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Medien- und Journalismuspraktikum in Peking – Amalias Erlebnisse in China

Zwischen den goldenen Zeiten eines Imperiums und futuristischer Großstadt: Amalia aus Italien hat zwei Monate in Peking verbraucht und dort ein Medien- und Journalismuspraktikum absolviert. Warum Amalia nach ihrem Praktikum unbedingt bald wieder nach China zurück möchte, kannst du hier lesen. 

 

Nachdem ich die Schule abgeschlossen hatte, war ich, wie es vermutlich vielen geht, ziemlich verwirrt über meine Zukunft und wusste nicht wirklich, was ich wollte. Nur einen Monat vor Beginn des Semesters beschloss ich, an der Universität von Venedig ein Studium der chinesischen Kultur anzutreten.

Es handelte sich dabei um eine ziemlich spontane Entscheidung. Bis dahin hatte ich noch kein besonderes Interesse an China und war daher vermutlich auch nicht die beste Studentin. 😊 Obwohl ich während meiner drei Universitätsjahre ein viel größeres Interesse für China entwickelt hatte, fehlte mir irgendwie immer noch der persönliche Bezug zu diesem riesigen Land.

Ich entschied mich daher, nach China zu reisen und das Land auf eigene Faust zu entdecken.

Viele meiner Studienkollegen absolvierten Austauschsemester an chinesischen Universitäten, aber ich wusste aus ihren Erzählungen, dass sie die meiste Zeit mit anderen Ausländern verbrachten. Ich aber wollte die Möglichkeit haben, in den chinesischen Alltag eintauchen zu können und mir meine Zeit nicht auf irgendwelchen Partys und Veranstaltungen für Ausländer in Peking vertreiben.

Als ich World Unite! fand, wusste ich, dass dies genau die Organisation war, nach der ich gesucht hatte. World Unite! half mir nicht nur dabei, ein Praktikum zu finden, sondern hat mich auch in allen Dingen unterstützt, die nötig waren, um in China Fuß zu fassen. Für mich war es ja das erste Mal in China und ich wusste nicht, was ich erwarten sollte. Ich erinnere mich lebhaft daran, als ich im Maan Coffee Shop am Flughafen auf meinen Koordinator Alex wartete, der sich um die Praktikanten in Peking kümmert. Ich hatte sogar etwas Angst und konnte mir nicht vorstellen, was mich außerhalb des Flughafens erwarten würde. Was, wenn ich von China enttäuscht sein würde? Als Alex ankam, war es dann plötzlich ganz leicht. Wir nahmen ein Taxi und schon war ich mitten in Sanlitun, einem modernen und schicken Viertel von Peking. Dies war der Stadtteil, in dem ich von nun an zwei Monate lang leben würde. Zum Kennenlernen haben wir erstmal ein paar Nudeln gegessen und Alex hat mir eine chinesische SIM-Karte zur Verfügung gestellt. Danach fuhren wir mit dem Fahrrad zur U-Bahnstation (glaubt mir oder nicht, aber Bike-Sharing ist richtig beliebt in China), damit ich schon mal wusste, wie ich mich von meiner Unterkunft aus fortbewegen konnte.

Alex brachte mich an meinem ersten Praktikumstag auch zu meiner Praktikumsstelle. Ich war Praktikantin bei „Pandaily“, einem kleinen Medienunternehmen oder genauer gesagt einem „Tech Media Start Up“. Meine Kollegen waren alle jung, voller Energie und Kreativität. Ich hatte das Glück, in einer sehr freundlichen Umgebung zu arbeiten. Manchmal wurde ich frustriert, weil mein Chinesisch einfach nicht gut genug war. Eigentlich wurde mir sogar jetzt erst klar, dass ich nicht in der Lage, wichtige Teile eines Gesprächs zu verstehen und in Meetings musste ich meine Kollegen ständig um Übersetzungen bitten. Es ist schwierig, in einem Raum zu sitzen, ohne eine Ahnung davon zu haben, was um dich herum passiert. Allerdings lernte ich auch jeden Tag dazu und fühlte mich bald viel sicherer in Bezug auf meine Chinesischkenntnisse. Zweimal in der Woche ging ich sogar in den Chinesischunterricht. Ich wusste, dass ich unbedingt an meinen Konversationskenntnissen arbeiten musste, da ich an meiner Universität hauptsächlich schriftliche Kenntnisse erlangt hatte und in China endlich Gelegenheit hatte, meine Sprachkenntnisse in die Praxis umzusetzen.

Ich habe neue Freunde, sowohl Chinesen und Ausländer, gefunden. Ich habe viel gesprochen und war stets neugierig darauf und offen, welche Dinge ich in meiner Zeit in China erleben würde und ich verliebte mich auch total in chinesisches Essen.

Zwei Monate vergingen so schnell, dass ich keine Zeit hatte, Heimweh zu bekommen oder auch nur eine Art Kulturschock zu spüren, über den alle immer reden. Peking hat mir viel Optimismus vermittelt. Es gibt so viele Möglichkeiten und für mich fühlte sich das Leben hier an, als ob man irgendwo zwischen alten goldenen Zeiten eines Imperiums und einer futuristischen gigantischen Stadt leben würde. Gleichzeitig ist Peking auch ein Ort, an dem Menschen zusammensitzen und ihr Essen aus derselben Schüssel teilen, was ich als unglaublich schön empfinde.

Ich freue mich schon unheimlich auf meinen nächsten Trip nach China!

Amalia aus Italien

 

Hier findest du alle Infos zu Amalias Praktikum.

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Schildkrötenschutz- und Recycling auf Sansibar

Schildkrötenfans aufgepasst! Melanie aus Deutschland erzählt von ihrem Freiwilligeneinsatz in unserem Meeresschildkrötenschutz- und Recyclingprojekt in Sansibar!

Meine Zeit in Sansibar war wunderschön. Mein Freiwilligenprojekt ermöglichte mir nicht nur die Zusammenarbeit mit den Tieren, sondern viel mehr einen Einblick in das Leben vor Ort. Die Meeresschildkrötenschutzstation in Sansibar liegt an einem wunderschönen Strand: Ich durfte als Freiwillige traumhafte Sonnenauf- und Untergänge, türkisblaues Meer und weißen Sand genießen. Dabei ist es jedoch wichtig zu bedenken, dass viele Menschen vor Ort ein sehr bescheidenes Leben führen und mit sehr einfachen Mitteln auskommen müssen. Mein Rat an zukünftige Freiwillige ist daher, sich schon im Voraus mit der Lebensrelatität des Landes vertraut zu machen.

Zur Arbeit mit den Schildkröten gehört, jeden Tag das Wasser in den Becken der Babyschildkröten wechselt und die Panzer der großen Schildkröten schrubbt. Darüber hinaus werden auch kranke Schildkröten verarztet und gesund gepflegt.

Neben der Arbeit in der Meeresschildkrötenstation gibt es für Freiwillige die Möglichkeit, ein Recyclingprojekt zu unterstützen. Lisa, die Projektkoordinatorin macht dabei gemeinsam mit der Hilfe von Freiwilligen auf das Müllentsorgungsproblem auf der Insel aufmerksam.

Nach meinem Freiwilligeneinsatz habe ich noch eine weitere Woche lang die Insel bereist.

Ich bin für meinen Aufenthalt und die Zeit vor Ort sehr dankbar und kann die Erfahrung nur weiter empfehlen!

Viele Grüße,

Melanie

Hier findest du alle Infos zu Melanies Projekt.


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Lesen & Bildung für Kinder in Nicaragua

Gioconda Belli, Ernesto Cardenal, Ruben Darío oder Sergio Ramírez: Aus Nicaragua stammen viele bedeutende Schrifsteller/innen! Du bist ein Bücherwurm und hast Lust, Kindern und Jugendlichen die Lust am Lesen zu vermitteln? Als Freiwillige/r in der Minibiblioteca, einer mobilen Bibliothek in León, hilfst du dabei, Jung und Alt zum Lesen zu animieren! Hier kannst du den Erfahrungsbericht von Anna aus München nachlesen. 

Ich bin Anna, zwanzig, aus München und habe nach dem Abi neun Monate in Nicaragua verbracht und im Projekt Minibiblioteca gearbeitet. Ich hatte dort eine unglaublich schöne Zeit, die ich nie vergessen werde.

Anna, konntest du schon Spanisch, bevor du nach Nicaragua gereist bist?

Da ich ganz ohne Spanischkenntnisse nach Nicaragua gefahren bin, war für mich der Anfang relativ spannend und eine kleine Herausforderung. Aber die Nicas sind alle total nett und man kommuniziert dann eben mit Händen und Füßen. Durch die zwei Wochen Spanischunterricht am Anfang habe ich sehr viel gelernt, sowohl Spanisch als auch über die Kultur. Mit der Zeit wurde mein Spanisch immer besser, durch das Alltagsleben, meine Gastfamilie und natürlich die viele Zeit, die ich im Projekt verbracht habe.

Was waren deine Aufgaben im Projekt?

Meine Aufgaben im Projekt waren etwas anders als erwartet, hat mir aber trotzdem sehr gut gefallen. Ich habe mich mehr im Bereich der Kinderbetreuung engagiert und die Nachmittagsbetreuung der ca. 30 Kinder (6-12Jahre alt) des Projektes mit organisiert.

Wie ist ein typischer Tagesablauf?

Die Kinder kommen nach der Schule ins Projekt um dort meist nach einer kurzen Meditations- / Entspannungsübung mit unserer Unterstützung ihre Hausaufgaben zu machen. Zwischendurch wird eine kurze Pause gemacht, in der eine kleine Brotzeit verteilt wird, da die Kinder zu Hause nicht immer etwas zu essen bekommen. Danach beginnt das wechselnde Nachmittagsprogramm, in dem man sich als Freiwilliger individuell einbringen kann und mit einem Teil der Kinder eigene Workshops durchführen darf.

Unser Programm war immer breitgefächert. Es wurde beispielsweise Englisch Unterricht, Basteln, Gartenarbeit, Leseclub, Ballett, Flötenunterricht, Theater, Schach, traditioneller Tanz, Versuche aus der Wissenschaft und mathematische Spiele angeboten.

Ich habe mehrmals wöchentlich einen Kurs zum Thema Recycling gegeben. Hier haben wir einerseits mit recyceltem Material gebastelt, aber ich habe auch versucht, die Kinder für Umweltthemen zu sensibilisieren und Aspekte des Umweltschutzes anschaulich und spannend aufbereitet zu erklären. Außerdem habe ich einige der anderen Workshops gemeinsam mit dem Team vorbereitet und realisiert. Allgemein unterstützte ich das Team bei allem was so anfällt: Kurse, Arbeitsblätter, Projekte planen, organisieren und durchführen bis hin zum Aufräumen und Putzen.

Wie war die Zusammenarbeit im Team vor Ort?

Die Mitarbeiter und die Projektleitung der Minibiblioteca sind alle sehr nett. Ich wurde von ihnen komplett ins Team aufgenommen, war bei Besprechungen dabei und habe mich immer sehr wohl gefühlt.

In der Zeit dort habe ich sehr viel gelernt, von den supersüßen Kindern (auch wenn manche ab und zu ganz schön anstrengend sein können, wachsen sie einem doch sehr ans Herz) genauso wie von den Mitarbeitern und der Abschied war nicht nur sehr tränenreich sondern es hat mir auch das Herz gebrochen die tollen Menschen und dieses wundervolle Land zu verlassen.

Was hast du in deiner Freizeit unternommen?

Auch abgesehen von meiner Arbeit im Projekt war die Zeit in Nicaragua großartig! Die Wochenenden haben wir Freiwillige oft am Strand verbracht oder mit den klapprigen, aber so sympathischen Bussen das Land erkundet. Ich habe viele tolle Freundschaften geschlossen, mit Einheimischen und anderen Freiwilligen und meine Gastfamilie ist mir sehr ans Herz gewachsen.

Fehlt dir Nicaragua, jetzt wo du wieder zurück zu Hause bist?

Jetzt wo ich wieder zurück bin, vermisse ich so viel aus Nicaragua, zum Beispiel den Comedor bei uns ums Eck, bei dem wir Stammgäste waren oder sich auf dem Heimweg eine Tüte frisch frittierte Platanitos (Kochbananen) zu kaufen, Vulkane zu besteigen und den Ausblick zu genießen, in den Bars Salsa zu tanzen genauso wie Bolsitas (gefrorenes Wassereis aus kleinen Plastiktüten) essend auf einem Pick Up vom Strand nach Hause zu trampen.

Am meisten aber die Lockerheit, das stressfreie Leben und die Herzlichkeit der Menschen dort. Viele von ihnen besitzen nur sehr wenig und sind trotzdem immer bereit, alles mit dir zu teilen.

Es ist unmöglich die neun Monate in einem so kurzen Text zusammenzufassen, aber letztendlich war es eine Wahnsinnszeit, voller wertvoller Erfahrungen, von denen ich keine bereue und die ich nie vergessen werde.

Viele Grüße,

Anna (Deutschland)

Hier findest du alle Infos zu Annas Projekt.

 

 

 

 


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Bildung, Kunst & Tourismusentwicklung auf Sansibar

Als Freiwillige hat Jördis zwei Monate lang das Mother Nature Umweltschutzcamp in Sansibar unterstützt. Sie hat ihre Fähigkeiten als Künstlerin in die Gestaltung der Dorfschule und bei einer lokalen Töpferinitiative eingebracht. Hier kannst du mehr über Jördis‘ Erfahrungen lesen:

Ich habe eine wundervolle intensive Zeit als Freiwillige im Mother Nature Camp verbracht. Es war eine der besten Entscheidungen in meinem Leben, dorthin zu gehen und meine Fähigkeiten als Künstlerin zu nutzen, um das örtliche Schulgebäude in Kitogani zu gestalten. Mit den Schulkindern zusammen zu arbeiten und ihnen zu zeigen, wie sie ihre Kreativität einsetzen können, hat mir große Freude bereitet.

Eine tolle Erfahrung war es auch, mit einer Gruppe lokaler Töpferinnen zusammenzuarbeiten. Ich einen Workshop organisiert, in dem kleine Tonschildkröten als Souvenirs für Touristen hergestellt wurden. Der Verkauf unterstützt nicht nur die Töpferinnen, sondern auch ein Schildkrötenschutzprojekt in der Region.

Darüber hinaus hatte ich die Gelegenheit, mich in die Tourismusentwicklung der Region einzubringen, unter anderem für die spannenden Höhlen in der Jozani-Region. Während meiner Zeit entwickelte ich auch ein tieferes Verständnis für die Region und ihre Traditionen, in etwa über Pflanzenmedizin.

Insgesamt habe ich viel über die lokale Kultur und das Leben auf Sansibar gelernt und eine neue Familie gefunden. Ich bin froh, dass World Unite! mir die Möglichkeit gab, eng mit den Menschen vor Ort zusammenzuarbeiten und ihre Projekte zu unterstützen, und ich möchte mich dafür herzlich bedanken! Ich hoffe, wir bleiben in Kontakt und arbeiten auch in Zukunft wieder zusammen.

Alles Liebe!

Jördis (Deutschland)

Hier kannst du mehr über Jördis’ Projekt nachlesen.


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Müll- und Recycling-Workshop in der Dorfschule auf Sansibar

Unsere Umweltkoordinatorin Lisa berichtet über die Müll- und Recyclingworkshops in unserem Umweltschutz- und Recyclingprojekt in Sansibar. 

Hallo aus dem schönen Sansibar!

Wusstet ihr, dass wir hier im Schildkrötenschutz- und Recyclingprojekt einen Community-Ansatz verfolgen? Das bedeutet, dass wir versuchen, gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft von Nungwi Umweltschutzaktivitäten voranzubringen.

In unserem Projekt recyclen wir Müll und stellen daraus nützliche Gegenstände her. Um Müll zu vermeiden, ist es jedoch wichtig, dass schon die jüngsten Mitglieder einer Gemeinschaft sich Wissen und Infos über Müll, Mülltrennung und -vermeidung aneignen können. Unsere Freiwilligen haben sich darum etwas Besonderes einfallen lassen: An der gemeinnützigen Dorfschule in Nungwi bieten wir von nun an regelmäßig Müllvermeidungsworkshops an.

Die Schule wird von Kindern zwischen drei und sechs Jahren besucht. Bei unserem ersten Workshop informierten unser Freiwilligen gemeinsam mit einem Lehrer die Kids über Mülltrennung. Leider gibt es auf Sansibar kein funktionierendes Mülltrennungssystem und häufig wird Müll einfach verbrannt. Ziel war es, den Kindern zu vermitteln, warum wir Müll trennen sollten, um unsere Umwelt zu schützen.

Währenddessen bereiteten unsere Freiwilligen ein Mülltrennungssystem im Schulhof vor, um anschließend mit den Kindern Müll zu sammeln und gemeinsam zu trennen. Dabei wird zwischen Restmüll, recyclebarem Müll (z.B. Flaschen) und Kompostabfällen unterschieden.

Wir freuten uns, zu sehen, dass viele der älteren Kinder das zuvor Gelernte direkt anwenden konnten und die jüngeren Mitschüler bei der Mülltrennung unterstützten. Um die Nachhaltigkeit unserer Initiative zu gewährleisten, werden wir in Zukunft regelmäßig Umweltbildungsworkshops an der Dorfschule abhalten. Wenn du tolle Ideen für Workshops hast und dich gerne einbringen möchtest – Karibu!

Viele liebe Grüße aus Sansibar,

Lisa

Hier findest du die Infos zu unserem Meeresschildkröten- und Recyclingprojekt. 


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Ayurveda-Praktikum in Jaipur, Indien

Du hast Lust, im Ausland zu reisen und dabei neue Erfahrungen in deinem Berufsfeld zu sammeln? Johannes aus Deutschland ist Physiotherapeut und hat ein Praktikum an einer Ayurverda-Klinik in Indien absolviert, um mehr über alternativmedizinische Heilmethoden zu lernen. Welche Erfahrungen er gesammelt hat, kannst du hier nachlesen. 

 

Johannes, wie ist dein Ayurveda-Praktikum gelaufen?

Mein Praktikum war wirklich toll und alle hier haben sich sehr freundlich und umsichtig um mich gekümmert. Mit den Mitarbeitern in der Ayurveda-Klinik habe ich täglich gemeinsam Tee getrunken  und zwei der Mitarbeiterinnen haben stets für mich übersetzt, sodass ich mich mit den Patienten unterhalten konnte, da nicht jeder hier Englisch spricht. Dadurch habe ich viele Infos über die Abläufe und Vorgehensweisen in der Klinik gelernt. Ich konnte auch viel über die Kultur und die die  Behandlungsmethoden für mich mitnehmen: Ich habe zahlreiche Erfahrungen im Bereich der Naturheilkund gesammelt und wie ayurvedische Medizin hergestellt wird. Es wird nichts verschwendet!

Was war dein tollstes Erlebnis in Jaipur?  

Zu meinen schönsten Erinnerungen gehört auch mein Besuch beim Taj Mahal. Ich habe in meiner Freizeit auch viele Tempel und Forts besucht. Die Bauten sind sehr beeindruckend. 

Was an deinem Aufenthalt hat einen besonderen Eindruck bei dir hinterlassen?

Mir wird immer die Freundlichkeit der Menschen in Erinnerung bleiben. Ich hatte den Eindruck, dass alle um mich herum stets darum bemüht waren, mir zu helfen. Ich habe während meines gesamten Aufenthaltes einfach niemanden getroffen, der schlecht drauf war. Ich hatte das Gefühl, als wäre ich gut aufgehoben in einer großen Familie, in der sich jeder um jeden kümmert.

Wirst du World Unite! weiter empfehlen?

Ja, World Unite! und die lokalen Koordinatoren in Jaipur sind toll und haben sich einfach um alles gekümmert. Bei Problemen kann man sich jederzeit an die Mitarbeiter wenden. Ich hatte Gott sei Dank keine.

Alles in allem war mein Aufenthalt einfach toll und ich möchte diese Erfahrung nicht missen!  

Viele Grüße,

Johannes, Deutschland

 

Besuche uns auf http://www.world-unite.de, um mehr über unsere Praktika in Indien zu erfahren!


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Initiative gegen Plastikmüll in Sansibar

Du suchst einen Freiwilligeneinsatz im Ausland und möchtest dich darüber hinaus für deine Umwelt engagieren? Du hast genug davon, dass Meere und Strände weltweit im Plastikmüll ersticken? In ihrem spannenden Bericht erzählen unsere Teilnehmerinnen Charline, Marielle und Patricia von ihrem Takataka (Swahili für „Müll“) – Projekt im tropischen Inselparadies Sansibar: Der zunehmende Plastikmüll stellt für die Insel sowie Menschen und Tiere, die dort leben, ein gravierendes Problem dar. Wie Charline, Marielle und Patricia dazu beitragen, auf nachhaltige Weise Müll zu vermeiden, erzählen sie dir hier:

 

Charline berichtet, wie alles begann:

Alles begann mit einem Besuch im Dorf Charawe im Osten von Sansibar. Nach einer circa 20-minütigen Fahrt auf unbefestigter Straße gemeinsam mit Mohammed, meinem lokalen Koordinator im Mother Nature Forest Camp, kamen wir in einem kleinen Dorf an. Charawe liegt relativ abgeschieden, sodass keine Dala-Dalas (Kleinbusse des öffentlichen Verkehrs) dort verkehren. Die Lebensstandards im Dorf sind einfach und die Menschen im Dorf leben in eher bescheidenen Verhältnissen.  

Jedoch hat das Dorf mit seiner unberührten Natur, den riesigen Mangrovenlandschaftem, und zahlreichen Gewürzen, die von dort kommen, Besuchern einiges zu bieten!

Leider fiel mir gleich zu Beginn aber etwas ganz anderes ins Auge: Nämlich die großen Mengen an Plastikmüll, die überall im Dorf verstreut lagen.

Mohammed und ich waren uns schnell einig, dass wir an dieser Situation nachhaltig etwas ändern wollen. Wir besprachen unsere Ideen und hatten wenig später die Möglichkeit, diese auch dem Dorfvorsteher mitzuteilen. Schon wenige Tage darauf sollte an zwei aufeinanderfolgenden Tagen der Müll im Dorf eingesammelt werden.

Dank Mohammeds großem sozialen Netzwerk konnten wir weitere fünf Volontäre für dieses Vorhaben hinzugewinnen. Gemeinsam mit neun Freiwilligen machten wir uns schließlich ans Aufräumen: Reißfeste Säcke und Handschuhe wurden ausgeteilt und die Arbeit begann. Schnell machten auch viele Dorfbewohner mit, egal ob Erwachsene oder Kinder. In diesen zwei Tagen konnten bereits drei Kleinlaster voller Müll aus dem Dorf entfernt werden!

Doch damit war es noch nicht getan. Zum einen, weil wir im Dorf trotzdem noch Unmengen an Müll fanden und zum anderen, weil eine solche Sammelaktion als allein stehende Aktion nicht nachhaltig genug ist.

Daher entschieden wir uns dafür, Workshops in Schulen über die gesundheitlichen Auswirkungen von Plastik abzuhalten und Kinder in der Unterscheidung der verschiedenen Müllarten zu schulen. In einem Dorf wie Charawe, in dem die Bevölkerung zu einem hohen Prozentsatz aus Kindern besteht, ist dies besonders wichtig. Um für die Kinder zusätzliche Anreize zu schaffen, ihr Dorf sauber zu halten, durften alle Kinder sich ein Teil aus unseren erhaltenen Kleiderspenden aussuchen.

Wir waren uns bewusst, dass wir durch eine einmalige Aktion noch nicht nachhaltig genug Veränderungen anstoßen können. Daher kamen wir nochmal nach Charawe zurück. 

Mit einer selbst gestalteten Tafel, die die unterschiedlichen Arten von Müll klassifiziert, verbrachten Mohammed und ich den Tag im Dorf und versuchten, möglichst viele Bewohner über Plastikmüll aufzuklären. An diesem Tag installierten wir zudem fünf Mülltonnen, welche über das Dorf verstreut wurden. Diese konnten durch Spendengelder finanziert werden, die ich durch einen Facebook-Aufruf und die Unterstützung von weiteren Freiwilligen sammeln konnte.

Vier Tage später kamen wir zurück, um die Ergebnisse unserer Aktion zu überprüfen. Mein erster Eindruck war allerdings ernüchternd. Die ersten beiden Mülleimer, die ich kontrollierte, waren kaum (aber immerhin!) genutzt und auch beim Besuch der ersten Klasse schienen sich kaum Schüler beteiligt zu haben. Glücklicherweise wurde der Tag dann doch noch etwas besser, da die übrigen Mülleimer intensiver genutzt wurden und insgesamt doch 30 Kindern Müll gesammelt hatten und etwa die gleiche Anzahl von Säcken voller Müll abholbereit waren.

Dennoch wollten wir die Aktion noch nicht enden lassen. Mohammed verkündete, dass wir in drei Tagen wieder kämen um mit den Kindern gemeinsam ein weiteres Mal Müll zu sammeln.

Als wir am darauffolgenden Donnerstag im Dorf ankamen war ich komplett geplättet. Es lag zwar immer noch Müll herum, es erschien aber deutlich weniger. Und je näher wir der zentralen Schule kamen, desto häufiger konnten wir an Häuser gelehnte gefüllte Müllsäcke entdecken. An der Schule angekommen bot sich mir, Mohammed und zwei neuen Freiwilligen, die ich ebenfalls für das Projekt begeistern konnte, eine tolle Belohnung für die vergangene Arbeit: An der gesamten Schulwand entlang standen gefüllte Müllbeutel! Davon beschwingt sammelten wir ein – vorerst – letztes Mal Müll zusammen mit den Bewohnern auf. Die Kinder waren glücklich, wie waren glücklich. An diesem Tag konnten nochmal über 100 Müllsäcke abtransportiert werden, ebenso wie die nun vollen Mülltonnen.

Die ersten Steine für ein zukünftig sauberes Dorf sind gelegt. Ich hoffe, dass die Bewohner sich in ihrem nun sauberen Umfeld wohlfühlen und dann auch endlich vom Tourismus profitieren.

Über das Projekt in Charawe hinaus wurden ähnliche Projekte mittlerweile auch in den Dörfern Muungoni und Kitogani gestartet. Die Strände Paje, Jambiani und Makunduchi folgen hoffentlich bald. Insgesamt konnten schon 6 Mülleimer installiert werden und weitere 20 sind bereits durch Spenden finanziert.

Meine Zeit im Mother Nature Forest Camp ist nun leider vorbei. Durch die Hilfe meiner zwei neuen Mitstreiterinnen bin ich aber sicher, dass dieses Projekt erhalten bleibt und hoffe auf viele neue Freiwillige, die sich ebenfalls gegen das Plastikmüllproblem in Sansibar einsetzen wollen.

Viele Grüße,

Charline

Du möchtest Charlines Initiative in Sansibar unterstützen? Als Freiwillige/r im Mother Nature Umweltschutzcamp kannst du helfen, die Initiative gegen Müll fortzuführen!