelle!


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Julias Abenteuer in den Mother Nature Camps in Sansibar und Kilimanjaro

Julia aus Deutschland hat ein Praktikum in den Mother Nature Camps von World Unite! auf der tropischen Insel Sansibar und an den Hängen des Kilimanjaro in Tansania absolviert. Hier kannst du alles über ihr 6-monatiges Abenteuer lesen.

Nachdem ich nun seit einem Monat wieder in Deutschland bin, kann ich die 6 Monate, die ich in Tansania verbracht habe, immer noch kaum zusammenfassen. Ich hatte eine tolle Zeit im Mother Nature Camp auf Sansibar, arbeitete in verschiedenen Umweltprojekten, lebte im gemütlichen Wald Camp, umgeben von einem tropischen Wald, mit Buschbabys (kleinen Affen), die auf die Bäume klettern und regelmäßig das Camp besuchen. Ich vermisse das tropische Wetter, einschließlich der Regenzeit, die auch interessant zu erleben war.

Meine Aufenthalte in Sansibar und Tansania standen im Zusammenhang mit meinem Studium der Anthropologie und Geographie. Ich habe viele wertvolle Erfahrungen in Bezug auf Naturschutz, nachhaltige Entwicklung oder den Umgang der Einheimischen mit Müll und Recycling gesammelt.

Sansibar

Meine Aktivitäten auf Sansibar waren vielfältig: Ich lernte die Bedeutung der Mangrovenpflanzen für das lokale Ökosystem kennen und half beim Pflanzen von Samen; ging in Schulen, um dort über Plastikverschmutzung zu sprechen, gefolgt von einem Clean-Up; arbeitete in dem kleinen Zoo im Dorf; half auch beim Aufbau einer Schule und bei der Gestaltung der Wandbilder.

Mein Praktikum beinhaltete viel Arbeit mit den Händen und handwerkliches Können, worüber ich mich nach monatelangem Studium und Prüfungen sehr gefreut habe. Es hat mir gezeigt, wie ein Arbeitsalltag in Tansania und Sansibar aussehen kann. Ich schätzte besonders die entspannte Haltung der meisten Menschen in meiner Umgebung, die dazu neigen, ruhiger und entspannter mit ihren Vorhaben umzugehen, als ich es aus Deutschland gewohnt bin. Aber am Ende haben die meisten Dinge auf die lokale Art und Weise geklappt, auch wenn die Zeitpläne zuerst nicht immer eingehalten wurden.

Mit Mohamed, Zayneb und den Brüdern Minimo und Sadam im Camp fanden wir alle eine neue Familie, die uns auf die schönste Art und Weise integriert hat, mit der wir wunderbare Gespräche führen konnten und die es uns ermöglichte, Teil der Kultur und des Lebensstils Sansibars zu werden! Wie man die köstlichen lokalen Gerichte zubereitet? Mit welchen Techniken  Kleidung von Hand gewaschen wird? Wie ist das Leben in Rhamdan, dem Monat des Fastens? Was denken Jugendliche über Beziehungen, Ehe und Religion?

Schritt für Schritt lernte ich auch mehr Swahili und konnte mich mit den Einheimischen ein wenig unterhalten.

World Unite!! kann dir Swahili-Sprachkurse in Tansania und Sansibar mit erfahrenen lokalen Lehrern ermöglichen!

Nach 2,5 Monaten zog ich nach Nungwi, einem Dorf im Norden der Insel. Dort setzte ich mein Praktikum in einem Schildkrötenschutzprojekt fort und half, die vom Aussterben bedrohten Meeresschildkröten zu retten. Ich hatte dabei sogar die Gelegenheit, mich um frisch geschlüpfte Babyschildkröten zu kümmern. Nachdem ich im Wald und im Dorf gelebt habe, habe ich nun zwei Wochen lang am Meer gelebt, was mir ein bisschen Urlaubsgefühl verlieh, bevor ich schließlich auf das Festland ging.

Tanzania

Genauer gesagt in die Region um Moshi und den Kilimandjaro. Als ich ankam, war das eigentliche Mother Nature Camp Kilimanjaro noch nicht fertig und die Freiwilligen hatten die Möglichkeit, beim Bau mitzuhelfen, den Boden für das Pflanzen von Grassamen vorzubereiten, Wege anzulegen und natürliche Dekorationselemente zu arrangieren und auch Beete für den Gemüseanbau vorzubereiten.

Das Hauptziel war jedoch die Zusammenarbeit mit einer örtlichen Baumschule. Zusammen mit den „Mamas“ des Dorfes pflanzten wir regelmäßig Bäume in der Umgebung, suchten kleine Setzlinge, halfen aber auch im Dorf, wenn in der Gemeinde etwas zu tun war. Nebenbei haben wir auch ein Upcycling-Projekt zum Recyceln von Plastikflaschen entwickelt. Obwohl die klimatischen Bedingungen manchmal während der Zeit des Jahres, in der ich dort war, anstrengend waren (es war ziemlich kalt und nass draußen), war es jedes Mal ein kleines Wunder, umgeben von Kaffeepflanzen zu leben, das Tal zu überblicken und manchmal einen Blick auf den Gipfel des höchsten Berges Afrikas zu erhaschen, des Kilimandscharo!

Das Leben bei einer einheimischen Gastfamilie war für mich ein besonderes Erlebnis, da es mich zu einem pragmatischeren Lebensstil brachte, zu dem zum Beispiel das Benutzen einer Hocktoilette, das Duschen mit Eimern und das Kochen am offenen Feuer gehörten. Ich war ein voller Teil der Familie, die sich sehr liebevoll und fürsorglich um mich kümmerte. Wir haben zusammen gekocht und ich konnte mich den traditionellen Routinen wie dem Brauen von Bananenbier anschließen. Wir unterhielten uns mit Gesten und meinen rudimentären Suaheli-Fähigkeiten, aber dies führte tatsächlich zu viel Gelächter und lustigen Vorfällen und wir konnten uns trotzdem verstehen.

Die üppige Vegetation und die hügelige Landschaft des Kilimandjaro waren atemberaubend. Ich konnte viele kleine Tiere wie Chamäleons, Ziegen und Affen sehen, die mir manchmal über den Weg liefen. Trotzdem hatte ich auch die Gelegenheit, die größeren Tiere Tansanias während meiner dreitägigen Safari in den schönsten Nationalparks Tansanias zu sehen!

Ich habe während meiner Zeit in Tansania so viel gesehen und erlebt, hatte meine Höhen und Tiefen, aber insgesamt war meine Reise ein wahrgewordener Kindheitstraum: In einem afrikanischen Land leben, inmitten der unglaublichen Natur und Tiere leben, die Kultur, Lebensstil und Menschen vor Ort kennen zu lernen, hat mir auch beigebracht, wie man Barrieren und Hindernisse überwindet, wenn man auf welche stößt. Mit der Unterstützung der World Unite! Koordinatoren vor Ort fühlte ich mich sehr sicher und wusste jederzeit, an wen ich mich wenden konnte.

Asante sana!

Die besten Wünsche,

Julia (aus Deutschland)

 


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Krankenpflegepraktikum in Jaipur, Indien

Verena aus Deutschland verbrachte ihr Krankenpflegepraktikum in der Stadt Jaipur, Indien. Möchtest du wissen, was sie von ihrer Indienreise besonders in Erinnerung behalten hat? Hier spricht sie über die Betreuung vor Ort, ihre Arbeit im Krankenhaus und ihre Freizeitaktivitäten in Indien!


Verena, warst du mit deiner Unterstützung durch World Unite! in Indien zufrieden?

Ich möchte Prachi, Diya und Hasmik (Koordinatoren vor Ort) für ihre Unterstützung (Abholung vom Flughafen, Übersetzungsservice, Organisieren von Workshops usw.) danken. Sie alle haben sehr professionell gearbeitet und wir haben während meiner Zeit in Indien viele gute Gespräche geführt. Ich bin besonders dankbar für ihr Auge für Details und für die perfekte Organisation von Wochenendausflügen, Workshops, Uber-Support und vielem mehr. Alle zukünftigen Freiwilligen können sich freuen, ein so freundliches und gutes Support-Team in Jaipur zu treffen.

Erzähle uns bitte von deinem Praktikum – wie ist es dir ergangen?

Ich habe mich für ein Pflegepraktikum im Bhandari Hospital in Jaipur entschieden, weil ich mit ausländischen Mitarbeitern / Patienten in einem Krankenhaus hohen Standards im Ausland arbeiten wollte. Das Krankenhaus hat alle meine Erwartungen übertroffen. Der Pflegedienstleiter, der Krankenhausmanager und eine weitere Praktikantin aus Deutschland haben einen Rotationsplan für mein 30-tägiges Praktikum erstellt, der es mir ermöglichte, alle Abteilungen (Intensivstation, Allgemeinstation für Frauen, Unfall) des Krankenhauses kennenzulernen. Ich habe während meiner Zeit in jeder Abteilung viel gelernt und auch die Möglichkeit bekommen, grundlegende medizinische Fähigkeiten anzuwenden. Darüber hinaus war die Zeit für meine medizinische Zukunft als Fachkraft sehr wertvoll und hilfreich. Insgesamt war das Personal immer hilfsbereit, obwohl es einige Sprachbarrieren gab. Ich wünsche mir, dass alle Medizinstudenten eine so großartige Erfahrung in Indien haben.

Wie würdest du deine Unterkunft, Verpflegung und Workshops beschreiben?

Ich war bei einer einheimischen Gastfamilie untergebracht. Das Haus war sauber und ich hatte mein eigenes Bad (Größe des Zimmers war perfekt). Ewa und ihre Familie waren perfekte Gastgeber: Ewa hat mir jeden Tag fantastisches indisches Essen zubereitet. Es war scharf und lecker und ich habe es geliebt! Hasmik, unsere Koordinatorin, organisierte Workshops für alle Teilnehmer in Jaipur und ich genoss besonders die Kochkurse in ihrer Küche und den Henna / Saree-Workshop. Wie jeder weiß, liebe ich gutes Essen und Hasmiks hausgemachte Mahlzeiten sind die besten in Nirman Nagar. Der Yoga und Hindi Workshop waren auch gut organisiert (unser Lehrer war brillant). Ich vermisse wirklich alle unsere wöchentlichen Workshops – besonders den Kochworkshop. Ich hoffe, wenn ich das nächste Mal in der Stadt bin, können wir wieder zusammen kochen.

Was ist deine Lieblingserinnerung an diese Reise?

Gute Frage, ich habe viele gute Erinnerungen an meine Reise nach Jaipur! Meine Lieblingserinnerung ist wahrscheinlich der Saree-Workshop, weil Hasmik normalerweise keine Sarees trägt, aber für uns hat sie eine Ausnahme gemacht. Zu sehen, wie sie einen Saree trug, war unglaublich!

Vielen Dank für eure Fürsorge und Unterstützung!

Verena aus Deutschland