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Praktika, Freiwilligenarbeit, interkulturelles Lernen in Tansania, Sansibar, Indien, Marokko, Israel, Nicaragua, Bolivien, China, Ghana, Japan u.a.


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Die 4 besten Städtetrips von Berlin aus!

Berlin ist ein großartiges Reiseziel, wenn du Lust auf neue Erfahrungen hast und eine Stadt erkunden möchtest, in der immer etwas los ist! Allerdings gibt es nicht nur in Berlin viel zu sehen, sondern auch in nahe gelegenen Städten, in denen du die wunderschöne Natur Deutschlands, zauberhafte Schlösser sowie spektakuläre Parks bewundern kannst! Nutze deinen Work & Travel-Aufenthalt in Berlin für ein paar spannende City-Trips!

 


Lass’ uns hier gemeinsam auf eine kleine Reise gehen, die dich für deine Tagesausflüge inspirieren soll:

Erster Halt: Potsdam

Wusstest du, das Potsdam die Hauptstadt des deutschen Bundeslandes Brandenburg ist und nur etwa 25 km von der Berliner Innenstadt entfernt liegt? Vom Berliner Hauptbahnhof erreichst du den Hauptbahnhof in Potsdam mit der S-Bahn in nur ca. 40 Minuten. Potsdam ist eine wunderschöne historische Stadt und sehr berühmt für ihre atemberaubenden Schlösser, unter anderem Schloss Sanssouci. Eine große Anzahl der Parks und Schlösser, die du in Potsdam sehen kannst, steht auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Das Beste daran: Du kannst dir viele der Sehenswürdigkeiten an nur einem Tag ansehen, da alle Ort einfach mit dem Fahrrad oder zufuß erreichbar sind!


Zweiter Halt: Bad Muskau

Hast du jemals von diesem Ort gehört? Wenn nicht, dann wird es jetzt Zeit, denn Bad Muskau ist wirklich einen Besuch wert. Die Stadt liegt an der Grenze zu Polen und ist bekannt für ihr Schloss sowie die wunderschönen Landschaftsgärten. In etwa 2 Stunden und 40 Minuten erreichst du Bad Muskau von Berlin. Wenn du nach Bad Muskau reist, solltest du unbedingt den Muskau-Park besuchen, einer der wenigen UNESCO-Welterbestätten in zwei Ländern – Deutschland und Polen.


Dritter Halt: Bremen

Eine Fahrt nach Bremen dauert von Berlin aus je nach Verkehrsmittel ca. 3-4 Stunden. Die längere Anfahrt lohnt sich, den Bremen solltest du auf keinen Fall verpassen: Bremen ist ein wichtiges kulturelles und wirtschaftliches Zentrum Deutschlands, und du kannst Orte wie das Bremer Rathaus, das Bremer Theater, die Böttcherstraße sowie zahlreiche Museen und historische Plätze erleben. Wusstest du auch, dass Bremen aus dem Märchen der Gebrüder Grimm die „Bremer Stadtmusikanten“ bekannt ist?


Letzte Station: Dresden

Dresden ist eine Stadt im Osten Deutschlands und die zweitgrößte Stadt an der Elbe (Hamburg ist die Nummer eins). Mit dem Zug erreichst du sie von Berlin in ca. 2 Stunden. Du kannst dich auf zahlreiche Parks und Kulturdenkmäler freuen. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß erreichbar und du kannst wunderschöne Orte wie die Brühlsche Terrasse, den Zwinger, die Dresdner Frauenkirche und vieles mehr erkunden.

 

Schau dir unser Work & Travel Programm in Berlin an!


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Freiwilligenarbeit in der Physiotherapie in Tansania

Lisa aus Deutschland arbeitet als Physiotherapeutin für Kinder. Dieses Jahr hat sie sich dazu entschlossen, ihren Urlaub mit einem Freiwilligeneinsatz an einer Schule für geistige und körperlich behinderte Kinder in Tansania zu verbringen. Hier kannst du alles über ihre Erfahrungen nachlesen!

Ich bin Lisa, bin 26 Jahre alt und arbeite in Deutschland als Kinder-Physiotherapeutin.
Dieses Jahr hatte ich Lust auf einen besonderen Urlaub und wollte ein kleines Abenteuer erleben. Nach ein wenig Recherche bin ich auf World Unite! aufmerksam geworden, und so kam es, dass ich für 4 Wochen nach Moshi (Tansania) geflogen bin, um dort an einer Förderschule für geistige und körperlich behinderte Kinder zu arbeiten.

Meine Einsatzstelle:

In Moshi angekommen, wurde ich von den Koordinatoren zum BCC- Office (die Organisation, die in Moshi insgesamt 7 Förderschulen betreut) begleitet. Dort wurde entschieden, dass ich in die Schule Moshi-Pasua kommen sollte. Eine sehr gute Entscheidung, denn in der Schule wurde ich direkt von allen herzlich empfangen. 11 Kinder im Alter von 2 ½ und 11 Jahren mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen werden dort unter der Woche von 2 Lehrern betreut.

Ein typischer Tagesablauf:

Die ersten Tage verbrachte ich erstmal etwas beobachtend, um zu sehen, wie dort die Tagesstrukturen sind und wie ich mich am besten in den Alltag integrieren konnte. Die Kinder wurden meist zwischen 8-9 Uhr von ihren Eltern zur Schule gebracht. Nachdem alle Kinder im Klassenraum angekommen waren, wurde gemeinsam gebetet und gesungen. Im Anschluss sollte jedes Kind das aktuelle Datum aufsagen. Zwar gab es nur einen Jungen, der sprechen konnte, trotzdem wurde jedes Kind einzeln aufgerufen und es wurde mit ihm zusammen gesprochen. Am Ende wurde für das jeweilige Kind gesungen z.B. „Well done, well done, Jonathan! Keep it up!“. Ein tolles Ritual, was jedes Kind für einen kurzen Augenblick positiv in den Mittelpunkt stellt und es willkommen fühlen lässt. Im Anschluss wurden einigen Kindern Hefte ausgeteilt, wo sie versuchen sollten Zahlen zu schreiben.

Ich nutzte diese Zeit meist, um mit den körperlich schwer beeinträchtigen Kindern Physiotherapie zu machen. Neben dem Klassenraum gab es sogar einen kleinen Therapieraum, der mit Matten ausgestattet war. Aus Deutschland hatte ich zusätzlich einiges an Therapiematerial mitgebracht, z.B. auch einen Gymnastikball, weil ich nicht wusste, was mich dort erwarten würde. Gegen 10:30 Uhr gab es für die Kinder einen Frühstücksporridge (Uji) zu trinken. Ein paar Kinder mussten gefüttert werden und andere ermutigt werden, ihren Uji auszutrinken. Danach hatten die Kinder Zeit zum freien Spiel. In dieser Zeit konnte ich mit weiteren Kindern Physiotherapie machen oder mich einfach so mit den Kindern beschäftigen. Um 13 Uhr gab es Mittagessen, welches von der Schulköchin jeden Tag frisch zubereitet wurde. Auf den Tisch kamen typische tansanische Gerichte mit Reis oder Ugali. Da viele der Kinder aus recht einfachen Verhältnissen kommen, ist es für die Schule wichtig, dass die Kinder mindestens eine ausgewogene Mahlzeit am Tag bekommen, die sie mit ausreichend Nährstoffen versorgt, um so einer Mangelernährung entgegen zu wirken. Ähnlich wie beim Frühstück half ich einigen Kindern das Essen anzureichen, aber auch beim anschließenden Saubermachen der Gesichter und Tische.

Ein Mädchen hatte aufgrund ihrer starken Tetraparese erhebliche Schluckschwierigkeiten und somit Probleme mit der Nahrungsaufnahme. Kinder wie sie, würden in Deutschland künstlich ernährt werden. Da dies aber in Tansania nur schwer möglich ist, nehmen die Lehrer sich für jede Mahlzeit fast 1 Stunde Zeit, um ihr trotzdem Nahrung zuzuführen.

Nachdem die Kinder fertig gegessen hatten, bekamen die Angestellten Essen, während die Kinder sich eigenständig beschäftigen sollten. Das Essen war sehr lecker und am meisten freute ich mich, wenn es Reis mit Bohnen und Spinat gab. Die restliche Zeit des Tages sollten die Kinder wieder zum freien Spielen nutzen. In dieser Zeit konnte ich weitere Therapie machen, aber häufig versuchte ich mehrere Kinder gleichzeitig in Aktivitäten zu involvierten wie z.B. die Hängematte im Klassenraum zu nutzen, Spiel mit Luftballons, das Drehkarussel auf dem Schulhof bewegen und so weiter. Gegen 16 Uhr wurden die Kinder von ihren Eltern oder älteren Geschwistern abgeholt.

Die Art und Weise wie die Lehrer mit den Kindern umgingen, war sehr liebevoll, aber leider hat nur wenig individuelle Förderung stattgefunden. Dies liegt glaube ich zum Teil daran, dass es ihnen einfach an Wissen fehlt, aber auch an Personal mangelt. In der Klasse befinden sich 11 Kinder, von denen alle mehr Aufmerksamkeit bräuchten. Ein Lehrer war meistens mit Wickeln beschäftigt, da 6 von 11 Kindern inkontinent waren und 2 weitere Hilfe beim Toilettengang benötigten. Natürlich habe ich in Deutschland schon gewickelt, da aber Windeln für einige Familien zu teuer sind, wurden die Kinder in Stofftücher sowie eine Plastiktüte gepackt. Diese alte Art des Wickelns war für mich auch eine neue Erfahrung und ich musste mir erst einmal die richtige Technik zeigen lassen.

Ergotherapeutische Angebote:

Alle 1-2 Wochen kommt die Schulergotherapeutin für einige Stunden vorbei. Die Ordensschwester ist für über 100 Kinder des BCC in Moshi zuständig. Sie hat tolle Ideen für die Therapien der Kinder und entwirft für jedes Kind einen Therapieplan, der meiner Meinung nach auch gut auf die Kinder abgestimmt ist. Allerdings ist ihre Zeit so begrenzt, dass sie dies gar nicht richtig in die Tat umsetzen kann. Die Schwester hat auch ein Auge auf die Hilfsmittelversorgung der Kinder, z.B. angepasste Schuhe, Tische und auch Rollstühle.

Physiotherapeutische Aktivitäten:

Mit den Kindern, die eine körperliche Beeinträchtigung haben, arbeitete ich ganz klassisch physiotherapeutisch nach Bobath, um ihre motorischen Fähigkeiten und ihre Mobilität zu verbessern. Ich zeigte den Lehrern, wie auch sie die Kinder über die Gestaltung des Umfelds fördern können. Ob sie dies auch weiterhin umsetzen, weiß ich natürlich nicht. Mit dem Kind, was eine Tetraparese hat, arbeitete ich besonders intensiv. Dieses Mädchen ist 4 Jahre alt und sitzt im Rollstuhl. Obwohl sie nicht sprechen kann, hat sie ein gutes Sprachverständnis und arbeitete sehr ausdauernd in der Therapie mit. Mein Ziel war es, ihre Rumpfstabilität und -aufrichung soweit zu verbessern, dass sie besser schlucken kann. Leider waren 4 Wochen zu kurz um große Fortschritte zu erzielen, aber ich hoffe, dass ihre Mutter die gezeigten Übungen Zuhause fortführt.

Individuelle Förderung:

Da nicht alle Kinder eine starke körperliche Beeinträchtigung haben, aber dennoch viel Förderung benötigten, schaute ich mir an, wie ich jedes Kind individuell am besten fördern konnte. Die Kinder waren es nicht gewöhnt, dass sich jemand mit ihnen 1:1 beschäftigt. Sie buhlten richtig um meine Aufmerksamkeit und wurden teilweise eifersüchtig, wenn ich mich mal mit einem anderen Kind beschäftigte, aber auch das mussten sie lernen. Man konnte richtig merken, wie sie die Zeit genossen, in der es nur um sie ging und sie Neues lernen konnten. Einigen Kindern gelang es zum Beispiel ein einfaches Steckpuzzel zu machen, von dem sie vorher nur die Teile durch die Gegend geworfen hatten. Zur Anbahnung von Sprache gab es verschiedene Bildkarten (z.B. Elefant, Haus, Händewaschen) – die Kinder brachten die Karten immer wieder zu mir und ich wiederholte die Wörter. Obwohl es mit dem Nachsprechen nicht so richtig klappen wollte, merkte man, dass die Kinder die Antworten genau wussten. Ein schöner Nebeneffekt war, dass ich einige neue Wörter auf Swahili dazu lernen konnte.

Manche Praktiken waren selbstverständlich ungewohnt, z.B. der Umgang mit hyperaktiven, zum Weglaufen neigenden Kinder, für die häufig das Verständnis zum Umgang und Ausdauer für die Betreuung fehlen. Nachdem ich eines dieser zappeligen Kinder Zeit gewidmet und mit ihm etwas zur Körperwahrnehmung gemacht hatte, war ich über die positive Veränderung sehr erstaunt. Auf einmal war es viel ruhiger, konnte sich mit einem Spiel beschäftigen und war auch deutlich besser im Kontakt.

Mein schönstes Therapieerlebnis:

Mein schönstes Therapieerlebnis war aber ein kleines Mädchen, welches mir ständig am Rockzipfel hing und genau beobachtete was ich so tat. Die Wochen zuvor hatte ich ihr beigebracht, wie man sich richtig die Hände wäscht. Vor dem Mittagessen stehen die Kinder in einer Schlange, um sich nacheinander die Hände zu waschen (die meisten benötigten etwas Hilfe). Hinter ihr stand ein Mädchen mit einer Halbseitenlähmung. Nachdem sie sich selber die Hände gewaschen hatte, blieb sie stehen und nahm beide Hände des Mädchens hinter ihr und half ihr beide Hände zu waschen. Es sind zwar nur kleine Fortschritte, aber trotzdem verschafften mir diese große Freude.

Schule in Karanga:

An zwei Tagen bin ich auch zu einer anderen Schule in Karanga gefahren. Karanga liegt etwas außerhalb des Stadtzentrums und ohne eine BCC-Mitarbeiterin wäre ich wohl niemals dort angekommen. Diese Schule ist ganz anders als die in Pasua. Hier gibt es auch viele ältere Schüler, die einige kleinere Aufgaben übernehmen und sogar bei der Versorgung der jüngeren Schüler mithelfen. Therapie konnte ich hier mit zwei sehr schwer betroffenen Kindern machen. Zu meiner Überraschung war das Interesse der Lehrerinnen groß, sie sahen die positiven Effekte und wollte auch lernen, wie sie die Übungen mit den Kindern machen können.

Ein 8-jähriger Junge im Rollstuhl, welcher mich bei der Therapie mit anderen beobachtete, fragte ob ich nicht auch mit ihm üben könne. Er hatte so viel Freude daran, dass er von den Übungen gar nicht genug bekam und unbeirrt weitermachen wollte. Die Gehübungen haben ihn überglücklich gemacht.

BCC Special Olympics:

Ich hatte große Glück, dass während meines Aufenthaltes die „ BCC-Special-Olympics“ stattfanden. Einmal im Jahr kommen alle Kinder der 7 Förderschulen zusammen und verbringen einen gemeinsamen Tag zusammen. Jede Schule führt etwas auf, es gibt Essen, es wird getanzt, gespielt, gesungen und gelacht. Alle hatten viel Spaß.

Freitzeit:

Natürlich habe ich nicht den ganzen Tag gearbeitet, sondern auch viel Zeit mit den anderen Teilnehmern verbracht. Zu diesem Zeitpunkt waren noch ca. 10 andere Freiwillige dort. Nach und nach kamen nachmittags alle „nachhause“ und berichteten von ihren Erlebnissen des Tages. Es war ein schönes Gemeinschaftsgefühl mit so vielen Leuten gemeinsam zu kochen, zu essen und zu quatschen. Manchmal sind wir auch gemeinsam in ein Restaurant gegangen. Direkt an meinem ersten Abend haben wir eine Sunset-Tour gemacht, wo wir auf dem Dach eines umgebauten Partybusses den Sonnenuntergang genießen konnten. Auch ist ein Besuch im „Redstone“, einer Diskothek in Moshi, nur zu empfehlen. Hier zu tanzen und den anderen Tänzern zuzuschauen, macht super viel Spaß.

Ausflug zu den Hot Springs:
Ein anderer Freiwilliger hat als Überraschung für Kinder aus einem Waisenhaus, eine Tour zu den Hotsprings organisiert. Gemeinsam mit den 22 Kindern sind wir in einem vollbesetzten Daladala bei extrem lauter tansanischer Popmusik dorthin gefahren und haben einen entspannten Tag mit Schwimmen und Fußballspielen verbracht.

Safari, Kaffeetour, Wandern in den Usambara Bergen:
An den Wochenenden war Zeit für eigene Ausflüge. Wenn man schon einmal in Tansania ist, darf eine Safari auf keinen Fall fehlen. Die Tiere zu sehen war einfach unbeschreiblich schön. Neben der Safari war ich ebenso beim Gate zum Kilimanjaro, bei Wasserfällen, einer Kaffeeführung und einem tansanischen Höhlendorf. Gemeinsam mit 3 anderen Freiwilligen, habe ich ein ganzes Wochenende in den Usambara Bergen zum Wandern verbracht. Neben der schönen Landschaft und der tollen Aussicht, konnten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang sehen. Diese Tour zählt auf jeden Fall zu meinen Highlights. Es war ziemlich abenteuerlich, aber gleichzeitig hatten wir besonders viel Spaß.

Ich hatte eine wunderschöne Zeit in Moshi, ich habe viele tolle Leute kennengelernt und eine Menge erlebt.

Kind regards,

Lisa (from Germany)

Hier findest du alle Infos zu Lisas Einsatzstelle!


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Julias Abenteuer in den Mother Nature Camps in Sansibar und Kilimanjaro

Julia aus Deutschland hat ein Praktikum in den Mother Nature Camps von World Unite! auf der tropischen Insel Sansibar und an den Hängen des Kilimanjaro in Tansania absolviert. Hier kannst du alles über ihr 6-monatiges Abenteuer lesen.

Nachdem ich nun seit einem Monat wieder in Deutschland bin, kann ich die 6 Monate, die ich in Tansania verbracht habe, immer noch kaum zusammenfassen. Ich hatte eine tolle Zeit im Mother Nature Camp auf Sansibar, arbeitete in verschiedenen Umweltprojekten, lebte im gemütlichen Wald Camp, umgeben von einem tropischen Wald, mit Buschbabys (kleinen Affen), die auf die Bäume klettern und regelmäßig das Camp besuchen. Ich vermisse das tropische Wetter, einschließlich der Regenzeit, die auch interessant zu erleben war.

Meine Aufenthalte in Sansibar und Tansania standen im Zusammenhang mit meinem Studium der Anthropologie und Geographie. Ich habe viele wertvolle Erfahrungen in Bezug auf Naturschutz, nachhaltige Entwicklung oder den Umgang der Einheimischen mit Müll und Recycling gesammelt.

Sansibar

Meine Aktivitäten auf Sansibar waren vielfältig: Ich lernte die Bedeutung der Mangrovenpflanzen für das lokale Ökosystem kennen und half beim Pflanzen von Samen; ging in Schulen, um dort über Plastikverschmutzung zu sprechen, gefolgt von einem Clean-Up; arbeitete in dem kleinen Zoo im Dorf; half auch beim Aufbau einer Schule und bei der Gestaltung der Wandbilder.

Mein Praktikum beinhaltete viel Arbeit mit den Händen und handwerkliches Können, worüber ich mich nach monatelangem Studium und Prüfungen sehr gefreut habe. Es hat mir gezeigt, wie ein Arbeitsalltag in Tansania und Sansibar aussehen kann. Ich schätzte besonders die entspannte Haltung der meisten Menschen in meiner Umgebung, die dazu neigen, ruhiger und entspannter mit ihren Vorhaben umzugehen, als ich es aus Deutschland gewohnt bin. Aber am Ende haben die meisten Dinge auf die lokale Art und Weise geklappt, auch wenn die Zeitpläne zuerst nicht immer eingehalten wurden.

Mit Mohamed, Zayneb und den Brüdern Minimo und Sadam im Camp fanden wir alle eine neue Familie, die uns auf die schönste Art und Weise integriert hat, mit der wir wunderbare Gespräche führen konnten und die es uns ermöglichte, Teil der Kultur und des Lebensstils Sansibars zu werden! Wie man die köstlichen lokalen Gerichte zubereitet? Mit welchen Techniken  Kleidung von Hand gewaschen wird? Wie ist das Leben in Rhamdan, dem Monat des Fastens? Was denken Jugendliche über Beziehungen, Ehe und Religion?

Schritt für Schritt lernte ich auch mehr Swahili und konnte mich mit den Einheimischen ein wenig unterhalten.

World Unite!! kann dir Swahili-Sprachkurse in Tansania und Sansibar mit erfahrenen lokalen Lehrern ermöglichen!

Nach 2,5 Monaten zog ich nach Nungwi, einem Dorf im Norden der Insel. Dort setzte ich mein Praktikum in einem Schildkrötenschutzprojekt fort und half, die vom Aussterben bedrohten Meeresschildkröten zu retten. Ich hatte dabei sogar die Gelegenheit, mich um frisch geschlüpfte Babyschildkröten zu kümmern. Nachdem ich im Wald und im Dorf gelebt habe, habe ich nun zwei Wochen lang am Meer gelebt, was mir ein bisschen Urlaubsgefühl verlieh, bevor ich schließlich auf das Festland ging.

Tanzania

Genauer gesagt in die Region um Moshi und den Kilimandjaro. Als ich ankam, war das eigentliche Mother Nature Camp Kilimanjaro noch nicht fertig und die Freiwilligen hatten die Möglichkeit, beim Bau mitzuhelfen, den Boden für das Pflanzen von Grassamen vorzubereiten, Wege anzulegen und natürliche Dekorationselemente zu arrangieren und auch Beete für den Gemüseanbau vorzubereiten.

Das Hauptziel war jedoch die Zusammenarbeit mit einer örtlichen Baumschule. Zusammen mit den „Mamas“ des Dorfes pflanzten wir regelmäßig Bäume in der Umgebung, suchten kleine Setzlinge, halfen aber auch im Dorf, wenn in der Gemeinde etwas zu tun war. Nebenbei haben wir auch ein Upcycling-Projekt zum Recyceln von Plastikflaschen entwickelt. Obwohl die klimatischen Bedingungen manchmal während der Zeit des Jahres, in der ich dort war, anstrengend waren (es war ziemlich kalt und nass draußen), war es jedes Mal ein kleines Wunder, umgeben von Kaffeepflanzen zu leben, das Tal zu überblicken und manchmal einen Blick auf den Gipfel des höchsten Berges Afrikas zu erhaschen, des Kilimandscharo!

Das Leben bei einer einheimischen Gastfamilie war für mich ein besonderes Erlebnis, da es mich zu einem pragmatischeren Lebensstil brachte, zu dem zum Beispiel das Benutzen einer Hocktoilette, das Duschen mit Eimern und das Kochen am offenen Feuer gehörten. Ich war ein voller Teil der Familie, die sich sehr liebevoll und fürsorglich um mich kümmerte. Wir haben zusammen gekocht und ich konnte mich den traditionellen Routinen wie dem Brauen von Bananenbier anschließen. Wir unterhielten uns mit Gesten und meinen rudimentären Suaheli-Fähigkeiten, aber dies führte tatsächlich zu viel Gelächter und lustigen Vorfällen und wir konnten uns trotzdem verstehen.

Die üppige Vegetation und die hügelige Landschaft des Kilimandjaro waren atemberaubend. Ich konnte viele kleine Tiere wie Chamäleons, Ziegen und Affen sehen, die mir manchmal über den Weg liefen. Trotzdem hatte ich auch die Gelegenheit, die größeren Tiere Tansanias während meiner dreitägigen Safari in den schönsten Nationalparks Tansanias zu sehen!

Ich habe während meiner Zeit in Tansania so viel gesehen und erlebt, hatte meine Höhen und Tiefen, aber insgesamt war meine Reise ein wahrgewordener Kindheitstraum: In einem afrikanischen Land leben, inmitten der unglaublichen Natur und Tiere leben, die Kultur, Lebensstil und Menschen vor Ort kennen zu lernen, hat mir auch beigebracht, wie man Barrieren und Hindernisse überwindet, wenn man auf welche stößt. Mit der Unterstützung der World Unite! Koordinatoren vor Ort fühlte ich mich sehr sicher und wusste jederzeit, an wen ich mich wenden konnte.

Asante sana!

Die besten Wünsche,

Julia (aus Deutschland)

 


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Krankenpflegepraktikum in Jaipur, Indien

Verena aus Deutschland verbrachte ihr Krankenpflegepraktikum in der Stadt Jaipur, Indien. Möchtest du wissen, was sie von ihrer Indienreise besonders in Erinnerung behalten hat? Hier spricht sie über die Betreuung vor Ort, ihre Arbeit im Krankenhaus und ihre Freizeitaktivitäten in Indien!


Verena, warst du mit deiner Unterstützung durch World Unite! in Indien zufrieden?

Ich möchte Prachi, Diya und Hasmik (Koordinatoren vor Ort) für ihre Unterstützung (Abholung vom Flughafen, Übersetzungsservice, Organisieren von Workshops usw.) danken. Sie alle haben sehr professionell gearbeitet und wir haben während meiner Zeit in Indien viele gute Gespräche geführt. Ich bin besonders dankbar für ihr Auge für Details und für die perfekte Organisation von Wochenendausflügen, Workshops, Uber-Support und vielem mehr. Alle zukünftigen Freiwilligen können sich freuen, ein so freundliches und gutes Support-Team in Jaipur zu treffen.

Erzähle uns bitte von deinem Praktikum – wie ist es dir ergangen?

Ich habe mich für ein Pflegepraktikum im Bhandari Hospital in Jaipur entschieden, weil ich mit ausländischen Mitarbeitern / Patienten in einem Krankenhaus hohen Standards im Ausland arbeiten wollte. Das Krankenhaus hat alle meine Erwartungen übertroffen. Der Pflegedienstleiter, der Krankenhausmanager und eine weitere Praktikantin aus Deutschland haben einen Rotationsplan für mein 30-tägiges Praktikum erstellt, der es mir ermöglichte, alle Abteilungen (Intensivstation, Allgemeinstation für Frauen, Unfall) des Krankenhauses kennenzulernen. Ich habe während meiner Zeit in jeder Abteilung viel gelernt und auch die Möglichkeit bekommen, grundlegende medizinische Fähigkeiten anzuwenden. Darüber hinaus war die Zeit für meine medizinische Zukunft als Fachkraft sehr wertvoll und hilfreich. Insgesamt war das Personal immer hilfsbereit, obwohl es einige Sprachbarrieren gab. Ich wünsche mir, dass alle Medizinstudenten eine so großartige Erfahrung in Indien haben.

Wie würdest du deine Unterkunft, Verpflegung und Workshops beschreiben?

Ich war bei einer einheimischen Gastfamilie untergebracht. Das Haus war sauber und ich hatte mein eigenes Bad (Größe des Zimmers war perfekt). Ewa und ihre Familie waren perfekte Gastgeber: Ewa hat mir jeden Tag fantastisches indisches Essen zubereitet. Es war scharf und lecker und ich habe es geliebt! Hasmik, unsere Koordinatorin, organisierte Workshops für alle Teilnehmer in Jaipur und ich genoss besonders die Kochkurse in ihrer Küche und den Henna / Saree-Workshop. Wie jeder weiß, liebe ich gutes Essen und Hasmiks hausgemachte Mahlzeiten sind die besten in Nirman Nagar. Der Yoga und Hindi Workshop waren auch gut organisiert (unser Lehrer war brillant). Ich vermisse wirklich alle unsere wöchentlichen Workshops – besonders den Kochworkshop. Ich hoffe, wenn ich das nächste Mal in der Stadt bin, können wir wieder zusammen kochen.

Was ist deine Lieblingserinnerung an diese Reise?

Gute Frage, ich habe viele gute Erinnerungen an meine Reise nach Jaipur! Meine Lieblingserinnerung ist wahrscheinlich der Saree-Workshop, weil Hasmik normalerweise keine Sarees trägt, aber für uns hat sie eine Ausnahme gemacht. Zu sehen, wie sie einen Saree trug, war unglaublich!

Vielen Dank für eure Fürsorge und Unterstützung!

Verena aus Deutschland


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Meeresschildkrötenschutz und kreatives Recycling auf Sansibar

Lisa aus Deutschland hat einen Freiwilligeneinsatz in unserem Meereschildkröten- und Recyclingprojekt auf Sansibar absolviert. Warum die Insel und ihr Freiwilligenprojekt sie in Bann gezogen haben? Hier kannst du Lisas Erfahrungen nachlesen:

Du möchtest dich sozial engagieren, Meeresschildkröten vor dem Aussterben retten, eine neue Kultur kennenlernen und unvergessliche Momente für dein Leben sammeln? Dann bist du hier genau richtig! Lass dich in den Bann dieser Insel ziehen und erlebe das größte Abenteuer deines Lebens!

Mnarani Natural Aquarium – Dein Arbeitsplatz


Deine täglichen Aufgaben:

  • Water change (die Wasserbecken der Baby Schildkröten säubern und desinfizieren)
  • Turtle cleaning (Schildkröten säubern)
  • Measurement (Babyschildkröten vermessen und medizinisch versorgen)
  • Seaweed collection (Seegras zur Fütterung der Schildkröten sammeln)

Neben der Arbeit mit den Schildkröten gibt es ein Umweltprojekt Die Teilnahme daran ist freiwillig. Hier recycelst du z.B. alte Plastikflaschen, Autoreifen oder Ähnliches, um daraus Möbelstücke, Sitzgelegenheiten, Blumentöpfe oder Zahnputzbecher herzustellen. Mittels dieses Projektes soll der Plastikmüll auf Sansibar reduziert werden und insbesondere den Dorfbewohnern gezeigt werden, wie Plastikmüllrecycelt werden kann, da dieser schädlich für die Umwelt ist.

Der Arbeitsaufwand ist von Tag zu Tag unterschiedlich. Durchschnittlich arbeitest du zwischen 3 und 5 Stunden über den Tag verteilt. Nachmittags hast du den Tag zur freien Verfügung und kannst das anliegende Dorf und die restliche Insel erkunden.

Das Dorf Nungwi:

Im Dorf findest du alles was du benötigst. Es gibt mehrere kleine Supermärke, wo du von Getränken über Schokolade und Chips bis hin zu Drogerieartikeln alles kaufen kannst. Eines solltest du bei deinen Ausflügen ins Dorf beachten: Auf Sansibar leben ca. 95 % Muslime. Um die Dorfbewohner und deren Kultur zu respektierensolltest du eine lange Hose (Knie bedeckt) und mindestens ein T-Shirt (Schultern bedeckt) tragen!

Bringe Respekt entgegen, dann wirst du auch respektvoll behandelt!

Wechselstube & Internetnutzung:

Geld wechseln ist sehr empfehlenswert! Alles was du dort kaufen möchtest ist in Tanzania Shilling (TSH) günstiger. Du kannst sowohl Euro als auch US-Dollar umtauschen, allerding richtet sich der Wechselkurs bei US-Dollar nach der Größedes Scheines. Das heißt, du bekommst für einen 50 US-Dollarschein einen viel besseren Kurs als für einen 5 US-Dollarschein. Dies solltest du bei der Auswahl deiner Währung beachten! Natürlich benötigst du Internet um deine Familie und Freunden von deinen Erfahrungen zu berichten. Zu Beginn bekommst du eine SIM-Karte mit Startguthaben von deinem/er World Unite! Koordinator/in auf Sansibar. Anschließend kannst du jederzeit Guthaben auf deine Karte laden und diverse Internetpakete auswählen.

Wochenendausflüge & Freizeit:

Da du nachmittags und am Wochenende Freizeit hast gibt es jede Menge Freizeitangebote und Ausflüge um die Insel von ihrer schönsten Seite zu erkunden. Dies kannst du auf eigene Faust oder mit einer geführten Gruppe machen. Das beliebteste und bekannteste Fortbewegungsmittel ist der „Dalla Dalla“. Dies ist ein Kleinbus mit dem dufür 2000 TSH (ca. 0,80€) von Nungwi nach Zanzibar Town (Hauptstadt von Sansibar) fahren kannst. Kürzere Strecken kannst du mit dem „Boda Boda“ (Motorrad) zurücklegen.

Zanzibar Stone Town:

Einer der schönsten und empfehlenswertesten Ausflüge auf Sansibar ist eine geführte Tour nach Stone Town. Hier bekommst du nicht nur einen Einblick in das Leben und die Kultur auf Sansibar, sondern erfährst etwas über die Geschichte und den früheren Sklavenhandel.

Jozani Forest:

Der Jozani Forest ist sozusagen der Nationalpark von Sansibar. Hier siehst du verschiedene Affenarten und das nicht hinter einem Käfig, sondern hautnah in freier Wildbahn! Erlebe den Dschungel und lasse dich von den Mangrovenwäldern beeindrucken.

Tipp: World Unite!-Teilnehmer bekommen auf zanzibar.eco -15% Rabatt auf die Eco-Packages im Jozani Forest!

Schnorcheln:

Um die wunderbare Unterwasserwelt von Sansibar kennenzulernen kannst du an zwei unterschiedlichen Schnorcheltouren teilnehmen. Tipp: Nimm eine Unterwasserkamera mit, um die zahlreichen Fische, Seeigel und Korallen zu fotografieren!

Zu meiner Person:

Jambo! Mein Name ist Lisa, ich bin 24 Jahre alt und Bauingenieurin. Während meines Studiums habe ich im August 2019 an dem Meeresschildkröten-und Recyclingprojekt auf Sansibar teilgenommen. Die Menschen und vor allem die Insel haben michtotal beeindruckt und in ihren Bann gezogen.Sansibar ist mehr als nur eine Insel, es ist ein Lebensgefühl! Ich habe die Menschen, die Kultur und die Insel nicht nur kennen-sondern auch lieben gelernt und dabei Freunde fürs Leben gefunden. Freundschaften die Kontinente und Ozeane überqueren und zwei Kulturen miteinander vereinen.

 

Du möchtest dich als Freiwillige/r auf Sansibar engagieren? Besuche uns auf unserer Website und erfahre alles über Lisas Einsatzstelle hier.


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Kultureller Austausch: Lebe mit den Maasai in Tansania!

Mahalia aus Großbritannien hat im Rahmen unseres World Learner!-Programms drei Tage in einem Maasai-Dorf in Tansania verbracht. Hier spricht sie über ihre Erfahrungen im Ewang’an Maasai Cultural Village und im Laizer Clan.


Ich verbrachte drei Tage im Ewang’an Maasai-Kulturdorf und lebete dort beim Laizer-Clan (Chief, Yohana Laizer). World Unite! hatte mich bereits vorgewarnt, dass dies kein rein touristischer Aufenthalt war, und dies war auch genau das, was ich erleben wollte. Ich hatte schon als Kind über den Stamm der Massai gelernt und es war immer ein Wunsch von mir gewesen, den Lebensstil der Krieger auch für einige Tage selbst erleben zu dürfen und ihre Kultur und Traditionen so gut wie möglich anzunehmen.

Als Unterkunft entschied ich mich für ein Massai-Haus. Dabei handelt es sich um eine einfache Hütte aus Kuhdung. Das Bett ist aus Bambusholz  gefertigt und man schläft auf Lavendelpflanzen, die sehr bequem sind, wenn das getrocknete Kuhleder darüber gelegt wird. Die Temperatur in der Hütte ist die meiste Zeit angenehm, aber gegen 04:00 Uhr morgens wird es ziemlich kalt, sodass du eine Decke brauchst.

Die Hütte hat einen Kochbereich und einen Schlafbereich und viel Platz für Stühle, um sich mit den Massai zu unterhalten. Wir tranken morgens und abends grünen Tee und ich kann sagen, dass das Essen sehr gut war, Reis, Hühnchen, Bohnen, Gemüse, Obst, Eier und Rindfleisch vom Grill.

Chief Laizer ist sehr freundlich und aufmerksam. Tatsächlich sollte Magdalena (Maasai-Frau) am Morgen der Haarschneidezeremonie kommen und mich in meine Maasai-Kleidung kleiden, war aber damit beschäftigt, sich auf den Tag vorzubereiten und ihre Kinder fertig zu machen. Also kam Laizer, um mir zu helfen. Das Umwickeln der Kleider erfordert einiges an Geschicklichkeit!

Während meiner Zeit im Ewangan Maasai Village konnte ich mich am Bau einer Hütte aus Kuhdung beteiligen. Ich half, Schmuck herzustellen, kochte Essen, half beim Hüten und Melken von Kühen und verbrachte viel Zeit mit den Frauen und Kindern des Dorfes. Sie sind die glücklichsten, fleißigsten, freundlichsten und liebsten Menschen, die ich je kennen gelernt habe! Die Tatsache, dass mein Suaheli schrecklich ist und einige Frauen nicht viel Englisch sprechen konnten, spielte keine Rolle. Wir haben trotzdem die Gegenwart des jeweils anderen genossen.

An dem Wochenende, an dem ich ankam, gab es einige Namensgebungszeremonien und Veranstaltungen, und ich genoss die vielen Tänze ungemein. Ich erlebte ebenfalls, wie eine Kuh geopfert wurde und half beim Kochen des Fleisches und beim Verteilen der Mahlzeit unter den Anwesenden.

Ich habe viel über Massai-Dörfer recherchiert und leider sind viele von ihnen zu einer weiteren Touristenattraktion geworden. Das Ewangan Massai Cultural Village ist keines von ihnen. World Unite! hat mich also nicht enttäuscht!

Ich war gut auf meine Reise vorbereitet und hatte genügend geladene Power-Banks und Internet-Guthaben mit dabei. Aber um ehrlich zu sein, hatte ich gar nicht erst das Bedürfnis, meine Social Media-Kanäle zu checken.

Ich werde mit Sicherheit wieder in das Maasaidorf zurückkehren. Ein besonderer Dank geht an Chief Laizer, meinen persönlichen Krieger Sabore Nangai; und Magdalena, die mir alles darüber beigebracht hat, wie man eine Massai-Frau wird! Ich wünsche euch allen die geniale Gelegenheit, dieses wunderbare Massai-Abenteuer selbst zu erleben, das mit Sicherheit euer Leben verändern wird.

Vielen Dank auch an World Unite! für die Gelegenheit.

Grüße,

Mahalia


Möchtest du ebenfalls in einem Massai-Dorf wohnen? Dann besuche uns auf unserer Website und lies hier alles über Mahalias Programm nach!


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Praktikum Frauen- und Mädchenempowerment in Indien

Marianne aus Österreich hat das Pflichtpraktikum für ihr Studium der Erwachsenenbildung in einem Mädchen- und Frauenempowerment-Projekt in Indien absolviert. Hier erzählt sie über ihre Tätigkeit in der Praktikumsstelle und wie ihr Aufenthalt ihren Horizont erweitert hat. 

 

Marianne, wie bist du auf dein Projekt gestoßen?

Da ich schon so viele positive Erfahrungen und Erlebnisse bei Auslandsaufenthalten machen durfte, entschied ich mich dafür, mein Pflichtpraktikum in der Erwachsenenbildung auch im Ausland zu absolvieren. Ohne konkreten Vorstellungen begab ich mich auf die Suche und durchforstete das Word Wide Web. Irgendwie stieß ich dann auf die Website von World Unite! Ich füllte ein Anfrageformular aus und bekam super schnell ein Angebot. Nach kurzer Überlegung entschied ich mich für Indien. Die Idee, benachteiligte Frauen und Mädchen in Rajasthan zu unterstützen fühlte sich richtig an und ich war überzeugt davon, eine gute Entscheidung getroffen zu haben.

Was macht deine Praktikumsstelle?

Sambhali Trust als Partner von World Unite! ist eine wundervolle gemeinnützige Organisation, die sich für Frauen und Kinder einsetzt, welche tagtäglich Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt sind. Der Hauptfokus liegt bei Empowerment und bei der Bereitstellung von Grundschulbildung. Sambhali Trust hilft Frauen und Kinder mehr Selbstbewusstsein zu erlangen, finanziell unabhängiger zu sein und dabei den Kreislauf von Armut und häuslicher Konflikte zu durchbrechen.

Kannst du uns deine Tätigkeiten während des Praktikums genauer beschreiben?

Vier Wochen arbeitete ich im Jodhpur Empowermentcenter und unterrichtete Grundkenntnisse in Englisch und Mathematik. Es gab jeweils drei Gruppen: Beginner, Intermediate und Advanced. Meine Aufgabe war es, die Unterrichtseinheiten passend zu den unterschiedlichen Lernniveaus vorzubereiten und durchzuführen. Einmal in der Woche gab es Workshops zu verschiedenen Themen, um zum Beispiel andere Länder und Kulturen kennen zu lernen aber auch Themen wie Gesundheit, Kinderrechte, Hygiene, Gewalt, etc. anzusprechen.

Was hat dir am Besten an deinem Aufenthalt gefallen?

Am schönsten fand ich zu sehen, wie gerne die Frauen und Kinder diese Center besuchen. Ich konnte richtig spüren, wie viel Freude sie daran hatten, sich gegenseitig austauschen zu können und sich dabei weiterzubilden und Nähen zu lernen. Für viele war es eine Möglichkeit aus dem Alltagstrott zu entfliehen und die Probleme von Zuhause zu vergessen.

Ich habe meine Zeit im Center als sehr prägend erlebt. Alle waren sehr freundlich, höflich und sehr interessiert. Indien ist ein Land der Kontraste mit einer sehr reichen Kultur. Es ist also wichtig, sich über diese Unterschiede im Vornherein klar zu werden, um Missverständnisse und Kulturschocks zu vermeiden. Ist man gut vorbereitet, kann nichts mehr schiefgehen.

Ich möchte den Aufenthalt auf keinen Fall missen, denn durch jede neue Erfahrung wächst man selbst als Mensch und erweitert den eigenen Horizont.

Viele Grüße,

Marianne (aus Österreich)

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