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Freiwilligeneinsatz in der Krankenpflege in Marokko – Nicole in Tanger

Wolltest du schon immer deine fachlichen Kenntnisse durch einen Auslandsaufenthalt vertiefen? Lernen, wie dein eigener Arbeitsbereich in einer anderen Kultur funktioniert? World Unite!-Teilnehmerin Nicole hat als Gesundheits- und Krankenpflegerin vier Monate lang als Freiwillige in einer Klinik und einer medizinischen Ambulanz in Tanger, Marokko gearbeitet und dabei einprägsame Erfahrungen gesammelt. Hier kannst du ihre Eindrücke nachlesen: 

Ich habe knapp vier Monate in Tanger (Marokko) verbracht und gearbeitet und es war bis jetzt die schönste Zeit in meinem Leben! Meine Arbeitswoche war gut organisiert (dafür großen Dank an World Unite!), dennoch hatte ich trotzdem sehr viel Freizeit, die ich gut genutzt habe. Dreimal die Woche habe ich in einer Privatklinik mitgearbeitet und die zwei restlichen Tage habe ich die Krankenschwester Meriem in einer gemeinnützigen medizinischen Ambulanz unterstützt.

Erstmal zu meiner Arbeit in der Klinik: Als gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin habe ich die ersten vier Wochen meinen Einsatz auf einer Allgemeinstation mit Intensivzimmer verbracht. Dort wurden Patienten gepflegt, die vor einer Operation standen, diese schon hinter sich hatten und Patienten mit internistischen Problemen. Ich hatte großes Glück, da mir viel Vertrauen von den marokkanischen Krankenschwestern und Ärzten entgegen gebracht wurde, deshalb durfte ich unter anderem Verbandswechsel durchführen, Infusionen anhängen und Vitalparameter messen (Blutdruck, Blutzucker, etc.). Natürlich hatte ich etwas Angst, dass mir die marokkanischen Patienten nicht vertrauen oder sich nicht von mir behandeln lassen wollen, aber genau das Gegenteil war der Fall! Alle waren sehr interessiert, dass es Organisationen wie World Unite! gibt, die diese Projekte möglich machen.

Nach vier Wochen durfte ich dann in den OP-Bereich wechseln und war deshalb sehr aufgeregt, da ich in Deutschland in meiner Ausbildung nicht wirklich die Möglichkeit hatte richtig im OP mitzuarbeiten. Die Chirurgen und Krankenschwestern waren unglaublich freundlich und haben mich sehr gut aufgenommen. Anfangs habe ich die meiste Zeit bei den Operationen zugeschaut und den Arbeitsalltag kennengelernt, aber nach kurzer Zeit habe ich schon bei der Patientenvorbereitung und -nachbereitung geholfen. Ich habe sehr viele Operationen im Bereich der Viszeral- oder Faszialchirurgie, Traumatologie, Gynäkologie, Urologie, Augenheilkunde, und Onkologie verfolgen dürfen und mir wurde sehr viel erklärt. Nach einiger Zeit habe ich dann auch schon Zugänge gelegt, steril angereicht und Verbände angelegt. Mein besonderes Highlight war, dass ich gelernt habe wie man OP-Wunden zunäht! Ich durfte auch bei den Operationen assistieren, habe Instrumente gehalten und angereicht. Ich bin wirklich dankbar für diese Erfahrung, da ich so viel mitnehmen konnte aufgrund der Offenheit und des Vertrauens der Ärzte und Krankenschwestern. Ich habe mich im OP-Bereich so wohlgefühlt, dass ich dort bis zum Ende meines Einsatzes geblieben bin (ich hatte noch die Möglichkeit in der Notaufnahme auszuhelfen).

Nun zu meiner anderen Tätigkeit in der medizinischen Ambulanz: Dort habe ich an zwei Nachmittagen in der Woche ausgeholfen und ich bin sehr dankbar dass ich die Krankenschwestern Meriem und Zohair kennenlernen durfte! Die beiden empfangen jeden Nachmittag von 16:00 bis 18:00 Uhr Menschen, die sich kein Arztbesuch leisten können und behandeln sie, nur mit Materialien und Medikamenten, die gespendet werden. Ich habe mit Meire die Materialien vorbereitet (die im Schnitt 20 Patienten pro Tag versorgt) und danach die Instrumente nachbereitet und aufgeräumt. Wir haben Patienten in jedem Alter behandelt, oft Verbrennungen, Schnittwunden, Abszesse oder postoperative Nachbehandlungen. Wenn einmal weniger zu tun war haben wir bei einer Tasse Tee Kompressen gefaltet. Ich habe viel von Meriem und Zohair gelernt, besonders über das Leben in Marokko. Wir haben über die unterschiedlichen Gesundheitssysteme, Lebensstandards und die Arbeit im Krankenhaus geredet. Hier konnte ich auch in Kontakt mit Einheimischen kommen und mich mit ihnen unterhalten (Französischkenntnisse sollten auf jeden Fall vorhanden sein!).

Diese beiden Einsatzstellen kombiniert haben mir einen großen Einblick in das marokkanische Gesundheitssystem gegeben und dafür bin ich so dankbar! In einem anderen Land zu arbeiten und mit den Menschen vor Ort in Kontakt zu kommen hat mir viel an Lebenserfahrung gebracht.

Trotz der Arbeit hatte ich an den Wochenenden genug Zeit um Ausflüge zu machen z.B. nach Chefchaouen, Assilah und um Tanger erkunden zu können z.B. die Herkulesgrotte. Die Zeit in Tanger war für mich einzigartig und ich kann es jedem, der sich dafür interessiert, wirklich empfehlen!

Alles Liebe,

Nicole

Hier findest du die Details zu Nicoles Einsatzstellen:

Krankenhäuser in Tanger, Marokko

Medizinische Ambulanz in Tanger, Marokko

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Landwirtschaftliches Praktikum in Myanmar – Friederike auf der tropischen Öko-Farm

Ein Auslandspraktikum bietet dir nicht nur die Möglichkeit, die Kenntnisse aus deinem Studium oder deiner Ausbildung auch praktisch einzusetzen, sondern dabei auch deine interkulturellen Fähigkeiten zu erweitern! Unsere Teilnehmerin Friederike studiert Geoökologie und hat für ihr Studium ein Praktikum auf einer Öko-Farm und landwirtschaftlichen Schule in Myanmar absolviert. Dabei hat sie die Kultur und Lebensweise dieses faszinierenden Landes hautnah miterlebt und besondere Freundschaften geknüpft. Hier kannst du mehr über ihre spannenden Erfahrungen nachlesen: 

Mein einmonatiges Pflichtpraktikum habe ich in Myanmar bei “NEED-Myanmar“ absolviert. “NEED“ steht dabei für “Network for Environment and Economic Development“. Es handelt sich um eine landwirtschaftliche Schule und Lehrfarm, in der Methoden der nachhaltigen Landwirtschaft und Umweltschutz unterrichtet werden. Junge Farmerinnen und Farmer aus Myanmar erhalten hier Training und Ausbildung.

Mein Tag sah so aus, dass ich von 8:30 bis 15:00 Uhr den Unterricht in der landwirtschaftlichen Schule begleitete. Dabei habe ich immer wieder Fragen der Schüler/innen beantwortet, sie bei Gruppenarbeiten unterstützt oder selber unterrichtet. Wir behandelten Themen wie Erosion, Flussbegradigungen, Permakultur, Gefahren des Kohleabbaus und erneuerbare Energien. Es wurde sowohl auf Burmesisch, als auch auf Englisch unterrichtet.

Von 15:30 bis 17:00 Uhr haben ich dann zusammen mit den Schüler/innen auf dem Feld gearbeitet. Dabei haben wir gesät, bewässert, Gemüse geerntet, neue Beete angelegt oder den Hühnerstall ausgebessert. Danach wurde immer noch mindestens 2 Partien Badminton oder Volleyball gespielt, auch bei 35°C!

Die Schüler/innen waren alle offen, neugierig und herzlich. Einige von ihnen brachten mir traditionelle Tänze bei oder zeigten wie man Thanaka aufträgt (= traditionelle Paste aus Baumrinde, die auf die Haut aufgetragen wird). Die Kommunikation war manchmal aufgrund der Sprachbarriere schwierig, dennoch verband uns am Ende ein Band wahrer Freundschaft.

Gelebt habe ich auf der Farm in einem eigenen Zimmer und eigenem Bad, aber ohne fließendes Wasser. An ein Leben ohne auf drehbaren Wasserhahn habe ich mich aber schnell gewöhnt.

Ich konnte viel über ökologisch-tropische Landwirtschaft sowie die Probleme und Schwierigkeiten der Landwirte in Myanmar lernen. Beispielsweise müssen die Beete in Abhängigkeit von Regen- oder Trockenzeit umstrukturiert werden, da der Regen sonst die Erde wegspült.

Am allermeisten konnte ich aber über Land und Leute lernen. Alle erzählten gerne und viel von ihrer Kultur, ihrem Heimatdorf, ihren Familien und ihren Träumen und Wünschen. Ich konnte Myanmar auf eine Weise kennenlernen, wie ich es niemals bei einer Rundreise gekonnt hätte.

Wer sich entscheidet nach Myanmar und auf die NEED-Farm zu kommen, wird auf eine unvergleichliche Freundlichkeit und Güte treffen, viel lernen und das Herz an Land und Leute verlieren.

Viele Grüße,

Friederike (Deutschland)

Friederike in Myanmar 2

Hier findest du alle Infos zu Friederikes Praktikum in Myanmar.

Kontaktiere uns unter info@world-unite.de – wir beraten dich gerne und unverbindlich zu deinem Freiwilligeneinsatz oder Praktikum in Myanmar.


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Pflegepraktikum im Ausland – Agnieska in Marokko

Für (angehende) Medizinstudierende gehört in vielen Ländern weltweit ein sogenanntes „Vorpraktikum“ (Krankenpflegepraktikum) zu ihrem Studium, so z.B. auch in Deutschland. Einen Teil dieses Praktikums kannst du auch im Ausland ableisten – eine tolle Möglichkeit, erste praktische Erfahrungen zu sammeln, eine neue Fremdsprache zu lernen und das medizinische System in einem anderen Land kennen zu lernen. World Unite!-Teilnehmerin Agnieszka hat ihr Krankenpflegepraktikum an einer Klinik in Tanger, Marokko, absolviert. Ihre Erfahrungen kannst du hier nachlesen: 

Mein Praktikum in Tanger war eine großartige Erfahrung. Besonderen Dank möchte ich den Anästhesieschwestern und dem Direktor der Klinik aussprechen. Sie alle haben mich sehr freundlich aufgenommen und brachten mir viel Geduld entgegen. Durch ihren Sinn für Humor und ihr pädagogisches Geschick hatte ich die Möglichkeit, viele Lernerfahren zu sammeln.

Viele der Ärzte, die in der Klinik tätig sind, haben ihr Studium oder Teile davon in Frankreich absolviert und ich habe mich mit allen von ihnen sehr gut verstanden. Für meine Fragen hatten sie stets ein offenes Ohr.

Besonders hat mir gefallen, dass ich verschiedene Abteilungen des Krankenhauses kennen lernen konnte. Ich habe die Ärzte, Pfleger und Schwestern sowohl in der chirurgischen Abteilung als auch in der Geburtshilfe begleitet. Dabei hatte ich ebenfalls die Möglichkeit, für mich völlig neue Erfahrungen zu sammeln, z.B. einen Kaiserschnitt oder Beschneidungen mitzuverfolgen.

Ich empfehle dieses Praktikum allen zukünftigen Medizinstudierenden und ich hoffe, während meines Studiums für eine Famulatur oder ein weiteres Praktikum nach Tanger zurückkehren zu können.

Darüber hinaus möchte ich mich bei meinen örtlichen Koordinatoren für ihre Unterstützung bedanken. Sie hat mir schon vor meiner Anreise viele nützliche Infos für die Reisevorbereitung zukommen lassen. Vor Ort in Tanger habe ich dann eine umfassende Einführung sowohl in die Stadt als auch in mein Praktikum erhalten. Sie waren bei Fragen immer für mich erreichbar und haben ihre Sache als Koordinatoren sehr gut gemacht!

Danke dafür!

Agnieszka

Wir ermöglichen dir dein Krankenpflegepraktium in vielen Krankenhäusern und Kliniken weltweit in Afrika, Asien und Lateinamerika. Kontaktiere uns unter info@world-unite.de für weitere Infos oder besuche uns auf unserer Website www.world-unite.de


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Menschenrechte in Israel – Natalias Forschungspraktikum in Haifa

Natalia hat ein Praktikum bei der Koalition gegen Rassismus absolviert, einer Organisation, die sich gegen Diskriminierung und Rassismus in Israel einsetzt. Ihre Erfahrungen beschreibt sie in unserem Blog. 

Ich habe mein Praktikum in einer der schönsten und multikulturellsten Städte Israels gemacht, in Haifa. Ich war dort als Teil der Organisation “Coalition against Racism“ tätig. Meine Wohnung befand sich im selben Gebäude wie mein Arbeitsplatz, also war es für mich ziemlich einfach, jeden Morgen zur Arbeit zu kommen. Das Gebäude, in dem ich arbeitete und wohnte, gehörte zur arabisch-palästinensischen Gemeinschaft in Israel, also befanden sich dort noch viele andere wichtige NGOs, wie das größte Interessenszentrum für arabische Bürger in Israel, „Mossawa“, oder eine Organisation von Psychologen, die mit syrischen Flüchtlingen arbeitet, “Humanitycrew“.

Ich war zwar die einzige Praktikantin bei der Koalition gegen Rassismus, aber ich fühlte mich nie allein. Das Haus war immer voller Schüler und Studenten, die dort ihre Englisch- oder Mathematikkurse ablegten, sowie Freiwilliger aus anderen Organisationen. Es war eine sehr internationale und freundliche Atmosphäre.

 

Das Gemeinschaftshaus selbst befand sich zwischen zwei sehr unterschiedlichen Stadtteilen: Der sogenannten “Deutschen Kolonie”, einer der ältesten und schönsten Stadtteile Haifas, der 1868 von den Deutschen Templern gegründet wurde, und dem “Hadar”, dem Bezirk, der hauptsächlich vom russischsprachigen Teil der Bevölkerung bewohnt wird. Während es in der Deutschen Kolonie viele moderne und teure Restaurants und Bars gibt, viele davon im europäischen Stil, ist Hadar ein Ort mit hunderten von russischen und arabischen Lokalen zu den fairsten Preisen, die ich in Israel finden konnte. Dieses multikulturelle und friedliche Zusammenleben verschiedener Religionen und Nationen, das ich in Haifa erlebt habe, war für mich absolut faszinierend.

Die Koalition gegen Rassismus, in der ich mein Praktikum absolvierte, wurde 2003 als Gemeinschaftsprojekt von acht zivilgesellschaftlichen Organisationen gegründet, die verschiedene Minderheiten von Israel repräsentierten, von arabisch-palästinensischen Gemeinden und Mizrachim (Juden aus dem Nahen Osten und Südafrika) bis hin zu Russischsprechenden und Reformjuden. Die Koalition befasst sich mit den Fällen der institutionellen und strukturellen Diskriminierung von Minderheiten, bietet rechtliche Unterstützung und initiiert öffentliche Kampagnen gegen Rassismus und Diskriminierung.

Natalia in Haifa

Shrine of the Báb and the Bahai Gardens – one of the most spectacular places in Haifa

Während meines ersten Praktikumsmonats bei der Koalition habe ich mich auch mit einigen Fällen von Diskriminierung befasst, die hauptsächlich den arabisch-palästinensischen Bürgern Israels passierten. In einem dieser Fälle ging es um eine Frau, der nach dem Autokauf die Lieferung des Wagens in ihr arabisches Heimatdorf verweigert wurde. In den meisten Fällen sind solche Diskriminierungen natürlich sehr schwierig nachzuweisen. Der Verkäufer sagte der Frau ja nicht: “Wir werden das Auto nicht zu Ihnen nach Hause bringen, weil Sie im arabischen Dorf leben”, aber fand andere Gründe, warum dies nicht möglich sei. Leider besteht der Alltag von Minderheitengruppen aus vielen solcher “kleinen” Fälle: z.B. wenn Personen aufgrund Ihrer Hautfarbe der Zugang zu einem Club verweigert verweigert wird oder sie nicht zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden, weil sie einen “östlichen Namen” haben (wie z.B. im Fall der Mizrachim aus dem nahen Osten, die tatsächlich häufig ihre Nachnamen ändern, um europäischer zu klingen).

Natalia in Israel

Impressions after two months in Israel

Als ich meine Reise nach Israel plante, wollte ich mehr über die jüdische Religion und den Zionismus erfahren. Doch durch meine Tätigkeit bei der Koalition lernte ich, das Land durch die Augen von Minderheiten zu sehen, durch die Augen von “anderen”, die nicht ganz Teil der herrschenden orthodox-religiösen und zionistischen Welt sind. So bin ich in meinem zweiten Monat durch das ganze Land gereist und habe die Leiter verschiedener nationaler und religiöser Gemeinschaften getroffen, um sie zu interviewen. Wir sprachen über die aktuelle Situation der Minderheiten in Israel, über verschiedene Fälle von Diskriminierung, mit denen sie konfrontiert sind, sowie auch über die Strategien zur Verbesserung der gegenwärtigen Situation. Der Direktor der Koalition gegen Rassismus, hat mir sehr dabei geholfen, Kontakte zu knüpfen und diese Treffen zu gestalten. Bis zum Ende meines Praktikums habe ich schlussendlich 16 Experteninterviews mit Vertretern fast aller wichtigen Minderheiten Israels geführt. Darüber hinaus würde ich sagen, dass es eine unglaubliche Erfahrung war, mit den Menschen zu sprechen, die ihr Leben der Hilfe für andere widmen und jeden Tag daran arbeiten, das Land, in dem sie leben, besser zu machen! Ich der Koalition gegen Rassismus und World Unite! für diese wertvollen Erfahrung sehr dankbar!

Natalia


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Die tollste Zeit meines Lebens! – Claras Freiwilligeneinsatz mit Kindern in Moshi, Tansania

Hast du dir auch schon immer gewünscht, eine neue Kultur und Arbeitsweisen kennen zu und dich dabei gleichzeitig für ein sinnvolles Projekt einzusetzen? Unsere Teilnehmerin Clara aus Deutschland hat letztes Jahr 3 Monate in Moshi, Tansania verbracht und dort in einer Betreuungseinrichtung für Kinder aus benachteiligten Verhältnissen mitgeholfen. 

Hier kannst du ihre Erfahrungen nachlesen:

In meiner Einrichtung werden etwa 45 Kinder im Alter von 0 bis 7 Jahren betreut. Ich war für die Gruppe der ein- bis fünfjährigen Kinder zuständig. Meist habe ich von morgens bis abends den ganzen Tag mit den Kindern verbracht und bei allen Aufgaben mitgeholfen: Füttern, wickeln, spielen, schlafen legen und natürlich viel spielen und allen Kindern so viel Aufmerksamkeit wie möglich zu schenken.

Die Arbeit war für mich nicht immer einfach. Die familiären Hintergründe und Geschichten der Kinder sind nicht immer leicht zu verdauen. Andererseits hat mich mein Einsatz unglaublich bereichert und auch glücklich gemacht. Vor allem jetzt, wo ich wieder in Deutschland bin, vermisse ich die Zeit in Tansania oft sehr.

Allen, die gerne Zeit mit Kindern verbringen und sich für ihr Wohl einsetzen möchten, kann ich diesen Einsatz ans Herz legen. Auch Moshi ist als Aufenthaltsort definitiv empfehlenswert: Moshi ist eine kleine, süße Stadt, direkt am Kilimanjaro. Die Stimmung, die Bewohner und die Angebote der Stadt waren für mich perfekt. Ich habe mich sehr wohl gefühlt, einfach meine freie Zeit in einem der Cafes zu verbringen, durch die Souvenirläden zu spazieren oder mir z.B. eine handgefertigte Tasche von den tollen Schneiderinnen herstellen zu lassen.

Außerdem hatte ich die Chance nach Sansibar zu reisen sowie eine Safari und mehrere Tagesausflüge zu machen, z.B. zu den Hotsprings oder dem Materuni Wasserfall. Diese Reisen und Ausflüge sind eine tolle Möglichkeit, um das Land noch besser kennenzulernen.

Ich bin jetzt seit mehreren Monaten wieder zuhause und würde am liebsten direkt wieder zurück nach Moshi fliegen.

Die Arbeit mit den Kindern und die Kinder selbst, die offene und fröhliche Art der Menschen und Moshi fehlen mir sehr.

Eure Clara

Hier findest du mehr Infos zu Claras Projekt.

 

Lust auf Safari? Als World Unite!-Teilnehmer erhältst du -15% Rabatt auf alle Angebote der Website Budget Safari Tanzania.

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Praktika & Freiwilligeneinsätze in Myanmar

Wir sind stolz und freuen uns, die Liste unserer Gastländer um + 1 erweitert zu haben! Wir ermöglichen dir ab sofort auch Praktika und Freiwilligeneinsätze im Lander goldenen Pagoden, Myanmar (Burma)! Wir haben dir hier eine Übersicht über unsere spannenden Einsatzmöglichkeiten in Myanmar zusammengestellt und wünschen viel Spaß beim Schmökern!

Nachhaltiges Kunsthandwerk in Myanmar: 

Für viele Menschen in Myanmar ist Tourismus eine wichtige Einnahmequelle, insbesondere für die Hersteller von Kunst und kunsthandwerklichen Erzeugnissen. Hla Day unterstützt Künstler und lokale Gruppen bei der Gestaltung und im Verkauf ihrer Produkte. Du kannst deine kreativen Fähigkeiten im Marketing oder Design einbringen.

Hier findest du dazu alle Infos.

Soziale Arbeit, Pflege und Medizin im buddhistischen Kloster: 

Das Thabarwa Center ist ein buddhistisches Kloster, da rund 2500 Bedürftigen Unterbringung, Pflege, medizinische Versorgung und Verpflegung bietet. Du lebst und meditierst mit den Mönchen und Nonnen im Kloster und führst verschiedene Tätigkeiten der sozialen Arbeit durch. Freiwillige mit Kenntnissen in Pflege, Medizin oder Therapien werden gesucht. Du kannst dich auch in Kommunikation und Englisch unterrichten einbringen.

Mehr Infos zu diesem Einsatz findest du hier.

Stadtentwicklung und Restaurierungsprojekte in Yangon: 

Doh Eain setzt sich für die Erneuerung historischer Gebäude sowie positive Stadtentwicklung von Yangon ein. Du kannst dich in spannende Projekte einbringen, wenn du dich im Studium oder in der Ausbildung befindest oder relevante Erfahrungen aus passenden Bereichen wie Denkmalschutz, Anthropologie, Architektur, (Bau-)Ingenieurwesen, Bau, Handwerk, Holzarbeit, Innendesign, Landschaftsgestaltung, Stadtentwicklung, Management, Entrepreneurship, Erziehung/Bildung/Pädagogik, Hygiene, Abfallwirtschaft u.ä mitbringst.

Hier findest du dazu alle Infos.

Tropisch-ökologische Landwirtschaft in Myanmar: 

Viele landwirtschaftliche Praktiken in Myanmar sind ineffizient und zudem noch umweltschädlich. NEED Myanmar bildet junge Farmer in nachhaltiger ökologischer Landwirtschaft und Umweltschutz aus. Als Freiwillige(r)/Praktikant(in) kannst du auf der Schaufarm mitarbeiten und dabei über tropische Landwirtschaft lernen, selbst passende Fachthemen unterrichten, die Organisation in Marketing unterstützen oder Forschung für deine Abschlussarbeit durchführen.

Klicke hier, um alle Infos zu diesem Programm zu finden.

Tourismuspraktikum und Hotelpraktika in Myanmar: 

Der Tourismus in Myanmar hat in größerem Umfang erst in jüngster Zeit eingesetzt und ist sehr stark am Wachsen. Durch ein Hotelpraktikum oder Praktikum bei einem Reiseveranstalter kannst du den Tourismus in Myanmar aus erster Hand kennenlernen und wertvolle praktische Erfahrungen gewinnen.

Hier findest du dazu alle Infos.

Besuche uns auf unserer World Unite! Website für mehr Infos!


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Lokales Engagement im Gastland: Alinas Spendensammlung für die Dorfschule in Sansibar

Als aktiver Teil der lokalen Community in ihren Gastländern engagieren sich viele unserer Freiwilligen und Praktikanten über ihren Einsatz hinaus.

Ein Beispiel dafür ist Alina, eine Teilnehmerin im Meeresschildkröten- und Recyclingprogram in Nungwi, Sansibar.

Während ihrer Zeit in Nungwi hat Alina sich nicht nur aktiv am eigenen Projekt beteiligt, sondern auch aktiv in einer kleinen Dorfschule ausgeholfen. Die Schule wurde gegründet, um Kindern, die sich den Besuch der öffentlichen Schule nicht leisten können, Zugang zu Bildung zu ermöglichen und ihnen einen sicheren Ort zum Lernen und Spielen zu bieten. Eine große Anzahl von Schülerinnen und Schülern besucht mittlerweile regelmäßig die Schule, die vollständig durch Spenden finanziert wird. Dank der Motivation und dem Einsatzwillen vieler engagierter Helfer gibt es nun schon vier Klassenräume, ein Lehrerzimmer und einen Schulhof.

Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland startete Alina einen Spendenaufruf in einer lokalen Zeitung. Nur wenige Wochen später trafen zwei große Pakete mit Heften, Stiften, Mäppchen und Spielen in Nungwi ein. Die Teilnehmer des Meeresschildkröten- und Recyclingprograms verteilten die Spenden an Kinder und Lehrer der Schule. Vor allem beim Ausprobieren der deutschen Gesellschaftsspiele hatten alle viel Spaß.

Herzlichen Dank für deinen Einsatz Alina!

Viele Grüße,

Lisa, World Unite! Umweltkoordinatorin in Nungwi 

Hier findest du einen weiteren Bericht über engagierte Freiwillige in unseren Programmen. 

Lust auf Sansibar? Hier findest du die Infos zu Alinas Freiwilligenprojekt.