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Medizinpraktikum in Sansibar – Lara & Josie am Mnazi Mmoja Krankenhaus

Hast du schon immer davon geträumt, während oder nach deinem Studium/deiner Ausbildung Auslandserfahrung zu gewinnen? Lass‘ dich von Josies und Laras Story inspirieren, die für ihr Medizinpraktikum ins tropische Inselparadies Sansibar gereist sind und dort in einem lokalen Krankenhaus mitgearbeitet haben.

 

 

Wir haben die Reise nach Sansibar zu zweit angetreten. Gemeinsam lebten wir im einer Gastfamilie und wurden von allen Familienmitgliedern sehr herzlich aufgenommen.

Gewohnt haben wir 5 Wochen in Stone Town, der historischen Altstadt von Zanzibar Town – die perfekte Ausgangsbasis, um Ausflüge auf der ganzen Insel zu unternehmen! Beim Buchen von verschiedenen Ausflügen war uns World Unite! jederzeit behilflich. Empfehlen können wir die Safari Blue, die Spice Tour und eine Paddeltour. Auch der Strand und die vielen kleinen Gassen mit Geschäften und kleinen Lädchen in Stone Town luden zum Bummeln ein.

Bei den wöchentlichen Meetings  mit den Koordinatoren konnte man Sorgen, Probleme und Anliegen aller Art loswerden und es wurde einem sofort geholfen. So kam man auch mit vielen tollen Menschen zusammen, die in anderen Projekten vor Ort arbeiteten.

Auch unsere Gastfamilie hat uns sehr geholfen Kultur, Land, Leute und kulinarische Genüsse kennen zu lernen. Dafür sind wir ihnen sehr dankbar! Eine Umstellung für uns war, dass in Sansibar viele Dinge manchmal etwas länger dauern, als wir dies von zu Hause gewohnt sind. Hektik scheint ein Fremdwort zu sein. Immer schön pole pole!

Fast fünf Wochen haben wir im örtlichen Krankenhaus „Mnazi Mmoja Hospital Zanzibar“ unser Praktikum gemacht. Wir waren zuerst auf der Onkologie und dann auf der Pädiatrie.

Alle Ärzte, Pflege und andere Mitarbeiter gehen mit ihrer freundlichen und offenen Art ihrem Job nach. Für uns war es besonders spannend, die Unterschiede zum deutschen Gesundheitssystem auszumachen. Häufig stehen weniger oder sehr einfache Mittel zur Verfügung, als wir dies von zu Hause kennen, z.B. gibt es keinen Stauschlauch zur Blutabnahme, sondern es wurde einfach das Gummi vom Handschuhbund verwendet.

Wir haben am Ende des Praktikums dem Krankenhaus unsere mitgebrachten Handschuhe, Desinfektionsmittel und Arbeitskleidung zur Verfügung gestellt, was mit Freude angenommen wurde.

Die Krönung unserer Reise war eine zweitägige Safari in Tansania.

Man kann diese Reise kaum in Worte fassen und wir empfehlen es sehr, selbst diese Erfahrung zu machen!

Vielen, vielen Dank an das liebe Team von World Unite! Es war eine schöne und unvergessliche Zeit!

Liebe Grüße,

Josie und Lara

 

 

Hier findest du die Infos zu Laras und Josies Praktikumsstelle!

 

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Farmarbeit in Japan: Jobben auf einer Zuckerrohrfarm in Okinawa

Markus (19) aus Deutschland berichtet von seinen Erfahrungen auf einer Zuckerrohrfarm auf der kleinen Insel Miyakojima in Japan, rund 300 Kilometer von der Hauptinsel Okinawa entfernt. Er kam am 26. Mai nach Miyakojima und arbeitete dort für einen Monat. Mit einem Lächeln blickt er auf seine außergewöhnliche Erfahrung im Süden Japans zurück.


Wie war die Farm?

(lacht) Witzigerweise habe ich tatsächlich für einen japanischen Kult oder eher für einen buddhistischen Kult gearbeitet. Ich erfuhr, dass sie die Zuckerrohrernte in ihr Hauptquartier in der Nähe von Osaka schicken. Anscheinend sammeln sie Ernte und andere Güter von allen möglichen Orten in ganz Japan und verkaufen sie dann woanders. Jeden Morgen hatten sie auch ein Morgengebet und irgendwann musste ich auch mitmachen. Aber es klingt merkwürdiger als es war, die Leute waren unglaublich freundlich und nett. Ich habe etwas recherchiert und anscheinend gibt es viele Sekten in Japan.

Warum wolltest du Farmarbeit machen?

Ich wollte einen Monat in Okinawa leben und arbeiten, weil ich viele gute Dinge über diesen Ort gehört hatte. Also kontaktierte ich World Unite! und fragte, ob es möglich sei, dort zu arbeiten. Nutr wenig später bekam ich dann das Angebot, auf einer Zuckerrohrplantage auf Miyakojima zu arbeiten und ich dachte: “Warum nicht?”. Am 26. Mai flog ich also nach Süden.

Wie sah dein typischer Arbeitstag aus?

Ich bin um 4:40 Uhr aufgestanden, habe geduscht und gefrühstückt. Dann quatschte ich etwas mit meinen Mitbewohnern, packte meine Ausrüstung für den Tag und wir gingen auf die Felder, damit wir um 6 Uhr anfangen konnten. Es gab zwei Schichten jeden Tag, die erste war von 6 Uhr morgens bis 10 Uhr vormittags, die zweite war von 15 Uhr bis 19 Uhr. So konnten wir die schlimmste Hitze während des Tages vermeiden. Es hatte oft ungefähr 40 Grad, das war hart. Jeden Tag habe ich acht Stunden lang gearbeitet.

Meine Aufgabe war es, Zuckerrohr abzuschneiden und für den Transport vorzubereiten. Man kann meine Arbeit grob in fünf Schritte unterteilen: Der erste Schritt war, die Blätter zu entfernen. Zweitens, das Zuckerrohr direkt über der Wurzel abzuhacken. Als dritten Schritt sammelte ich alle Zuckerrohrpflanzen ein und stapelte sie auf einem Haufen. Der vierte Schritt war es, die letzten Blätter zu entfernen und der fünfte Schritt bestand darin, die Pflanzen zusammenzubinden, so dass sie leichter zu transportieren waren.

Was war während Ihres Aufenthaltes auf der Farm eine Herausforderung?

Es gibt so viele Insekten auf Miyakojima. Tagsüber war es okay, aber sobald es draußen dunkel wurde, verwandelte sich mein Zimmer in meinen persönlichen Zoo. Mein Zimmer hatte keine Türen, sodass Insekten hinein gelangen konnten. Nach meinem Aufenthalt in Miyakojima stören mich die Kakerlaken in Tokio und Osaka überhaupt nicht mehr. Die Insekten in Okinawa sind gigantisch.

Was hast du in deiner Zeit verdient?

Ich habe 4500 Yen pro Tag verdient (~ 35 Euro). Allerdings musste ich weder für meine Unterkunft noch für Essen bezahlen.

Was hast du in deiner Freizeit gemacht?

In meiner Freizeit habe ich die Insel mit meinen Arbeitskollegen erkundet, weil viele von ihnen zum ersten Mal dort waren, genau wie ich. Ansonsten habe ich mich einfach entspannt und es ruhig angehen lassen.

Hat sich dein Japanisch während deines Aufenthaltes auf der Farm verbessert?

Ja auf jeden Fall. Interessanterweise war mein Chef ein Fan der deutschen Sprache und er kannte einige Worte. Einer meiner Kollege konnte grundlegendes Englisch sprechen. Aber abgesehen davon benutzten sie nur Japanisch. Meine Kollegen waren alle super freundlich, auch mein Chef war wirklich cool. Ich bin immer noch in Kontakt mit allen. Im Allgemeinen waren alle Leute auf der Insel wirklich nett, aber es war auch irgendwie komisch und seltsam zugleich, die einzige weiße Person auf der ganzen Insel zu sein. Ich war eine Art Attraktion für die Leute.

Hast du in der Zeit, in der du auf der Farm gearbeitet hast, auch Tiefpunkte erlebt?

Am schlimmsten war der Tag vor meinem ersten Arbeitstag: Es war heiß in meinem Zimmer, ich konnte nicht schlafen und ich wusste, dass ich den ganzen nächsten Tag draußen in der Hitze arbeiten würde müssen – damals hatte ich ziemlich Angst vor dem Start. Aber danach war alles in Ordnung und es lief gut. Ich entdeckte auch, dass stundenlanges Arbeiten in der Hitze und in der Sonne das eigene Denken ziemlich aggressiv machen kann, aber ich musste lernen, damit umzugehen. Die Tage nach den Taifunen, als es viel kühler war, waren besten Arbeitstage. Alles in allem habe ich für mich selbst entdeckt, dass ich kein Zuckerrohrbauer werden möchte. Am Ende war ich froh, dass es vorbei war, aber gleichzeitig war ich auch sehr glücklich und stolz, dass ich den Job gemacht hatte!

Was würdest du Leuten sagen, die während der Farmarbeit auch in Japan nachdenken?

Ich denke, es ist wichtig zu lernen, wie man seine Gedanken kontrolliert oder zumindest filtert. Es klingt zwar logisch, aber man sollte immer positiv denken. Wenn man anfängt, negative Gedanken zu entwicklen, wird es immer schlimmer. Wenn man eine positive Einstellung hat, wird man eine Spitzenzeit haben! Man sollte sich allerdings genau bewusst sein, worauf man sich einlässt. Farmarbeit ist harte, körperliche Arbeit und man sollte sich wirklich sicher sein, dass man das machen will!

Eine weitere Herausforderung ist, es dass es schwierig ist, von der Insel runter zu kommen, besonders, wenn man nicht Autofahren kann oder kein Auto hat. Ich war froh, dass mein Kollege mich regelmäßig in seinem Auto mitgenommen hat. Auf die öffentlichen Verkehrsmitteln kann man sich auf der Insel nicht verlassen.

Hat diese Erfahrung dich als Person geprägt?

Ich würde definitiv sagen, dass diese Erfahrung mir neue Denkweisen eröffnet hat. Die Leute auf der Insel waren wahnsinnig nett. Sie führen oft ein einfaches Leben, aber sie sind wirklich glücklich und zufrieden, und ich glaube, ich habe etwas von dieser Einstellung für mich mitgenommen. Die Leute sind immer gut gelaunt und wirken glücklich und das hat mich wirklich geprägt. Du lernst die kleinen Dinge zu schätzen, das fand ich sehr inspirierend.

Was machst du jetzt, nach deinem Farmjob?

Ich kam am 9. Juli in Osaka an. Ich arbeite dort in einem Gästehaus und Isakaya. Ich möchte noch mindestens einen weiteren Monat hier arbeiten; für die Zeit danach bin ich mir noch nicht ganz sicher. Vermutlich werde ich aber in Osaka bleiben. Mein Visum läuft im April nächstes Jahr ab und ich möchte auf jeden Fall volle 12 Monate in Japan bleiben.

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Interessierst du dich für Farmarbeit in Japan? Hier findest du viele Infos zu deinen Möglichkeiten für Farmjobs in Japan!


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Freiwilligeneinsatz an einer Schule in Indien – Johannas 6 Monate in Navi Mumbai

Fernweh? Unsere Teilnehmerin Johanna hat ein halbes Jahr in Indien verbracht und dort als Freiwillige an einer lokalen Schule unterrichtet. Was Johanna während ihrer Zeit in Navi Mumbai alles erlebt hat, kannst du hier nachlesen! 

 

Mein Name ist Johanna, ich komme ursprünglich aus Österreich und habe ein halbes Jahr in Indien verbracht und dort ehrenamtlich an einer Schule gearbeitet. Genauer gesagt, verbrachte ich die meiste Zeit in Navi Mumbai, eine Stadt direkt neben Mumbai, und arbeitete in der Mahima International School. Ich hatte auch die Möglichkeit, während meines Aufenthaltes etwas  herumzureisen, doch beginnen möchte ich mit meinen Erfahrungen in der Stadt Navi Mumbai und bei meiner Arbeit in der Schule.

Johanna, wie war das Leben in Navi Mumbai für dich? 

Das Leben in einer Großstadt wie Navi Mumbai war anfangs eine enorme Umstellung für mich, da ich ursprünglich aus einem eher kleineren Dorf in Österreich komme. Der ganze Trubel war einerseits sehr anstrengend, zugleich aber auch aufregend. Vor allem, da ich im Vergleich zu vielen Menschen, die dort lebten, eine Seltenheit war – in Bezug auf meine helle Haar- und Hautfarbe. Es ist mir oft passiert, dass Menschen deswegen ein Selfie mit mir haben wollten!

Aber auch sonst erlebte ich dort die –  auf eine positive Art – merkwürdigsten Dinge, weil es einfach eine ganz andere Welt ist. Und es ist überaus sehr empfehlenswert, sich im Voraus über Indien gut zu informieren, da man so vielen unangenehmen Situationen aus dem Weg gehen kann!

Erzähle uns von deinem Alltag in der Schule! 

Auch meine Arbeit in der Schule war zunächst ganz anders, als ich es mir erwartet hatte. Die Art und Weise, wie Schule und Unterricht in Indien funktionierten, sind anders, als ich dies von zu Hause kannte. Trotzdem hatte ich eine Menge Spaß, dort zu unterrichten und das Beste waren die Kinder, die jeden Tag mit so viel Energie und Offenheit zur Schule kamen. Auch die Lehrerinnen waren sehr lieb zu mir und kümmerten sich gut um mich.

Nach der Schule ging ich dann meistens zu den Jungs von Palms Care, die ebenfalls die Mahima-Schule besuchen, mit nach Hause, um mit ihnen ein bisschen Zeit zu verbringen.

Was hast du in deiner Freizeit unternommen? 

Neben meinem Freiwilligeneinsatz habe ich auch noch ein Fitness-Studio besucht und dort an einem Poweryoga-Kurs teilgenommen. Die Besitzerin des Fitness-Studios war nämlich auch die beste Freundin unserer World Unite!-Koordinatorin Sudipta und sie war nicht nur unsere Trainerin – sie war fast wie eine zweite Mutter für uns, da sie sich einfach immer so lieb um uns gekümmert hat. Durch sie konnten wir wirklich Indien erleben!

Mit “wir” meine ich mich plus all meine Mitbewohner/innen oder andere Freiwillige, die ich während meines Aufenthalts in Navi Mumbai kennen gelernt habe. An den Wochenenden hatte ich dann meistens frei und konnte auch Mumbai etwas erkunden. Wir trommelten dann alle Freiwillige zusammen und machten uns auf die Suche nach Mumbais schönsten bzw. interessantesten Plätzen und bekamen einen ziemlich guten Eindruck, wie bunt und lebhaft die Stadt sein kann. Man sollte sich auf jeden Fall auf immense Menschenmassen gefasst machen!

Trotzdem braucht man keine Angst zu haben, denn die Menschen sind in der Regel sehr nett und helfen auch sehr gerne. Zwar sind sie manchmal etwas zu nett und man sollte aufpassen, dass man nicht hinters Licht geführt wird, aber wenn man eine gewisse Zeit in der Stadt verbringt, bekommt man ein ziemlich gutes Bauchgefühl dafür. Das Shopping-Erlebnis in all den Märkten und Bazaaren, die Mumbai zu bieten hat, ist äußerst zu empfehlen! Und alle, die Bollywood kennen oder vielleicht sogar große Fans sind, sollten auf jeden Fall einmal ins Kino gehen!

Im Umkreis von Mumbai gibt es viele schöne Orte wie z.B Lonavala, Pune, Ellora, Ajanta, Aurangabad usw., die man auf Wochenendtrips erkunden kann.

Auch in Navi Mumbai selbst gibt es schöne Orte, die auf jeden Fall einen Besuch wert sind, z.B. der Stadtteil Nerul mit seinen schönen Tempeln, Belapur mit seinen interessanten kulturellen Ausstellungen, Vashi mit seiner lebhaften Marktstraße und die Kharghar Hills.

Ich hatte dann auch noch einen Monat Zeit, um das Land zu bereisen, da in der Schule Sommerferien waren. Eine meiner Mitbewohnerinnen hatte eine Tour gebucht, die sie quer durch Nord-Indien führte und ich entschied mich dafür, sie dabei zu begleiten.

Bevor die eigentliche Tour begann, hatten wir noch circa fünf Tage, um selbst auf Entdeckungsreise zu gehen. Wir entschieden uns, unsere Reise in Amritsar zu starten. Amritsar liegt nahe der Grenze zu Pakistan, befindet sich in der Region namens Punjab und ist sehr bekannt für eines der schönsten Gurdwaras auf der ganzen Welt – dem sogenannten Goldenen Tempel. Doch neben dieser wunderschönen religiösen Stätte gibt es auch die Möglichkeit zur „Wagah Border“ – also zur Grenze – zu fahren, um dort die Grenzschließungszeremonie miterleben zu können, die jeden Tag kurz vor Sonnenuntergang stattfindet. Doch das Beste in Amritsar sind ihre Restaurants, die sogenannten Dhabas, in denen man die besten Lassis trinken und köstlichsten Parathas und Kulchas essen kann!

Unser nächster Halt war dann Dehli, da von dort aus unsere geführte Tour begann. Wir waren aber zwei Tage zu früh da, also entschieden wir uns die Sehenswürdigkeiten anzuschauen, die in der Tour nicht mit inbegriffen waren, und meldeten uns sogar für einen Bollywood-Tanzworkshop an!

Dehli ist einfach ein Traum für jeden Touristen, da man in der Hauptstadt Indiens so viel entdecken kann!

Zwei Tage später begann dann auch unsere Tour durch Nordindien. Unsere Reise ging einmal quer durch Rajasthan und zog sich dann auch durch Agra und Varanasi und endete wieder in Dehli.

Im Großen und Ganzen war mein Aufenthalt in Indien das Beste, was ich je erleben durfte. Ich habe so viel gelernt: Über die Kultur, die Menschen aber auch ganz viel über mich selbst. Und deshalb kann ich so einen Aufenthalt in einem fremden Land für einen gewissen Zeitraum sehr empfehlen!

Viele Grüße,

Johanna (aus Österreich)

Du hast Interesse an einem Freiwilligeneinsatz in Indien? Hier findest du mehr Infos zu Johannas Einsatzstelle!

 


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Eine unglaubliche Reise ins Abenteuer – Syahfitri’s Praktikum in Tansania und Sansibar

Unsere Teilnehmerin Syhafitri, Gewinnerin unseres Weltenbürger-Stipendiums, absolvierte ein vormedizinisches Praktikum in Tansania und nahm an unserem World Learner! Programm in Sansibar teil, wo sie von einem Kräuterheiler über traditionelle sansibarische Medizin lernte. In unserem Blog beschreibt Syhafitri, welche Unterschiede sie zwischen Sansibar und Tansania wahrgenommen hat, warum eine Safari einfach zu einer Tansania-Reise dazugehört und warum die Reise für sie immer eine unvergessliche Erfahrung bleiben wird! 

Tansania

Es war ein bewölkter, kalter Wintertag, als ich Halle (Saale) mit dem Zug nach Frankfurt am Main verließ. Es war das erste Mal, dass ich alleine in ein so weit entferntes Land reiste und ich war ziemlich aufgeregt, endlich in Moshi, Tansania, anzukommen! Neue Leute, neue Kulturen und all die neuen Dinge, die ich bald erfahren würde!

KARIBU TANSANIA! (Willkommen in Tansania)

Das Flugzeug landete nach 8 Stunden Flugzeit auf der Landebahn des Kilimanjaro International Airport. Es war noch früher Morgen, als wir das Flugzeug verließen. Das Wetter war schön, die Luft frisch und warm und ich war einfach so aufgeregt! Ich konnte nicht aufhören, mich für diese Reise unglaublich dankbar zu fühlen.

Nachdem ich meine ersten Fotos von Afrika gemacht hatte, ging ich ins Flughafengebäude und beantragte mein Visum am Schalter der Einwanderungsbehörde. Das Beantragen klappte völlig problemlos und ich bekam mein Visum für 3 Monate. Mein erster Eindruck von Tansania war:

“Die Leute sind einfach so freundlich und nett! Ich denke, mein Aufenthalt hier wird einfach großartig.”

Ein Fahrer von World Unite! – die Organisation, die mein Freiwilligen- und Praktikumsprogramm in Afrika organisierte, holte mich ab und brachte mich zu meiner Gastfamilie in Moshi. Die Fahrt vom Flughafen zum Haus meiner Gastfamilie war etwas weiter und es dauerte über eine Stunde mit dem Auto.

Die lange Straße war leer, die Vögel sangen gut und die Sonne ging langsam im Osten auf. Zu meiner linken und rechten Seite konnte ich viele Bäume und verschiedene Pflanzen sehen und schließlich einen Blick auf die scheinbar endlose Steppe werfen. Nicht weit von uns entfernt zeigte sich der Kilimanjaro, der höchste Berg Afrikas mit 5895 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Ich konnte seinen schneebedeckten Gipfel völlig wolkenfrei sehen – ein Seltenheit, denn die Spitze ist normalerweise hinter Wolken verborgen. Es war unglaublich! Eines meiner Reiseziele hatte ich also schon abgehakt! Der Fahrer sagte oft zu mir: “Oh Fitri, du hast solches Glück, den Kilimanjaro wolkenfrei zu sehen!” Oh ja, es war ein wundervolles Erlebnis, von beiden Gipfeln des Kilimanjaro, Kibo und Mawenzi, herzlich begrüßt zu werden. Ich konnte mein Lächeln auf dem Weg nach Moshi nicht verbergen. Es war ein toller Start in mein Abenteuer in Afrika.

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Mein erster Tag in Tansania war cool. Ich traf fast alle World Unite! Koordinatoren in Moshi und ein paar Freiwillige aus Deutschland, die an diesem Tag ebenfalls ihre lokale und kulturelle Einführung hatten. Gemeinsam bekamen wir eine Stadtorientierung von Joseph, einem der Koordinatoren, der uns alles wichtige in Moshi zeigte.

Im Gegensatz zu Deutschland war es in Moshi an diesem Tag ziemlich warm. In der Stadt herrschte geschäftiges Treiben und wir konnten Daladalas (Kleinbus), Bajajis (Autorikscha), Bodabodas (Motorrad-Taxis) überall in der Stadt herumflitzen sehen. Es handelt sich dabei um die in Tansania genutzten öffentlichen Verkehrsmittel. Die Stadt Moshi selbst ist nicht groß, aber das Zentrum ist immer voller Menschen. Entlang der großen Straße konnten wir viele Geschäfte, Galerien, Supermärkte, lokale Restaurants und Hotels sehen. Es gibt auch einen Markt, in dem Menschen ihre landwirtschaftlichen oder handwerklichen Erzeugnisse verkaufen, z.B. Bohnen, Mais, Bananen und vieles mehr. Die lokalen Schneider nähen ihre handgefertigten Kleider, Portemonnaies, Taschen und Kopftücher aus Kitenge (einem traditionellen Stoff aus Ost-, West- und Zentralafrika) und verkaufen sie zu guten Preisen auf der Straße.

Nach meiner Stadtorientierung wurde ich meiner Gastfamilie vorgestellt. Familie Tesha gehört zum Stamm der Chaggas (der bekannteste tansanische Stamm in der Kilimandscharo-Region). Mein Gastvater ist Taxifahrer und meine Gastmutter Hausfrau. Im Haus leben acht Personen, darunter meine Gasteltern, ihr Sohn und seine Frau, zwei Enkelkinder und ein Hausmädchen. Das Haus ist groß und hat Vorder- und Hinterhof. Die Familie hat verschiedene Arten von Blumen und Bäumen vor dem Haus gepflanzt. Auf dem Hinterhof gibt es einen Kuh- und einen Hühnerstall sowie Bananenbäume, Zuckerrohr, Mais und Mangobäume.

Ich erinnere immer sehr gerne an die Zeit, wenn ich von meinem Praktikum zurückkam und mich unterm Mangobaum im Garten erholt habe oder einfach durch den Hinterhof spazierte und mich mit den Familienangehörigen über das Leben unterhalten oder einfach den Kilimanjaro bestaunt habe. Die gesamte Familie hat mich sehr warmherzig behandelt und ich habe mich immer willkommen gefühlt. Täglich wurde ich mit köstlichen landestypischen Speisen bekocht und habe grundsätzlich viel von meiner Familie über Vieh- und Landwirtschaft gelernt, wie sie in dieser Familie praktiziert wird. Ich durfte sogar ab und zu die Milchkühe der Familie melken. Das war zwar anfangs schwierig, aber dennoch ein unvergessliches Erlebnis!

 

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Außerdem macht meine Familie hat den besten Chai-Milchtee aller Zeiten! Jeden Tag habe ich Chai mit Milch zum Frühstück bekommen. (P.S: Chai-Milchtee, du wirst schmerzlich vermisst!).

Oh ja, und natürlich machte ich mir im Voraus Gedanken über etwaige Sprachbarrieren. Tatsächlich sprachen mein Gastvater und sein Sohn Englisch fließend. Mit den übrigen Familienmitgliedern musste ich alternative Kommunikationsweisen finden und auch Körpersprache spielte dann eine wichtige Rolle, um mich verständigen zu können.

Von meiner Gastfamilie lernte ich auch einige Kiswahili-Wörter (Landessprache in Tansania). Etwas Swahili zu sprechen war definitiv nützlich, auch wenn ich anfangs Schwierigkeiten mit den Grußformulierungen hatte. Aber ich konnte ohne Probleme von 1 bis 10 zählen 🙂

Am zweiten Tag wurde ich von Joseph abgeholt und in meine Praktikumsstelle gebracht. Es handelt sich dabei um eine kleine Klinik für Allgemeinmedizin. Da die Klinik ein gutes Stück von meiner Gastfamilie entfernt lag, benutzte ich das Daladala für den Hin- und Rückweg. In der Klinik gab es einen verantwortlichen Arzt und fünf weitere Mitarbeiter, darunter zwei Krankenschwestern, Apotheker und zwei Laboranten. Das Klinikpersonal war sehr freundlich zu mir und hat mich sehr geduldig und offen in den Klinikalltag mit einbezogen. Obwohl ich nur einen Monat dort war, habe ich schon sehr viel über Medizin gelernt. Während meiner ersten zwei Wochen habe ich hauptsächlich beobachtet und den Mitarbeitern über die Schulter gesehen und war vor allem damit beschäftigt, meinen Kulturschock zu überwinden. In dieser Zeit habe ich mich oft sehr nach meinen Freunden und Deutschland gesehnt – ich hatte sogar richtiges Heimweh.

Nach den ersten zwei Wochen hatte ich allerdings dann das Gefühl, endlich richtig angekommen zu sein und konnte meine Arbeit in der Klinik und meine Zeit in Moshi genießen. Es war ein tolles Gefühl, Tests über Malaria und UTI (Harnwegsinfektion) durchzuführen, den Patienten Injektionen zu verabreichen, oder über die verschiedenen Arten von Medikamenten zu lernen. In der Zusammenarbeit mit dem Arzt konnte ich auch sehr viel über die lokalen Krankheitsbilder lernen. In diesem Moment fühlte ich mich erstmals wie ein echte Medizinstudentin!

Am letzten Tag meines Praktikums gab es eine kleine Abschiedsfeier für mich in der Klinik. Wir kochten Chapati (mein Lieblingsessen in Tansania, gleich nach Reis mit Kokosmilch), mchuzi (Gemüse-Curry) und gebratenes Hühnchen. Es war ein schönes, aber gleichzeitig trauriges Erlebnis und ich fand es schwierig, Moshi nach einem Monat wieder zu verlassen.

 

Oft habe ich gehört, dass eine Afrika-Reise ohne Safari keine richtige Reise ist. Daher habe ich anlässlich meines Geburtstages eine zweitägige Safari im Tarangire und Ngorongoro Nationalpark unternommen. Ich fand es genial, vier der fünf afrikanischen „Big Five“ live zu sehen und die Schönheit der Nationalparks zu genießen. Ein weitere Wunsch auf meiner Bucket-List hatte sich erfüllt!

 

Die Safari-Tour hat sich wirklich gelohnt und ich denke, es ist ein Erlebnis, das man mindestens einmal im Leben gemacht haben sollte!

Zanzibar

Nach meinen spannenden Erfahrungen in Moshi und meiner Eingewöhnung in die neue Kultur, flog ich nach Unguja, einer Insel, die zum Sansibar-Archipel gehört und die als Gewürzinsel bekannt ist.

Bei meiner Ankunft rasten tausende Gedanken durch meinen Kopf: Würden meine neuen Mitbewohner freundlich sein? Würde ich mich gut integrieren können?

Am Flughafen wurde ich von World Unite! in Empfang genommen und von einem Fahrer nach Stone Town gebracht, die historische Altstadt im westlichen Teil der Insel, mein Wohnort für die nächsten vier Wochen. Ich lebte in einer WG zusammen mit anderen ausländischen Freiwilligen. Anders als bei der Gastfamilie verpflegte ich mich in Sansibar selbst. Was für eine Umstellung, dass mir plötzlich niemand mein leckeres Frühstück zubereitete, mein Abendessen kochte, heißes Wasser für mein Bad einließ oder sich sorgte, wenn ich spät nach Hause kam!

Sansibar ist unglaublich!

Ich hatte es zwar nicht erwartet, aber in Sansibar habe ich die beste Zeit der ganzen Reise verbracht. Während der Stadtorientierung am nächsten Tag hatte ich das Gefühl, in Indonesien zu sein. Überall trugen die Frauen und Mädchen Hijab (Kopftuch). Die Moslems dort grüßen sich mit „Salaam Alaikum“ (ein muslimischer Gruß, der bedeutet „Der Frieden sei mit euch“). Ich war beeindruckt! Die Menschen behandelten mich überaus freundlich und nett, das Essen schmeckte mir sehr lecker, der Sonnenuntergang in Stone Town erstaunlich und ich fühlte mich generell auch sehr sicher in Sansibar. Das Leben in Stone Town erinnert mich ein bisschen an Venedig in Italien, weil es auch ein Labyrinth mit vielen kleinen Gassen ist, in dem man sich leicht verlaufen kann.

 

 

Während der Abende in Forodhani Park muss man unbedingt die lokalen Köstlichkeiten auf dem Night Market genießen, wie z.B. Zanzibar Pizza, Urojo, Meeresfrüchte, Chapatti und lokale Getränke (z.B. Zuckerrohrsaft mit Zitrone und Ingwer, Tamarinden-Saft, Avocado-Saft. Die meisten Lebensmittel sind auf diesem Markt etwas teurer als anderswo, aber es lohnt sich wirklich, sie zu probieren.

In Sansibar habe ich einen Monat lang ein landwirtschaftliches Praktikum absolviert. Ich lernte dort über pflanzliche Medizin in einer lokalen Klinik für Kräutermedizin vom besten Botaniker auf der Insel, der als Mr. Madawa bekannt ist oder auf Deutsch „Herr Kräuterheiler“. Madawa ist ein großartiger Lehrer, der mich nicht nur über die Heilpflanzen, sondern auch über die wichtige Rolle der Religion (in diesem Fall des Islam) in der Kräutermedizin unterrichtet hat. Während des Unterrichts hatte ich viel Spaß, weil ich auch Kräuter sammeln und Medikamente herstellen lernte. An anderen Tagen hatten wir eine Gewürz-Tour in Kizimbani, bei der Herr Madawa und die Einheimischen mich über die Kräuter und Gewürze in dieser Gegend aufklärten. Anschließend besuchten wir auch ZARI (Zanzibar Agricultural Research Institute).

Nun ist diese erstaunliche Reise vorbei! Sie wird jedoch immer eine unvergessliche Erfahrung in meinem Leben bleiben. Ich habe so viel über das Leben in einem fernen Land gelernt. Auf Reisen zu gehen beutetet auch, sich verschiedenen Herausforderungen zu stellen und täglich neue Dinge zu entdecken! Ich habe nichts dagegen, dies bei einer anderen Gelegenheit noch einmal auszuprobieren 😀

Baadaye Tansania! (Bis später Tansania!) ☺

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Hier findet du die Infos zu Syhafitris Einsatzstelle in Tansania und hier zu Sansibar!

 


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Hotel- und Tourismuspraktikum in China – Sebastian in Peking

Du hast dein Abi beendet und suchst nach einer Möglichkeit, erste berufliche Erfahrungen zu sammeln? Du möchtest dich umorientieren und gerne in der Hotel- oder Tourismusbranche Fuß fassen oder ein fachlich passendes Studium beginnen? Sebastian aus Deutschland hat während seines 6-monatigen Hotelpraktikums wertvolle Erfahrungen über das Leben und Arbeiten in China gesammelt. Hier kannst du seine Erfahrungen nachlesen:

Mein Praktikum in China war definitiv eine sehr schöne Erfahrung! Ich war in der Position des „Guest Relation Officers“ in einem 5-Sterne-Hotel in Peking tätig, d.h. ich habe vor allem in der Lobby und am Empfang mitgearbeitet. Dazu gehörten z.B. der Concierge-Service (vor allem für ausländische Gäste, die kein Chinesisch sprechen), die Begrüßung der Gäste, lokale Empfehlungen zu geben, etc.

Darüber hinaus habe ich Emails und Buchungsanfragen von Gästen auf Englisch beantwortet und nach Bedarf an die zuständigen Kollegen im Hotel übermittelt.

Wenn es zwischen ausländischen Gästen und Hotelmitarbeitern sprachliche Barrieren gab, wurde ich häufig hinzu geholt, um beim Klären zu helfen.

Teilweise war ich auch im VIP-Service tätig und in Ausnahmefällen habe ich Gäste auch außerhalb des Hotels unterstützt.

Zu meinen Aufgaben gehörte auch, gemeinsam mit einem weiteren Praktikanten, Feedback von Gästen zu sammeln und dieses an meine Vorgesetzten weiter zu geben.

Zudem war ich in meiner Hotelabteilung für das Englischtraining der Mitarbeiter und die Einschätzung der Englischkenntnisse von neuen Bewerbern zuständig.

Ich danke World Unite! und meinen Betreuen vor Ort für die wunderbare Unterstützung während meiner Zeit in China.

Liebe Grüße,

Sebastian

Hier findest du alle Infos zu Sebastians Hotelpraktikum in China! 


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Praktikum bei den Ama-Taucherinnen im Ise Shima Nationalpark in Japan

Du suchst nach einem ganz besonderen Praktikum im Kultur- oder Tourismusbereich? Dann bist du im Ise-Shima-Nationalpark in Japan goldrichtig! Unsere Teilnehmerin Shima aus den USA hat diese Woche ihr Praktikum bei den Ama-Frauen begonnen, Frauen, die hier ohne Tauchausrüstung auf traditionelle Weise tauchen und Meeresfrüchte sammeln! 

Unsere Koordinatoren Chris und Julia haben Shima von Tokyo in den Ise-Shima-Nationalpark zu ihrem Praktikum begleitet.

Die Techniken der Ama-Frauen, ohne Tauchausrüstung auf traditionelle Weise zu tauchen und dabei auf umweltfreundliche und nachhaltige Weise Meeresfrüchte zu sammeln, sind als UNESCO Weltkulturerbe deklariert. Die Ama-Frauen gelten auch als die Erfinder der Perlenzucht.

Praktikanten und Freiwillige sind im Management des Besucherzentrums und bei der Durchführung der Touren tätig. Sie unterstützen die Frauen bei den Präsentationen im Besucherzentrum sowie die Guides bei den Touren auf dem Land und auf den Booten. Es gibt Tourismusfachkräfte, die Praktikanten betreuen können.

Hier findest du alle Infos zu Shimas Praktikum im Ise Shima Nationalpark in Japan!

 


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Pinguin- und Meeresvogelschutz in Port Elizabeth – Freiwilligeneinsatz in Südafrika

Du interessierst dich für Tier- und Umweltschutz und hast eine besondere Leidenschaft für Pinguine und Meeresvögel? World Unite!-Teilnehmer Jan hat einen Freiwilligeneinsatz in einem Pinguin-Schutzprojekt in Südafrika absolviert und dabei jede Menge toller Erfahrungen gesammelt! Hier kannst du alles über Jans Erfahrungen lesen: 

Howzit! Ich habe mich für das Pinguin-Schutzprojekt entschieden, weil sich die Arbeit mit den kleinen schwarz-weißen Freunden sehr interessant angehört hat und dass Südafrika unglaublich schön sein soll ist auch kein Geheimnis.

Ich dachte jedoch nicht, dass es hier so schön ist und dass ich hier Freunde finde, für die ich gerne länger bleiben würde.

Ich bin Jan, 20 Jahre jung und bin für 7 Wochen in Port Elizabeth im Pinguin-Schutzprojekt. Meine Aufgaben dort sind die Pinguine zu füttern, Fisch vorzubereiten und viele, viele Handtücher zu waschen und aufzuhängen 😀

Ansonsten wird immer irgendwann irgendwo eine helfende Hand gebraucht um etwas aufzuräumen, zu putzen oder dem Personal zu helfen. Der tägliche Weg zum Strand gehört außerdem definitiv zu den Vorteilen von diesem Projekt.

Für mich ist das Leben außerhalb des Projekts ebenfalls eine sehr spannendere Erfahrung. Wir wohnen in einem großen Haus mit ca. 17 Freiwilligen nur 5 Minuten vom Strand und jeden Morgen kann ich mit Meerblick frühstücken. Wir kochen jeden Abend und unternehmen die verschiedensten Dinge zusammen und es ist eine wunderbare Erfahrung all die Leute aus verschiedenen Ländern kennenzulernen. Tatsächlich habe ich in den wenigen Wochen hier mindestens drei sehr gute Freunde gewonnen und erste Pläne für Treffen zurück in Europa stehen schon fest.

Ich verbringe meine Zeit hier im späten Herbst und dennoch gibt es Tage mit über 25°C und wir können unsere freie Zeit am schönen Strand von Port Elizabeth genießen. Ich kann nicht alle meine Aktivitäten hier aufzählen, die besten waren aber wahrscheinlich ein Bungee-Jump von der höchsten Bungee-Jump-Brücke der Welt, eine Safari im Addo Elephant Park mit Büffeln, Zebras und Elefanten nur einen Meter von unserem Auto entfernt, verschiedene Wochenend-Trips mit teilweise sehr fordernden aber dennoch sehr lustigen Wanderungen und atemberaubenden Aussichten am Ende und letztlich zahlreiche lustige und unvergessliche Abende mit neuen Freunden.

Alles in allem ist es eine sehr zu empfehlende Erfahrung die ich hier machen konnte und ich bin sehr dankbar und froh diese Entscheidung getroffen zu haben. Ich werde jetzt noch meine letzte Woche in Südafrika in Kapstadt genießen und dann meine Heimreise antreten.

Viele Grüße aus PE!

Jan, Deutschland

Hier findest du alle Infos zu einem Freiwilligeneinsatz im Pinguin- und Meeresvogelprojekt in Port Elizabeth, Südafrika!