Praktika Volunteering Afrika Asien Lateinamerika

Praktika, Freiwilligenarbeit, interkulturelles Lernen in Tansania, Sansibar, Indien, Marokko, Israel, Nicaragua, Bolivien, China, Ghana, Japan u.a.


Leave a comment

Meeresschildkröten- und Naturschutz auf der Tropeninsel Sansibar

Paulina aus Deutschland hat 4 Wochen im Meeresschildkröten- und Naturschutzprojekt in Sansibar verbracht. In unserem Blog schildert sie uns ihre Eindrücke. 

Meine 4 Wochen auf Sansibar, die übrigens viel zu schnell vergangen sind (also unbedingt länger buchen), zählen zu den schönsten Zeiten in meinem Leben. Man lernt nicht nur mit den anderen Volunteers super tolle Menschen kennen, sondern auch alle Mitarbeiter im Projekt sind total nett und man fühlt sich direkt willkommen. Bei Problemen kann man sich auch bedenkenlos bei ihnen melden und es wird immer nach Lösungen gesucht (auch wenn dies aufgrund kultureller Unterschiede ab und zu etwas länger dauert). Heimweh kam bei mir nach dem ersten Tag schon gar nicht mehr vor und ich habe mich echt schnell zuhause gefühlt.

Die Arbeit mit den Schildkröten hat mir viel Spaß gemacht. Es gibt an jedem Tag neben den alltäglichen Aufgaben wie z.B. dem Wasserwechsel, auch andere Aufgaben, die sich wöchentlich wiederholen. Es herrscht eine sehr lockere Arbeitsatmosphäre, sodass die Arbeit eigentlich nie langweilig wird.

Nachmittags finden dann Natur- und Umweltschutzaktivitäten statt. Hier wird angesichts des Müllproblems auf der Insel Plastikmüll zu Möbelstücken, Deko-Artikeln o.Ä. verarbeitet.

Man hat in dem Projekt aber auch genug Freizeit, um Ausflüge zu machen. Mein persönliches Highlight war das Schnorcheln auf Mnemba Island, wobei wir sogar Delfine neben unserem Boot gesehen haben. Andere Ausflüge, die ich gemacht habe, waren z.B. eine Spice Tour (die wirklich viel cooler und interessanter ist, als man sie sich vorstellt) oder ein Wochenende an der Ostküste, wo man super Kite Surfen kann. Man kann aber auch einfach den ganzen Tag im Projekt oder am Strand verbringen.

Ich würde die Reise auf jeden Fall nochmal machen, da man tolle Leute kennenlernt, eine ganz andere Kultur zu Gesicht bekommt und man super runterkommen kann.

Liebe Grüße,

Paulina

Hier findest du die Infos zum Meeresschildkröten- und Naturschutzprojekt. 

Besuche uns auf www.world-unite.de für viele weitere Einsatzmöglichkeiten im Bereich Tier- und Umweltschutz.

Advertisements


Leave a comment

Famulatur, Medizinpraktika & Kulturelles Lernen in Marokko

Wrivu, Bradley und Georgina aus Australien sind mit uns für ihre Famulatur nach Tangier, Marokko, gereist. Dort haben sie nicht nur das medizinische System in ihrem Gastland kennen gelernt, sondern sind auch tief in die lokale Kultur eingetaucht. 

Thank you for helping us coordinate our time in Morocco. Morocco is a beautiful country with an incredible culture, and we really appreciate the way World Unite helped us make the most of our time. You have been professional, kind and gone out of your way to ensure that we are safe and comfortable during our stay, and for that, we are extremely grateful. We also opted take French lessons during our stay in Morocco and I would highly recommend this to anyone considering it, without hesitation. Madame Khadija is a wonderfully humorous teacher and will make the lessons extremely interesting. 

Thanks again,

Wrivu, Bradley and Georgina

Lust auf Ausland? Hier findest du die Infos zu Wrivus, Georginas und Bradleys Praktikumseinrichtung.

Kenntnisse der jeweiligen Landessprache sind in vielen unserer Partner-Projekte nicht erforderlich, werden aber selbstverständlich gerne gesehen! Selbst wenn du nur ein paar Worte in der Landessprache kommunizieren zu kannst, wird dir dies in deinem Gastland viele Türen und Toren öffnen. In Marokko organisieren wir für dich Unterricht in Französisch, Darija und Arabisch.


Leave a comment

Glück ist ansteckend! Paulas Freiwilligeneinsatz in Moshi, Tansania

Unsere Teilnehmerin Paula hat 3 Monate als Freiwillige in Moshi/Kilimanjaro im wunderschönen Tansania gearbeitet. In unserem Blog beschreibt sie, was sie an ihrer Zeit in Tansania am meisten beeindruckt hat. 

Ich war letztes Jahr drei Monate in Moshi, Tansania und es war die beste Zeit meines Lebens!

Moshi ist eine sehr süße kleine Stadt, direkt am Kilimanjaro. Für mich war es wichtig an einen Ort zu kommen, an dem auch andere Freiwillige sind, um neue Leute kennenzulernen, sich über die Erfahrungen austauschen zu können und natürlich auch das Land zu entdecken. Dafür ist Moshi perfekt!

Ich habe dort in einem Waisenheim gearbeitet, in dem 30 Kinder leben, zwischen 0 und 6 Jahren. Die Kinder sind in zwei Gruppen eingeteilt: die Babys und die 2-6-jährigen; ich war bei den älteren Kindern. Von morgens bis abends erlebt man den Tagesablauf der Kinder mit. Man hilft beim füttern, waschen, wickeln, ins Bett bringen und hat ganz viel Zeit mit den Kindern zu spielen! Es war ein schönes Gefühl zu beobachten, wie ich mich mit der Zeit immer besser in die Abläufe und Routinen meiner Einsatzstelle eingliedern und diese aktiv unterstützen konnte.

An den Wochenenden habe ich oft mit anderen Freiwilligen Ausflüge an andere Orte in der Umgebung Moshis gemacht. Das war ein richtig schöner Ausgleich und eine Chance, mehr vom Land zu sehen! In meinen drei Monaten Tansania habe ich es auch geschafft eine Safari zu machen und für eine knappe Woche nach Sansibar zu fahren, was ich sehr empfehle.

Ich bin unfassbar dankbar für diese prägende, schöne Zeit und kann gar nicht in Worte fassen wie sehr ich diesen Ort und vor allem die Kinder vermisse. Ich würde jedem der Lust hat mit Kindern zu arbeiten, bzw. Zeit zu verbringen diese Erfahrung empfehlen! Man kann in Moshi und mit World Unite! natürlich auch in anderen Bereichen als mit Kindern arbeiten.

Hinzu kommt, dass die Kultur in Tansania unglaublich beeindruckend und beglückend ist, die meisten Menschen so offen, liebevoll und gastfreundlich sind, dass man sich sofort aufgehoben und willkommen fühlt. Ich habe während meiner Zeit in Tansania gelernt, dass man auch mit wenig zufrieden sein kann und dass eine positive und glückliche Ausstrahlung ansteckt!

Liebe Grüße,

Paula (Deutschland)

Besuche uns auf unserer Website für mehr Infos zu Paulas und weiteren Freiwilligenprogrammen!


Leave a comment

Im „Sansibar-Fieber“ – Sarahs Freiwilligeneinsatz in der Dhow Countries Musikakademie

World Unite! Teilnehmerin Sarah hat im Sommer einen Freiwilligeneinsatz in der Musik-Akademie in Sansibar absolviert. Warum sie jetzt total im Sansibar-Fieber ist, erzählt sie uns hier: 

 

“… Jambo, Jambo bwana

Habari gani, nzuri sana… “

Wer Sansibar besucht, kommt unweigerlich in den Genuss dieses musikalischen Ohrwurms. In den Gassen von Stone Town, gesungen von Kindern, Touristenführern und natürlich von den zahlreichen Beachboys am Strand. Das Lied gehört unter anderem auch zu meinen ersten Eindrücken an meinem neuen Arbeitsort – der Dhow Countries Music Academy Zanzibar, kurz DCMA.

Meine Hauptaufgabe an der Akademie bestand darin, die Studenten in Klavier sowie Klavierimprovisation zu unterrichten. Zudem kamen immer wieder kleine Büroarbeiten oder Unterstützung in Theoriefragen dazu.

Als Musiklehrerin war für mich die Herangehensweise, mit der die Studenten Stücke lernen, besonders spannend zu beobachten. Obwohl sie über eine fundierte Theoriebasis verfügen, arbeiten sie in erster Linie übers Gehör. Oftmals werden Passagen auch geklatscht und gesungen, damit sie wirklich verinnerlicht werden. Obwohl die meisten ihr Instrument erst mit Eintritt in die Akademie zu spielen beginnen, machen sie rasch große Fortschritte, da sie bereits ein tiefes Musikverständnis und unermüdlichen Lerneifer mitbringen. Eine weitere Auffälligkeit ist die unverkrampfte Selbstverständlichkeit, mit der die Leute hier Musik machen. Egal auf welchem Niveau sie sind, spielen und singen sie miteinander und unterstützen sich gegenseitig.

Es erklingt traditionelle sansibarische/ostafrikanische neben westlicher klassischer Musik. Natürlich werden auch oft Populärmusik sowie Eigenkompositionen der Studenten gespielt, die von ihrem Leben und ihren Erfahrungen berichten.

Ein ganz normaler Tagesablauf in Stone Town sah ungefähr folgendermaßen aus:

Zwischen 5.30 Uhr und 6 Uhr erklingt der Ruf des Muezzins aus der kleinen Moschee direkt gegenüber. Seine Stimme mischt sich unter die ca. 50 andern Gesänge von nah und fern und verwebt sich zu einem summenden Klangteppich, dem sich die beiden Nachbarshähne lautstark und ausdauernd anschliessen.

Gemütliches Aufstehen, Duschen, Rucksack packen.

Frühstück im Stone Town Café und dann der gemütliche Spaziergang zur Akademie: Vorbei an Joe’s Corner, vorbei an den Frauen, die vor den noch geschlossenen Läden frische Chapati und Porridge für Familie und Freunde zubereiten. Fahrräder und Roller flitzen ganz im Gegensatz zur allgemeinen „pole pole“-Manier durch die Gassen und es setzt eine hohe Aufmerksamkeit voraus, dass keine Unfälle passieren.

Die Akademie ist noch ganz ruhig, noch ist kaum jemand da.

Um 9 Uhr kommt mein erster Klavierstudent und wir starten den Tag mit einem Präludium von J.S. Bach. Nach und nach beginnt das Haus zu klingen; die Studenten kommen zum Unterricht oder zum Üben. Diejenigen, welche kein eigenes Instrument besitzen, können sich eines aus der Bibliothek ausleihen.

Nach vier bis sechs Lektionen ist meine Unterrichtstätigkeit beendet und ich kann den Rest des Tages nach Lust und Laune gestalten. Sei dies mit Jam-Sessions mit den Studenten oder kleinen Büroarbeiten an der Akademie, oder einem Strandausflug mit andern Volunteers oder aber auch mit einem gemütlichen Stadtbummel. Meistens verbringe ich die Nachmittage mit den Leuten von der Akademie oder besuche später eins ihrer Konzerte.

Gegen Abend treffe ich mich mit andern Volunteers zum Abendessen und anschließend machen wir noch einen Abstecher zum Night Market, wo wir den Tag wie so oft bei einen würzig-scharfen Spice Tea ausklingen lassen.

Was mir an meinem Aufenthalt auf Sansibar am meisten gefallen hat, ist die wohlwollende Herzlichkeit und ansteckende Lebensfreude der Menschen hier. Zu meinen persönlichen Höhepunkten gehörte ganz klar der Besuch bei der Familie eines Studenten in seinem Heimatdorf. Es war eine einzigartige Erfahrung, Einblick in ihre Kultur und Lebensweise erhalten zu dürfen.

Auch Ausflüge wie der Besuch einer Spice Farm oder der Abstecher zum Schildkrötenprojekt in Nungwi mit einer anschließenden Schnorcheltour waren durchaus lohnenswert.

Die vier Wochen an der Musikakademie DCMA zählen mit zum Besten, was ich je erlebt habe. Es war ein Vollbad in der sansibarischen, bzw. ostafrikanischen Kultur und mich hat buchstäblich das „Sansibarfieber“ gepackt.

Mein Dank geht an World Unite! und an Professor Mitchel Strumpf, Academic Director der DCMA, sowie seine Mitarbeiter und selbstverständlich an die Studenten der Musikakademie, die meinen Sansibaraufenthalt für mich unvergesslich gemacht haben und mit denen ich noch immer in engem Kontakt stehe.

Vom ersten Augenblick an habe ich mich auf Sansibar und speziell an der DCMA wie zu Hause gefühlt – Musik ist im wahrsten Sinne eine Universalsprache.

„…wageni, mwakaribishwa

Zanzibar yetu, hakuna matata.“

Sarah, Schweiz

Möchtest du wie Sarah einen Freiwilligeneinsatz in der Musikakademie machen? Hier findest du dazu alle Infos. 

 


Leave a comment

Pädagogik-Praktikum Bolivien: Jessica & Tamara in Cochabamba

World Unite!-Teilnehmerinnen Jessica und Tamara aus Deutschland haben vor Kurzem ein Praktikum für ihr Pädagogik-Studium in einer Betreuungseinrichtung für Kinder in Bolivien absolviert. Hier kannst du ihre Erfahrungen nachlesen! 

Da wir Pädagogik studieren, haben wir uns für ein Praktikum in einer Einrichtung für benachteiligte Kinder entschieden. Bei der Wahl des Landes haben uns World Unite! bzw. Katharina (unsere Kontaktperson bei World Unite!) sehr gut geholfen und uns unseren Wünschen entsprechend viele verschiedene Vorschläge gemacht.

Schlussendlich haben wir 3 uns für Bolivien entschieden, da uns Südamerika wegen der Kultur und der Natur sehr angesprochen hat. Krankheitsbedingt konnte eine Freundin leider nicht mitreisen. Auch hier hat ihr World Unite  geholfen und ist ihr bezüglich der Kosten entgegen gekommen. Insgesamt haben wir 2 Monate in Südamerika verbracht, davon waren wir 1 Woche in Chile, 4 Wochen in Bolivien, wo wir das Praktikum in Cochabamba absolvierten und 3 Wochen in Peru.

Während des Praktikums haben wir in der Unterbringung einer Sprachschule gewohnt, die von unserer örtlichen World Unite!-Betreuerin Mauge geleitet wird.

Wir wurden von allen herzlich aufgenommen und bei verschiedensten Situationen (Visum, Krankheit, Arbeit …) sehr gut beraten.

Auch die Betreurinnen im Projekt waren äußerst freundlich, jedoch wären können wir im Nachhinein sagen, dass Spanisch-Kenntnisse von Vorteil für die Tätigkeit sind.

Insgesamt war die Reise eine besondere Erfahrung und wir würden es jederzeit wieder machen und auch weiterempfehlen.

Liebe Grüße,

Tamara und Jessica, Deutschland

Hier findest du die Infos zu Tamaras und Jessicas Praktikumsstelle. 

Gern organisieren wir dir auch Spanisch-Sprachunterricht in Cochabamba! 


Leave a comment

Nachwuchs in der Schildkrötenstation in Sansibar

Unsere Teilnehmerinnen Emily und Elisabeth sind derzeit gemeinsam mit anderen Freiwilligen in der Meeresschildkrötenstation in Sansibar tätig und konnten live das Schlüpfen zahlreicher kleiner Schildkrötenbabys erleben. 

Die Meeresschildkrötenstation in Nungwi hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Populationen der Schildkröten rund um das Archipel zu schützen. Zu diesem Zweck werden hin und wieder Nester der umliegenden Insel geborgen, damit die Quote der Überlebenden Tiere erheblich gehoben werde kann. Dieses Mal durften wir dabei sein!

Wir sind nach Tumbatu Island gefahren, um dort nach Nestern zu suchen. Die Insel ist für Touristen nicht zugänglich, weshalb es natürlich eine umso größere Ehre für uns war, dort mit gehen zu dürfen.

Wirklich ein Nest zu finden, ist dann aber doch sehr selten, weshalb wir uns einfach auf einen schönen Ausflug freuten, aber unsere Hoffnungen auf einen Fund recht klein hielten.

Wir haben dann an diesem unglaublich schönen Strand nach den Nestern geschaut und beim dritten Versuch auch ein frisches gefunden. Da das Nest sehr nah an der Wasserkante gebaut war, mussten wir es evakuieren und haben es mit in unsere Station genommen. Die Eier sind recht tief eingegraben, weshalb man vorsichtig seinen Weg zu Ihnen graben muss. Wenn man dann auf der Höhe der Eier ist, wird jedes einzelne in eine Wanne, die mit Sand aufgefüllt war, gelegt. Die sehr weichen kleinen Eier durften dabei nicht gedreht oder beschädigt werden, damit es die Babys nicht beeinträchtigte.

Dabei schlüpften schon einige Frühchen, sodass wir live bei einer Schildkrötengeburt dabei sein konnten. Das zu sehen, war wahnsinnig spannend und wie gesagt extrem selten, dass Volontäre dabei sein konnten. Als wir alle 75 Eier für den Transport vorbereitet hatten, sind wir dann noch die Fischernetze um die Insel abgetaucht, um auch dort (wenn nötig) Tiere zu bergen, zum Glück fanden wir keine auf.

Schon zwei Tage darauf sind fast alle Tiere geschlüpft und nach 24 Stunden im Sand, in denen sich der Bauchpanzer schließen muss, sind die Tiere jetzt im Wasser. Es bedarf noch einiger Übung sich im Wasser zu orientieren, aber soweit sehen alle 75 Babys ganz gut aus.

Unglaublich, an so einem Naturschauspiel Teil haben zu dürfen!

Hier findest du die Infos zu diesem Program! 

 


Leave a comment

Mit Musik Grenzen überschreiten: Annas Freiwilligeneinsatz in der Musikakademie in Sansibar

Unsere Teilnehmerin Anna-Katharina hat für 6 Wochen einen Freiwilligeneinsatz in der Musikakademie in Sansibar absolviert. Warum sie durch ihren Aufenthalt neben musikalischer auch viel Lebenserfahrung gesammelt hat, kannst du hier nachlesen. 

 

Ich habe im August und September 2017 in der Dhow Countries Music Academy in Stown Town einen Freiwilligeneinsatz absolviert und dort eine wunderschöne Zeit verbracht, die ich niemals vergessen werde. Die Angestellten der Akademie und vor allem der Schulleiter sind unglaublich herzliche und liebevolle Menschen, die mich direkt in ihre Familie aufgenommen haben. Auch die Studenten der Akademie waren ausnahmslos freundlich zu mir und gaben mir sofort das Gefühl, zu ihnen zu gehören.

Ich habe in der Music Academy Geige unterrichtet und werde im Oktober 2017 auch mit meinem Geigenstudium beginnen.

Die Art und Weise, wie in Sansibar musiziert wird, sowie der lokale Musikstil unterscheiden sich sehr davon, wie ich in Deutschland zu musizieren gelernt habe. Ich habe daher während meiner Zeit sowohl versucht, über die lokale Musik zu erlernen, als auch meinen Schülern europäische Musik beizubringen. Die Schülerinnen und Schüler waren stets mit großem Ehrgeiz bei der Sache und ich konnte mit Freude die immensen Fortschritte beobachten.

Da mein Aufenthalt zum Teil in die Ferienzeit der Akademie fiel, in der kein regulärer Unterricht stattfindet, beteiligte ich mich in Eigeninitiative auch an anderen Aktivitäten und Aufgaben in der Akademie. Aber auch hier fand sich immer etwas.

Mein absoluter Favorit war der Trommelunterricht, den mir ein einheimischer Student gab. Teilweise habe ich auch Unterricht in Taraabmusik bekommen, dem traditionellen Musikstil auf Sansibar. Damit war ich jedoch heillos überfordert, da es von meinem gewohnten westlichen Notensystem sehr abweicht. Dennoch weiß ich jetzt, wie Taraabmusik funktioniert und wie schwer sie doch auch perfekt zu spielen ist.

Da es leider mit meiner Fluglinie Probleme gab, konnte ich meine eigene Geige nicht nach Sansibar mitbringen und habe mit stattdessen vor oder in der Akademie eine Geige geliehen. Ich würde empfehlen, wenn du ein Musikinstrument mitbringen möchtest, ein älteres Instrument zu wählen, das du dann als Geschenk in der Akademie lassen kannst.

Ich bin unglaublich dankbar darüber, wie viel ich in der Musikakademie sowohl an musikalischer, als auch an Lebenserfahrung gewonnen habe. Allen Musikinteressierten empfehle ich wärmstens einen mehrwöchigen Freiwilligeneinsatz dort!

Viele Grüße,

Anna-Katharina, Deutschland

Interessierst du dich für musikalischen Austausch und möchtest deine musikalischen Kenntnisse gerne teilen und weitergeben, sowie neue Musik-Stile erlernen? Hier findest du die Infos zu Anna-Katharinas Einsatzstelle.