Online-Praktikum Mikrofinanzen in Tansania

Nicolas aus Deutschland hat die Coronazeit für sich effizient genutzt und ein Online-Fernpraktikum bei einer tansanischen Organisation im Bereich Mikrofinanzen absolviert. Hier erzählt er, welche Vorteile ein Fernpraktikum in Zeiten bieten kann, in denen internationale Reisen nicht so einfach möglich sind.

Du möchtest internationale Arbeitserfahrung gewinnen, kannst oder willst aber im Moment nicht reisen? Ein Fernpraktikum bietet dir die Möglichkeit, bequem von zu Hause aus zu arbeiten und trotzdem interkulturelle Erfahrungen zu sammeln.

Nicolas aus Deutschland absolvierte sein Online-Fernpraktikum bei WEECE, einer Mikrofinanzorganisation in Tansania. Die Organisation unterstützt so genannte “Village Community Banks” (Vicobas). Diese sind ein wichtiges Instrument der Entwicklungsarbeit, denn sie ermöglichen Menschen, die keinen Zugang zu konventionellen Bankkonten und Geldmitteln haben, eine Finanzierung ihrer Vorhaben aus den Bereichen Landwirtschaft und Kleinunternehmertum und Bildung für ihre Kinder.

“Für mich war das Praktikum ein voller Erfolg. Ich konnte meine Englisch-Sprachkenntnisse verbessern. Ich habe dreimal wöchentlich an Skype-Meetings teilgenommen. Dort habe ich mit verschiedenen Mitgliedern der Organisation Themen der Organisation erarbeitet (Einführung in das Land Tansania, Profil der Organisation, Ziele, Herausforderungen der Organisation WEECE etc.).

Zudem wurde mir das Prinzip von Mikrofinanzen erklärt und die Organisation VICOBAs.
Zu all den Meetings haben wir kleine Diskussionsrunden geführt und unsere Erfahrungen ausgetauscht.

Aufgrund der aktuellen Situation (Corona) konnte ich leider nicht direkt vor Ort mitwirken und größere Aufgaben übernehmen. Mit meinem im Praktikum erworbenen Know-How denke ich jedoch, dass ich vor Ort effektiv Aufgaben übernehmen kann. Daher beabsichtige ich zeitnah – wenn sich die aktuelle Situation verbessert – ein Praktikum vor Ort in Tansania zu machen.”

Nicolas aus Deutschland

Hier findest du alle Infos zu Nicolas’ Praktikum. Melde dich jetzt an und nutze deine Zeit zu Hause effektiv!

Famulatur auf der Insel Sansibar, Tansania

Pia aus Deutschland hat einen Teil ihrer Famulatur im Mnazi Mmoja-Krankenhaus auf Sansibar absolviert. Hier berichtet sie über kulturelle Unterschiede in der Medizin, einem typischen Tagesablauf im Krankenhaus und wie sie ihre freie Zeit auf Sansibar verbracht hat.

Pia wollte ihre Famulatur im Ausland absolvieren, um Erfahrungen zu sammeln und um sich selbst weiter zu entwickeln.

Welches Praktikum hast du im Ausland absolviert und wo?

Ich habe einen Teil meiner Famulatur auf Sansibar, Tansania absolviert. Im Krankenhaus war ich fünfzehn Tage tätig. Die restlichen eineinhalb Monate habe ich in deutschen Krankenhäusern verbracht. Ebenso die Einsätze in den ambulanten Einrichtungen habe ich in Deutschland abgearbeitet. Auf Sansibar, im Mnazi Mmoja Hospital, war ich in meiner Zeit dort in der Pädiatrie eingeteilt. Auch hatte ich Einblicke in den Kreissaal. Diese Erfahrung habe ich gemeinsam mit einer guten Freundin aus dem Studium im Sommer 2019 geteilt.

In welchem Semester hast du dein Auslandspraktikum absolviert?

Ich habe meinen Auslandseinsatz in den Semesterferien meines 6. Semesters gemacht.

Warum wolltest du deine Famulatur im Ausland absolvieren?

Ich habe mich aus vielen verschiedenen Gründen dafür entschieden einen Teil meiner Pflichtpraktika im Ausland zu machen. Zum einen hatte ich schon Freunde aus höheren Semestern, die mir wärmstens ans Herz gelegt haben so etwas zu erleben, um Erfahrungen zu sammeln und mich selbst weiter zu entwickeln. Auch hatten diese Freunde teilweise ihren Einsatz auch auf Sansibar verbracht und waren total begeistert von ihrem Aufenthalt. Ebenso wollte ich mal die medizinische Versorgung in einem anderen Land kennen lerne. Afrika hat mich da besonders gereizt. Ich wollte gerne einmal das Gesundheitssystem in Deutschland mit dem in einem anderen (Entwicklung-)Land vergleichen. Gespannt war ich auch einmal auf eigenen Beinen zu stehen und mich auch mal mit der Medizin in englischer Sprache auseinander zu setzen. Auch hatte ich gehofft neue Leute kennen zu lernen und internationale Freundschaften zu knüpfen.

Wie bist du auf World Unite! gestoßen?

Auf World Unite! bin ich durch das Internet gekommen. Die informative Seite hat mich direkt angesprochen und ich konnte auch durch eine Mitarbeiterin persönlichen Kontakt aufnehmen, die mir jegliche Fragen beantworten konnte. Eine schnelle Antwort hat man über den WhatsApp Kontakt bekommen. Ebenso hatte ich Freunde, die ihren Aufenthalt auch auf Sansibar durch World Unite! verbracht haben. Durch die habe ich zusätzlich die Empfehlung zu dieser Organisation bekommen. Auch haben nicht so viele Seiten den Standort Sansibar angeboten und hier wollte ich auf jeden Fall hin.

In welchen Abteilungen hast du deine Famulatur absolviert? Warst du die gesamte Zeit über in einer Abteilung tätig oder hast du verschiedene Abteilungen kennen gelernt?

Ich habe meine Famulatur in der Pädiatrie verbracht. Rotiert bin ich nicht. Allerdings war es auch kein Problem mal im Kreissaal vorbei zu schauen und hier Einblicke sammeln zu können. Auch habe ich von anderen Studenten oder Pflegern gehört, die rotiert sind. Dies hat allerdings erst bei einem längeren Aufenthalt Sinn ergeben. Bei 15 Tagen lebt man sich am besten auf einer der Stationen ein. Die Pädiatrie hat im Mnazi Moja Hospital allerdings zwei Etagen auf denen man dann intern noch rotieren kann. Unten lagen zum Beispiel die Kinder in Überwachungszimmern, sowie Frühgeborene Kinder. Oben lagen dann eher die Kinder mit Unterernährung und Diarrhö. So hat man auch eine breite Palette an Kranksheitsbildern mitnehmen können. Auch gab es eine akut Sprechstunde für Eltern mit ihren Kindern wo jeden Tag ein anderer Spezialist anwesend war. Insgesamt kann ich die Pädiatrie empfehlen.

Wie läuft ein typischer Arbeitstag im Krankenhaus ab? Wie waren deine Arbeitszeiten und welche Aufgaben hast du bekommen?

Das Arbeiten auf Sansibar ist anders als in den europäischen Ländern eher entspannter. Zuerst lässt sich sagen, dass man so viel oder wenig da sein kann wie man mag. Es werden keine Fragen gestellt, wenn man mal verfrüht gehen will oder an einem Tag zu spät erscheint. Natürlich kann man auch den ganzen Tag bleiben und bei verschiedenen Tätigkeiten beobachten oder selbstständig tätig werden. Beginnen tut der Tag morgens mit einer Frühbesprechung der Pädiater. Hier durfte man gerne anwesend sein und das Geschehen verfolgen. Danach ging es für die Ärzte wieder auf Station. Hier erfolgt dann die Visite. Man geht mit der zuständigen Ärztin durch die Zimmer und guckt sich jedes Kind ganz genau an. Es wird von den Schwestern Blut abgenommen und auch Vigo gelegt. Die Ärzte ordnen dann die Therapie an und stellen Diagnosen. Für jedes Kind und die Eltern wird sich immer viel Zeit genommen. Wir hatten eine sehr nette Ärztin, die immer gerne alle Fragen beantwortet und übersetzt hat. Die meisten verstehen nur Swahili und kein Englisch wodurch eine eigene ausführliche Anamnese sehr schwer wurde. Das Medizin Studium in Tansania wird allerdings auch auf Englisch unterrichtet. Einheimische Studenten konnten deswegen auch gutes Englisch mit einem sprechen. Meistens war diese Visite zwischen elf und zwölf beendet und man konnte je nach Lust und Laune sich entweder einen schönen Tag am Strand machen oder noch etwas bleiben und gucken ob man gebraucht wird. Selten war ich jedoch länger als zwölf Uhr anwesend, da dann noch kaum ärztliche Tätigkeiten bei den Kindern die stationär aufgenommen sind erfolgen.

Beschreibe eine Situation, die dich während deiner Famulatur überrascht hat!

Ich beschreibe jetzt eine Situation die nicht unbedingt schön ist, die mich jedoch sehr zum Nachdenken angeregt hat. Während meines Aufenthaltes lag ein ca. vier Monate altes Kind stationär überwacht auf unserer Etage. Es war seit bereits zwei Wochen komatös und man ging von Meningitis (Hirnhautentzündung) aus. Diese wurde mit Antibiotika behandelt. Anders als in Deutschland wurde aber nicht der Erreger klassifiziert um eine spezifische Therapie einleiten zu können. Als eine weitere Woche verstrichen war, in der das Kind nicht aufgewacht ist, stellten die Ärzte den Verdacht auf eine virale Meningitis, statt einer zuvor behandelten Bakteriellen. Hier verabreichten sie dem Kind Virostatika. Allerdings auch ohne Zustandsveränderung. Am Ende unseres Aufenthaltes wurde dann doch noch mal ein Kopf CT gemacht. Man sah einen Tumor der die ganze Gehirnhälfte des Säuglings in Anspruch genommen hatte. Das war schon sehr schockierend, da dies erst nach Wochenlanger komatöser Phase des kleinen Kindes entdeckt wurde. An dieses Kind denke ich manchmal heute noch.

Was hast du während deiner Auslandsfamulatur gelernt?

Ich habe in meinem Austausch viel gelernt. Weniger fachliches Wissen für mein Studium, jedoch viele Erkenntnisse für mein weiteres Leben. Auch habe ich wie erhofft viele Freundschaften geschlossen und bin durch die Reise in meinem Englisch auch viel besser geworden. Auch kann ich stolz auf mich sein, dass ich das alles in einem Fremden Land so gut hinbekommen habe. Die afrikanische Kultur und das Leben in einem afrikanischen Land haben mich auch viele Dinge jetzt hier in Deutschland mehr wertschätzen lassen und nicht mehr alles als selbstverständlich anzusehen.

Welche kulturellen Unterschiede hast du zwischen den medizinischen Systemen / Behandlungen / Arzt-Patienten-Beziehungen usw. in deinem Gastland und deinem Heimatland beobachtet?

Es war sehr spannend zu sehen was für andere Krankheiten in Afrika auf der Station liegen, als auf einer Deutschen. Zum Beispiel Kinder mit Sichelzellanämie, die es hier zwar auch gibt, aber was hier eher eine seltene Erkrankung ist. Auch liegen dort Kinder mit Unterernährung, wohingegen ein Deutscher eher wegen Adipositas und Bluthochdruck behandelt wird. Auch habe ich zu schätzen gelernt was wir hier in Deutschland für tolle diagnostische und therapeutische Möglichkeiten haben, die es in Afrika leider nicht gibt. In Deutschland bricht man sich ein Bein und steht kurz später auf dem Fußballplatz und treibt Sport. Einheimische in Afrika sagen, dass sie sich nicht trauen Fußball zu spielen, da wenn sie sich mal ein Bein brechen vielleicht nie mehr gehen könne. Zum einen weil der Standard im Krankenhaus dort sehr viel anders ist und zum anderen viele sich die Therapie auch nicht leisten können.

Wie hast du deine freie Zeit auf Sansibar verbracht?

In Stone Town selbst hat man unendlich viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Am besten man unterhält sich dort mit den Einheimischen um die Insider Tipps zu bekommen. Auch kann man überall handeln uns selber Preise vereinbaren. Deswegen sollte man nicht die Standard Tours für Touristen buchen. Stone Town hat eine Dalladalla Verbindung fast überall hin auf die Insel. Von hier aus kann man Spice Tours machen, in den Jozani-Forest fahren oder mit einem Boot nach Prison Island übersetzen. Sehr zu empfehlen ist der Night Market und die vielen Bars in denen auch Karaoke angeboten wird. Von World Unite! selbst ist ein gemeinsamer Nachmittag einmal die Woche in einem Café organisiert und einmal die Woche ein gemeinsames Pizzaessen von allen Freiwilligen aus verschiedenen Projekten. Das ist natürlich alles ein Kann und kein Muss. Ich kann es sehr empfehlen, sich nach seiner Zeit im Freiwilligendienst noch Zeit zu nehmen und über die ganze Insel zu reisen. Ich würde es jederzeit wieder machen und kann es jedem nur empfehlen.

Hier findest du alle Infos zu Pias Medizinpraktikum auf Sansibar und wie du dich bewerben kannst!

Englischkurs auf der Paradiesinsel Sansibar

Englisch lernen auf Sansibar – ist das überhaupt möglich?! Mit Sicherheit! Tilmann aus Deutschland hat einen Englischkurs auf der Paradiesinsel absolviert und seinen Aufenthalt in vollen Zügen genossen. Hier berichtet er dir von seinen Erfahrungen.

Die tropische Insel Sansibar hat viel zu bieten. Mit World Unite! kannst du hier sogar Englisch lernen!

Tilmann aus Deutschland berichtet:

Die Betreuung durch Abdi, meinen World Unite!-Koordinator in Sansibar, war hervorragend. Er hat mich am Taxi aufgesammelt, mich zu meiner Gastfamilie gebracht, einen kleinen Rundgang durch Stonetown mit mir gemacht und mich danach mit meiner Sprachlehrerin zusammengebracht. Eine sehr schöne Sache war die Telefonkarte, die ich von Abdi gleich am Anfang bekommen habe. Auch in den 14 Tagen war Abdi immer zu erreichen und – wenn wir uns in Stonetown zufällig trafen – zu einem Gespräch bereit. Ich habe mich sehr gut betreut gefühlt von ihm.

Sarah, meine Sprachlehrerin, hat sich sehr individuell auf mich eingestellt. D.h. sie hat sehr schnell herausgefunden, wo meine Schwächen in Englisch waren und dort angesetzt. Sie hat eine sehr angenehme Art, ist unheimlich flexibel was Zeiten, Treffpunkte und Lerninhalte angeht. Und das Wichtigste, der Unterricht mit ihr macht unheimlich Spaß, es ist also kein trockenes Pauken von Vokabeln und Grammatik. Dazu kommt, dass sie ein unheimlich umfangreiches Wissen über die Insel, über die Geschichte Tansanias und Sansibars und auch über das aktuelle politische Geschehen dort hat. Daher waren die 30 Stunden mit ihr viel mehr als „nur“ Englisch lernen. Ich kann ihr nur nochmals vielen Dank sagen und sie als Sprachlehrerin wärmstens empfehlen.

Meine Unterkunft hatte ich bei Mama Munna in Stone Town. Eine unheimlich nette Familie und sehr interessierte Frau. Das Essen war einfach, aber schlichtweg erstklassig. Die Einblicke in das Familienleben waren einmalig und für mich unvergesslich. Das Zimmer, das ich bewohnt habe, war sehr einfach. Letztendlich aber vollkommen ausreichend, da man in letzter Konsequenz dort eigentlich nur schläft. Wer westeuropäischen Komfort sucht, sollte allerdings besser in ein Hotel gehen, verpasst dann aber einen sehr spannenden und vor allem unvergesslichen Teil bei einem solchen Aufenthalt.

Nicht zuletzt möchte ich mich bei World Unite! bedanken für die sehr gute Betreuung vor und während des Aufenthalts. Die Bezahlung klappte einwandfrei und die Hinweise und Informationen auf der Homepage sind vollständig und zutreffend. Es gab zu keinem Zeitpunkt bei mir das Gefühl, dass es an Betreuung oder Informationen mangelt. Ganz herzlichen Dank für die tolle Arbeit. Ich werde World Unite! in jedem Fall weiterempfehlen.

Mit freundlichen Grüßen,

Tilman

Hier erfährst du, wie du dich zu einem Englischkurs auf Sansibar anmelden kannst.

Freiwilligeneinsatz im Wildtierreservat in Südafrika

Kannst du dir vorstellen, als Freiwillige inmitten der faszinierenden Natur eines südafrikanischen Nationalparks zu arbeiten?
Manuela aus Deutschland hat genau das getan und sich zu ihrem Abenteuer in die Wildnis aufgemacht!

Kannst du dir vorstellen, inmitten der atemberaubenden Natur eines südafrikanischen Nationalparks zu leben? Gemeinsam mit der weltweit einzigen ausschließlich aus Frauen bestehenden Anti-Wilderer-Einheit die Tiere im Park zu schützen? Oder das faszinierende Tier- und Pflanzenleben Südafrikas zu erforschen? Manuela aus Deutschland hat genau das getan! Hier kannst du ihre Erfahrungen als Freiwillige in einem südafrikanischen Nationalpark nachlesen!

Das Balule Camp ist ein Naturschutzgebiet, das Teil des Greater Kruger National Park in Südafrika ist. Es ist bekannt für seine Fülle an Wildtieren, darunter die „Big Five“ (Löwe, Leopard, Nashorn, Elefant und Büffel). Touristensafaris werden innerhalb des Wildreservats organisiert, aber das Reservat wird hauptsächlich für Forschungsarbeiten verwendet, so dass du dort auch viele Doktoranden und Masterstudenten antreffen wirst.

Die Projekte dienen daher oftmals zur Datensammlung für deren Arbeiten. Während meines Aufenthaltes waren das zum Beispiel das Auffinden von Wildererfallen, das Aufspüren von Hinweisen auf Nashörner im Reservat und das Anbringen von Kameras an Marulabäumen.

Am Besten hat mir die Einfachheit des Camps und die enge Verbundenheit zur Natur gefallen und ich würde jederzeit wieder dorthin zurückkehren!

Mir hat die Zeit dort wirklich sehr gut gefallen und das Camp fehlt mir tatsächlich auch heute noch.

Freundliche Grüße,

Manuela aus Deutschland

Möchtest du ebenfalls als Freiwillige/r im Balule Camp mitarbeiten? Bewirb dich jetzt und sichere dir deinen Platz!

Verliebt ins Mother Nature Camp auf Sansibar

Mach dich zu einem Abenteuer in den tropischen Regenwald Sansibars auf! Isabel hat sich währned ihrer
Zeit im Camp ganz schön in die Insel verliebt!

Isabel aus Deutschland hat sich total in unser Mother Nature Camp in Sansibar verliebt! Wir können das gut nachvollziehen: Ein Reise-Abenteuer im tropischen Regenwald und gleichzeitig die lokale Natur und Umwelt auf Sansibar zu schützen, ist eine wunderbare Sache! Hier kannst du Isabel’s Feedback lesen:

Isabel aus Deutschland:

„Die Atmosphäre im Mother Nature Conservation Camp hat mir sehr gut gefallen. Du lebst dort in einer eigenen kleine Gemeinschaft von lokalen Teammitgliedern und ausländischen Freiwilligen. Tagsüber arbeitest du, abends ist Zeit zum Entspannen, für gemeinsame Gespräche oder für Spiele, oder du nimmst dir etwas Zeit für dich und bleibst in deinem Zelt.

Die Mitarbeiter im Camp sind sehr hilfsbereit und unterstützten uns Freiwillige sogar beim Organisieren von Touren, Ausflügen und Trips für die Freizeit. Auch das Essen im Camp ist ziemlich gut!

Ich mag es, dass man auch mit Einheimischen zusammenarbeiten kann und in engem Kontakt mit der örtlichen Community steht. Jeder im Camp kümmert sich um die Umwelt, die Natur, die Tiere, die Kinder und die Nachbarschaft. Es ist interessant, dass jeder Tag etwas anders ist, abhängig von den Freiwilligenaktivitäten, an denen du teilnehmen möchtest. Es ist hilfreich, wenn du flexibel und aufgeschlossen bleibst und dir die Vorbereitungsvideos von World Unite! anschaust, um ein gutes Gefühl dafür zu bekommen, was dich als Freiwillige erwartet.

Ich würde sofort wieder als Freiwillige im Camp mitarbeiten! 🙂

Isabel aus Deutschland

Bewirb dich jetzt! Hier geht’s zum Projekt!

Als Freiwillige in Indien während der Covid-19-Pandemie

Carin gemeinsam mit weiteren Freiwilligen beim Verteilen von Lebensmittelspenden im ländlichen Indien
während der Corona-Pandemie.

Be part of Sambhali Trust: we act and make a difference! Carin aus Deutschland hat sich aktiv dafür entschieden, ihren Freiwilligeneinsatz in Indien auch während der Covid-19-Pandemie fortzusetzen. Welche Auswirkungen die Pandemie auf das Leben der Menschen in Indien hat und warum ihre Arbeit als Freiwillige gerade jetzt besonders gebraucht wird, beschreibt sie hier.

Es ist dunkler Abend und ich sitze unterm sternklaren Himmel in Dev Bagh inmitten der indischen Wüste Thar in Rajasthan (ca. 1,5 Autostunden nahe Jodhpur). Mein Herz schlägt noch laut. Die Stimmung ist fast mystisch, da der Vollmond zum Greifen nah vor mir steht.

Gerade sind wir von unserer ersten Basic-Food-Distribution zurückgekommen. Unser Kopf ist voll von diesen Erlebnissen, aber keiner kann darüber sprechen, weil diese Tour durch die Wüste uns so tief berührt hat.

Wir haben die ärmsten Familien in ihren kleinen Häuschen besucht. Behausungen, in denen es eine Feuerstelle gibt und etwas Brennholz. An den Wänden hängen ein paar Decken, die nachts als Schlaflager auf dem Boden ausgebreitet werden. Als ich eine Hütte betrat, streifte mein Haar eine Zahnbürste, die ordentlich in das Strohdach bis zum abendlichen Gebrauch gesteckt war. Manchmal gibt es ein paar Ziegen, die den Kindern am Morgen Milch spenden können oder einen Hund, der den Nachtschlaf bewacht. Die Hitze ist allgegenwärtig und die Stürme peitschen den Sand über Körper, Gesicht und Augen.

Hier im ländlichen Rajasthan hatte die COVID-19-Pandemie sofort existenzielle Auswirkungen: Durch den Lockdown wurde der Steinbruch für Wochen geschlossen. Der Familienvater verliert seine Arbeit; es gibt keine Kurzarbeit und keine Arbeitslosenabsicherung. Die Kinder können nicht mehr auf den kommerziellen Feldern helfen, so dass ihr geringer Verdienst auch entfällt. Über Nacht wurde den Familien die spärliche Existenzgrundlage entzogen.

Sambhali Trust hat diese lebenskritische Situation in der Wüstenregion Setrawa schnell erkannt und sich mit den örtlichen Räten zusammengesetzt. Die ärmsten Familien wurden von Field-Workern (eine Art Sozialarbeiter) identifiziert und ein Einsatz zur Versorgung mit Basic-Food-Packages gestartet. Ein Team aus ausländischen und indischen Freiwilligen besorgt täglich Mehl, Linsen, Zucker, Salz, Tee und Gewürze und verpackt diese in 14-Tage-Rationen. Ein Foodpackage kostet ca. 15 € und versorgt eine Familie mit 5-6 Personen mit den wichtigsten Grundnahrungsmitteln für einen halben Monat.

Schauen wir ein paar Wochen zurück – unser Leben in Indien vor Covid-19:

Vor Covid-19: Spielerisches und interaktives Lernen in der Dorfschule steht auf dem Plan.

Mitte Januar reiste ich nach Indien/ Rajasthan, um als Freiwillige benachteiligte Kinder und Frauen zu unterstützen. Sambhali Trust hat uns wie eine Familie aufgenommen. Ich bin für Sambhali Trust im ländlichen Indien im Wüstendorf Setrawa tätig. Vormittags unterrichteten wir in den staatlichen Schulen Englisch – in einer völlig anderen Art, als das indische Schulsystem es momentan vorsieht. Wir verbreiteten Spaß am Lernen mit Liedern, Spielen, Lernvideos und Workshops. Unsere Schüler/innen trafen wir auch auf dem Weg zur Schule oder nachmittags beim Sunset-Spazierung zu den Dünen. Auch hier spielten wir „Englisch“ miteinander und erkundeten gemeinsam das Lebensumfeld inmitten der Wüste Thar.

Die Armut ist sehr bewegend, weil wir uns das vorher nicht so hätten vorstellen können. Das Herz ist weit und tief berührt. Die Kinder sind so offen, herzlich, lernwillig und strahlen unbefangen voller Freude.

Die Projekte im ländlichen Rajasthan von Sambhali Trust, zusammengefasst unter dem Namen “SETU”, hat mehrere Stufen, die die wir nacheinander aufbauen wollen. Am späten Nachmittag haben wir in unserem Wohnhaus „Dev Bagh“ zusätzliche Englisch-Stunden für alle Kinder und Jugendliche der Umgebung angeboten. Die Schüler/innen sind direkt nach der Schule zu Fuß über mehrere Kilometer zu uns gelaufen. In nach Alter eingeteilten Gruppen haben wir English-Dialoge geübt, Lernspiele gespielt oder Motivations-Movies (z.B. „I am Kalaam“, Nelson Mandela) geschaut und darüber in English diskutiert.

In der Stunde vor Sonnenuntergang verwandelte sich der Platz um das Wohnhaus in ein Spielfeld für Sport und Aktivitäten für die ganze Dorfcommunity. Wir spielten Cricket, Volleyball, Fußball, veranstalteten Rennen und lernten indische Tänze mit den Mädchen und Jungs.

Mit dem Lockdown konnte dies alles nicht mehr stattfinden und die Projekte von Sambhali Trust mussten stillgelegt werden. Für uns Volunteers stellte sich die Frage: Wie wollen wir persönlich mit der COVID-19-Pandemie umgehen?

Warum ich mich entschied, auch während Corona in Indien zu bleiben

Eines ist klar: In Krisen brauchst du eine Familie, die zu dir steht – eine Familie, in der wir füreinander sorgen und uns gegenseitig liebevoll stützen. Daher haben viele europäische Familien darauf gedrängt, dass Volunteers zurückreisen. Ein Team von mehr als zehn ausländischer Freiwilligen hat sich allerdings dafür entschieden, die Arbeit von Sambhali Trust vor Ort weiter zu unterstützen.

Govind Singh Rathore und seine (Groß-)Familie hatten uns schon von Beginn an herzlich und non-stop in ihre Gemeinschaft aufgenommen. Mit Beginn der Covid-19-Ausbreitung zogen wir Freiwillige uns gemeinsam mit Govinds Familie in die Selbstisolation nach Setrawa und in unser Wohnhaus Dev Bagh zurück. Dadurch wurde unsere Gemeinschaft noch gestärkt.

Jederzeit werden wir mit aktuellen Informationen versorgt, wir spielen und lachen zusammen, wir führen Unterhaltungen in bis zu fünf Sprachen, wir kochen zusammen und teilen uns die Hausarbeit, wir sporteln zusammen und genießen die Natur – und wir kämpfen gemeinsam gegen die COVID-19-Pandemie. Seite an Seite, von Herz zu Herz.

Sicherheits- und Hygienemaßnahmen für uns und andere

Wir passen selbst gut auf uns auf und beachten die Vorsorgemaßnahmen: Mindestabstand einhalten, Maske tragen, Hände waschen und desinfizieren, nicht anhusten oder anniesen.

Neben der Basic-Food-Distribution für 251 Familien sorgt Sambhali Trust auch für die Aufklärung der Bevölkerung zur gesundheitlichen Vorsorge und hat u.a. Seifen an 810 Familien verteilt. Die nationale Presse berichtet intensiv über unsere Projekte.

Mittlerweile haben wir zum dritten Mal die Familien mit den Food-Packages versorgt; wir sind dankbar für internationale Unterstützung und dass wir vor Ort persönlich helfen können. Jeden Tag nach dem Mittagessen packen wir gemeinsam im Ressort die Food-Packages und senden unser täglich wechselndes Team mit vielen stärkenden Wünschen los.

Zum Sonnenuntergang warten wir gespannt auf die Rückkehrer, empfangen sie mit Desinfektionsmittel (Insider-Joke: unsere Freude, unseren Spaß kann uns auch COVID-19 nicht nehmen) und würzigem Masala-Chai und hören im warmen Sand sitzend die Berichte über die Dankbarkeit und die offenen Herzen der Einheimischen in unserer Umgebung – der Freunde, Familien und Verwandten unserer lachenden Schüler/innen.

Ich bin dankbar erfüllt davon, Teil von Sambhali Trust zu sein!

We act and make a difference! Fighting against the COVID-19-Pandemic globally – connecting our hearts internationally!

Carin aus Deutschland

Hier kannst du alles über Carins Freiwilligeneinsatzstelle Sambhali Trust nachlesen!

Freiwilligeneinsatz Leseförderung in Nicaragua

Lina fühlte sich während ihrer Zeit in Nicaragua sehr wohl. In ihrer Gastfamilie und in ihrem Freiwilligenprojekt wurde
sie sehr herzlich aufgenommen.

Lina aus Deutschland hat sich dazu entschieden, einen Freiwilligeneinsatz in der malerischen Stadt Léon in Nicaragua zu absolvieren. Hier erzählt sie von ihren Aufgaben und warum sie bald wieder nach Nicaragua zurück kommen möchte.

Auch wenn mein Aufenthalt leider wegen der momentanen Umstände durch das Coronavirus sehr viel früher endete, als ich geplant hatte, waren die drei Monate, die ich in Nicaragua verbracht habe eine tolle Zeit. Natürlich war ich bei meiner Ankunft sowohl in der Gastfamilie als auch im Projekt sehr nervös, allerdings wurde ich überall herzlichst aufgenommen und habe mich schon nach wenigen Wochen sehr eingebunden gefühlt.

Lina hat ihren Freiwilligeneinsatz in der “Minibiblioteca” absolviert. Dieses Projekt setzt sich dafür ein, bei Kindern und Erwachsenen die Lust am Lesen zu erwecken und bietet Vorschulunterricht sowie Programme zur Nachmittags- und Freizeitbetreuung für Kinder, deren Eltern ganztags arbeiten.

Zu meinen Aufgaben gehörte es, in der Minibiblioteca vormittags in der Montessori-Vorschule zu helfen, die von 3 bis 5 jährigen Kindern besucht wird. Die Kinder und ich haben uns auch direkt gut verstanden und ich habe in meinen 3 Monaten mindestens ebensoviel gelernt wie sie.

Ich werde diese tolle Erfahrug wohl nie vergessen und versuchen bald wiederzukommen.

Viele liebe Grüße,

Lina aus Deutschland

Hier findest du alle Infos zu Linas Freiwilligenprojekt.

Als Deutsche während der Corona-Pandemie in Myanmar

World Unite! Teilnehmerin Carina aus Deutschland entschied sich bewusst dazu,
auch während der Corona-Pandemie in Myanmar zu bleiben.

World Unite!-Teilnehmerin Carina aus Deutschland entschied sich bewusst dafür, auch während der Corona-Pandemie in Myanmar zu bleiben und ihren Freiwilligeneinsatz fortzuführen. In unserem Blog erzählt sie von ihrem Lebensalltag in Myanmar während der Pandemie und warum sie sich dazu entschlossen hat, nicht nach Hause zu reisen.

Ich habe Myanmar im April 2019 als offenes und freundliches Land gegenüber Touristen kennengelernt, und war nach kurzer Zeit von der burmesischen Kultur fasziniert. Damals hätte ich nicht gedacht, dass ich ein Jahr später als Freiwillige zurückkommen würde. Allerdings hätte ich auch nie mit der weltweiten Corona-Pandemie gerechnet.

Kurz vorab: Ich habe Ende 2019 meinen Job gekündigt, mein Auto verkauft und meine Wohnung untervermietet, da ich diesen harten Cut benötigt habe, um frei von Altlasten mein neues Abenteuer zu beginnen. Dies war unter anderem auch einer der Gründe, warum ich dafür entschieden habe, während der Corona-Krise in Myanmar zu bleiben.

Carina führt in Yangon, Myanmar, ein Freiwilligeneinsatz bei der Organisation “Thant Myanmar” im Bereich Umweltschutz und Plastikrecycling durch. Hier kannst du mehr über ihre Einsatzstelle nachlesen.

Ich kam also am 4. März 2020 in Yangon an. Da war das Land sozusagen noch coronafrei und ich fing langsam an, mich in meiner Arbeit bei Thant Myanmar einzufinden.

Einen Monat später saß ich dann vor gefühlt tausend Kopien meines Passes und meines Visums da! Wegen der Corona Pandemie hatte sich nämlich einiges geändert und ich musste mich als Ausländerin so schnell wie möglich bei der örtlichen Immigrationsbehörde registrieren lassen. Man muss sich vorstellen, dass viele Dinge hier innerhalb kürzester Zeit passiert sind, und auch Entscheidungen, Gespräche und Formalitäten sehr sehr schnell getroffen und erledigt werden mussten.

Der Beginn von Corona und die Informationsflut

Am Anfang hörte ich nur Gerüchte, dass das Land Ende März seine Grenzen schließen würde. Wenn man neu in der Stadt ist und die Landessprache nicht beherrscht, kann es manchmal ziemlich schwierig sein, an Informationen zu gelangen. Alles was ich zu diesem Zeitpunkt wusste, war, dass es bislang noch keinen bestätigten Corona-Infizierten in Myanmar gab und dass es in den darauffolgenden Tagen eine offizielle Konferenz der Regierung zum Thema Coronavirus geben würde.

Als erste in meinem Umfeld verließen eine Kollegin und ihr Freund ziemlich überstürzt das Land. Sie hatten Kontakt zur dänischen Botschaft, die all ihren Landsleute empfahl, das Land sofort zu verlassen. Ich registrierte mich daraufhin bei der deutschen Botschaft, einfach um auf dem Laufenden zu sein und damit – sollte es zu irgendwelchen Maßnahmen kommen – die Botschaft auch wusste, dass ich überhaupt hier war.

Die folgenden Dinge passierten dann alle innerhalb einer Woche: Die Deutsche Botschaft verschickte fast täglich Emails mit der Bitte an deutsche Reisende in Myanmar, ihren Aufenthalt frühzeitig zu beenden. In meinem Apartment, welches ich eben erst bezogen hatte, war ich nun allein, da meine Mitbewohner ebenfalls bereits zurück nach Hause gereist waren.

Besonders verunsicherte mich, dass sich der Rat aus meinem Umfeld beinahe täglich änderte: Vom gut gemeinten Rat, man solle schnellstmöglich das Land verlassen, bis hin zur Info, man könne eigentlich auch bleiben, war alles dabei. Man kann sich sicher vorstellen, dass dieses Hin und Her und die Informationsflut sehr verunsichernd sein können.

Die Tempelstadt Bagan ist normalerweise ein beliebtes Touristenziel in Myanmar. Derzeit befinden sich jedoch kaum Reisende im Land.

Eine Entscheidung steht an: Gehen oder bleiben?

Auch zu wissen, dass es nur noch einzelne Flüge zurück nach Hause gibt und man nicht weiß, wann man wieder zurückkann, war ein großer Unsicherheitsfaktor für mich.

Eins stand auf jeden Fall fest: Ich musste für mich selbst rausfinden, ob ich in Myanmar bleibe und meinen Freiwilligeneinsatz fortsetze oder meinen Aufenthalt abbreche, und das am besten, bevor die Grenzen schließen und die Deutsche Botschaft die Rückholflüge durchführt.

Ich habe daraufhin sehr viel mit meiner Familie und meinen Freunden gesprochen, mich über die aktuelle Situation in Deutschland informiert, meine Möglichkeiten überlegt und mit vielen Leuten aus meinem Umfeld in Yangon gesprochen. Schlussendlich habe ich für mich entschieden, in Myanmar zu bleiben, egal was passiert.

Vielleicht mag sich der eine oder andere jetzt denken: Mutig! Das sehe ich aber nicht so. Ich fühle mich schlicht und einfach sicher in meinem Apartment im 8. Stock, ich kann zu Fuß zur Arbeit gehen, mit reichlich Abstand zu anderen Menschen und wenn ich mich doch mal unwohl dabei fühle, kann ich zu Hause bleiben und im Home Office arbeiten.

In Deutschland hätte ich jetzt keine Arbeitsstelle mehr und müsste mit 28 Jahren erstmal wieder bei meinen Eltern einziehen – und das während der Quarantäne-Zeit, in der man dazu gezwungen ist daheim zu bleiben und direkten Kontakt zu haushaltsfremden Personen zu vermeiden.

Der Rückhalt von zu Hause als Motivator, in Myanmar zu bleiben

Was meine Entscheidung schließlich gefestigt hat, waren der Rückhalt meiner Familie und Freunde. Egal wie ich mich entschieden hätte, sie stünden immer an meiner Seite – für mich ein sehr wichtiger Faktor. In meiner bisherigen Zeit in Myanmar habe ich oft gehört, dass der Grund, warum viele Auswanderer schließlich wieder zurück in ihr Heimatland kehren, der Druck von Freunden, Kollegen, Familien, Firmen, Organisationen, Botschaften, Behörden, etc. ist.

Wenn meine Einsatzstellen mich auffordert hätte, nach Hause zu gehen, was hätte mich dann noch in Myanmar gehalten? Wenn meine Familie täglich in Angst um mich lebt, wäre ich noch geblieben? Wenn der wichtigste Freundeskreis nach und nach auch ausreist und du auf einmal gefühlt allein dastehst, soll man dann noch bleiben? Ich denke, dass es vielen Auswanderern und Freiwilligen so geht, auch wenn sie ursprünglich vorhatten, in Myanmar zu bleiben. Ich weiß aus Erzählungen, dass einige von ihnen ihre Entscheidung, wegen Corona abgereist zu sein, im Nachhinein bereut haben.

Manchmal frage ich mich auch, ob es die richtige Entscheidung war, in Myanmar zu bleiben, zum Beispiel, wenn Einheimische plötzlich Angst vor mir haben, da in den Medien natürlich am Anfang hauptsächlich von infizierten Ausländern oder Heimkehrern gesprochen wurde. Oder wenn man auf der Straße angepöbelt wird, weil man keine Gesichtsmaske trägt (sogar, als noch keine Maskenpflicht bestand).

Straßenverkehr in Yangon – vor Corona: Im Stadtzentrum ist es üblicherweise sehr betriebsam.

Was mir hilft, die Situation zu meistern – meine Kontakte

An dieser Stelle muss ich noch erwähnen, dass ich alles bis jetzt so gut geschafft habe, weil ich natürlich unglaublich viel Hilfe von einigen ganz lieben Menschen hier habe: Meine Haushälterin Aunty, die sich immer um mich kümmert und stets besorgt ist; mein Handwerker und Nachbar, der mich bei jedem Behördengang begleitet und teilweise stundenlang unterstützt hat, um dann wieder am nächsten Tag meine Klimaanlage zu reparieren; und meine Kollegen von Thant Myanmar, die mich über jede neue Regelung der Regierung informieren, mir Tipps geben bei Visaverlängerungen und Dokumentenbeantragungen und die mir immer helfen zu übersetzten, sollte mich die burmesische Sprache mal wieder in die Knie zwingen. Ja, großartige Menschen gibt es zum Glück immer wieder, überall auf der Welt.

Covid-19 in Myanmar vs. Covid-19 in Deutschland

In den letzten Wochen wurde mir besonders bewusst, dass es nicht viel Unterschied zwischen einer Covid-19-Infektion in Deutschland und einer Infektion in Myanmar gibt. Klar sind in Myanmar die medizinische Versorgung und das Gesundheitssystem nicht auf demselben Stand wie in Deutschland und natürlich hoffe ich, dass ich nicht am Coronavirus erkranke und auch nicht in ein Krankenhaus muss.

Das Virus holt man sich jedoch in Myanmar auf dieselbe Art wie in Deutschland, durch den Kontakt mit infizierten Personen. Die wichtigsten Regeln lauten hier daher genauso wie überall auf der Welt: Menschenmassen vermeiden, wenn möglich zu Hause bleiben, Hände waschen und außerhalb der Wohnung Masken tragen, um einer Ansteckung anderer vorzubeugen.

So bin ich nun seit Thingyan (burmesisches Neujahr) in meiner Wohnung im Home Office und gehe nur an wenigen Tagen zum Einkaufen raus. Manchmal kann einen die Quarantäne aber natürlich schon verrückt machen. Vor allem dann, wenn täglich ein Pick-Up durch die Straßen fährt und durchs Megafon neue Ausgangssperren und Regelungen der Regierung auf Burmesisch bekannt gibt und ich natürlich nichts verstehe. Oder wenn ein Reinigungstrupp durch die Straßen zieht und eine Mischung aus Bleich- und Desinfektionsmittel versprüht, von der man am Besten ganz viel Abstand hält.

Aber auch an diesen Tagen erinnere ich mich daran, dass ich nicht allein bin. Dass Freunde, Familie und Kollegen sich in einer ähnlichen Situation befinden und auch in Quarantäne warten müssen, bis sich die Lage wieder bessert. Dass, wenn ich auf meinen Balkon sitze, ich nicht die Einzige bin, die im selben Moment da draußen sitzt und auf die leere Straße schaut. Und dass ich mich hier als Ausländerin trotzdem noch frei draußen bewegen kann und meine Freunde und Familie per Video-Call anrufen kann, wann immer ich möchte.

Corona müssen wir alle durchstehen, ganz egal, ob wir uns nun in Deutschland, Myanmar oder anderswo befinden. Darum bleibe ich weiterhin hier in Yangon und setze mein Abenteuer fort!

Viele liebe Grüße,

Carina aus Deutschland, in Yangon

Carinas Freiwilligeneinsatzstelle – Thant Myanmar:

Carina führt ihren Freiwilligeneinsatz bei der Organisation Thant Myanmar im Bereich Umweltschutz und Plastikmüllvermeidung durch. Ihre Aufgaben umfassen die Betreuung der Social Media-Kanäle wie Facebook und YouTube. Dazu gehören das Erstellen von wöchentlichen Posts, die Analyse der Social Media-Reichweite sowie der Website. Darüber hinaus wirkt Carina im Namen von Thant Myanmar bei World Bank Surveys mit, bei der die Verschmutzung in verschiedenen Stadtteilen Yangons aufgezeichnet und ausgewertet wird und hilft außerdem bei der Bürostrukturierung.

Dianas Erfahrungen von ihrem Freiwilligeneinsatz auf der Pferderanch am Strand in Südafrika

Diana hat Anfang 2020 einen Freiwilligeneinsatz auf der Pferderanch in Südafrika absolviert.
Das Leben auf der Farm ist für Freiwillige bunt und abwechslungsreich.

Diana absolvierte Anfang 2020 einen 3-wöchigen Freiwilligeneinsatz auf einer Pferdefarm in Südafrika. Im heutigen Blogbeitrag erzählt sie, wie sie ihren Freiwilligeneinsatz geplant und organisiert hat und wie sich ihre Reiterfahrungen auf der Farm in nur kurzer Zeit entwickelt haben.

Ich habe Anfang dieses Jahres einen 3-wöchigen Freiwilligeneinsatz auf Sarahs und Kos’ Pferde-Farm in Südafrika absolviert. Auf der Farm leben 11 Pferde, 5 Ponys, 5 Hunde und 2 Katzen, die das Farmleben bunt gestalten und hier sehr gut aufgehoben sind.

Ich bewohnte mit einer anderen Volontärin, mit der ich mich sehr gut verstanden habe und wir uns angefreundet haben, ein hübsches und gut ausgestattetes Cottage. Für mehrere Mahlzeiten erhielten wir gewünschte Zutaten und wir hatten die Möglichkeit, beinahe täglich mit in die Stadt fahren zu können, um einzukaufen.

Trotz meiner geringen Erfahrungen mit Pferden und meiner wenigen Reitkenntnisse wurde mir die Möglichkeit geboten, das Volontariat – auf der Farm zu arbeiten und an den Trails teilzunehmen – wahrzunehmen.

Sarah ist eine sehr geduldige, humorvolle und liebevolle Person, die auf das Wohl und die Vorerfahrungen eines jeden Volontärs und Gastes eingeht. Ihre Leidenschaft Pferden bzw. Tieren gegenüber lebt sie, was man spüren kann! Die Pferde sind gut erzogen und haben individuelle Persönlichkeiten, was für die unterschiedlichen Reiter absolut von Vorteil ist. Ich kam mit sehr geringen Vorerfahrungen auf die Farm und würde behaupten, meine Reitkenntnisse stark verbessert zu haben und viel im Umgang mit Pferden dazu gelernt zu haben… auch, dass man Pferdefüßen schnell ausweichen sollte, sonst kann es schmerzhaft werden.

Die Trails am atemberaubenden Strand bzw. Meer und das Reiten durch die gelbgoldenen Dünen war einfach nur traumhaft! Auch Sarahs umfangreiches Wissen über die Landschaft teilte sie gern mit den Gästen. Dank Kos werden diese Erinnerungen auch immer fotografisch festgehalten!

Sarah und Kos organisierten fantastische Ausflüge für uns, wie den Besuch des Pinguin- und Löwenschutzgebiets und das Haifischkäfigtauchen, wo ich erstaunliche Erfahrungen machte.
Ich danke Sarah und Kos für die so schöne und unvergessliche Zeit! Damit ging für mich ein Traum in Erfüllung und die Liebe zu den wundervollen Tieren wurde noch stärker.

Ich empfehle jedem so einen Freiwilligeneinsatz, um diese tollen Erfahrung zu machen!
Bevor ich diese unvergessliche Reise angetreten bin, habe ich sehr kurzfristig im Internet nach Projekten dieser Art geschaut. Ich bin auf die Seite von World Unite! gestoßen und habe einen für mich absolut zugeschnittenen Freiwilligeneinsatz gefunden. Nachdem ich eine kurze Email-Anfrage versendete, erhielt ich zeitnah ein sehr informatives Antwortschreiben von Claudia von World Unite!.

Egal welche Fragen ich gestellt hatte, das Team von World Unite! antwortete mir immer schnell und ausführlich. Es gab auch ein Skype-Vorbereitungsgespräch mit Katharina von World Unite!, indem sie uns über wichtige Themen informierte und wir Freiwilligen uns mit ihr über kulturelle Unterschiede austauschen sowie offene Fragen klären konnten.

Bereits wenige Tage später trat ich meine Reise an. Selbst als ich dann am Flughafen in Kapstadt (Südafrika) eintraf, erkundigte sich Claudia sofort nach meinem Wohlbefinden. Alles verlief wirklich reibungslos.

Ich wurde von Sarah und Kos, den Besitzern der Pferdefarm herzlichst empfangen und mit auf die Farm genommen.

Ich möchte mich für die absolut fantastische Vorbereitung beim dem Team von World Unite! bedanken. Die Mitarbeiter sind überaus freundlich, engagiert und beantworten Fragen immer ausführlich und sehr schnell. Ich habe mich super aufgehoben gefühlt und kann sie nur weiterempfehlen!!!

Vielen lieben Dank für alles!

Diana aus Deutschland

Hier findest du alle Infos zu Dianas Einsatzstelle.

Wie du auch in der Quarantäne positiv bleibst

Träumst du auch gerade davon, deine Freunde wieder zu sehen und eine Reise nachzuholen, die du wegen des Coronavirus absagen musstest?
All dies scheint dir aber gerade weit außerhalb aller Möglichkeiten? Unsere Tipps für die Quarantäne helfen dir beim Durchhalten!

In sozialer Isolation zu sein ist schwer: Ob uns die Kontakte zu unseren Freunden und Familien fehlen, wir uns durch Ausgangsbeschränkungen kontrolliert und eingeschränkt fühlen oder das Lesen der Nachrichten dazu beiträgt, dass wir uns traurig oder überwältig fühlen. Obwohl es vielen von uns mit jedem Tag etwas weniger leicht fällt, ist es gerade jetzt wichtig nicht den Mut zu verlieren! Hier ein paar Tipps, wie du auch im Lockdown nicht den Optimismus verlierst.

Erkenne deine Gefühle an!

Wenn wir lange Zeit zu Hause sind, können dadurch schnell negative Gefühle entstehen – Angst, Antriebslosigkeit, Sorgen oder sogar Depression. Umso wichtiger ist es, dass du und deine Familienmitglieder oder Mitbewohner/innen eine positive Einstellung behalten, damit alle diese schwierige Zeit überstehen können. Der erste Schritt in die richtige Richtung ist, deine negativen Gefühle anzuerkennen, anstatt zu versuchen, sie zu übergehen oder zu verdrängen. Für manche Menschen ist es hilfreich, ihre Gefühle aufzuschreiben oder aufzuzeichnen. Du bringst damit deine Gedanken in die reale Welt und hilfst dir selbst, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, was dich bedrückt.

Praktiziere einen gesunden Lebensstil!

Die Möglichkeiten, die viele freie Zeit während der Covid-19-Maßnahmen zu gestalten sind, um ehrlich zu sein beschränkt. Nimm dir daher jetzt die Zeit, dich mit Dingen zu beschäftigen, für die du sonst zu wenig Zeit hast, z.B. gesunde Rezepte nach zu kochen und dich generell mehr mit dem Thema gesunde Ernährung auseinanderzusetzen. Es ist ebenfalls empfohlen, einen strukturieren Tagesablauf mit ausreichend Schlaf beizubehalten. Beim Schlafen regenerieren sich dein Gehirn und Köper und du gibst dir die Möglichkeit, negative Nachrichten und Geschehnisse des Tages zu verarbeiten. Gerade jetzt ist genug Schlaf für unser Wohlbefinden essenziell!

Betreibe regelmäßig Sport!

Bewegung und Sport können dir dabei helfen, Stress und Ängste abzubauen und auch besser zu schlafen. All dies führt letztendlich dazu, dass du dein körperliches Wohlbefinden auch in Krisenzeiten steigerst. Egal ob du draußen spazieren gehst, eine Runde joggst oder ein Home Workout machst – bleib‘ in Bewegung! Viele Sportstudios bieten derzeit Onlinekurse an. Auch auf Plattformen wie Youtube kannst du viele sportliche Videos zum nachmachen finden.

Übe dich in Gelassenheit

Nimm dir täglich 10 Minuten Zeit, um zu meditieren oder dich in Achtsamkeit für deinen Körper und Geist zu üben. Setze dich dafür in eine bequeme Position oder lege dich flach hin. Schließe die Augen und konzentriere dich nur auf deine Ein- und Ausatmung. Wenn dich Außengeräusche ablenken oder deine Gedanken anfangen, zu wandern, ist das ganz normal. Lenke deine Gedanken einfach ruhig auf deine Atmung zurück. Diese Übung kann dabei helfen, dich zu entspannen und Stress und Ängste zu reduzieren.

Vermeide Information-Overload!

In Zeiten von Corona sind wir 24/7 mit Nachrichten bombardiert, die meisten davon sind keine guten und steigern unsere Ängste und Sorgen. Egal ob auf Nachrichtenseiten, im Radio oder in den sozialen Medien – für viele von uns bestimmt das Virus derzeit unseren Nachrichtenalltag. Digitales Detoxing – d.h., dein Handy zwischendurch kurz auszuschalten und ein paar Stunden lang keine aktuellen Virus-Zahlen zu verfolgen – kann dir dabei helfen, ruhiger zu werden und dich darauf zu fokussieren, dass dein Leben aus mehr besteht, als nur Corona.

„Physical Distancing“ statt „Social Distancing“

Gerade jetzt brauchen wir soziale Kontakte mehr denn je, auch wenn wir uns dabei nicht persönlich treffen können. Der Begriff “Social Distancing” ist derzeit in aller Munde und bezieht sich darauf, dass wir unnötige Kontakte mit anderen Menschen vermeiden müssen. Richtigerweise sollten wir jedoch “physical distancing” und nicht “social distancing” betreiben: Nach wie vor können und sollen wir miteinander reden! Nutze Möglichkeiten wie WhatsApp, Skype oder Zoom, um mit deinen Liebsten mit zu videotelefonieren, oder nimm dir für ein körperlich-distanziertes Schwätzchen mit der einsamen Nachbarin von Balkon zu Balkon oder über den Gartenzaun Zeit.

Verliere nicht den Mut!

Auch Covid-19 wird vorübergehen. Versuche, zukunftsorientiert zu denken: Was wirst du als erstes tun, wenn der Lockdown vorüber ist? Eine Krise ist auch immer eine gute Möglichkeit, deine eigenen Prioritäten neu zu setzen, etwa deine Freunde und Familie öfter zu sehen. Was ist mit der Reise, die du schon immer  machen wolltest, aber immer aufgeschoben hast? Vielleicht “nach Corona” dafür genau der richtige Zeitpunkt! Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass du bereits in einiger Zeit an den Lockdown zurückdenken wirst und vielleicht sogar ein paar positive Gedanken damit verknüpfst, z.B. dass du öfter mit deiner Familie telefoniert hast, mehr Zeit für dich hattest und ein entschleunigteres Leben geführt hast?

Wenn du nach Reise-Inspiration für “die Zeit danach” suchst, besuche uns auf unserer Website oder unseren Social Media Kanälen. Wir halten dich auf dem Laufenden über aktuelle Reisebestimmungen und Reisesicherheit in Zeiten von Corona. Unsere Mitarbeiter/innen sind auch jetzt vom Home Office aus für dich da! 🙂

Wir sind auch jetzt vom Home Office aus jederzeit für dich da, um deine Work&-Travel-, Praktikums- und
Freiwilligeneinsatz-Pläne für die “Zeit danach” mit dir zu planen.