Praktika Volunteering Afrika Asien Lateinamerika

Praktika, Freiwilligenarbeit, interkulturelles Lernen in Tansania, Sansibar, Indien, Marokko, Israel, Nicaragua, Bolivien, China, Ghana, Japan u.a.


Leave a comment

Famulatur & Medizinpraktikum in Tansania

Rosemarie aus Deutschland ist Krankenschwester und bald auch Ärztin. Sie hat mit World Unite! medizinische Praktika und Freiwilligeneinsätze in León, Nicaragua, Moshi und Mwanza, Tansania absolviert. In diesem Bericht kannst du ihre Praktikumserfahrungen in Moshi, Tansania nachlesen!

Wie bin ich auf Moshi gekommen?

Ich wollte schon seit längerer Zeit eine Famulatur in Tansania machen, da mir so viel Gutes von diesem Land berichtet wurde. Ich hatte es auch schon öfter versucht, mich bei einer Organisation für ein solches Praktikum zu bewerben, aber irgendwie kamen keine Antworten. Dann bin ich im über einen Bericht eines Volunteers auf World Unite! gestoßen und bekam ziemlich schnell eine sehr ausführliche und nette Antwort für mein zukünftiges Praktikum. Zwischen den Haupteinsatzorten dieser Organisation in Tansania hat mich Moshi am Kilimanjaro sofort angesprochen.

Um mich für meine Famulatur anzumelden, brauchte ich einen Lebenslauf auf Englisch und ein Empfehlungsschreiben von meiner Hochschule. Für weitere Vorbereitungen habe ich mir dann viel auf der Homepage von World Unite! durchgelesen, wie z.B. welche Impfungen man braucht und generelle Informationen über Tansania und meinen Einsatzort. Als meine Famulatur bestätigt war, habe ich noch den passenden Flug gebucht und das Service-Paket von World Unite! gebucht, welches den Leistungen und der Betreuung vor Ort völlig gerecht geworden ist!

Anreise nach Tansania

Ich hab meinen Flug nach Dar Es Salaam gebucht. Ich empfehle es, von Dar ebenfalls in einen Flieger zu steigen um nach Moshi zu kommen und zwischen den beiden Flügen ein bisschen Zeit einzuplanen, wenn man sich dort am Flughafen noch ein Visum besorgen muss, was etwas Zeit in Anspruch nimmt, weil ein ziemlich großes Chaos in der Ankunftshalle herrscht. Ich hatte nur anderthalb Stunden Zeit zwischen Ankunft in Dar und dem nächsten Flug zum Kilimanjaro International Airport und es hat nicht gereicht, sodass ich den darauffolgenden Flug fünf Stunden später nehmen musste. Natürlich informierte ich die Koordinatoren in Moshi, damit meine Abholung vom Flughafen verschoben werden konnte. Als ich abends in Moshi ankam, holte mich ein von World Unite! organisierter Taxifahrer ab, der mich zu einem vereinbarten Treffpunkt fuhr, von dem mich eine der Koordinatorinnen von World Unite!, Adelina, mit ihrem Mann George, abholten. Als mich Adelina umarmte und willkommen hieß, fühlte ich mich zum ersten Mal sicher und wohl in diesem für mich noch fremden Land.

Adelina brachte mich in meine Unterkunft (ich hatte mir eine WG ausgesucht) und erklärte mir ein paar Dinge. Am nächsten Tag holte mich eine andere Koordiantorin, Miriam, von meiner Wohnung ab um mich mit ein paar räumlichen Anhaltspunktenin der Stadt vertraut zu machen. Wir frühstückten gemeinsam und regelten alle organisatorischen Angelegenheiten, unter anderem gingen wir zur Bank damit ich Tansanische Schilling abheben und schon mal die Miete zahlen konnte und kauften eine SIM-Karte. Aber wir gingen auch zum Markt und Miriam erklärte mir, welcher Bus (Daladala) mich nach Hause bzw. zum Krankenhaus fährt.

Meine Unterkunft in Tansania

Meine WG lag nahe der Daladala-Haltestelle KDC, mit dem Daladala (400 TZS ~ 20 Cent) etwa 15 Minuten vom Zentrum und damit vom Krankenhaus entfernt. Das Häuschen mit drei Schlafzimmern und einer Küche liegt auf dem Grundstück der Besitzerin, Mama Rose, und ihrer Familie. Jedes Zimmer hat ein eigenes Bad mit Toilette nach westlichem Standard, einem kleinen Waschbecken und Dusche. Allerdings konnten sowohl ich als auch meine Mitbewohnerin die Duschbrause nicht verwenden, da der Wasserdruck in Moshi oft sehr niedrig ist, und mussten stattdessen auf eine Handbrause zurückgreifen, was letztendlich ganz gut funktioniert hat. Immer wenn mal kein Wasser da ist, lohnt es sich die sehr hilfsbereite Besitzerin oder deren Familienmitglieder zu fragen, da es sein kann, dass das Wasser nur aus Versehen abgedreht wurde und sich das Problem leichter als erwartet wieder regeln lässt.

Da es in der Küche auch zwei Gasherde gibt, kann man dort selbst Mahlzeiten zubereiten und muss nicht immer unterwegs etwas kaufen. Im Kühlschrank sollte alles gelagert werden was man an Essbarem besitzt, inklusive Obst und Gemüse.

Im Übrigen hatte ich während meiner Zeit in Moshi Besuch von meinem Freund, der dann einfach mit mir in dem Zimmer wohnen durfte bzw. wir es dann zu zweitgemietet haben, also auch das ist kein Problem.

Meine Praktikumsstelle

Das Krankenhaus, in dem ich tätig war, ist die zentrale Anlaufstelle für Krankheits-/Notfälle, die auf den kleinen Krankenstationen auf dem Land nicht behandelt werden können und für Familien die nicht vermögend genug sind, um sich ein privates Krankenhaus zu leisten. Es gibt es viele unterschiedliche Stationen. Generell ist es erwünscht, dass man als Praktikant rotiert, d.h. Woche für Woche die Station wechselt. Ich habe in meiner 30-tägigen Famulatur vier Stationen kennengelernt: Die Kinderstation, die Frauen- und Geburtenstation, die Innere Medizin und die HIV-Ambulanz.

Wie viel man lernt und was man alles machen darf als FamulantIn hängt, wie in Deutschland, davon ab, ob man fragt und sich anbietet, Aufgaben durchzuführen. Andererseits muss man meiner Meinungnach auch „nein“ sagen können, wenn man Aufgaben bekommt, die man noch nicht erlernt hat und zumindest alleine nicht in der Lage ist, sicher für den Patienten/die Patientin durchzuführen. Zum Beispiel wurde mir einmal von eine einem Assistenzarzt angeboten, eine Geburt zu leiten, ich habe dies jedoch abgelehntt. Im Nachhinein war ich sehr froh darüber, da diese Geburt sich als eine der schwierigsten und langwierigsten herausstellte, die ich dort gesehen habe.

Also: Machen darf man unter Umständen viel, man sollte nur darauf achten, dass man auch um Hilfe fragt und keine Tätigkeiten durchführt, die man sich nicht auch im eigenen Land zutrauen würde. Die Kommunikation mit ÄrztInnen und Krankenschwestern läuft meistens auf Englisch ganz gut, aber nur wenige PatientInnen haben Englischkenntnisse. Deswegen ist es sehr hilfreich, wenn man sich einige Zeit vor der Anreise ein bisschen mit der Sprache Suaheli beschäftigt hat oder vor Ort einen Suahelikurs macht, damit man auch Kontakt zu den PatientInnen aufbauen kann oder zumindest nacheinfachen Dingen fragen, wie „Wie geht es dir/dem Kind?“, „Hast du Hunger/Durst?“, oder freundlich grüßen kann.

Moshi und Umgebung

Moshi ist ein überschaubares Städtchen. In der Stadt bewegt man sich am besten zu Fuß, wobei man bei längeren Strecken auch einfach in einen Daladala steigen kann, das in deine Richtung fährt. Die Verbindung mit dem Land und den Dörfern ist relativ gut durch Busse abgedeckt, die von der zentralen Busstation in alle Richtungen fahren. In Moshi gibtes mehrere kleine und mindestens einen großen Supermarkt, viele lokale Cafés und auch ein paar teurere nach europäischem Standard. Es ist sehr empfehlenswert, frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse auf den Straßenmärkten zu kaufen, der Geschmack ist unbeschreiblich.

Moshi hat auch einen stillgelegten, kleinen Bahnhof, von dem zwar keine Züge mehr abfahren, aber ein sehr schöner ruhiger Ort ist, woman auch etwas trinken oder einfach nur abhängen kann.

Von Moshi aus kann man auch gut Safaris starten; ich war einen Tag im Ngorongoro Krater und es hat sich sehr gelohnt!

Sansibar

Selbstverständlich darf man sich bei einem Aufenthalt in Tansania nicht einen kurzen oder längeren Abstecher nach Sansibar entgehen lassen! Ich habe dort die letzten zehn Tage meiner Reise verbracht und mich vom Food Market in Stone Town und von den weißen Stränden Nungwis im Norden bezaubern lassen.

World Unite!

Was die Mitarbeitenden von World Unite! leisten, ist mehr als nur ein Service. Miriam, Adelina, Katharina und George waren rund um die Uhr da, wenn man Hilfe brauchte oder auch nur Fragen hatte. Da es meiner Mitbewohnerin über mehrere Wochen nicht gut ging, sind Miriam und Adelina nicht nur mehrmals mit ihr zum Arzt gefahren, sondern haben sie beraten und mit ihr jede Menge Obst und Gemüse auf dem Markt gekauft für eine schnellere Genesung.

Außerdem finden wöchentlich nicht verpflichtende Treffen mit allen World Unite!-Freiwilligen und -Mitarbeitenden statt, um sich auszutauschen und ggf. Probleme zu lösen. Meistens waren es einfach sehr nette und freie Nachmittagsrunden. Also eins ist klar: ich habe diese Organisation seit meinem Aufenthalt in Moshi schon mehrfach weiterempfohlen und möchte dies auch hiermit tun!

Fazit: Ich hatte eine tolle Zeit in Moshi und generell in Tansania und würde diese Reise immer wieder unternehmen. Auch das Praktikum ist gut gelaufen und war für mich sowohl in medizinischer als auch in menschlicher und kultureller Hinsicht sehr lehrreich. World Unite! war bei alldem eine Stütze und eine sichere Anlaufstelle. Also: nichts wie hin und viel Freude wünsche ich euch in Tansania!

Rosemarie, Deutschland

 

Möchtest du auch eine Famulatur oder ein medizinisches Praktikum im Ausland unternehmen? Hier findest du alle Infos zu Rosemaries Praktikumstelle.

Advertisements


Leave a comment

Natur- und Umweltschutzprojekt in Marokko

Christina aus Deutschland hat drei Monate lang in einem Natur- und Umweltschutzprojekt in der Stadt Tanger in Marokko mitgearbeitet. Hier berichtet sie dir von ihren Erfahrungen als Freiwillige.

“Nous traitons ce monde comme si nous aurions un deuxième dans le coffre.” (Deutsch: “Wir behandeln diese Welt, als hätten wir noch eine zweite als Reserve.”).


Dieses Zitat drückt das Verhalten vieler Menschen aus, die sich des Klimawandels und der daraus resultierenden Probleme nicht bewusst sind. Ich bin der Meinung, dass wir uns alle für den Schutz unserer Umwelt und ihrer Lebewesen einsetzen müssen. Wir müssen uns bewusst werden, dass wir keinen zweiten Planeten in Reserve haben!

Aus diesem Grund habe ich mich für ein dreimonatiges Praktikum bei CEET entschieden, dem Tangier Environmental Education Center in Marokko.

Meine ehrenamtliche Arbeit umfasste vor allem, Umweltbildungsworkshops in Schulen und mit Schulklassen durchzuführen. Andererseits hatte ich die Möglichkeit, an Hochschultagen und Exkursionen zum Thema Geologie, Natur und Umweltschutz teilzunehmen.

Zunächst zu den Workshops: Ich vermittelte dabei den Schüler/innen verschiedene Umweltthemen und begann in der Regel mit einem “Eisbrecher”, um die Kinder besser kennen zu lernen. Danach diskutierten wir verschiedene Umweltthemen, darunter beispielsweise die Wasserknappheit und den Wasserkreislauf oder die Artenvielfalt in einer natürlichen Umwelt.

Gemeinsam mit einem anderen deutschen Freiwilligen und unserem Koordinator und Professor Merini haben wir versucht, den Kindern und Jugendlichen diese Themen auf ansprechende Art und Weise zu vermitteln. Verschiedene Inhalte wurden z.B. in Rätselform dargestellt. Darüber hatten die Schüler/innen unterschiedlicher Altersgruppen auch Gelegenheit, Experimente durchzuführen.

Ziel war es, das Interesse der Kinder und Jugendlichen am Umweltschutz zu wecken und ihnen aufzuzeigen, dass es Handlungsbedarf gibt!

Außerdem nahm ich an Projekten teil, die von der “AESVT Morocco” (einer Lehrervereinigung  für Umwelt- und Geowissenschaften zum Thema Umwelterziehung und nachhaltiger Entwicklung) durchgeführt wurden:

Über die AESVT hatte ich die Möglichkeit, gemeinsam mit 40 Schüler/innen von Gymnasien und Hochschulen in Tanger an der dritten Kampagne zur Beseitigung von Meeresmüll am Merkala-Strand in Tanger teilzunehmen. Anlass dazu war der “Tag des Bürgerengagements junger Menschen im Mittelmeerraum”. Das Projekt wurde auch in Tetouan, Al Hoceima und Nador sowie in acht Mittelmeerländern durchgeführt.

Darüber hinaus nahm ich an zwei Konferenzen zur Schaffung einer effizienten und optimierten Abfallwirtschaft in Marokko teil. Grund für die Konferenzen war die leider begrenzten Ergebnisse des Gesetzes 28.00, das geschaffen worden war, um die negativen Auswirkungen von Abfällen auf Menschen und die Umwelt zu verringern. Ziel der beiden Konferenzen war es, eine Interessenvertretung zum Thema Müllvermeidung und Umweltschutz zu schaffen sowie auch die öffentliche Wahrnehmung von Abfall zu ändern (weil es sich um Ressourcen handelt, nicht um “Müll”).

Am Ende meines Aufenthaltes nahm ich an einigen Hochschultagen teil. Dies ermöglichte mir nicht nur, an der Fakultät für Naturwissenschaften von Tétouan mehr über Ökotourismus zu lernen, sondern auch, noch besser in die marokkanische Kultur einzutauchen. Gemeinsam mit den Studierenden wurde eine Plattform für sozial- und umweltbezogene Workshops und Debatten geschaffen. Die Interaktion und die Zusammenarbeit mit den marokkanischen Studierenden empfand ich als sehr bereichernd.

Darüber hinaus konnte ich an einer Geo-Exkursion im Rahmen der Hochschultage teilnehmen, organisiert durch die AESVT. Das Thema war “Der Geopark Mgoun und die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Region.“

Zusammen mit 110 Teilnehmern aus 25 Städten, ​​hatte ich die Gelegenheit, eine Reihe interessanter Geo-Schauplätze wie Aït Attab, den See Bin el Ouidane oder die Masthefrane-Kathedrale in Tamga entdecken. Wir besuchten auch die Ifri Ntwaya-Höhle in Ait Mhamed und die Fußabdrücke von Dinosauriern in Ait Blal. Darüber hinaus besichtigten wird Ouzoud-Wasserfälle und weitere Spuren von Dinosauriern im Iouariden-Geosit bei Demnate. Um die wissenschaftliche Betreuung der verschiedenen Themen zu gewährleisten, wurden Experten geladen, die den Teilnehmern Informationen über die Geographie und die besuchten Orte bereit stellten und unsere Fragen beantworteten.

Während dieser vier Tage habe ich Orte gesehen, von denen ich zuvor niemals zu träumen gewagt hätte. Es war mir eine große Ehre, an den Hochschultagen bei Demnate teilzunehmen. Wie in Tetouan habe ich den Austausch mit den anderen Teilnehmern genossen und hatte eine Zeit, die ich mein ganzes Leben lang in Erinnerung behalten werde.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich sehr von der Zeit im CEET-Team sehr profitiert habe, aber natürlich auch von all den Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten in Marokko, die einen Besucht absolut wert sind!

Meine Freiwilligenarbeit im Einklang mit der Natur hat mir erneut gezeigt, wie wichtig es ist, diese Welt und ihre Schönheit zu schützen, denn wir haben keine zweite! Oder, wie die AESVT richtig feststellt: “Umweltschutz – gesagt, getan!”

 

Hier findest du alle Infos zu Christinas Freiwilligeneinsatz.


Leave a comment

Deine umweltfreundliche Reise-Packliste!

Reisen kann eine Belastung für die Umwelt sein. Mit ein paar wohlüberlegten Reiseprodukten kannst du jedoch deinen ökologischen Fußabdruck verringern und deinen Reisekoffer umweltbewusster gestalten! Jede Woche geben wir dir hier Tipps und Hinweise zu umweltfreundlichen Alternativen für deine Packliste.

Mit jeder Kaufentscheidung nimmst du Einfluss auf die Zukunft, in der du leben möchtest. Für deine Reisepackliste bedeutet dies – ob Kleidung, Schuhe, Toilettartikel oder elektronische Geräte –  die Auswahl des verwendeten Materials, die Menge der zur Herstellung benötigten Ressourcen, die Verwendung von potenziell schädlichen Zusatzstoffen, die biologische Abbaubarkeit des Endproduktes und nicht zuletzt der Produktionsprozess und die damit verbundenen Sicherheits- und Sozialstandards – all diese Faktoren haben Einfluss auf die Umwelt, in der wir leben! Du als Konsument_in kannst dabei helfen, Hersteller zu unterstützen, die Wert auf umweltfreundliche und sozialverträgliche Praktiken legen.

Lass dich keinesfalls durch die Vielfalt der Möglichkeiten einschüchtern: Ob Hersteller, die sich um CO2-Ausgleich bemühen, umweltfreundliche Verpackungen verwenden, möglichst regional produzieren, faire Löhne zahlen, auf erneuerbare Energien zurückgreifen, auf recycelte Fasern setzen oder soziale Projekte finanziell unterstützen – am Ende entscheidest du selbst, welche Aspekte dir am meisten am Herzen liegen. Es gibt wohl kaum ein Produkt oder einen Hersteller, der in jeder Hinsicht perfekt ist. Stattdessen zählt der Versuch, sich bewusst um umweltfreundlichere Lösungen zu bemühen.

Es geht auch nicht darum, deine alte Reisausstattung komplett zu entsorgen. Vielmehr dient dieser Blog als Anregung, bei nötigen Neuanschaffungen Schritt für Schritt auf umweltfreundliche Alternativen umzusteigen.

Kleidung

Wusstest du, dass  Textilien auf Mülldeponien am meisten Platz beanspruchen und dass es hunderte von Jahren dauert, bis sie vollständig abgebaut sind? Der einzige Weg, die Umwelt durch die Textilindustrie nicht zu belasten, besteht darin, keine neue Kleidung mehr zu kaufen. Dies ist wohl für die meisten von uns keine realistische Alternative. Wie können wir also einen Unterschied machen der der Umwelt zugute kommt, ohne aber auf Komfort und Stil verzichten zu müssen und unser Budget zu überlasten?

Überdenke jeden Kleiderkauf und entscheide bewusst, ob er auch wirklich notwendig ist. Eine gute Möglichkeit, bewusst weniger zu kaufen ist es, auf zeitlose Design umzusteigen, die nicht bloß für kurze Zeit tragbar sind. Praktische für den Reisekoffer sind Mehrzweckartikel wie z.B. Kleider, die auch als Pullover getragen werden können.

Welche Kleidung brauche ich eigentlich wirklich auf reisen?

  • T-Shirts
  • Langarmshirts
  • Hosen (lang, kurz)
  • Sportbekleidung (Oberteil, Shorts oder Hose)
  • Socken
  • Badebekleidung
  • Unterwäsche
  • Passende Bekleidung für deine Praktikums- oder Freiwilligenstelle

Für Frauen:

  • Multifunktionsartikel: z.B. Kleider, die auch als Röcke getragen werden können
  • Sarong / Pareo (großes, luftiges Strandkleid)
  • Leggings (zum Unterziehen unter Kleider und Röcke in kulturell sensiblen Regionen und Ländern)

Achte bitte bei der Auswahl deiner Kleidung auch auf kulturelle Besonderheiten in deinem Gastland. In vielen muslimischen Ländern oder in ländlichen Regionen ist es eventuell unpassend, sich zu freizügig zu kleiden. Verzichte daher auf kurze Shorts, tief dekolltierte T-Shirts und transparente Materialien.

Welche Fasern und Materialien werden derzeit für ökofreundliche Kleidung verwendet?

Baumwolle: Dabei handelt es sich um die in all unseren Kleidungsstücken am häufigsten verwendete Faser. Konventionelle Baumwolle braucht jedoch große Mengen Wasser, Herbizide, Insektizide und Pestizide, die eine Gefährdung für die Gesundheit der Farmarbeiter und für unser Ökosystem darstellen. Darüber hinaus laugt Baumwolle die Böden stark aus. Auch Bio-Baumwolle verbraucht viel Wasser und trägt zur Degeneration der Böden bei; zumindest werden aber keine Chemikalien im Anbau und bei der Herstellung verwendet.

Bambus: Bambusfasern liegen im Öko-Trend. Kein Wunder – die Pflanze besitzt viele umweltfreundliche Eigenschaften: Bambus ist nicht nur die am schnellsten wachsende Pflanze der Welt, sondern reinigt auch die Luft beim Anbau, trägt zur Erholung der Böden bei und benötigt in der Regel keine chemischen Düngemittel oder Pestizide. Darüber hinaus ist der Wasserverbrauch wesentlich geringer als bei Baumwolle. Die konventionelle Umwandlung von Bambusholz in Bambusfaser benötigt mehrere giftige Chemikalien. Hersteller können jedoch auch auf eine ökologische Behandlung ausweichen. Ob dies der Fall ist, wird üblicherweise auf der Produktwebsite kenntlich gemacht.

Hanf: Hanf benötigt wenig Wasser benötigt und seine Reifung dauert nur wenige Wochen. Da Hanf von Natur aus resistent gegen Schädlinge ist, werden keine Pestizide und Insektizide benötigt. Hanfstoffe sind stärker als Baumwolle, strapazierfähig und bequem. Je mehr du den Stoff trägst, desto weicher wird er.

Leinen oder Flachsfasern: Beide sind biologisch abbaubar, benötigen keine Chemikalien während des Anbaus und haben starke Fasern. Wenn sie getragen werden, nehmen sie Feuchtigkeit auf, fühlen sich auf der Haut kühl an und halten leicht hohen Temperaturen stand.

Tencel: Tencel wird aus Eukalyptusbäumen hergestellt. Die Pflanzen kommen mit wenig Wasser aus und benötigen keine Pestizide oder Insektizide. Achte darauf, dass das Holz aus einem nachhaltig bewirtschafteten Wald stammt. Tencel ist weich, leicht, atmungsaktiv und langlebig.

Lenpur: Die Grundlage für diese Planzenfaser ist Zellulose, die aus dem Rückschnitt von Bäumen in der Forstwirtschaft gewonnen wird. Zur Herstellung muss daher kein einziger Baum oder Bambus gefällt werden! Kleidung aus Lenpur ist weich und fühlt sich ähnlich an wie Kaschmir. Sie wirkt wärmeregulierend und geruchsneutralisierend.

Recycelte Materialien: Kleidung kann auch aus allen Arten recycelter Kunststoffe hergestellt werden, von recyceltem Polyester bis hin zu Fleece und Baumwollgarn. So können beispielsweise recycelte Plastikflaschen mit Baumwolle oder anderen Materialien gemischt werden, um ein weiches Gewebe herzustellen. Recyceltes Baumwollgarn kann aus T-Shirt-Fabriken gewonnen und erneut gesponnen werden. Einerseits ist es eine großartige Möglichkeit, das bereits produzierte Material wiederzuverwenden und damit wertvolle Ressourcen einzusparen. Kristisch zu sehen ist jedoch die chemische Vorbehandlung der Materialien, die bei jedem Waschgang zu Mikroplastikproblematik beitragen.

Welche Outdoor-Ausrüstung brauche ich?

  • Regenjacke / Windjacke / wasserdichte Jacke
  • Fleecejacke
  • Wanderhose

Outdoor-Ausrüstung muss wasserdicht, langlebig, leicht und schnell trocknend sein. Bei den meisten Outdoor-Artikeln werden diese Eigenschaften durch die Verwendung von PFCs (polyfluorierte Chemikalien) erreicht. Studien zeigten, dass PFCs aus dem Outdoor-Material in der Luft verdampfen und bereits in abgelegenen Bergseen und Schnee gefunden wurden. Die Chemikalien können sich dann in lebenden Organismen ansammeln, wo die langfristigen Auswirkungen auf den menschlichen Körper noch unbekannt sind. Viele Marken haben bereits auf PFC-freie Technologien umgestellt und verwenden andere umweltfreundliche Alternativen, wie z. B. recyceltes Polyester, recyceltes Gummi für Schuhe und farbstofffreie Membranen.

Schuhe

  • Sportschuhe
  • Flip Flops
  • Sandalen
  • Eventuell auch Wanderschuhe, wenn du viel draußen unterwegs sein wirst

Schuhsohlen und ihr Dämpfungssystem bestehen normalerweise aus synthetischem Gummi (auf Erdölbasis). Darüber herrschen gerade bei der Produktion von Schuhen in vielen Ländern, z.B. in Asien unfaire soziale und gesundheitsgefährdende Produktionsstandards.

Zum Glück gibt es auch eine große Auswahl an verantwortungsvoll gefertigten Schuhen! Achte auf die Marke und ob eine Fairtrade-Zertifizierung besteht oder eine Zertifizierung durch andere unabhängige Sozial- und Umweltprüfstellen. Im Hinblick auf das Material gibt es eine große Auswahl: Anstatt zu synthetischem Kautschuk zu greifen, können Schuhe aus Naturkautschuk hergestellt werden, für dessen Herstellung keine Bäume gefällt werden müssen. Andere Alternativen für die Sohle, insbesondere für Flip-Flops und Sandalen, sind Kork, Hanf, Bambusgras, Seegras, Sohlen auf Maisbasis und Pinatex, eine Faser aus Ananasblättern. Wenn du bei der Sohle lieber zu Recyclingmaterialien greifst, gibt es z.B. recycelten Gummi, Kunststoff aus dem Meer, Reifen, Weinkorken, Industrieschläuchen, Polyester, postindustriellem Schaum und Stoff. Achten Sie auch auf alle natürlichen Farbstoffe und ungiftigen Tinten.

Schuhsohlen und ihr Dämpfungssystem bestehen normalerweise aus synthetischem Gummi, einem Material auf Erdölbasis. Darüber hinaus ist die Herstellung von Schuhen zum Beispiel in Asien anfällig für unfaire soziale und gefährliche Produktionsstandards. Zum Glück könnte die Auswahl an verantwortungsbewusst gefertigten Schuhen nicht größer sein. Achten Sie auf Marken, die im Rahmen der Fairtrade-Zertifizierung oder anderer unabhängiger Sozial- und Umweltprüfstellen arbeiten. Materialtechnisch haben Sie eine große Auswahl. Anstatt synthetischen Kautschuk zu verwenden, können Schuhe aus Naturkautschuk hergestellt werden, der durch Klopfen auf die Bank und Entfernen eines milchigen Safts gewonnen wird, während der Baum weiter wächst. Komfort und Qualität der Schuhe haben die gleichen Eigenschaften. Andere Alternativen für die Sohle, insbesondere für Flip-Flops und Sandalen, sind Kork, Hanf, natürliches Bambusgras, Seegras, Sohlen auf Maisbasis und Pinatex, eine Faser aus Ananasblättern. In der Kategorie des für die Sohlen verwendeten wiederverwendeten Materials finden Sie Schuhe aus recyceltem Gummi, Kunststoff aus dem Meer, Reifen, Weinkorken, Industrieschläuche, Polyester, sowie Schaum- und Stoffabfälle aus Fabriken. Achte besonders darauf, dass natürliche Farbstoffe und ungiftige Färbemittel verwendet werden.

Toilettartikel

Kulturbeutel: Infrage kommen Kulturbeutel aus wiederverwerteten Materialien, z.B. aus recyceltem Zement oder aus recycelten Wasserflaschen.

Zahnbürste: Angesichts der Tatsache, dass Zahnärzte empfehlen, deine Zahnbürste alle drei Monate auszutauschen, würde dies im Laufe eines Lebens eine ganze Menge Plastikmüll produzieren! Als Alternative kannst du auf Zahnbürsten mit Bambusgriffen, aus Biokunststoff aus Pflanzenresten, Zellulose (aus Holz) oder recyceltem Kunststoff, beispielsweise aus Joghurtbehältern, zurückgreifen. Borsten können aus einem großen Prozentsatz aus Rizinusöl oder pflanzlichem Nylon bestehen, das frei von Erdöl ist.

Zahnpasta: Wenn du die genauen Inhaltsstoffe deiner Zahnpasta kennen möchtest, warum sie nicht selbst herstellen? Es gibt viele Online-Tutorials zur Herstellung von Zahnpasta aus natürlichen Zutaten wie Backpulver, Kokosöl und ätherischen Ölen.

Seife, Shampoo, Gesichtslotion, Deodorant: Wenn du deine Hautpflegeprodukte auf natürliche Produkte umstellst, triffst du zwei Fliegen mit einer Klappe: Erstens kannst du sicher sein, dass du deinem Körper nur natürliche Inhaltsstoffe und keine synthetischen Duft-, Farb-, Paraben- und Konservierungsstoffe zumutest. Zweitens vermeidest du, dass tausende kleine Mikroplastikteile, die in vielen herkömmlichen Schönheitspflegeprodukten verwendet werden, in das Abwassersystem gelangen, wo sie nicht gefiltert werden können. Sobald sie in unser Ökosystem kommen, zersetzen sie sich nicht und werden folglich Teil unseres Nahrungsmittelsystems. Die langfristigen Auswirkungen auf unseren Körper sind noch nicht klar. Warum das Risiko eingehen, wenn es so viele gute Alternativen gibt?

Die beste Wahl für unterwegs ist übrigens flüssige Mehrzweckseife, die zum Waschen von Wäsche, als Shampoo, zur Körperwäsche, als Zahnpasta, zum Abwaschen von Geschirr und vielem mehr verwendet werden kann. Es gibt auch Seifensachets, die sehr klein sind und sich in Wasser auflösen. Wenn du dich in Gebieten ohne Zugang zu Wasser befindest, gibt es sogar wasserlose Seifen. Du trägst die Flüssigkeit einfach auf Körper und Haar auf und lässt sie einwirken.

Probieren auch mal ganz natürliches, “festes” Shampoo aus, das sich hervorragend zum Reisen eignet, da es beim Passieren der Sicherheitskontrolle nicht als Flüssigkeit gilt. Wenn du es selbst herstellen möchtest, findest du online zahlreiche Rezepte, die beispielsweise Avocadoöl, Sheabutter und ätherische Öle enthalten. In Bezug auf Conditioner schwören viele auf die Verwendung von Apfelessig.

Gesichtslotionen kannst du ebenfalls leicht selbst aus deinen Lieblingszutaten herstellen, z.B. durch Verwendung von Olivenöl, Mandelöl und ätherischen Ölen.

Wenn du Aluminium, Alkohol und andere Chemikalien vermeiden möchtest, die Bestandteil herkömmlicher Deodorants sind, probiere auch eine der zahlreichen online Tutorials für Deodorantmischungen zum Selbermachen aus. Beliebte Zutaten sind Backpulver, Kokosöl und ätherische Öle.

Haarbürste: Alternativen zu Kunststoffgriffen ähneln denen der Zahnbürsten, nämlich Bambus, Birkenholz, Kork oder Zellulose.

Rasierer: Die meisten auf Reisen verwendeten Rasierer sind Einwegrasierer oder Rasierer aus Kunststoff. Beide erzeugen viel Plastikmüll. Darüber hinaus sind die Plastikrasierer nicht biologisch abbaubar und die Klingen rosten auf Mülldeponien vor sich hin. Es gibt zwei Möglichkeiten, die wir empfehlen können: Wechsle zu einem Edelstahl-Rasierer, bei dem während der gesamten Lebensdauer nur die Klingen ausgetauscht werden müssen. Der Stahlrasierer ist vollständig recycelbar und die Klingen können an den Hersteller zurückgesandt werden. Der einzige Nachteil bei der Verwendung eines Rasierers aus Stahl auf Reisen ist, dass die Klingen selbst nicht durch die Sicherheitskontrolle des Handgepäcks gelangen. Wenn du deine Tasche eincheckst, ist der Edelstahlrasierer jedoch gar kein Problem. Wenn du bei Plastikrasierern bleiben möchtest, gibt es auch Alternativen aus recycelten Kleiderbügeln, Eimern oder anderen Haushaltsgegenständen.

Händedesinfektionsmittel: Achte auf biologisch abbaubares Ethanol auf pflanzlicher Basis und duftstofffreie Händedesinfektionsmittel, die idealerweise in einem recycelbaren PET-Kunststoffbehälter geliefert werden.

Damenhygieneprodukte: Durch den Umstieg auf nachhaltigere Alternativen kannst du hunderte Kilogramm Kunststoff und Baumwolle für Einwegbinden und -tampons einsparen. Wusstest du, dass Binden und Tampons eine chemische Mischung aus künstlichen Farben, Duftstoffen und Polyester sind, um nur einige Inhaltsstoffe zu nennen? Der Umstieg auf nachhaltige Alternativen ist also nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für deinen Körper! Eine bei weiblichen Reisenden sehr beliebte Alternative zu herkömmlichen Tampons und Binden sind Menstruations-Cups. Es handelt sich dabei um Silikonbecher, die das Blut aufnehmen und in regelmäßigen Abständen entleert werden. Es wird empfohlen, den Menstruations-Cup einmal im Jahr zu ersetzen. Eine weitere Alternative ist Unterwäsche, die das Menstruationsblut sicher aufnimmt, während sich nichts auslaufen kann. Du brauchst mindestens zwei Stück, um die Unterwäsche waschen und trocknen zu können. Unsere letzte Empfehlung sind wiederverwendbare Binden, die saugfähig sind und in kaltem Wasser abgespült werden, bevor du sie ganz einfach in der Waschmaschine waschen kannst.

Am Strand und im Freien …

Mückenschutz: Die meisten Mückenschutzmittel enthalten DEET (Diethyl-Meta-Toluamid). Dieser Inhaltsstoff kann bei längerem Gebrauch schädliche Wirkungen haben und unter anderem zu Hautausschlägen, Hautreizungen, Kopfschmerzen und Schwindel führen. Darüber hinaus ist es für wild lebende Tiere wie Vögel hochgiftig und kann auf dem Wasserweg leicht in das Meer gelangen. Zum Glück gibt es mittlerweile auch DEET-freie Mückenschutzmittel. Alternativ kannst du dein eigenes Mückenschutzmittel aus Olivenöl und ätherischen Ölen wie Citronella, Nelken oder Eukalyptus mischen.

Sonnenschutzmittel: Die in herkömmlichen Sonnenschutzmitteln verwendeten Chemikalien wirken sich sehr negativ auf Fische und Korallen aus, insbesondere in Gebieten in der Nähe von Stränden, beim Schnorcheln oder Tauchen. Die Alternative ist ein plastikfreies und biologisch abbaubares Sonnenschutzmittel. Du bist nicht sicher, ob deine aktuelle Sonnencreme umweltfreundlich ist? Sie sollte nicht die folgenden Inhaltsstoffe enthalten: Oxybenzon, Octocrylen, Octinoxat / Octylmethoxycinnamat, Octisalat, Avobenzon, Ethylhexlmethoxycinnamat, 4-Mehtylbenzyliden und Homosalat.

Reisehandtuch: Eine Reisehandtuch sollte leicht und schnell trocknend sein. Die meisten Reisehandtücher bestehen aus Mikrofaser. Eine Alternative sind Handtücher aus ungebleichter und ungefärbter Bio-Bambusfaser oder Handtücher aus recycelten Materialien. Bei einigen Designs kann das Handtuch sogar zu einem Sarong-, Strand- oder Yoga-Handtuch umfunktioniert werden.

Elektronik

Laptop: Wenn du bereits einen Laptop oder ein Tablet hast, das du gerne mit auf die Reise nehmen möchtest, ist dies die beste Wahl! So vermeidest du den Kauf neuer Elektronikprodukte und hilfst mit, den Elektronikschrott weltweit zu reduzieren. Wenn du ein neues Gerät kaufen möchtest, kannst du auf folgendes achten: Umweltfreundlichere Laptopmarken achten bei der Herstellung auf die Verwendung von Aluminium, Glas, Holz oder Bambus anstatt Kunststoff. Sie reduzieren die Anzahl der verwendeten Edelmetalle und vermeiden die Verwendung umweltschädlicher Materialien wie Halogen und Blei. Viele verwenden auch einen hohen Anteil an recyceltem Kunststoff, der nicht auf Erdöl oder natürlicher Asche basiert. Ebenso kann die Menge an Kunststoff in der Leiterplatte, den Anschlüssen und den Kabeln reduziert werden. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Langlebigkeit des Produkts und das modulare Design. Die umweltfreundlichen Laptops sollten überdurchschnittlich lange laufen und sind modular aufgebaut, sodass einzelne Komponenten aktualisiert und repariert sowie auf neuere aufgerüstet werden können.

Telefon: Wenn du ein neues Telefon kaufst, achte darauf, dass Recyclingmaterial verwendet wird sowie Material aus konfliktfreien Regionen und fair gehandeltem Material. Wichtig sind ein modulares und zeitloses Design. Viele Marken setzen mittlerweile darauf, Telefone zu reparieren, anstatt neue zu kaufen.

Laptop- und Handyhüllen: Greife auf Alternativen aus Naturfasern wie Palmblättern, Kork, Tungbaum, Jute oder Ananas zurück. Darüber hinaus gibt es viele Hüllen aus recycelten Materialien, z.B. aus alten Neoprenanzügen, Reifen, Schwimmwesten, Sicherheitsgurten, Bonbonpapier, Kaffeebeuteln, Plastiktüten usw.

Ladegeräte & Powerbank: Wir empfehlen, auf ein kabelloses Ladegerät aus Bio-Hanf, pflanzlichem Biokunststoff, Recyclingmaterial oder ein Solarladegerät umzusteigen.

Lautsprecher, Kopfhörer: Lautsprecher und Kopfhörer gibt es aus Baumwolle, recyceltem Kunststoff, Metall, Bambus und zertifiziertem Holz oder solarbetrieben.

Digitalkamera: Leider gibt es derzeit im Gegensatz zu Laptops und Handy noch keine umweltfreundlicher gebauten Kameras. Wenn du in ein sonniges Reiseland reist, kannst du allerdings auf einen Solarkameragurt zurückgreifen, um deine Kamera aufzuladen.

Taschenlampen: Es gibt großartige Alternativen, die nicht auf elektrischer Energie zurückgreifen, z.B. solarbetriebene Taschenlampen, Taschenlampen, die durch menschliche Wärme aufgeladen werden oder eine Taschenlampe, die durch Schütteln aufgeladen wird. Das Gehäuse gibt es aus Holz oder Kork.

Weitere Reise-Gadgets


Wäschebeutel und Waschnüsse: Ein Wäschebeutel sorgt dafür, dass du auch ohne Waschmaschine bei sauberer Kleidung keine Kompromisse eingehen musst! Der Beutel verfügt über ein flexibles Waschbrett, ist wasserdicht, im Taschenformat, effektiver als Handwäsche und kann auch als Trockentasche verwendet werden. Verwende natürliche Waschnüsse anstatt Waschpulver, die von einem Baum stammen und daher zu 100% biologisch abbaubar sind. Beachte, dass die Nüsse nur in Kombination mit heißem Wasser seifig werden. Verwende also unbedingt gekochtes Wasser in deinem Waschbeutel. Wenn du ein natürliches Bleichmittel verwenden möchtest, füge einfach Essig oder Limettensaft zurWäsche hinzu.

Packwürfel: Packwürfel sind in verschiedenen Farben und Größen erhältlich und organisieren deinen Rucksack, indem sie verhindern, dass die Gegenstände beim Öffnen herausfallen. Verwende Packwürfel aus recyceltem Material.

Squeezy-Flaschen: Squeezy-Flaschen sind ideal für deine Hautpflegeprodukte zum Selbermachen oder für andere kleinere Mengen von Produkten, die du auf deine Reise mitnehmen möchtest. Verwende solche aus geprüftem Silikon, die frei von Chemikalien sind.

Wasserflasche: Um zu vermeiden, dass du während deiner Reise viele kleine Wasserflaschen kaufen musst, kannst du diese selbst mitnehmen und an Trinkwasserbrunnen auffüllen (falls verfügbar). Ideal sind Flaschen aus Edelstahl, die deine Getränke warm oder kalt halten. Sie sind langlebig und recycelbar. Eine weitere Alternative ist eine faltbare Wasserflasche aus geprüftem Silikon.

Gabel-Messer-Löffel: Gabel-/Messer-Löffelkombinationen eignen sich hervorragend zum Essen für unterwegs und vermeiden Plastikbesteck aus Restaurants, wenn du Essen zum Mitnehmen bestellst. Verfügbar aus Bambus, Edelstahl und Holz.

Wiederverwendbare Einkaufstasche: Wiederverwendbare Einkaufstaschen sind auch aus recyceltem Material oder Naturfasern erhältlich und helfen, Plastiktüten beim Einkaufen zu vermeiden. Mesh-Beutel sind eine weitere gute Möglichkeit, um die vielen Plastiktüten beim Kauf von Obst und Gemüse zu vermeiden. Sie sind durchsichtig, ultraleicht, waschbar und bestehen normalerweise aus Nylon.

Rucksack, Tagesrucksack: Ein guter Rucksack mit optionalem Tagesrucksack ist eines der wichtigsten Reiseartikel. Es gibt mehrere Marken, die recyceltes Material verwenden, wie z. B. Plastikflaschen, Airbags, Abfälle von LKW-Abdeckungen, Reifen und vieles mehr.

Sonnenbrille: Es gibt eine große Auswahl an Sonnenbrillen aus zertifiziertem Holz, Bambus, Kork, Recycling-Materialien, Recycling-Materialien und Biokunststoff.

Geldgürtel / Geldbörse: Wenn es um Upcycling-Geldbörsen geht, gibt es derzeit viele kreative Designs aus alten Skateboards, Flugzeugaluminium, Papier, Stoff, Holz und Kork.

Yogamatte: Wenn du unterwegs nicht auf deine Yogaübungen kverzeichten und deine Matte jederzeit ausrollen können möchtest, entscheide dich für eine einfach zu faltende, leichte Matte aus Naturkautschuk, die frei von giftigen chemischen Farbstoffen ist.

Stift, Tagebuch: Um deine Reiseeindrücke festzuhalten, kannts du einen Stift auswählen, der vollständig aus recycelten Kunststoffflaschen besteht. Tagebücher gibt es aus baumfreien Seiten, Recyclingpapier oder Zuckerrohrfasern.

 

Fragst du dich, wie du dein Reiseland bewusster erfahren kannst? Hier findest du unsere Tipps zum Thema “Entschleunigtes Reisen”.

 


Leave a comment

Warum eine neue Sprache lernen?

Warum es sehr nützlich sein kann, während eines Auslandsaufenthaltes eine neue Sprache zu erlernen? Wie du dir am Besten eine neue Sprache aneignest? Hier erzählen dir World Unite!-Mitarbeiter sowie Teilnehmer unsere Programme weltweit, was sie zum Erlernen der Sprache ihres Gastlandes motiviert hat!

 

Hier erzählt Thore aus Dänemark, warum er während seines Praktikums mit World Unite! in Tokio Japanisch lernen wollte:

“Als ich hierher kam, kannte ich nur die japanischen Wörter für “Danke” und “Hallo”. Dann habe ich einen Monat Unterricht in einer Sprachschule genommen und jetzt fühle ich mich wesentlich wohler mit meinen Sprachkenntnissen! Obwohl ich noch immer kein fließendes Japanisch kann, sind die im Kurs erlernten Phrasen und Sprachkenntnisse in meinem Alltag sehr hilfreich. Ich kann jetzt einfache Gespräche mit japanischen Muttersprachlern führen, zum Beispiel kann ich in einem Restaurant Essen bestellen, einen Verkäufer im Laden um Rat fragen oder auf der Straße nach dem Weg fragen. Dadurch fühle ich mich viel selbstbewusster und willkommener!”

Möchtest du auch Japanisch lernen? Melde dich gleich hier für den nächsten Kurs an!

 

Unsere Koordinatorin Miriam aus Deutschland erzählt dir, warum Kiswahili-Kenntnisse für ihre Arbeit als Koordinatorin in Tansania wichtig sind:

“Als ich zum ersten Mal für ein Praktikum nach Tansania kam, habe ich noch kein Kiswahili gesprochen. Vor Ort wollte ich dann aber unbedingt zumindest ein paar Worte in der Landessprache lernen, wie ich es eigentlich immer beim Reisen gemacht habe. Ich denke, dass einige Grundbegriffe der lokalen Sprache dir als Reisende die Tür zur Kultur und zu den Menschen vor Ort öffnen kann.

Sprache ist natürlich auch ein Teil der jeweiligen Kultur und sich Sprachkenntnisse anzueignen, drückt auch Respekt vor ebendieser aus. Auch wenn ich anfangs noch nicht viel Swahili sprechen konnte, habe ich bald gemerkt, dass die Leute es sehr wertschätzten, dass ich versuchte, ihre Sprache zu erlernen. Auch beim Reisen sind Sprachkenntnisse unglaublich nützlich, z.B. wenn du Fragen zu den Busabfahrtszeiten hast oder auf dem Gemüsemarkt nach dem Preis fragen möchtest. Du wirst schnell merken, dass die Menschen dir gegenüber offener werden, wenn du ihre Sprache sprichst.

Zuerst habe ich versucht, mir im Selbststudium und gemeinsam mit meiner Gastfamilie Swahili beizubringen. Vor allem die Gastfamilie hat mir viele Begriffe und Formulierungen beigebracht, die mir im Alltag sehr geholfen haben. Danach habe ich einen Swahili-Sprachkurs besucht.

Natürlich ist das Lernen einer neuen Sprache auch eine Herausforderung. Ich vermeide es zum Beispiel, auf Swahili das Wort “trinken” zu verwenden. Wenn du es nicht richtig aussprichst, sagst du nämlich statt “trinken”, dass du gerade “groß musst”.

Interessanterweise gibt es im Swahili auch einige Wörter, die auch im Deutschen vorkommen, aber eine völlig andere Bedeutung haben, z.B. “Pipi” (= auf Swahili “Süßigkeiten”) oder “Papa” (= auf Swahili “Hai”) oder “Popo” (= Fledermaus).”

Melde dich hier zu einem Kiswahili-Sprachkurs in Tansania oder auf der tropischen Insel Sansibar an!

 

Unsere Koordinatorin Hasmik in Jaipur kommt ursprünglich aus Armenien. Hier erzählt sie dir, warum sie unbedint Hindi lernen wollte und wie es ihr dabei ergangen ist:

“Ich habe Hindi gelernt, als ich micht entschlossen habe, nach Indien zu ziehen, um hier zu leben und zu arbeiten. Um mit den Einheimischen kommunizieren zu können, ist Hindi sehr wichtig.

Als ich zum ersten Mal nach Indien kam, hatte ich nur ein paar Grundkenntnisse über einige allgemein gebräuchliche Wörter. Ich habe vor meiner Ankunft einige Apps heruntergeladen und versucht, Hindi online zu lernen. Als ich ankam, wurde mir klar, dass ich nur sehr wenig wusste und dass ich noch viel lernen musste, um die Menschen vor Ort tatsächlich zu verstehen und mit ihnen zu kommunizieren.

Ich habe Hindi hauptsächlich im Selbststudium gelernt, da ich tagsüber nicht genug Zeit für einen Sprachkurs hatte. Ich habe viele Sprach-Apps, Online-Tutorials und Bücher verwendet. Trotzdem denke ich, dass ein Sprachkurs mir helfen würde, auch die Theorie hinter der Sprache besser zu verstehen und insbesondere um meine Grammatikkenntnisse aufzufrischen.

Überraschenderweise fiel es mir jedoch alles in allem recht leicht, Hindi zu lernen, da ich vor Ort ohnehin mit Einheimischen interagieren musste, was mir sehr geholfen hat. Jedes Mal, wenn ich etwas nicht verstand, übersetzte ich es einfach mit Google Translate. Auf diese Weise habe ca. 3 Monate gebraucht, um grundlegende Hindi-Kenntnisse zu erlernen und alltägliche Gespräche zu verstehen.

Am Anfang war es für mich eine Herausforderung, insbesondere das Geschlecht der Hauptwörter und der Verben richtig zu verwenden. Ich hatte viele lustige Situationen, in denen ich die weibliche und die männliche Formulieren verwechselte und die Leute dachten, ich spreche von jemand anderem und nicht von mir. Ich erinnere mich noch gut an einen besonderen Fall: Auf Hindi gibt es die Wörter „Katori“ (eine kleine Schüssel), und „Kachori“, ein indisches Street Food. Als eine Freund mir sagte, ich solle ihr bitte die “Katori” (Schüssel) geben, antwortete ich, dass es keine mehr gebe, da ich bereits alle aufgegessen hätte. Ich dachte, er hätte mich nach dem Essen gefragt.

Indien ist ein riesiges Land, in dem jeder Staat wirklich eigen ist. Schätzungen zufolge sprechen nur 10% der indischen Bevölkerung fließend Englisch, 10% sind jedoch so groß, dass Indien nach den USA das zweitgrößte englischsprachige Land der Welt ist. Ich würde sagen, wenn du als ein Reisender, Student, Praktikant oder Freiwilliger nach Indien reist, vor allem nach Nordindien, dann ist es hilfreich, grundlegendes Hindi zu lernen. Im Süden ist das Englisch-Level der Menschen in der Regel besser als im Norden, da sich jeder Staat mehr auf seine eigene Landessprache wie Kannada, Tamil, Malayalam usw. konzentriert. Hindi ist vor allem im Norden des Landes nützlich.

Am Anfang hatte ich gehofft, dass meine guten Englischkenntnisse mir helfen würden, um vor Ort reibungslos zu kommunizieren, aber ich habe mich sehr geirrt, vor allem in Rajasthan, wo die Alphabetisierungsrate niedrig ist und einige Menschen im Alltag nur Hindi sprechen. Ich hatte vor allem Probleme mit der Kommunikation in nicht-arbeitsbezogenen Aspekten. Ich erinnere mich an einen Vorfall, als ich 1 Stunde lang Supermarktmitarbeitern erklärte, dass ich Streichhölzer brauche, und am Ende erfuhr, dass sie meine englische Aussprache einfach nicht verstanden. Das Wort für Streichholz in Englisch und Hindi ist das gleiche, aber mit einer anderen Aussprache.

Ich kann jetzt Hindi für alles verwenden, angefangen von netten kurzen Gesprächen mit neugierigen indischen Rickshaw-Fahrern bis hin zum gekonnten Handeln um einen Gegenstand, den ich kaufen möchte. Ein wichtiger Hinweis: In Indien wissen die Menschen sehr zu schätzen, wenn Ausländer versuchen, die Landessprache zu sprechen, und es ist oft der Fall, dass ich deshalb als „Schwester“ bezeichnet wurde, weil sie sehen, dass ich mir Mühe gegeben habe, die Sprache zu lernen und dies mit Respekt vor der Kultur gleich gesetzt wird. Person, die die Landessprache sprechen, werden als besser in die Kultur integriert betrachtet, da es keine Kommunikationsbarrieren gibt.

Warum unsere Koordinatorin Julia in Tokio Japanisch lernen wollte, erfährst du hier:

Ich habe im Jahr 2009 angefangen, Japanisch zu lernen. Als ich 2011 das erste Mal nach Japan kam, hatte ich mich also bereits zwei Jahre lang mit der Sprache beschäftigt.

Eigentlich gab es keinen besonderen Moment oder Vorfall, der mich dazu motiviert hat, die Sprache zu lernen. Allerdings habe ich mich schon seit meiner Kindheit für Japan interessiert.

Natürlich ist es ein Klischee, das bei vielen anderen Japanisch-Lernern meiner Generation genauso ist, aber mein Interesse wurde natürlich ursprünglich durch Animes geweckt, die im deutschen Fernsehen liefen, auch wenn sich mein Interesse dafür mit den Jahren wandelte. Heute weiß ich gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal einen Anime gesehen habe.

Dennoch dachte ich mir damals: Irgendwann lerne ich Japanisch! Nach dem Abi habe ich mich dann dazu entschieden, Japanologie zu studieren.

Es fiel mir relativ leicht, Japanisch zu lernen, zumindest die Grundkenntnisse. Es braucht einfach nur eine Menge Durchhaltevermögen und Zeit. Einfach mal so nebenbei lernen funktioniert meiner Meinung nach nicht. Ab und an ging mir auch die Motivation verloren, das muss ich zugeben.

Gelernt habe ich durch Sprachkurse im Japanologiestudium, Selbststudium, Tandempartner, japanische Literatur und Filme/Serien. Das erste Mal habe ich dann während eines Praktikums in Tokio meine Japanischkenntnisse einsetzen können.  Ich habe damals bei der Familie einer japanischen Freundin gewohnt. Drei Monate lang musste ich dort Japanisch sprechen, sonst haette ich mich nicht verständigen koennen. Diese Erfahrung hat mein Japanisch wesentlich geprägt.

Ich halte es für sehr wichtig, Grundkenntnisse der Landessprache zu haben, wenn man sich für längere Zeit in einem Land aufhält. In Japan öffnen sich einfach mehr Türen in die Arbeitswelt und soziale Kontakte sind leichter zu knüpfen, wenn man schon Japanisch kann.

 


Leave a comment

Tierschutz im Amazonasregenwald in Ecuador

Johanna aus Deutschland hat sich als Freiwillige in einem Tierschutzprojekt im ecuadorianischen Amazonas-Regenwald engagiert und sich dabei für die Rettung von Tieren aus illegalem Handel und nicht artgerechter Haltung, ihre Rehabilitation und Freilassung in eine natürliche Umgebung eingesetzt. Hier erzählt sie dir von ihren Erfahrungen!


Das Fazit zuerst: Ich bin extrem zufrieden mit meiner Reise, der Sprachschule und dem Aufenthalt im Projekt. Ohne World Unite! hätte ich mich wahrscheinlich nie getraut, meinen Traum in die Realität umzusetzen!

Von Anfang an hatte ich den Eindruck, dass World Unite! seine Kooperationspartner sehr gut auswählt und wirklich auf die Fähigkeiten, Bedürfnisse und Wünsche der Teilnehmer (beider Seiten) eingeht. Ich kann die Organisation daher nur empfehlen! Ich würde für den Einstieg in ein fremdes Land, eine fremde Kultur und eine andere Sprache immer wieder bei World Unite! nach einem Volunteer-Projekt suchen.

Land und Leute lernt man letztendlich aber nur kennen, wenn man selbstständig und allein unterwegs ist! Auch den Sprachkenntnissen tut das extrem gut. Ich rate daher dazu, über das Projekt hinaus ein bisschen mehr Zeit zur freien Verfügung einzuplanen.

Zum ersten Mal auf einem anderen Kontinent!

Ich stieg nervös aus dem Flugzeug, stellte aber schnell fest, dass die Aufregung umsonst war. Die erste Frau, die ich am Ausgang sah, hielt ein Schild mit meinem Namen hoch. Ich konnte also eigentlich gar nichts falsch machen. Gemeinsam fuhren wir vom Flughafen Quito bis zu dem Hostel, wo ich während meines Sprachkurses wohnte.
Die Stimmung im Hostel war gut. Angenehm empfand ich, dass ganz verschiedene Leute in dem Hostel zusammenkamen: unterschiedlicher Herkunft, jüngere und ältere, manche arbeiteten in Projekten, andere nahmen am Sprachkurs teil oder absolvierten ein Praktikum. Wir kochten zusammen oder testeten Restaurants in der Umgebung, schauten abends Filme, spielten Karten, fragten uns gegenseitig Vokabeln ab und erkundeten gemeinsam die Stadt. Ausflugstipps standen im Hostel genügend bereit und auch in der Sprachschule hatte man jederzeit hilfsbereite Ansprechpartner.

In der Sprachschule!

Der Unterricht findet dort in Kleingruppen statt. Ich habe am Kurs für Fortgeschrittene teilgenommen, der zum Großteil aus Konversation bestand. Auch Grammatik wurde wiederholt, aber letztendlich ist „hablar“ das einzige, was wirklich hilft. In den Pausen wurden Spiele gespielt, die den Wortschatz und das gegenseitige Kennenlernen förderten.

Natürlich war nicht alles nur super. Innerhalb der Woche ging im Hostel die Reisekrankheit um. Jeder wurde irgendwann von Übelkeit und/oder Durchfall geplagt. In der Regel dauert es allerdings nur einen Tag und gehörte offensichtlich ein bisschen zur Neuankunft dazu. Was mich persönlich deutlich mehr störte, war die Grundlautstärke in dem Stadtteil. Außer sonntags gab es gefühlt durchgängig laute Musik und eigentlich ist es mir unbegreiflich, wie man dort überhaupt schlafen konnte. Erstaunlicherweise klappte es irgendwie doch und für eine Woche war auch das ein interessanter Erfahrungszuwachs. Mein absolutes Highlight in der Zeit in Quito, war der Besuch des Cotopaxi. Allein die Fahrt dorthin ist ein Erlebnis! Auch die Fahrten auf die Märkte nach Sangolqui und Otavalo sind empfehlenswert.

Auf zu meinem Freiwilligenprojekt!

Die Fahrt von Quito nach Puyo war spannend. Ich hatte bereits im Hostel andere Leute kennengelernt, die sich ebenfalls für Yana Coacha entschieden hatten. Wir wurden zum Bus gebracht und in Puyo direkt am Busbahnhof vom Taxifahrer in Empfang genommen. Auch hier konnte also nichts schief gehen. Die Tierauffangstation wirkt auf den ersten Blick wie ein Zoo. Die Tiere sind jedoch krank, verletzt oder stammen aus Gefangenschaft und werden wieder aufgepäppelt und nach Möglichkeit freigelassen.

Das Auswilderungscenter mitten im Regenwald ist vielleicht der schönste Ort auf der Erde!

Die Arbeit besteht zum Großteil aus der Futterzubereitung und dem Säubern der Käfige oder der Pflege und dem Trainieren der Tiere. Wenn die Zeit ausreichte, gab es Sonderaufgaben, wie das Instandhalten der Wege, den Bau von Unterschlüpfen für die Tiere oder auch mal Ausflüge. Raul, unser Betreuer im Projekt, hat eine sehr aufgeschlossene und motivierende Art. Jeder arbeitet gerne dort. Er achtet sehr darauf, dass die Aufgaben gerecht verteilt werden und jeder Freiwillige alle Arbeitsbereiche kennenlernt. Auch persönliche Vorlieben oder Abneigungen werden berücksichtigt. Zweimal am Tag gibt es Teambesprechungen, um die Arbeitsfortschritte zu besprechen. In der Mittagspause und nach der Arbeit hat man Zeit zur freien Verfügung, die man im Pool, in der Wifi-Area, der Hängematte, im Bett oder irgendwo im Park verbringen kann. Die Stadt Puyo ist etwa 10 Fahrminuten entfernt. Fast täglich fand sich eine Gruppe, die zum Einkaufen oder Essen in die Stadt fuhr.

Während der Zeit im Projekt lebt und arbeitet man in der Tierauffangstation. Die Unterkunft und drei Mahlzeiten am Tag sind inklusive. Es gibt immer vegane und vegetarische Optionen und das Essen war durchgängig ausgesprochen lecker! Am Wochenende stehen 1,5 Tage zur freien Verfügung. Meine Highlights waren die Ausflüge zur Auswilderungsstation Tamandua und nach Baños. Übrigens: es gibt kaum Mücken in Puyo und generell ist das Klima sehr angenehm warm. Zwischendurch regnet es immer mal, es ist aber nicht schwül!

Allgemeine Reise-Erkenntnisse zu Ecuador:

  • Es gibt immer und überall fröhliche Musik, es fehlt mir nun richtig im Alltag!
  • Die Menschen und Tiere sind grundsätzlich und bedingungslos freundlich!
  • Es wird einem einfach immer und überall geholfen!
  • Achtung, Sonnenbrand kriegt man in Quito auch bei geschlossener Wolkendecke!
  • Achtung, an den elektrischen Duschköpfen kann man sich angeblich einen Schlag holen!
  • Gekaufte Ware wird grundsätzlich schneller in Plastiktüten gestopft, als man „no necesito“ sagen kann.
  • Selbst 10 Dollar-Scheine lösen gelegentlich Panik bei Taxifahrern oder an Marktständen aus. Man sollte wenn möglich immer Kleingeld dabei haben!
  • In Fernreisebussen steigen während der Fahrt Händler mit Lebensmitteln ein und verkaufen ihre Ware, zum Teil auch regionaltypische Produkte wie Kuchen oder heiße Maiskolben – super!
  • In Fernreisebussen werden (nervige) Actionfilme in Endlosschleife gezeigt, während man an der atemberaubendsten Landschaft vorbeifährt!
  • Bus-, Taxi- und Uber-fahren ist erstaunlich günstig, praktisch und sicher.
  • Lokal zubereitetes Essen ist unglaublich günstig und sehr lecker und gesund. Traditionell ecuadorianisches Essen ist dem Europäischen gar nicht so unähnlich! Alles schmeckt süß! Es gibt Empanadas mit Zwiebelfüllung und Zuckerguss! Das Obst ist viel leckerer als zuhause (keine echte Überraschung), nicht alle exotischen Früchte sind süß, manche eignen sich nur zur Zubereitung von Säften. Popcorn und Salat werden als Beilage in der Suppe gegessen.
  • Der Regenwald lebt nachts! Man merkt es an den vielen Tierstimmen, die die Geräusche des Tags ablösen. Es ist unglaublich schön und beruhigend!
  • Jeder der das Gondwanaland in Leipzig mag, wird von Yana Cocha begeistert sein. Es gibt es wirklich und auch noch zum guten Zweck!

Hast du auch Lust auf einen Freiwilligeneinsatz im Tierschutzprojekt in Ecuador? Hier findest du dazu alle Infos!


Leave a comment

Empowerment für Mädchen und Frauen in Jodhpur, Indien

Viele Frauen und Mädchen in Indien sind aufgrund ihrer Kaste, ihres Geschlechts und ihrer Einkommenssituation dreifacher Diskriminierung ausgesetzt. Anita aus Deutschland engagierte sich als Freiwillige in einem Empowerment-Projekt und setzte sich für finanzielle Unabhängigkeit sowie Bildungs-, Berufs- und Sozialkompetenzen von benachteiligten Frauen und Mädchen ein. Sophia absolvierte ein Praktikum einer psychologischen Praxis und erweiterte ihr Wissen über kulturell unterschiedliche Arbeitsweisen in der Psychologie!

Anita erzählt von ihrem Freiwilligeneinsatz:

Ich heiße Anita, ich bin 23 Jahre alt und komme aus Deutschland. Nachdem ich bereits einen Freiwilligeneinsatz mit World Unite! in Tansania absolviert hatte, wollte ich mich in einem weiteren Projekt der Organisation in einem anderen Teil der Welt engagieren. Also entschloss ich mich, während meiner Semesterferien als Freiwillige bei einem Frauen- und Mädchenempowermentprojekt in Indien mitzuarbeiten.

Das Projekt befindet sich in der Stadt Jodhpur in Rajasthan, einem konservativen Staat im Nordwesten Indiens, in dem die Rate der Kinderehen hoch ist.

In neun Empowerment-Centern, einer Boutique, die von Frauen gefertigte Kunsthandwerks- und Näherzeugnisse anbietet, und zwei Boarding Homes für Mädchen aus einem weit entfernten Dorf haben Frauen und Kinder die Möglichkeit, verschiedene soziale, schulische und berufliche Komptenzen zu erlernen und zu verbessern.

Sechs Wochen lang habe ich in einem Empowerment Center mitgearbeitet. Die Frauen kommen vormittags für etwa drei Stunde und haben die Möglichekeit, mit der Hilfe von zwei indischen Lehrern und uns Freiwilligen Hindi, Englisch, Mathematik und Nähen zu lernen. Ich habe Grundkenntnisse in Englisch unterrichtet. Während des Unterrichts konnte ich sehen und spüren, wie sehr die Frauen einander helfen stützten und halfen, neue Dinge zu erlernen und sich Komptenzen anzueignen. Es war eine außergewöhnliche Erfahrung zu sehen, wie wichtig es war, den Frauen einen sicheren Ort zu bieten, an dem sie ihr Wissen erweitern und für sie wichtige Themen diskutieren konnten.

Nach der Mittagspause, in der wir immer gemeinsam mit den Lehrern aßen, war das Center zwei weitere Stunden für Kinder geöffnet. Auch sie konnten hier ihre Kenntnisse in Englisch, Mathematik und Hindi erweitern. Die Kinder zeigten uns gerne, wie viel Englisch sie bereits aus der Schule beherrschten. Wenn genug Zeit war, brachten uns die Kinder ihre Spiele und Lieder bei oder wir tanzten zusammen.

Jeden Mittwoch war Workshop-Tag, an dem wir mit Frauen und Kindern über verschieden Themen (z.B. über berufliche Fähigkeiten und Ziele, Hygiene, Kindererziehung usw.) diskutierten. Die Workshoptage empfand ich durch den wechselseitigen Austausch als besonders bereichernd.

Nach der Arbeit hatten wir genug Zeit, um gemeinsam mit anderen Freiwilligen zu entspannen oder uns die Zeit in der Stadt zu mit Eisessen zu vertreiben oder indische Kleidung und Stoffe einzukaufen. Da alle Freiwilligen in diesem Projekt unter einem Dach zusammenlebten, hatten wir die Möglichkeit, viele neue Freunde zu gewinnen. An den Wochenenden blieb uns genug Zeit für Reisen und Erkundungen. Udaipurs Stadtpalast oder die Wüstenstadt Jaisalmer sind nur einige unglaubliche Dinge, die nicht weit von Jodhpur entfernt sind!

Die Zeit in Jodhpur war insgesamt unglaublich und ich bin sehr dankbar für all das, was ich gelernt und erlebt habe.

Sophia erzählt von ihrem Psychologiepraktikum:

Mein Name ist Sophia, ich bin 22 Jahre alt und studiere Psychologie in Deutschland. Durch World Unite! kam ich nach Jodhpur, um dort ein Psychologie-Praktikum bei der klinischen Psychologin Dr. Reena Bhansali zu absolvieren. Dr. Bhansali gab mir Einblicke in die Funktionsweise der psychologischen Beratung in Indien. Ich hatte die Möglichkeit, die individuellen Störungszustände ihrer Patienten anhand ihrer Aufzeichnungen und Dokumentation zu bearbeiten und hatte Zugang zu vielfältigen Fallstudien aus ihrer Sammlung. Besonders interessant fand ich Dr. Bhansalis Erzählungen aus ihrem Alltag als Psychologin in Indien und gab mir wichtige Hinweise in Bezug auf die kulturellen Einflüsse auf psychische Erkrankungen.

Ich wohnte während meines Praktikum in demselben Guest House, in dem auch die Freiwilligen des Frauen- und Mädchenempowerment-Projektes unterkamen und konnte so auch sehr viel über die Arbeit dieses Projektes erfahren.

 


Leave a comment

Let’s get cooking! – Unsere Lieblingsrezepte aus aller Welt

Hier teilen wir mit dir all unsere Lieblingsrezepte aus unseren Gastländern! Mit viel Liebe ausgesucht und gekocht von unseren Teammitgliedern vor Ort! Lasst es euch gut schmecken!

#1: „Pilipili ya Kukaanga“ – Hausgemachtes Chilli aus Tansania

Heute findet ihr hier das Rezept für Pilipili ya Kukaanga, frisch für euch gekocht von unserer Koordinatorin Kareen in Arusha, Tansania!

Zutaten:

  • 2 Esslöffel Speiseöl
  • 1/2 mittelgroße Zwiebel (in kleine Stücke schneiden)
  • 1 rohe, frische Chili (je nachdem, wie scharf du dein Chilli möchtest, kannst du auch noch mehr Chilis hinzufügen; in möglichst kleine Stücke schneiden, nicht mahlen)
  • 1/2 Teelöffel Knoblauchpulver
  • 3 mittelgroße, reife Tomaten (die Tomaten mit einem Stabmixer pürieren, sodass eine Soße entsteht)
  • 1/4 Teelöffel Salz
  • 1/2 mittelgroße frische Zitrone (Zitronensaft auspressen)

So geht’s:

  1. Gib 2 Esslöffel Speiseöl in eine heiße Pfanne
  2. Gib den in Scheiben geschnittenen Zwiebel hinzu und brate ihn, bis er goldbraun ist
  3. Füge einen Teelöffel Knoblauch hinzu und rühre alles um, sodass sich die Zutaten gut vermischen
  4. Nun gib die Chili hinzu und rühre rasch um! Pass auf, dass du den Dampf nicht einatmest (Achtung, scharf!) – sonst musst du vermutlich niesen und husten!
  5. Unmittelbar nach Schritt 4 die Tomatensauce hinzufügen und gut umrühren
  6. Jetzt kannst du 1/4 Teelöffel Salz hinzufügen
  7. Wenn die Konsistenz zu dickflüssig ist, kannst du jetzt noch Wasser hinzufügen, bis die Soße die gewünschte Konsistenz erreicht
  8. Lasse die Mischung 5 Minuten lang köcheln
  9. Zitronensaft hinzufügen und umrühren
  10. Dein Pilipili ist nun bereit, serviert zu werden!  

Kareen, warum magst du Pilipili ya Kukaanga besonders?

Ich mag das Gericht, weil ich gerne scharf esse! Tansanisches Essen ist normalerweise nicht besonders scharf und würzig. Ein hausgemachtes Chili (Pilipili ya Kukaanga) ab und zu gibt dem Essen genau den richtigen Pepp!

Wann und wo wird das Gericht normalerweise gegessen?

Es wird normalerweise als Beilage zu Hauptgerichten gegessen, insbesondere zum Mittag- und Abendessen. Du kannst zum Beispiel Pilipili mit einem Rindereintopf mischen, der mit Ugali (dem typischen tansanischen Maisbrei) serviert wird. Pilipili ya Kukaanga wird meist Hause gekocht. Man findet es nur selten in Restaurants (dort wird meistens Chilli aus der Dose serviert).

Welche typische Zutaten aus deinem Land werden verwendet?

Alle Zutaten sind eigentlich typisch für Tansania, und du kannst alles, was du für Pilipili brauchst, einfach und frisch auf den lokalen Lebensmittelmärkten erhalten!

 

 #2: “Rosquillas” – Schmackhafte Kekse aus Nicarauga!

Heute zeigt dir Nicole aus unserem Internationalen Team, wie in Nicaragua “Rosquillas”, kleine Kekse aus Maisteig zubereitet werden!

Zutaten:

  • 3 Pfund Nicaraguanisches “Queso Seco” (trockener Käse, Hartkäse)
  • 3 Pfund “Masa” (Maismehl)
  • 2 Eier
  • 4 Esslöffel Butter
  • 6 Esslöffel Schmalz (in Nicaragua wird traditionellerweise Rinder- oder Schweineschmalz verwendet – du kannst dies aber auch durch pflanzliche Fette ersetzen)

So geht’s:

  • Den Backofen einschalten und auf 350 °C vorheizen
  • Den Käse reiben (je feiner desto besser).
  • Vermische den Käse und die “Masa” und gib anschließend die Eier hinzu.
  • Füge Butter und Schmalz hinzu und vermende alle Zutaten, bis ein Teig entsteht.
  • Rolle den Teig aus und verwendet eine Keksausstechform, um kleine Kreise oder Kringel auszustechen.
  • Lege die Kekse auf ein Blech mit Backpapier und backe sie im Ofen, bis sie gelblich-braun werden.
  • Nimm jetzt die Kekse aus dem Ofen und lasse sie abkühlen um sie nach dem Abkühlen nochmal bei 200 Grad °C zu backen, bis sie knusprig werden.
  • Zucker drüberstreuen und schmecken lassen!

Nicole, warum magst du Rosquillas besonders?

Rosquillas sind ein typisches nicaraguanisches Gebäck, das noch vielerorts in kleinen Läden mit viel Liebe von Hand hergestellt wird. Das Backen ist eine ziemlich schweißtreibende Angelegenheit!

Wann und wo wird das Gericht normalerweise gegessen?

Traditionellerweise isst man Rosquillas zum Kaffee. Vielen Menschen in Nicaragua tunken ihre Kekse zuerst in den Kaffee, bevor sie verzehrt werden.

Welche typische Zutaten aus Nicaragua werden verwendet?

Ursprünglich stammt das Gebäck aus dem kleinen Dorf El Viejo im Norden Nicaraguas, wo viel Zuckerrohr angebaut wird. Auch Mais ist eine in Nicaragua gern verwendete Zutat.

#3: Traditionelle Pastilla mit Mandelhühnchen aus Marokko!


Zutaten (für 8 Personen):

  • 1 Huhn
  • 1 Esslöffel Butter
  • 4 große Zwiebeln
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Bund Koriander
  • 1 Stück frischer Ingwer
  • Etwas Safran
  • Eine Prise Kurkuma
  • 1/2 Teelöffel schwarzer Pfeffer
  • Salz
  • 10 Eier
  • 2 Esslöffel Honig

Zubereitung der Mandeln:

  • 250 g blanchierte Mandeln in Öl gebraten und grob gehackt
  • 50 g Puderzucker
  • 1/2 Teelöffel Zimtpulver
  • 1 Teelöffel Orangenblütenwasser
  • 7 Filoteigblätter
  • 150 g geklärte Butter für den Filoteig

 

So geht’s:

  • Zwiebeln Butter, Salz, Pfeffer in einem großen Topf andünsten, mit 1/2 l Wasser ablöschen.
  • Das Hähnchenfleisch kalt abspülen und mit Ingwer, Gewürzen und Kräutern in den Topf geben. Zugedeckt bei ganz schwacher Hitze etwa 45 Min. garen lassen. Fleisch herausnehmen.
  • 1/2 EL Zimt in die Brühe rühren und auf 1/4 l einkochen lassen. Hitze reduzieren. Eier mit Zitronensaft verquirlen, in die Brühe gießen, cremig köcheln (nicht kochen) lassen.
  • Inzwischen kannst du schon das Hähnchenfleisch vom Knochen lösen, die Haut entfernen und das Fleisch kleinschneiden. Brühe vom Herd nehmen, Fleisch zugeben und abkühlen lassen.
  • Backofen auf 200° vorheizen.
  • Die blanchierten Mandeln grob hacken und leicht anbraten, bist sie goldbraun werden. Mische sie dann mti dem Zucker und dem Orangenblütenwasser.
  • Als nächstes die Backform fetten und mit dem Teig auslegen, Fleischmasse darauf geben, Blätter nach innen darüber schlagen. 2 Teigblätter darüber legen, mit Mandelmischung bestreuen und nach innen schlagen. Die übrigen Blätter darüber legen und unter die Pastete falten.
  • Die Pastete mit der restlichen geklärten Butter bepinseln und im Backofen (Mitte, Umluft 180°) in 25-30 Min. goldbraun backen (eventuell mit Backpapier abdecken). Etwas abkühlen lassen und mit restlichem Puderzucker und Zimt bestäuben.

 

Et voilá! – Fertig ist die marokkanische Pastilla!