Working Holiday Job auf einer Zuckerrohrfarm in Okinawa

Wir haben Markus aus Deutschland gebeten, uns von seinen Erfahrungen bei einem Zuckerrohrbauern auf der kleinen Insel Miyakojima, etwa 300 Kilometer von der Hauptinsel Okinawa entfernt, zu berichten. Er kam im Mai 2020 an und arbeitete für einen Monat auf der Farm. Mit einem Lächeln blickt er auf seine außergewöhnliche Erfahrung im äußersten Süden Japans zurück.

Wie war es auf der Farm?

(lacht) Lustigerweise habe ich tatsächlich für eine Art japanische buddhistische Sekte gearbeitet. Ich erfuhr, dass sie die Zuckerrohrernte an ihr buddhistisches Hauptquartier schicken, das sich in der Nähe von Osaka befindet. Anscheinend sammeln sie die Ernte und andere Waren von allen möglichen Orten in ganz Japan und verkaufen sie dann anderswo. Jeden Morgen haben sie auch so etwas wie ein Morgengebet und irgendwann musste ich auch mitmachen. Aber es klingt seltsamer als es war, die Leute waren unglaublich freundlich und nett. Ich habe ein bisschen recherchiert und anscheinend gibt es eine Menge friedlicher buddhistischer Bewegungen in Japan.

Warum hast du dich für die Arbeit auf einer Farm entschieden?

Ich wollte einen Monat lang in Okinawa leben und arbeiten, weil ich viel Gutes über die Insel gehört hatte. Also habe ich World Unite! kontaktiert und gefragt, ob es möglich sei, dort auf einer Farm zu arbeiten. Schließlich bekam ich ein Jobangebot von einer Zuckerrohrplantage auf Miyakojima und ich dachte: “Warum nicht?”. Also flog ich am 26. Mai in den Süden.

Wie sah dein typischer Arbeitstag aus?

Ich wachte gegen 4:40 Uhr auf, duschte und frühstückte. Dann plauderte ich mit meinen Mitbewohnern, packte meine Sachen für den Tag und wir machten uns auf den Weg zu den Feldern, damit wir um 6 Uhr morgens anfangen konnten. Es gab jeden Tag zwei Schichten, die erste war von 6 bis 10 Uhr, die zweite von 15 bis 19 Uhr. Auf diese Weise konnten wir die größte Hitze des Tages vermeiden. Es konnte bis zu 40 Grad werden, was echt hart war. Jeder Tag bestand also aus acht Stunden Arbeit.

Was ich gemacht habe, war im Grunde genommen das Abhacken von Zuckerrohr und das Vorbereiten für den Transport. Grob kann man das in fünf Schritte unterteilen. Der erste Schritt war, die Blätter von oben abzureißen. Der zweite Schritt war, das Zuckerrohr direkt über der Wurzel abzuschneiden. Der dritte Schritt bestand darin, alle Zuckerrohrpflanzen einzusammeln und sie auf einen Haufen zu schichten. Der vierte Schritt war, die letzten Blätter abzureißen und der fünfte Schritt, sie zusammenzubinden, damit sie leichter zu transportieren waren.

Was hast du bei deiner Arbeit verdient?

Ich verdiente 4500 JPY pro Tag (~35 EUR). Allerdings musste ich weder für meine Unterkunft noch für die Verpflegung bezahlen.

Wie hast du deine Freizeit verbracht?

In meiner Freizeit habe ich mit meinen Arbeitskollegen die Insel erkundet, denn viele von ihnen waren auch zum ersten Mal dort, genau wie ich. Ansonsten habe ich einfach nur entspannt und die Seele baumeln lassen.

Hat sich dein Japanisch während deiner Zeit auf der Farm verbessert?

Ja, auf jeden Fall. Interessanterweise war mein Chef eine Art Deutschland-Fan, und er kannte einige Wörter. Ein Kollege konnte ein wenig Englisch sprechen. Aber abgesehen davon haben sie nur Japanisch gesprochen. Meine Mitarbeiter waren alle super freundlich, auch mein Chef war wirklich cool. Ich bin immer noch mit allen in Kontakt.

Generell waren alle Leute auf der Insel sehr nett, allerdings war es auch irgendwie komisch und seltsam zugleich, die einzige “weiße” Person auf der ganzen Insel zu sein. Ich war so etwas wie eine Attraktion für die Leute.

Hast du während deiner Zeit irgendwelche Tiefpunkte erlebt?

Ich muss zugeben, dass es einen gab. Es war der erste Tag. Der Tag, bevor meine eigentliche Arbeit begann. Es war heiß in meinem Zimmer, ich konnte nicht schlafen und ich wusste, dass ich am nächsten Tag draußen in der Hitze arbeiten musste – da hatte ich ziemliche Angst vor allem. Aber danach war es gut und es lief alles gut. Aber natürlich war es am Anfang hart, und ich habe für mich entdeckt, dass ich kein Zuckerrohrbauer werden will, zumindest nicht auf Dauer. Aber gleichzeitig war ich froh, dass ich es gemacht habe.

Was würdest du anderen raten, die darüber nachdenken, in Japan in der Landwirtschaft zu arbeiten?

Ich denke, die Leute sollten sich bewusst sein, worauf sie sich einlassen. Farmarbeit ist harte, körperliche Arbeit und man sollte sich wirklich sicher sein, dass man das machen möchte. Es ist wichtig, dass man lernt, seine Gedanken zu kontrollieren oder zumindest zu filtern. Es klingt sehr allgemein, aber man muss immer positiv denken. Wenn man eine positive Denkweise hat, wird man die tollste Zeit haben.

In Bezug auf die schöne Insel Miyakojima würde ich sagen, dass man sich bewusst sein sollte, dass es schwierig ist, von der Insel wegzukommen, besonders wenn man nicht Auto fahren kann oder kein Auto hat. Ich war froh, dass mein Kollege mich regelmäßig mitgenommen hat, aber abgesehen davon gibt es kaum etwas. Auf die öffentlichen Verkehrsmittel kann man sich definitiv nicht verlassen.

Hat dich diese Erfahrung geprägt?

Ich würde definitiv sagen, dass mich diese Erfahrung neue Denkweisen gelehrt hat. Die Menschen auf der Insel waren wahnsinnig nett. Sie führen ein einfaches Leben, aber sie sind so aufrichtig glücklich und zufrieden, und ich glaube, ich habe etwas von dieser Einstellung aufgesogen. Die Menschen sind immer gut gelaunt und glücklich, und das hat auf mich abgefärbt. Man lernt, die kleinen Dinge zu schätzen, das alles hat mich wirklich inspiriert.

Und was machst du jetzt?

Ich bin am 9. Juli in Osaka angekommen. Ich arbeite in einem Gästehaus und einer Izakaya und wohne auch dort. Ich denke, dass ich hier noch mindestens einen Monat arbeiten werde und danach bin ich mir noch nicht sicher. Aber ich denke, dass ich in Osaka bleiben werde. Mein Visum läuft am 18. April 2021 ab, und ich möchte die gesamten 12 Monate in Japan bleiben, die mir das Working Holiday Visum gewährt.

Hier findest du alle Informationen zu Markus Farmarbeit. Melde dich jetzt an!

Markus hat seine Zeit auf der kleinen Insel Miyakojima in vollen Zügen genossen.

Online-Praktikum im Tourismus in Myanmar

Zwar nimmt der internationale Reiseverkehr langsam wieder an Fahrt auf, jedoch ist ein Online-Praktikum immer noch eine gute Alternative zu einem Auslandspraktikum im Zielland! Es gibt dir die Möglichkeit, interkulturelle Erfahrungen zu sammeln und einen frischen Blick auf dein Interessengebiet zu bekommen, während du mit einem Team aus einem anderen Kulturkreis arbeitest. Rina aus Japan absolvierte ein Online-Praktikum in Myanmar. 4 Wochen lang unterstützte sie einen Reiseveranstalter in Myanmar, ohne ihr Heimatland verlassen zu müssen.

Mit einem Online-Fernpraktikum sammelst du interkulturelle Erfahrungen, ohne dein Zuhause zu verlassen!

Was hast du während deines Praktikums gemacht und gelernt?

Zunächst einmal konnte ich mein Wissen über die Tourismusbranche in Myanmar vertiefen. Außerdem habe ich einen Einblick in die Marketingforschung erhalten und habe Buyer Personas erstellt, was ich vorher noch nie gemacht hatte! Das war eine wertvolle Erfahrung, die mir in zukünftigen Jobs nützlich sein wird!

Ich recherchierte auch zum Tourismussektor in Japan und erstellte dann Programme für den japanischen Markt, was meinem Praktikumspartner half, sein Angebot in Japan zu erweitern. Außerdem habe ich ein Video erstellt und auf soziale Netzwerke hochgeladen. Vor allem hat es mir gefallen, ein neues Programm für den Reiseveranstalter zu erstellen. Das hat Spaß gemacht und ich habe viel über touristische Attraktionen in Myanmar gelernt.

Hattest du vor Beginn deines Praktikums irgendwelche Bedenken? Welchen Rat würdest du denjenigen geben, die über eine Teilnahme nachdenken!

Ich war etwas besorgt, dass ich Probleme bei der Kommunikation mit meinem Praktikumspartner haben würde, da die gesamte Kommunikation auf Englisch stattfinden würde. Am Anfang habe ich mir tatsächlich über viele Dinge Sorgen gemacht, aber dank der Unterstützung von allen bei World Unite!, hatte ich ein super Praktikum und konnte das Beste heraus holen! Wann immer ich um Rat gefragt habe, haben sie schnell geantwortet und waren wirklich hilfreich.

Ich würde jedem/jeder, der/die über ein Online-Fernpraktikum nachdenkt, raten, es einfach zu tun!

Das Praktikum ermöglicht dir, dein Wissen in deinem Interessengebiet zu vertiefen und deine Englischkenntnisse zu verbessern. Wer darüber nachdenkt, in Zukunft global arbeiten zu wollen, sollte so ein Online-Praktikum auf jeden Fall mitnehmen!

Was nimmst du denn noch mit aus dieser Erfahrung?

Dieses Praktikum hat meinen Wunsch, in Zukunft im Bereich Tourismus zu arbeiten, bekräftigt. Ich weiß jetzt, dass ich mein Wissen in diesem Bereich vertiefen möchte, um an einer zukünftigen Karriere zu arbeiten! Ich habe erkannt, dass meine Englischkenntnisse noch nicht gut genug sind, um eine internationale Karriere anzustreben. Mein nächstes Ziel ist es also, meine Englischkenntnisse zu verbessern.

Hier findest du alle Informationen zu Rinas Praktikum. Melde dich jetzt an und nutze deine Zeit zu Hause effektiv!

Ein Online-Praktikum ermöglicht es dir, ein Auslandspraktikum zu absolvieren, ohne selbst ins Ausland zu reisen. Dein*e Praktikumsbetreuer*in ist online für dich da und gibt dir Aufgaben und Feedback via Skype, Zoom, WhatsApp und E-Mail.

Annikas unvergessliche Zeit im Mother Nature Camp in Sansibar

Annika aus Deutschland beschloss während der COVID-19-Pandemie, im September 2020, nach Sansibar zu reisen und verliebte sich in die tropische Insel. Sie unterstütze das Mother Nature Umweltschutzcamp im Regenwald für 2 Monate und hatte eine tolle Zeit. Im heutigen Blog-Beitrag möchte sie von einigen ihrer Erfahrungen berichten.

Mother Nature Umweltschutzcamp

Umringt von riesigen Mangobäumen, rankenden Maracujapflanzen und hohen Palmen, befindet sich das Mother Nature Camp von World Unite!, welches für die nächsten Wochen mein neues Zuhause ist.

In der Mitte des Zeltplatzes befindet sich ein Gemeinschaftsbereich mit großem Holztisch und Bänken, zwei Hängematten und einer Tischtennisplatte. Dort werden die täglichen Mahlzeiten zusammen eingenommen, spielen wir abends Karten, treiben Sport oder trinken Tee. Wer lieber Zeit für sich verbringt, kann sich in sein Schlafzelt zurückziehen, das vom Personal nicht ohne Rücksprache betreten wird. Die Schlafzelte mit je 3 Stockbetten, WC und Duschecke könnt Ihr euch wie richtige Expeditionszelte vorstellen. Nachts ärgern uns manchmal Bush Babys, die mit ihrem Geklettere auf den Zeltdächern und ihren hohen Lauten ganz schön Radau machen.

Unser Camp grenzt an das kleine Dorf Kitogani. Cafés und Restaurants gibt es hier nicht, aber Gemüsestände und einen kleinen Supermarkt am Wegesrand, wo man ein paar Dinge kaufen kann. Am Abend sitzen die Kitoganis gern vor den alten Röhrenfernsehern direkt an der Straße, wie in einem Kino zusammen, und fiebern beim Fußball mit.

Besonders spannend finde ich, wie die Gärten und Höfe intensiv genutzt werden. Was für uns auf den ersten Blick unordentlich aussehen mag, entpuppt sich als funktionstüchtiges Ökosystem, abgesehen vom herumliegenden Plastikmüll. Aus jeder Wurzel, Rinde, Blatt und Frucht machen die Einheimischen noch irgendetwas Nützliches.  

Es ist beinahe unmöglich, sich im Camp nicht sofort wohlzufühlen, die Freiwilligen werden wie in eine große Familie aufgenommen. Ich hatte für alles, was mir auf dem Herzen lag, einen Ansprechpartner und fühlte mich sehr schnell mit allem vertraut.

Jeden Tag werden wir von Zainab liebevoll mit verschiedenen lokalen Spezialitäten bekocht. Auch wer besonders viel isst, braucht keine Sorgen haben, denn es gibt immer Nachschub. Selbst Vegetarier und Veganer sind hier gut aufgehoben.

Meine Anreise in Zeiten von Corona

Ich hatte natürlich wie die meisten Bedenken, während der Corona-Pandemie nach Tansania zu reisen. Doch durch meine Vorbereitung und durch den Support der  Mitarbeiter*innen von World Unite! – sowohl international als auch vor Ort – fühlte ich mich wohler und konnte meine Reise nach Afrika beginnen.

Dreimal wurde der Flug verschoben, bevor ich mit Qatar Airlines abhob. Während des gesamten Fluges musste ich zusätzlich zur Mund- und Nasenmaske ein Visier tragen, hatte aber dafür eine ganze Sitzreihe für mich allein. Als ich in Sansibar ankam, schien Corona kein großes Problem mehr zu sein. Es war jedoch sehr klar, dass die Sansibari aufgrund der ausbleibenden Touristen extrem unter einer Wirtschaftskrise leiden.

Welche Arbeit wartete auf mich?

Nach den ersten Tagen des Ankommens bekamen wir von Mr. Mohammed einen Wochenplan mit unterschiedlichen Tätigkeiten, die in der Entwicklungshilfe wichtig sind. Durch die abwechslungsreiche Arbeit bekommst du Einblick in das Leben der Einheimischen, in den Schulalltag und in die Tierwelt der Insel. Mr. Mohammed erstellt dann einen Wochenplan, bei dem du deine Wünsche äußern kannst. An einem typischen Arbeitstag arbeitest du vormittags ca. 3 Stunden und am späten Nachmittag nochmals ungefähr 2 Stunden. Hier ein paar der Aktivitäten:

Schildkröten

Im Turtles & Tortoise Land gibt es grüne Meeres- und Landschildkröten, wie beispielsweise die Aldabra-Riesenschildkröte. Zu den Aufgaben der Freiwilligen gehört das Futtersammeln, Füttern und das Putzen der Gehege und Tiere. Dafür werden dien die bis zu 60 kg schweren Meeresschildkröten mithilfe der Mitarbeiter aus dem Wasser gehoben und anschließend sanft mit Sand und Bürste gesäubert.

Organic Farm

Die meiste Zeit arbeite ich auf Plantagen. Hier helfe ich den Einheimischen, zu wässern, zu düngen und Unkraut zu jäten. Dabei lerne ich eine Menge über die Pflanzen; zum Beispiel auch wie man Mangroven pflanzt. Auf den Feldern wird nur früh morgens und abends gearbeitet, denn sonst ist es zu heiß.

Nursery School

Schon von klein auf habe ich davon geträumt, Kinder in Afrika zu unterrichten. Dieser Traum ist hier wahr geworden. Sobald wir in die Klasse kommen, winken uns die 4- bis 5-Jährigen fröhlich zu und schreien laut Jambo Jambo.

Unsere Aufgabe ist, die Kinder mit Englisch etwas vertrauter zu machen. So lehrten wir ihnen die Wochentage, Zahlen bis 20, sowie englische Kinderlieder.

Und vieles mehr

Es gab viele andere Aktivitäten, abhängig vom Bedarf der örtlichen Gemeinde. So haben wir beim Bau der Schultoilette oder der Moschee geholfen.

Außerdem war ich noch beim local healer, welche uns von Heilpflanzen und ihren Wirkungen berichtete. Außerdem verbrachten wir einen Tag bei einer einheimischen Familie und erhielten so einen Einblick in ihren Alltag.


Die Unterstützung lokaler Farmer gehört zu den Hauptaktivitäten

Die Wochenenden sind frei – der volle Kontrast

Die Wochenenden sind frei und beginnen am Freitagnachmittag. Es liegt an dir, was du tun und entdecken möchtest – es gibt wirklich so einiges!

So habe ich mit den anderen Freiwilligen, mit denen ich mich innerhalb kürzester Zeit angefreundet habe, einige nette Ausflüge unternommen.

Wir besuchten Stonetown und Prison Island, waren Wellenreiten, Kitesurfen, schnorcheln, beim Yoga und auf Strandpartys sowie in einem Maasai Dorf. Wir machten auch einen Trip aufs Festland nach Dar-es-Salaam und erlebten sogar eine sagenhafte Safari.

Am häufigsten jedoch hielten wir uns an atemberaubenden, paradiesischen Stränden mit azurblauem und smaragdgrünem Wasser auf. Das Tolle dabei ist, dass der Strand von Paje nur 15 Minuten mit dem öffentlichen Bus (Daladala) entfernt liegt.

Auf kleinster Entfernung zwischen Regenwald und Touristenstränden wird der Zwiespalt der Insel überdeutlich – die Kluft zwischen Armut und Reichtum, Schlichtheit und Glanz, Tradition und Tourismus. Die Wohnungen der Einheimischen bestehen aus Lehm und Korallen oder sind Plattenbauten aus den DDR-Zeiten – als Geschenk Walter Ulbrichts.  

Im Vergleich zu europäischen Ländern ist das Leben auf der Insel im Indischen Ozean unschlagbar günstig. So kostet eine Fahrt mit dem Daladala zum Strand umgerechnet 17 Cent und ein Besuch in einem lokalen Restaurant ab 2€. Für die Sansibari allerdings ist das viel Geld. Die Nursery School, in der ich arbeite, kostet monatlich ca. 1€ Schulgeld, doch viele Eltern sind leider nicht in der Lage, dieses Geld aufzubringen. Die Mehrheit hat auch, aufgrund des extrem geringen Einkommens, noch nie die Insel verlassen.

Der Umwelt zum Vorteil wird deshalb alles benutzt, bis es wirklich auseinanderfällt und nicht mehr zu reparieren ist: abgenutzte Reifen als Zaun oder Sitzgelegenheit, alte Kanister als Gießkannen, leere Reissäcke als Blumentopf und Lappen aus Kleidungsfetzen. Wir Touristen sollten uns ein Beispiel nehmen an dieser Form der Nachhaltigkeit!

Am Strand hingegen sind die Touris. Prächtige Hotels mit Pool säumen die Küste. Das Leben der Urlauber mischt sich hier selten mit dem der Einheimischen, sondern verläuft eher parallel, bis auf das Zusammentreffen, wenn sie Früchte, Kleidung oder selbstgemachten Schmuck anpreisen. Man sieht Tourist*innen in knapper Kleidung, während die Mehrheit lokaler Frauen Kopftuch trägt. Touristenattraktionen wie z.B. Wassersport sind auch für uns eher teuer.

Unser Fortbewegungsmittel vom Camp zum StrandDaladala

Da nur wenige Sansibari ein Motorrad, geschweige denn ein Auto besitzen, sind die Einheimischen auf den lokalen Bus – Daladala – angewiesen.

Auf den Dächern der lastwagenähnlichen Gefährte tummelt sich von Mehlsäcken bis hin zu Fahrrädern so allerlei. Auch drinnen geht es turbulent zu, denn trotz Bananenstauden, Kartoffelsäcken und Kanistern im Durchgang wartet der Bus oft, bis alle Plätze besetzt sind. Und ein Bus gilt quasi nie als zu voll. Egal wie viele Meschen und auch manchmal Hühner im Daladala sind, können sich weitere die noch mitwollen, dazu quetschen.

Als ich an einem Samstag mit meiner neuen Freundin in den Daladala einstieg, jubelten alle und es lief laut Musik. Als wir losfuhren, begann sogleich mehr als die Hälfte zu tanzen, bis der Bus wackelte. Wie sich herausstellte, war unter ihnen eine Gruppe Lehrer, die an Samstagen eigentlich arbeiten müssen, sich aber heute frei nahmen mit der Entschuldigung: to refresh our mind. Eine ziemlich wilde Truppe, die im Anschluss noch viele Selfies mit uns machen wollte. Was für eine Lebensfreude!

Wenn mir der Fahrtwind dann durch die Haare weht und vielleicht sogar Afrikas Abendsonne entgegenstrahlt, inmitten der Sansibari, bin ich einfach nur dankbar für dieses unvergessliche Erlebnis auf Sansibar!

Pole Pole

Als ich mir die wichtigsten Wörter auf Swahili im Reiseführer ansah, war Pole Pole (langsam oder ruhig ruhig) unter den Top-5, was mir zuerst zufällig ausgewählt zu sein schien, doch schon am Tag meiner Ankunft begann ich, es zu verstehen.

Hier, auf Sansibar, läuft alles sehr gelassen ab. Im Vergleich zum hektischen Deutschland ist im Leben auf der tansanischen Insel Stress total fehl am Platz. Das macht Sansibar auch zu der perfekten Relax-Insel. Wer zu Beginn noch genervt von langen Wartezeiten ist, merkt wahrscheinlich recht schnell, wie gut die Entschleunigung tut und wie wahr Sprüche wie in der Ruhe liegt die Kraft eigentlich sind. In meinem Sansibar-Reiseführer steht getroffen formuliert: alles funktioniert – nur eben anders.

Hier findest du weitere Informationen zu Annikas Projekt.

Wir sind uns sicher, dass Annika manchmal noch von diesen Sonnenuntergängen träumt!

Online-Praktikum Mikrofinanzen in Tansania

Nicolas aus Deutschland hat die Coronazeit für sich effizient genutzt und ein Online-Fernpraktikum bei einer tansanischen Organisation im Bereich Mikrofinanzen absolviert. Hier erzählt er, welche Vorteile ein Fernpraktikum in Zeiten bieten kann, in denen internationale Reisen nicht so einfach möglich sind.

Du möchtest internationale Arbeitserfahrung gewinnen, kannst oder willst aber im Moment nicht reisen? Ein Fernpraktikum bietet dir die Möglichkeit, bequem von zu Hause aus zu arbeiten und trotzdem interkulturelle Erfahrungen zu sammeln.

Nicolas aus Deutschland absolvierte sein Online-Fernpraktikum bei WEECE, einer Mikrofinanzorganisation in Tansania. Die Organisation unterstützt so genannte “Village Community Banks” (Vicobas). Diese sind ein wichtiges Instrument der Entwicklungsarbeit, denn sie ermöglichen Menschen, die keinen Zugang zu konventionellen Bankkonten und Geldmitteln haben, eine Finanzierung ihrer Vorhaben aus den Bereichen Landwirtschaft und Kleinunternehmertum und Bildung für ihre Kinder.

“Für mich war das Praktikum ein voller Erfolg. Ich konnte meine Englisch-Sprachkenntnisse verbessern. Ich habe dreimal wöchentlich an Skype-Meetings teilgenommen. Dort habe ich mit verschiedenen Mitgliedern der Organisation Themen der Organisation erarbeitet (Einführung in das Land Tansania, Profil der Organisation, Ziele, Herausforderungen der Organisation WEECE etc.).

Zudem wurde mir das Prinzip von Mikrofinanzen erklärt und die Organisation VICOBAs.
Zu all den Meetings haben wir kleine Diskussionsrunden geführt und unsere Erfahrungen ausgetauscht.

Aufgrund der aktuellen Situation (Corona) konnte ich leider nicht direkt vor Ort mitwirken und größere Aufgaben übernehmen. Mit meinem im Praktikum erworbenen Know-How denke ich jedoch, dass ich vor Ort effektiv Aufgaben übernehmen kann. Daher beabsichtige ich zeitnah – wenn sich die aktuelle Situation verbessert – ein Praktikum vor Ort in Tansania zu machen.”

Nicolas aus Deutschland

Hier findest du alle Infos zu Nicolas’ Praktikum. Melde dich jetzt an und nutze deine Zeit zu Hause effektiv!

Famulatur auf der Insel Sansibar, Tansania

Pia aus Deutschland hat einen Teil ihrer Famulatur im Mnazi Mmoja-Krankenhaus auf Sansibar absolviert. Hier berichtet sie über kulturelle Unterschiede in der Medizin, einem typischen Tagesablauf im Krankenhaus und wie sie ihre freie Zeit auf Sansibar verbracht hat.

Pia wollte ihre Famulatur im Ausland absolvieren, um Erfahrungen zu sammeln und um sich selbst weiter zu entwickeln.

Welches Praktikum hast du im Ausland absolviert und wo?

Ich habe einen Teil meiner Famulatur auf Sansibar, Tansania absolviert. Im Krankenhaus war ich fünfzehn Tage tätig. Die restlichen eineinhalb Monate habe ich in deutschen Krankenhäusern verbracht. Ebenso die Einsätze in den ambulanten Einrichtungen habe ich in Deutschland abgearbeitet. Auf Sansibar, im Mnazi Mmoja Hospital, war ich in meiner Zeit dort in der Pädiatrie eingeteilt. Auch hatte ich Einblicke in den Kreissaal. Diese Erfahrung habe ich gemeinsam mit einer guten Freundin aus dem Studium im Sommer 2019 geteilt.

In welchem Semester hast du dein Auslandspraktikum absolviert?

Ich habe meinen Auslandseinsatz in den Semesterferien meines 6. Semesters gemacht.

Warum wolltest du deine Famulatur im Ausland absolvieren?

Ich habe mich aus vielen verschiedenen Gründen dafür entschieden einen Teil meiner Pflichtpraktika im Ausland zu machen. Zum einen hatte ich schon Freunde aus höheren Semestern, die mir wärmstens ans Herz gelegt haben so etwas zu erleben, um Erfahrungen zu sammeln und mich selbst weiter zu entwickeln. Auch hatten diese Freunde teilweise ihren Einsatz auch auf Sansibar verbracht und waren total begeistert von ihrem Aufenthalt. Ebenso wollte ich mal die medizinische Versorgung in einem anderen Land kennen lerne. Afrika hat mich da besonders gereizt. Ich wollte gerne einmal das Gesundheitssystem in Deutschland mit dem in einem anderen (Entwicklung-)Land vergleichen. Gespannt war ich auch einmal auf eigenen Beinen zu stehen und mich auch mal mit der Medizin in englischer Sprache auseinander zu setzen. Auch hatte ich gehofft neue Leute kennen zu lernen und internationale Freundschaften zu knüpfen.

Wie bist du auf World Unite! gestoßen?

Auf World Unite! bin ich durch das Internet gekommen. Die informative Seite hat mich direkt angesprochen und ich konnte auch durch eine Mitarbeiterin persönlichen Kontakt aufnehmen, die mir jegliche Fragen beantworten konnte. Eine schnelle Antwort hat man über den WhatsApp Kontakt bekommen. Ebenso hatte ich Freunde, die ihren Aufenthalt auch auf Sansibar durch World Unite! verbracht haben. Durch die habe ich zusätzlich die Empfehlung zu dieser Organisation bekommen. Auch haben nicht so viele Seiten den Standort Sansibar angeboten und hier wollte ich auf jeden Fall hin.

In welchen Abteilungen hast du deine Famulatur absolviert? Warst du die gesamte Zeit über in einer Abteilung tätig oder hast du verschiedene Abteilungen kennen gelernt?

Ich habe meine Famulatur in der Pädiatrie verbracht. Rotiert bin ich nicht. Allerdings war es auch kein Problem mal im Kreissaal vorbei zu schauen und hier Einblicke sammeln zu können. Auch habe ich von anderen Studenten oder Pflegern gehört, die rotiert sind. Dies hat allerdings erst bei einem längeren Aufenthalt Sinn ergeben. Bei 15 Tagen lebt man sich am besten auf einer der Stationen ein. Die Pädiatrie hat im Mnazi Moja Hospital allerdings zwei Etagen auf denen man dann intern noch rotieren kann. Unten lagen zum Beispiel die Kinder in Überwachungszimmern, sowie Frühgeborene Kinder. Oben lagen dann eher die Kinder mit Unterernährung und Diarrhö. So hat man auch eine breite Palette an Kranksheitsbildern mitnehmen können. Auch gab es eine akut Sprechstunde für Eltern mit ihren Kindern wo jeden Tag ein anderer Spezialist anwesend war. Insgesamt kann ich die Pädiatrie empfehlen.

Wie läuft ein typischer Arbeitstag im Krankenhaus ab? Wie waren deine Arbeitszeiten und welche Aufgaben hast du bekommen?

Das Arbeiten auf Sansibar ist anders als in den europäischen Ländern eher entspannter. Zuerst lässt sich sagen, dass man so viel oder wenig da sein kann wie man mag. Es werden keine Fragen gestellt, wenn man mal verfrüht gehen will oder an einem Tag zu spät erscheint. Natürlich kann man auch den ganzen Tag bleiben und bei verschiedenen Tätigkeiten beobachten oder selbstständig tätig werden. Beginnen tut der Tag morgens mit einer Frühbesprechung der Pädiater. Hier durfte man gerne anwesend sein und das Geschehen verfolgen. Danach ging es für die Ärzte wieder auf Station. Hier erfolgt dann die Visite. Man geht mit der zuständigen Ärztin durch die Zimmer und guckt sich jedes Kind ganz genau an. Es wird von den Schwestern Blut abgenommen und auch Vigo gelegt. Die Ärzte ordnen dann die Therapie an und stellen Diagnosen. Für jedes Kind und die Eltern wird sich immer viel Zeit genommen. Wir hatten eine sehr nette Ärztin, die immer gerne alle Fragen beantwortet und übersetzt hat. Die meisten verstehen nur Swahili und kein Englisch wodurch eine eigene ausführliche Anamnese sehr schwer wurde. Das Medizin Studium in Tansania wird allerdings auch auf Englisch unterrichtet. Einheimische Studenten konnten deswegen auch gutes Englisch mit einem sprechen. Meistens war diese Visite zwischen elf und zwölf beendet und man konnte je nach Lust und Laune sich entweder einen schönen Tag am Strand machen oder noch etwas bleiben und gucken ob man gebraucht wird. Selten war ich jedoch länger als zwölf Uhr anwesend, da dann noch kaum ärztliche Tätigkeiten bei den Kindern die stationär aufgenommen sind erfolgen.

Beschreibe eine Situation, die dich während deiner Famulatur überrascht hat!

Ich beschreibe jetzt eine Situation die nicht unbedingt schön ist, die mich jedoch sehr zum Nachdenken angeregt hat. Während meines Aufenthaltes lag ein ca. vier Monate altes Kind stationär überwacht auf unserer Etage. Es war seit bereits zwei Wochen komatös und man ging von Meningitis (Hirnhautentzündung) aus. Diese wurde mit Antibiotika behandelt. Anders als in Deutschland wurde aber nicht der Erreger klassifiziert um eine spezifische Therapie einleiten zu können. Als eine weitere Woche verstrichen war, in der das Kind nicht aufgewacht ist, stellten die Ärzte den Verdacht auf eine virale Meningitis, statt einer zuvor behandelten Bakteriellen. Hier verabreichten sie dem Kind Virostatika. Allerdings auch ohne Zustandsveränderung. Am Ende unseres Aufenthaltes wurde dann doch noch mal ein Kopf CT gemacht. Man sah einen Tumor der die ganze Gehirnhälfte des Säuglings in Anspruch genommen hatte. Das war schon sehr schockierend, da dies erst nach Wochenlanger komatöser Phase des kleinen Kindes entdeckt wurde. An dieses Kind denke ich manchmal heute noch.

Was hast du während deiner Auslandsfamulatur gelernt?

Ich habe in meinem Austausch viel gelernt. Weniger fachliches Wissen für mein Studium, jedoch viele Erkenntnisse für mein weiteres Leben. Auch habe ich wie erhofft viele Freundschaften geschlossen und bin durch die Reise in meinem Englisch auch viel besser geworden. Auch kann ich stolz auf mich sein, dass ich das alles in einem Fremden Land so gut hinbekommen habe. Die afrikanische Kultur und das Leben in einem afrikanischen Land haben mich auch viele Dinge jetzt hier in Deutschland mehr wertschätzen lassen und nicht mehr alles als selbstverständlich anzusehen.

Welche kulturellen Unterschiede hast du zwischen den medizinischen Systemen / Behandlungen / Arzt-Patienten-Beziehungen usw. in deinem Gastland und deinem Heimatland beobachtet?

Es war sehr spannend zu sehen was für andere Krankheiten in Afrika auf der Station liegen, als auf einer Deutschen. Zum Beispiel Kinder mit Sichelzellanämie, die es hier zwar auch gibt, aber was hier eher eine seltene Erkrankung ist. Auch liegen dort Kinder mit Unterernährung, wohingegen ein Deutscher eher wegen Adipositas und Bluthochdruck behandelt wird. Auch habe ich zu schätzen gelernt was wir hier in Deutschland für tolle diagnostische und therapeutische Möglichkeiten haben, die es in Afrika leider nicht gibt. In Deutschland bricht man sich ein Bein und steht kurz später auf dem Fußballplatz und treibt Sport. Einheimische in Afrika sagen, dass sie sich nicht trauen Fußball zu spielen, da wenn sie sich mal ein Bein brechen vielleicht nie mehr gehen könne. Zum einen weil der Standard im Krankenhaus dort sehr viel anders ist und zum anderen viele sich die Therapie auch nicht leisten können.

Wie hast du deine freie Zeit auf Sansibar verbracht?

In Stone Town selbst hat man unendlich viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Am besten man unterhält sich dort mit den Einheimischen um die Insider Tipps zu bekommen. Auch kann man überall handeln uns selber Preise vereinbaren. Deswegen sollte man nicht die Standard Tours für Touristen buchen. Stone Town hat eine Dalladalla Verbindung fast überall hin auf die Insel. Von hier aus kann man Spice Tours machen, in den Jozani-Forest fahren oder mit einem Boot nach Prison Island übersetzen. Sehr zu empfehlen ist der Night Market und die vielen Bars in denen auch Karaoke angeboten wird. Von World Unite! selbst ist ein gemeinsamer Nachmittag einmal die Woche in einem Café organisiert und einmal die Woche ein gemeinsames Pizzaessen von allen Freiwilligen aus verschiedenen Projekten. Das ist natürlich alles ein Kann und kein Muss. Ich kann es sehr empfehlen, sich nach seiner Zeit im Freiwilligendienst noch Zeit zu nehmen und über die ganze Insel zu reisen. Ich würde es jederzeit wieder machen und kann es jedem nur empfehlen.

Hier findest du alle Infos zu Pias Medizinpraktikum auf Sansibar und wie du dich bewerben kannst!

Englischkurs auf der Paradiesinsel Sansibar

Englisch lernen auf Sansibar – ist das überhaupt möglich?! Mit Sicherheit! Tilmann aus Deutschland hat einen Englischkurs auf der Paradiesinsel absolviert und seinen Aufenthalt in vollen Zügen genossen. Hier berichtet er dir von seinen Erfahrungen.

Die tropische Insel Sansibar hat viel zu bieten. Mit World Unite! kannst du hier sogar Englisch lernen!

Tilmann aus Deutschland berichtet:

Die Betreuung durch Abdi, meinen World Unite!-Koordinator in Sansibar, war hervorragend. Er hat mich am Taxi aufgesammelt, mich zu meiner Gastfamilie gebracht, einen kleinen Rundgang durch Stonetown mit mir gemacht und mich danach mit meiner Sprachlehrerin zusammengebracht. Eine sehr schöne Sache war die Telefonkarte, die ich von Abdi gleich am Anfang bekommen habe. Auch in den 14 Tagen war Abdi immer zu erreichen und – wenn wir uns in Stonetown zufällig trafen – zu einem Gespräch bereit. Ich habe mich sehr gut betreut gefühlt von ihm.

Sarah, meine Sprachlehrerin, hat sich sehr individuell auf mich eingestellt. D.h. sie hat sehr schnell herausgefunden, wo meine Schwächen in Englisch waren und dort angesetzt. Sie hat eine sehr angenehme Art, ist unheimlich flexibel was Zeiten, Treffpunkte und Lerninhalte angeht. Und das Wichtigste, der Unterricht mit ihr macht unheimlich Spaß, es ist also kein trockenes Pauken von Vokabeln und Grammatik. Dazu kommt, dass sie ein unheimlich umfangreiches Wissen über die Insel, über die Geschichte Tansanias und Sansibars und auch über das aktuelle politische Geschehen dort hat. Daher waren die 30 Stunden mit ihr viel mehr als „nur“ Englisch lernen. Ich kann ihr nur nochmals vielen Dank sagen und sie als Sprachlehrerin wärmstens empfehlen.

Meine Unterkunft hatte ich bei Mama Munna in Stone Town. Eine unheimlich nette Familie und sehr interessierte Frau. Das Essen war einfach, aber schlichtweg erstklassig. Die Einblicke in das Familienleben waren einmalig und für mich unvergesslich. Das Zimmer, das ich bewohnt habe, war sehr einfach. Letztendlich aber vollkommen ausreichend, da man in letzter Konsequenz dort eigentlich nur schläft. Wer westeuropäischen Komfort sucht, sollte allerdings besser in ein Hotel gehen, verpasst dann aber einen sehr spannenden und vor allem unvergesslichen Teil bei einem solchen Aufenthalt.

Nicht zuletzt möchte ich mich bei World Unite! bedanken für die sehr gute Betreuung vor und während des Aufenthalts. Die Bezahlung klappte einwandfrei und die Hinweise und Informationen auf der Homepage sind vollständig und zutreffend. Es gab zu keinem Zeitpunkt bei mir das Gefühl, dass es an Betreuung oder Informationen mangelt. Ganz herzlichen Dank für die tolle Arbeit. Ich werde World Unite! in jedem Fall weiterempfehlen.

Mit freundlichen Grüßen,

Tilman

Hier erfährst du, wie du dich zu einem Englischkurs auf Sansibar anmelden kannst.

Freiwilligeneinsatz im Wildtierreservat in Südafrika

Kannst du dir vorstellen, als Freiwillige inmitten der faszinierenden Natur eines südafrikanischen Nationalparks zu arbeiten?
Manuela aus Deutschland hat genau das getan und sich zu ihrem Abenteuer in die Wildnis aufgemacht!

Kannst du dir vorstellen, inmitten der atemberaubenden Natur eines südafrikanischen Nationalparks zu leben? Gemeinsam mit der weltweit einzigen ausschließlich aus Frauen bestehenden Anti-Wilderer-Einheit die Tiere im Park zu schützen? Oder das faszinierende Tier- und Pflanzenleben Südafrikas zu erforschen? Manuela aus Deutschland hat genau das getan! Hier kannst du ihre Erfahrungen als Freiwillige in einem südafrikanischen Nationalpark nachlesen!

Das Balule Camp ist ein Naturschutzgebiet, das Teil des Greater Kruger National Park in Südafrika ist. Es ist bekannt für seine Fülle an Wildtieren, darunter die „Big Five“ (Löwe, Leopard, Nashorn, Elefant und Büffel). Touristensafaris werden innerhalb des Wildreservats organisiert, aber das Reservat wird hauptsächlich für Forschungsarbeiten verwendet, so dass du dort auch viele Doktoranden und Masterstudenten antreffen wirst.

Die Projekte dienen daher oftmals zur Datensammlung für deren Arbeiten. Während meines Aufenthaltes waren das zum Beispiel das Auffinden von Wildererfallen, das Aufspüren von Hinweisen auf Nashörner im Reservat und das Anbringen von Kameras an Marulabäumen.

Am Besten hat mir die Einfachheit des Camps und die enge Verbundenheit zur Natur gefallen und ich würde jederzeit wieder dorthin zurückkehren!

Mir hat die Zeit dort wirklich sehr gut gefallen und das Camp fehlt mir tatsächlich auch heute noch.

Freundliche Grüße,

Manuela aus Deutschland

Möchtest du ebenfalls als Freiwillige/r im Balule Camp mitarbeiten? Bewirb dich jetzt und sichere dir deinen Platz!

Verliebt ins Mother Nature Camp auf Sansibar

Mach dich zu einem Abenteuer in den tropischen Regenwald Sansibars auf! Isabel hat sich währned ihrer
Zeit im Camp ganz schön in die Insel verliebt!

Isabel aus Deutschland hat sich total in unser Mother Nature Camp in Sansibar verliebt! Wir können das gut nachvollziehen: Ein Reise-Abenteuer im tropischen Regenwald und gleichzeitig die lokale Natur und Umwelt auf Sansibar zu schützen, ist eine wunderbare Sache! Hier kannst du Isabel’s Feedback lesen:

Isabel aus Deutschland:

„Die Atmosphäre im Mother Nature Conservation Camp hat mir sehr gut gefallen. Du lebst dort in einer eigenen kleine Gemeinschaft von lokalen Teammitgliedern und ausländischen Freiwilligen. Tagsüber arbeitest du, abends ist Zeit zum Entspannen, für gemeinsame Gespräche oder für Spiele, oder du nimmst dir etwas Zeit für dich und bleibst in deinem Zelt.

Die Mitarbeiter im Camp sind sehr hilfsbereit und unterstützten uns Freiwillige sogar beim Organisieren von Touren, Ausflügen und Trips für die Freizeit. Auch das Essen im Camp ist ziemlich gut!

Ich mag es, dass man auch mit Einheimischen zusammenarbeiten kann und in engem Kontakt mit der örtlichen Community steht. Jeder im Camp kümmert sich um die Umwelt, die Natur, die Tiere, die Kinder und die Nachbarschaft. Es ist interessant, dass jeder Tag etwas anders ist, abhängig von den Freiwilligenaktivitäten, an denen du teilnehmen möchtest. Es ist hilfreich, wenn du flexibel und aufgeschlossen bleibst und dir die Vorbereitungsvideos von World Unite! anschaust, um ein gutes Gefühl dafür zu bekommen, was dich als Freiwillige erwartet.

Ich würde sofort wieder als Freiwillige im Camp mitarbeiten! 🙂

Isabel aus Deutschland

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Als Freiwillige in Indien während der Covid-19-Pandemie

Carin gemeinsam mit weiteren Freiwilligen beim Verteilen von Lebensmittelspenden im ländlichen Indien
während der Corona-Pandemie.

Be part of Sambhali Trust: we act and make a difference! Carin aus Deutschland hat sich aktiv dafür entschieden, ihren Freiwilligeneinsatz in Indien auch während der Covid-19-Pandemie fortzusetzen. Welche Auswirkungen die Pandemie auf das Leben der Menschen in Indien hat und warum ihre Arbeit als Freiwillige gerade jetzt besonders gebraucht wird, beschreibt sie hier.

Es ist dunkler Abend und ich sitze unterm sternklaren Himmel in Dev Bagh inmitten der indischen Wüste Thar in Rajasthan (ca. 1,5 Autostunden nahe Jodhpur). Mein Herz schlägt noch laut. Die Stimmung ist fast mystisch, da der Vollmond zum Greifen nah vor mir steht.

Gerade sind wir von unserer ersten Basic-Food-Distribution zurückgekommen. Unser Kopf ist voll von diesen Erlebnissen, aber keiner kann darüber sprechen, weil diese Tour durch die Wüste uns so tief berührt hat.

Wir haben die ärmsten Familien in ihren kleinen Häuschen besucht. Behausungen, in denen es eine Feuerstelle gibt und etwas Brennholz. An den Wänden hängen ein paar Decken, die nachts als Schlaflager auf dem Boden ausgebreitet werden. Als ich eine Hütte betrat, streifte mein Haar eine Zahnbürste, die ordentlich in das Strohdach bis zum abendlichen Gebrauch gesteckt war. Manchmal gibt es ein paar Ziegen, die den Kindern am Morgen Milch spenden können oder einen Hund, der den Nachtschlaf bewacht. Die Hitze ist allgegenwärtig und die Stürme peitschen den Sand über Körper, Gesicht und Augen.

Hier im ländlichen Rajasthan hatte die COVID-19-Pandemie sofort existenzielle Auswirkungen: Durch den Lockdown wurde der Steinbruch für Wochen geschlossen. Der Familienvater verliert seine Arbeit; es gibt keine Kurzarbeit und keine Arbeitslosenabsicherung. Die Kinder können nicht mehr auf den kommerziellen Feldern helfen, so dass ihr geringer Verdienst auch entfällt. Über Nacht wurde den Familien die spärliche Existenzgrundlage entzogen.

Sambhali Trust hat diese lebenskritische Situation in der Wüstenregion Setrawa schnell erkannt und sich mit den örtlichen Räten zusammengesetzt. Die ärmsten Familien wurden von Field-Workern (eine Art Sozialarbeiter) identifiziert und ein Einsatz zur Versorgung mit Basic-Food-Packages gestartet. Ein Team aus ausländischen und indischen Freiwilligen besorgt täglich Mehl, Linsen, Zucker, Salz, Tee und Gewürze und verpackt diese in 14-Tage-Rationen. Ein Foodpackage kostet ca. 15 € und versorgt eine Familie mit 5-6 Personen mit den wichtigsten Grundnahrungsmitteln für einen halben Monat.

Schauen wir ein paar Wochen zurück – unser Leben in Indien vor Covid-19:

Vor Covid-19: Spielerisches und interaktives Lernen in der Dorfschule steht auf dem Plan.

Mitte Januar reiste ich nach Indien/ Rajasthan, um als Freiwillige benachteiligte Kinder und Frauen zu unterstützen. Sambhali Trust hat uns wie eine Familie aufgenommen. Ich bin für Sambhali Trust im ländlichen Indien im Wüstendorf Setrawa tätig. Vormittags unterrichteten wir in den staatlichen Schulen Englisch – in einer völlig anderen Art, als das indische Schulsystem es momentan vorsieht. Wir verbreiteten Spaß am Lernen mit Liedern, Spielen, Lernvideos und Workshops. Unsere Schüler/innen trafen wir auch auf dem Weg zur Schule oder nachmittags beim Sunset-Spazierung zu den Dünen. Auch hier spielten wir „Englisch“ miteinander und erkundeten gemeinsam das Lebensumfeld inmitten der Wüste Thar.

Die Armut ist sehr bewegend, weil wir uns das vorher nicht so hätten vorstellen können. Das Herz ist weit und tief berührt. Die Kinder sind so offen, herzlich, lernwillig und strahlen unbefangen voller Freude.

Die Projekte im ländlichen Rajasthan von Sambhali Trust, zusammengefasst unter dem Namen “SETU”, hat mehrere Stufen, die die wir nacheinander aufbauen wollen. Am späten Nachmittag haben wir in unserem Wohnhaus „Dev Bagh“ zusätzliche Englisch-Stunden für alle Kinder und Jugendliche der Umgebung angeboten. Die Schüler/innen sind direkt nach der Schule zu Fuß über mehrere Kilometer zu uns gelaufen. In nach Alter eingeteilten Gruppen haben wir English-Dialoge geübt, Lernspiele gespielt oder Motivations-Movies (z.B. „I am Kalaam“, Nelson Mandela) geschaut und darüber in English diskutiert.

In der Stunde vor Sonnenuntergang verwandelte sich der Platz um das Wohnhaus in ein Spielfeld für Sport und Aktivitäten für die ganze Dorfcommunity. Wir spielten Cricket, Volleyball, Fußball, veranstalteten Rennen und lernten indische Tänze mit den Mädchen und Jungs.

Mit dem Lockdown konnte dies alles nicht mehr stattfinden und die Projekte von Sambhali Trust mussten stillgelegt werden. Für uns Volunteers stellte sich die Frage: Wie wollen wir persönlich mit der COVID-19-Pandemie umgehen?

Warum ich mich entschied, auch während Corona in Indien zu bleiben

Eines ist klar: In Krisen brauchst du eine Familie, die zu dir steht – eine Familie, in der wir füreinander sorgen und uns gegenseitig liebevoll stützen. Daher haben viele europäische Familien darauf gedrängt, dass Volunteers zurückreisen. Ein Team von mehr als zehn ausländischer Freiwilligen hat sich allerdings dafür entschieden, die Arbeit von Sambhali Trust vor Ort weiter zu unterstützen.

Govind Singh Rathore und seine (Groß-)Familie hatten uns schon von Beginn an herzlich und non-stop in ihre Gemeinschaft aufgenommen. Mit Beginn der Covid-19-Ausbreitung zogen wir Freiwillige uns gemeinsam mit Govinds Familie in die Selbstisolation nach Setrawa und in unser Wohnhaus Dev Bagh zurück. Dadurch wurde unsere Gemeinschaft noch gestärkt.

Jederzeit werden wir mit aktuellen Informationen versorgt, wir spielen und lachen zusammen, wir führen Unterhaltungen in bis zu fünf Sprachen, wir kochen zusammen und teilen uns die Hausarbeit, wir sporteln zusammen und genießen die Natur – und wir kämpfen gemeinsam gegen die COVID-19-Pandemie. Seite an Seite, von Herz zu Herz.

Sicherheits- und Hygienemaßnahmen für uns und andere

Wir passen selbst gut auf uns auf und beachten die Vorsorgemaßnahmen: Mindestabstand einhalten, Maske tragen, Hände waschen und desinfizieren, nicht anhusten oder anniesen.

Neben der Basic-Food-Distribution für 251 Familien sorgt Sambhali Trust auch für die Aufklärung der Bevölkerung zur gesundheitlichen Vorsorge und hat u.a. Seifen an 810 Familien verteilt. Die nationale Presse berichtet intensiv über unsere Projekte.

Mittlerweile haben wir zum dritten Mal die Familien mit den Food-Packages versorgt; wir sind dankbar für internationale Unterstützung und dass wir vor Ort persönlich helfen können. Jeden Tag nach dem Mittagessen packen wir gemeinsam im Ressort die Food-Packages und senden unser täglich wechselndes Team mit vielen stärkenden Wünschen los.

Zum Sonnenuntergang warten wir gespannt auf die Rückkehrer, empfangen sie mit Desinfektionsmittel (Insider-Joke: unsere Freude, unseren Spaß kann uns auch COVID-19 nicht nehmen) und würzigem Masala-Chai und hören im warmen Sand sitzend die Berichte über die Dankbarkeit und die offenen Herzen der Einheimischen in unserer Umgebung – der Freunde, Familien und Verwandten unserer lachenden Schüler/innen.

Ich bin dankbar erfüllt davon, Teil von Sambhali Trust zu sein!

We act and make a difference! Fighting against the COVID-19-Pandemic globally – connecting our hearts internationally!

Carin aus Deutschland

Hier kannst du alles über Carins Freiwilligeneinsatzstelle Sambhali Trust nachlesen!

Freiwilligeneinsatz Leseförderung in Nicaragua

Lina fühlte sich während ihrer Zeit in Nicaragua sehr wohl. In ihrer Gastfamilie und in ihrem Freiwilligenprojekt wurde
sie sehr herzlich aufgenommen.

Lina aus Deutschland hat sich dazu entschieden, einen Freiwilligeneinsatz in der malerischen Stadt Léon in Nicaragua zu absolvieren. Hier erzählt sie von ihren Aufgaben und warum sie bald wieder nach Nicaragua zurück kommen möchte.

Auch wenn mein Aufenthalt leider wegen der momentanen Umstände durch das Coronavirus sehr viel früher endete, als ich geplant hatte, waren die drei Monate, die ich in Nicaragua verbracht habe eine tolle Zeit. Natürlich war ich bei meiner Ankunft sowohl in der Gastfamilie als auch im Projekt sehr nervös, allerdings wurde ich überall herzlichst aufgenommen und habe mich schon nach wenigen Wochen sehr eingebunden gefühlt.

Lina hat ihren Freiwilligeneinsatz in der “Minibiblioteca” absolviert. Dieses Projekt setzt sich dafür ein, bei Kindern und Erwachsenen die Lust am Lesen zu erwecken und bietet Vorschulunterricht sowie Programme zur Nachmittags- und Freizeitbetreuung für Kinder, deren Eltern ganztags arbeiten.

Zu meinen Aufgaben gehörte es, in der Minibiblioteca vormittags in der Montessori-Vorschule zu helfen, die von 3 bis 5 jährigen Kindern besucht wird. Die Kinder und ich haben uns auch direkt gut verstanden und ich habe in meinen 3 Monaten mindestens ebensoviel gelernt wie sie.

Ich werde diese tolle Erfahrug wohl nie vergessen und versuchen bald wiederzukommen.

Viele liebe Grüße,

Lina aus Deutschland

Hier findest du alle Infos zu Linas Freiwilligenprojekt.